Die Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss im Juli 2026

Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Kreis Neuss im Juli 2026 gestiegen. 16.482 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 194 Personen mehr als im Juni (+1,2 Prozent) und 210 Personen beziehungsweise 1,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,6 Prozent an. Vor einem Jahr hatte sie 6,5 Prozent betragen.

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 24

Für wie viele Menschen begann eine Arbeitslosigkeit und für wie viele endete sie?

Im Juli 2026 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 3.141 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.150 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, was 250 Personen oder 27,8 Prozent mehr als im Vormonat und 26 Personen weniger als im Vorjahresmonat sind (-2,2 Prozent). 2.957 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 903 eine Erwerbstätigkeit auf, was 89 Personen oder 10,9 Prozent mehr als im Vormonat und 51 Personen mehr als im Vorjahresmonat sind (+6,0 Prozent). Im Jahresverlauf gibt es bisher 20.263 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 568 Meldungen (+2,9 Prozent). Dem gegenüber stehen bislang 19.733 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 1.365 Meldungen (+7,4 Prozent). Die Jahreswerte fassen Wechsel in oder aus Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Maßnahmen und Nichterwerbstätigkeit zusammen.

Wie entwickelten sich die Zahlen in der Arbeitslosenversicherung, im Grundsicherungsgeld und der Unterbeschäftigung?

Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im Rhein-Kreis Neuss von den aktuell 16.482 arbeitslosen Menschen im Juli 6.844 Frauen und Männer. Das sind 346 Personen mehr als vor einem Monat (+5,3 Prozent) und 602 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+9,6 Prozent). Grundsicherungsgeld gemäß SGB II erhielten 9.638 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 152 Personen weniger in der Betreuung des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss als im Vormonat (-1,6 Prozent) und 392 weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (-3,9 Prozent).

19.699 Personen waren im Rhein-Kreis Neuss im Juli 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 22 Personen mehr als im Vormonat (+0,1Prozent) und 168 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+0,9 Prozent).

Wie veränderte sich die Arbeitskräftenachfrage?

548 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit aus dem Rhein-Kreis Neuss im Juli 2026 neu gemeldet. Das sind 53 mehr als im Vormonat (+10,7 Prozent) und 81 mehr als vor einem Jahr im Juli (+17,3 Prozent). Im Juli 2026 stieg die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter im Kreisgebiet angeboten werden können, um 168 auf 2.558 (+7,0 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2025 lag die Stellenanzahl bei minus 2 (-0,1 Prozent).

Wie entwickelte sich der Arbeitsmarkt in den Kommunen im Rhein-Kreis Neuss?

In den acht Kommunen des Rhein-Kreises Neuss entwickelte sich der Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat in unterschiedliche Richtungen. Registriert worden sind 1.178 Arbeitslose in der Stadt Dormagen (-34 Personen zum Vormonat), 1.434  in Grevenbroich (-16), 382 in Jüchen (+12), 569 in Kaarst (-18), 393 in Korschenbroich (+13), 922 in Meerbusch (-16), 4.617 in Neuss (-93) und 143 in Rommerskirchen (0).

Wie stellte sich der Arbeitsmarkt für junge Menschen unter 25 Jahre dar?

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre stieg im Rhein-Kreis Neuss im Juli auf 1.304 Personen. Das sind 153 Personen mehr als im Vormonat (+13,3 Prozent). In Relation zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um 40 Personen (+3,2 Prozent).

Wohin entwickelt sich der Ausbildungsmarkt in diesem Jahr?

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2025 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 2.390 Bewerber und Bewerberinnen für Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum  Vorjahreszeitraum waren das 219 Personen weniger (-8,4 Prozent). Zugleich gab es bis Juli 1.658 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 94 (-5,4 Prozent). Bis Juli waren im Kreisgebiet 889 Bewerber und Bewerberinnen noch unversorgt und 695 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

Hinweis: Wer arbeitslos ist, von Arbeitslosigkeit bedroht ist oder sich beruflich weiterbilden und höherqualifizieren möchte, kann über die kostenfreie Hotline 0800 4555500 einen Beratungstermin mit der Arbeitsagentur im Rhein-Kreis Neuss vereinbaren. Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können über die kostenfreie Hotline 0800 4555520 Kontakt zur Agentur für Arbeit aufnehmen. Viele Anliegen lassen sich außerdem online unter www.arbeitsagentur.de/eservices erledigen.

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