Jahreszeitlich üblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 11

OSNABRÜCK. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar um 693 auf jetzt 16.682 gestiegen. Im Vorjahresvergleich waren 1.082 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.

„Im Januar umfasst der Betrachtungszeitraum auch den Jahreswechsel. Weil mit dem 31. Dezember oft befristete Arbeitsverträge enden, steigt dann auch die Arbeitslosenzahl spürbar an. Das bewegt sich in diesem Jahr auf dem Niveau der Vorjahre“, kommentiert Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. 688 neue Arbeitsstellen meldeten die Unternehmen in der Region im Januar, zwar 50 weniger als im Dezember (minus 6,8 Prozent), aber 204 mehr als im Januar 2025 – ein Plus von 42,1 Prozent. Dennoch reduzierte sich der Gesamtbestand an gemeldeten Stellen weiter – um 13 im Vergleich zum Dezember und 109 gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 3.985. Heliosch: „Die Unternehmen sind weiterhin zurückhaltend, was mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verständlich ist. Wenn die Konjunktur allerdings kurzfristig anzieht, ist es jetzt wichtig, mit Einstellungen vorzusorgen. Denn, sollte sich die Situation allgemein verbessern, wirkt sich der Mangel an Fachkräften wieder verstärkt aus.“ 

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, jedoch zum Beispiel derzeit an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, umfasste im Januar 19.525 Personen, also 481 mehr als im Vormonat (plus 2,5 Prozent) und 298 mehr als vor einem Jahr (plus 1,5 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 6,2 Prozent, jeweils 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und Vorjahres-Januar.