Arbeitslosenzahl geht leicht zurück – Weiterbildungschancen jetzt prüfen

Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach registrierte im März 2026 in ihrem Bezirk, der aus der Stadt Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss besteht, 32.238 Arbeitslose. Das sind 116 Frauen und Männer weniger als einen Monat zuvor (-0,4 Prozent) und 724 mehr als im März des Vorjahres (+2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte im Agenturbezirk einen weiteren Monat bei 8,2 Prozent. Im März des Vorjahres hatte sie 8,0 Prozent betragen.

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 10

"Die Anzahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Mönchengladbach im März leicht zurückgegangen, bewegt hat das die Arbeitslosenquote aber nicht – sie liegt den dritten Monat in Folge bei 8,2 Prozent. Da es derzeit schwieriger ist, vorherzusagen, wann die Konjunkturentwicklung wieder Fahrt aufnimmt, raten wir Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen dazu, die aktuelle Phase dazu zu nutzen, sich aktiv mit ihren beruflichen Zukunftschancen auseinander zu setzen. Welche Möglichkeiten sich durch Weiterbildungen und Qualifizierungen ergeben, zeigen beispielsweise im April in Mönchengladbach und im Juni in Neuss die Weiterbildungsmessen Mittlerer Niederrhein auf", schildert Stavroula Tsiantes, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Die können am Mittwoch, 22. April 2026, von 9 bis 14.30 Uhr kostenfrei und ohne Anmeldung im "ALEM Festsaal" an der Wickrather Straße 119 in Mönchengladbach sowie am Mittwoch, 17. Juni 2026, im "Gare du Neuss" an der Karl-Arnold-Straße 3-5 in Neuss besucht werden. An beiden Terminen informieren rund 60 regionale Bildungsträger über ihre Angebote, und die Agentur für Arbeit sowie die Jobcenter beraten zu entsprechenden Fördermöglichkeiten.

Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten von den aktuell 32.238 arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk von Stadt Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss 11.309 Frauen und Männer. Das sind 7 Personen weniger als im Vormonat (-0,1 Prozent) und 996 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+9,7 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 20.929 arbeitslose Frauen und Männer, die zur Gruppe der Bürgergeld-Empfänger gehören. Das sind 109 Personen weniger in der Betreuung der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss als einen Monat zuvor (-0,5 Prozent) und 272 weniger als im März des Vorjahres (-1,3 Prozent).

Im März 2026 meldeten sich insgesamt 5.457 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.980 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, was 124 Personen oder 6,7 Prozent mehr als im Vormonat und 129 Personen mehr als im Vorjahresmonat sind (+7,0 Prozent). 5.593 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.589 eine Erwerbstätigkeit auf, was 37 Personen oder 2,4 Prozent mehr als im Vormonat und 34 Personen weniger als im Vorjahresmonat sind (-2,1 Prozent). Im Jahresverlauf gibt es bisher 16.484 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 63 Meldungen (+0,4 Prozent). Dem gegenüber stehen bislang 15.437 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 1.128 Meldungen (+7,9 Prozent). Die Jahreswerte fassen Wechsel in oder aus Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Maßnahmen und Nichterwerbstätigkeit zusammen.

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre stieg im Agenturbezirk Mönchengladbach im März 2026 auf 2.758 Personen (+7 Personen zum Vormonat/+0,3 Prozent). In Relation zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um 310 Personen oder 12,7 Prozent.

Im März 2026 wurden in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss 10.928 Arbeitslose registriert, die 50 Jahre und älter sind. Das sind 69 Frauen und Männer weniger als im Vormonat (-0,6 Prozent) und 234 Personen mehr als im Vorjahresmonat (+2,2 Prozent).

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen fiel im März 2026. Mit 11.893 sind das 82 Personen oder 0,7 Prozent weniger als im Vormonat. Zum selben Monat des Vorjahres ist die Zahl um 16 Frauen und Männer gefallen (-0,1 Prozent).

2.351 Arbeitslose mit Schwerbehinderung wurden im März 2026 gemeldet, 14 Personen weniger als im Vormonat (-0,6 Prozent) sowie 99 Personen mehr als im März des Vorjahres (+4,4 Prozent).

Mit 12.988 Personen nahm die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 28 Frauen und Männer ab (-0,2 Prozent). Im Vergleich zum März des vergangenen Jahres ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Anstieg um 680 Personen (+5,5 Prozent).

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Mönchengladbach 3.391 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen, etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum (+14 Personen/+0,4 Prozent). Zugleich gab es bis März 2.426 Meldungen für Berufsausbildungsstellen1), das entspricht einem Minus von 200 (-8 Prozent). Ende März waren 2.170 Bewerber und Bewerberinnen noch unversorgt und 1.605 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

1) Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist aktuell unterzeichnet, es werden auf Bundesebene schätzungsweise rund sechs Prozent zu wenig ausgewiesen. Hintergrund sind veränderte Prozesse in Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit. Diese müssen noch in die statistische Erhebung integriert werden, das wird im Sommer abgeschlossen.

Hinweis: Wer arbeitslos ist, von Arbeitslosigkeit bedroht ist oder sich beruflich weiterbilden und höherqualifizieren möchte, kann über die kostenfreie Hotline 0800 4555500 einen Beratungstermin mit der Arbeitsagentur in Mönchengladbach, Dormagen, Grevenbroich oder Neuss vereinbaren. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können über die kostenfreie Hotline 0800 4555520 Kontakt zur Agentur für Arbeit Mönchengladbach aufnehmen. Viele Anliegen lassen sich zudem online unter www.arbeitsagentur.de/eservices erledigen.

Arbeitsmarktlage in der Stadt Mönchengladbach

Die Arbeitslosigkeit ist in Mönchengladbach im März 2026 gestiegen. 15.654 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 16 Personen mehr als im Februar (+0,1 Prozent) und 34 Personen beziehungsweise 0,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im aktuellen Berichtsmonat davon 4.642 Frauen und Männer. Das sind 8 Personen weniger als vor einem Monat (-0,2 Prozent) und 268 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+6,1 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten 11.012 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 24 Personen mehr in der Betreuung des Jobcenters Mönchengladbach als im Vormonat (+0,2 Prozent) und 302 weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (-2,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote stieg im März 2026 in der Stadt Mönchengladbach um 0,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 11,0 Prozent betragen.

19.163 Personen waren in der Stadt Mönchengladbach im März 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 78 Personen weniger als im Vormonat (-0,4 Prozent) und 79 Personen weniger als zum Vorjahreszeitpunkt (-0,4 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im März 3.387 Personen teil. Das sind 38 Personen mehr als im Februar (+1,1 Prozent) und 417 Männer und Frauen mehr als im März des Vorjahres (+14,0 Prozent).

Im März 2026 meldeten sich in der Stadt Mönchengladbach 872 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 62 mehr als im Monat zuvor (+7,7 Prozent) und 78 mehr als im Vorjahresmonat (+9,8 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 719 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, plus 66 zum Februar (+10,1 Prozent) und plus 48 zum März des Vorjahres (+7,2 Prozent).

438 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit aus Mönchengladbach im März 2026 neu gemeldet. Das sind 237 weniger als im Vormonat (-35,1 Prozent) und 100 weniger als vor einem Jahr im März (-18,6 Prozent). Im März 2026 sank die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter in Mönchengladbach angeboten werden können, um 201 auf 2.535 (-7,3 Prozent). Im Vergleich zum März 2025 lag die Stellenanzahl bei minus 235 (-8,5 Prozent).

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich in der Stadt Mönchengladbach 1.537 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen, 215 mehr als im Vorjahreszeitraum (+16 Prozent). Zugleich gab es bis März 1.088 Meldungen für Berufsausbildungsstellen1), das entspricht einem Minus von 197 (-15 Prozent). Ende März waren 1.027 Bewerber und Bewerberinnen noch unversorgt und 736 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Arbeitsmarktlage im Rhein-Kreis Neuss

Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Kreis-Neuss im März 2026 gesunken. 16.584 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 132 Personen weniger als im Februar (-0,8 Prozent) und 758 Personen beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im  aktuellen Berichtsmonat davon 6.667 Frauen und Männer. Das ist 1 Person mehr als im Monat zuvor (+/-0,0 Prozent) und sind 728 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+12,3 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 9.917 Frauen und Männer. Das sind 133 Personen weniger in der Betreuung des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss als im Vormonat (-1,3 Prozent) und 30 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+0,3 Prozent).

Die Arbeitslosenquote sank im Rhein-Kreis Neuss im März 2026 um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Im März des Vorjahres hatte sie bei 6,3 Prozent gelegen.

In den acht Kommunen des Rhein-Kreises Neuss entwickelte sich der Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat in dieselbe Richtung. Registriert worden sind 2.220 Arbeitslose in der Stadt Dormagen (-44 Personen zum Vormonat), 2.451 in Grevenbroich (-18 ), 654 in Jüchen (-8), 1.203 in Kaarst (-19), 750 in Korschenbroich (-11), 1.747 in Meerbusch (-5), 7.234 in Neuss (-23) und 325 in Rommerskirchen (-4).

19.900 Personen waren im Rhein-Kreis Neuss im März 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 115 Personen weniger als im Vormonat (-0,6 Prozent) und 414 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+2,1 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im März 2.841 Personen teil. Das sind 92 Personen mehr als im Februar (+3,3 Prozent) und 60 Männer und Frauen mehr als im März des Vorjahres (+2,2 Prozent).

Im März 2026 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 1.108 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, das sind 62 mehr als im Vormonat (+5,9 Prozent) und 51 mehr als im Vorjahresmonat (+4,8 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 870 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, minus 29 zum Februar (-3,2 Prozent) und minus 82 zum März 2025 (-8,6 Prozent).

480 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit für den Rhein-Kreis Neuss im März 2026 neu gemeldet. Das sind 60 weniger als im Vormonat (-11,1 Prozent) und 69 mehr als vor einem Jahr im März (+16,8 Prozent). Im März 2026 sank die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter im Rhein-Kreis Neuss angeboten werden können, um 8 auf 2.325 Stellen (-0,3 Prozent). Im Vergleich zum März 2025 lag die Stellenanzahl bei einem Minus von 416 (-15,2 Prozent).

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 1.854 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen, 201 weniger als im Vorjahreszeitraum (-10 Prozent). Zugleich gab es bis März 1.338 Meldungen für Berufsausbildungsstellen1) (-3 Stellen/-0,2 Prozent). Ende März waren 1.143 Bewerber und Bewerberinnen noch unversorgt und 869 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.