Der Arbeitsmarkt im Januar 2026

Jahreszeitlich bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 4

79.084 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig 

(Stichtag 31.07.2025)

AKTUELLER MONAT (Januar 2026) VERGLEICH ZUM VORMONAT (Dezember 2025)
5,9 % Arbeitslosenquote0,4 % mehr5,5 % Arbeitslosenquote
7.595 arbeitslose Menschen585 mehr7.037 arbeitslose Menschen
1.546 freie Arbeitsstellen im Bestand6 weniger1.546 freie Arbeitsstellen im Bestand
79.084 Menschen arbeiten sozialversicherungspflichtig (Stichtag 31.07.2025)
Zitat:

Dana Vogt, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Pirna, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes


„Zum Jahresbeginn ist es üblich, dass wir einen Zuwachs an Arbeitslosen haben. Bedingt durch auslaufende Befristungen und die kältere Jahreszeit ist das keine Überraschung und infolge der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation fiel dieser auch etwas kräftiger aus als im Allgemeinen. Trotz risikogeprägter Zeiten sehen wir aber erneut, dass unsere Unternehmen die Fachkräftesituation im Blick haben und an ihren Beschäftigten festhalten. Allerdings besteht etwas mehr Zurückhaltung bei Neueinstellungen, denn weniger Menschen als üblich bekamen einen neuen Job.“

 

Überblick
 

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Pirna im Januar 2026 gestiegen. 7.595 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 558 Personen mehr (8 Prozent) als im Dezember und 265 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,7 Prozent.

 

Unterbeschäftigung
 

Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Januar bei 8.942 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Dezember (359 Personen bzw. 4,2 Prozent) und sank verglichen mit Januar 2025 (-21 Personen bzw. -0,2 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
 

Blick auf die Rechtskreise
 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.086 Personen (329 Personen mehr als im Vormonat und 79 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 4.509 Arbeitslose registriert (229 Personen mehr als im Vormonat und 186 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
 

Zu- und Abgänge
 

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.685 Personen arbeitslos. Davon kamen 849 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.133 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 342 eine Erwerbstätigkeit auf.

 

Arbeitskräftenachfrage
 

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 260 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (6 weniger als im Vormonat, aber 30 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 1.546 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

 

Blick auf die einzelnen Regionen
 

In allen Regionen wurden mehr arbeitslose Frauen und Männer gezählt. Den geringsten Anstieg gab es in Sebnitz (+40), gefolgt von Dippoldiswalde (+50), Freital (+172) und der Geschäftsstelle Pirna (+296). Im Vorjahresvergleich stellt sich dies ebenso dar, in allen Geschäftsstellen stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zu Januar 2026 an.

 

Grundsicherung und Bürgergeld
 

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 132 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 6.445. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 8.189 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte
betreut, das waren 145 Personen weniger (-2 Prozent) als vor einem Jahr. 

(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)