Arbeitsmarktbericht Januar 2026: Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter angespannt - keine Trendwende in Sicht

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 2

  • Im Januar hat die Arbeitslosigkeit in Bayern im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Insgesamt sind 344.777 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 16.028 Personen oder 4,9 Prozent mehr als im Januar 2025.
  • Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 
    4,4 Prozent gestiegen.
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern liegt bei 6,01 Mio., im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Minus von 4.700 (-0,1 Prozent) Beschäftigten.
Arbeitslosenzahl im Januar:+33.982 auf 344.777 (+10,9 Prozent)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:+16.028 (+4,9 Prozent)
Arbeitslosenquote im Januar:4,4 Prozent (+0,4 Prozentpunkte)
Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich:+0,2 Prozentpunkte
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte:6,01 Mio. (November 2025)
Beschäftigte im Vorjahresvergleich:-4.700 (-0,1 Prozent)

„Auch wenn sich die Abwärtstendenz am bayerischen Arbeitsmarkt im Januar weiter verlangsamt, entspannt sich die Lage bisher nicht. Die Arbeitslosenzahl im Januar 2026 ist mit knapp 345.000 die höchste für einen Januar seit 2010. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geht leicht zurück und ist kein positives Zeichen. Die Chance eines Arbeitslosen, seine Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu beenden, ist ebenfalls erneut gesunken“, fasst Dr. Markus Schmitz, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcenter, die Situation am bayerischen Arbeitsmarkt im Januar 2026 zusammen.

Im Januar steigt die Zahl der Arbeitslosen im Freistaat im Vergleich zum Vormonat saisonüblich um 33.982 bzw. +10,9 Prozent auf 344.777.

Insgesamt sind im Januar 2026 damit 16.028 Personen oder 4,9 Prozent mehr Arbeitslose als im Januar 2025 zu verzeichnen. 

In Bayern liegt die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Januar 2026 bei 83.159. Dies ist ein Anstieg von 10.115 Personen (+13,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Seit Juni 2023 ist der Bestand an Langzeitarbeitslosen stetig gestiegen.

Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Auch ältere Personen über 55 Jahre sind häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht. Ihr Anteil beläuft sich auf über 40 Prozent. Diese Personengruppen sind bei einer schwachen Konjunktur besonders betroffen.

 

Die Arbeitslosenquote beträgt im Januar 4,4 Prozent und ist damit im Vergleich zum Dezember saisonüblich um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte. 

Bayern belegt dennoch im Bundesländervergleich der niedrigsten Arbeitslosenquoten weiterhin den ersten Platz. 

Im Vergleich der Regierungsbezirke hat Schwaben mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Arbeitslosenquote weist im Januar 2026 der Regierungsbezirk Mittelfranken mit 5,0 Prozent auf. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen (2,5 Prozent), am höchsten in der Stadt Hof (8,3 Prozent). 

Mit einem derzeitigen Bestand von 101.148 gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich um mehr als ein 
Zehntel gesunken. Der größte absolute Rückgang ist mit fast einem Drittel in der Arbeitnehmerüberlassung zu verzeichnen

 

Im November 2025 (aktuell hochgerechnete Daten) ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um 7.300 (-0,1 Prozentpunkte) auf 6.009.200 gesunken. Im Vorjahresvergleich zeigt sich ein Minus von 4.700 Beschäftigten (-0,1 Prozentpunkte). Während die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen und im Bereich Heime und Sozialwesen innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen ist, zeigt sich die schwierige wirtschaftliche Lage im deutlichen Beschäftigungsabbau im Verarbeitenden Gewerbe, der Arbeitnehmerüberlassung und dem Handel.

 

Blick in die bayerischen Regierungsbezirke

 

Schwaben ist erneut Spitzenreiter im bayerischen Regierungsbezirkevergleich und hat die niedrigste Arbeitslosenquote. Die Arbeitslosenquote im Januar beträgt 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zu verzeichnen. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote in Schwaben hat mit 2,6 Prozent der Landkreis Unterallgäu. Die Quote ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent weist die Stadt Augsburg weiterhin die höchste Quote unter den Stadt- und Landkreisen in Schwaben auf. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Stadt einen Anstieg um 0,3 Prozentpunkte.

 

Die Arbeitslosenquote in der Oberpfalz liegt im Januar bei 4,3 Prozent und somit unter dem bayerischen Schnitt (4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte zu verzeichnen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in der Oberpfalz verzeichnet erneut der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. mit 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote hat erneut die Stadt Weiden i.d.OPf. mit 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte zu verzeichnen.

 

Die Arbeitslosenquote in Unterfranken liegt mit 4,3 Prozent im Januar unter dem bayerischen Schnitt. Im Vorjahresvergleich ist sie um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Unterfranken verzeichnen die Landkreise Main-Spessart und Schweinfurt mit einer Quote von 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie in Main-Spessart um 0,2 Prozentpunkte, im Landkreis Schweinfurt um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die Stadt Aschaffenburg weist mit 7,8 Prozent erneut die höchste Arbeitslosenquote in Unterfranken auf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosenquote in Aschaffenburg Stadt um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

 

In Oberbayern stieg die Arbeitslosenquote im Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. 

Die niedrigste Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Oberbayern hat erneut der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit 2,5 Prozent und ist damit der Spitzenreiter in ganz Bayern. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote um 0,2 Prozentpunkte. Die höchste Arbeitslosenquote weist weiterhin die Landeshauptstadt München mit 5,7 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

 

In Niederbayern liegt die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr kann ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte verzeichnet werden. 

Mit 3,3 Prozent haben die Landkreise Kelheim und Landshut die niedrigste Arbeitslosenquote in Niederbayern. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr in Landshut um 0,1 Prozentpunkte gestiegen, in Kelheim ist sie gleich geblieben. Die höchste Arbeitslosenquote in Niederbayern weisen die Städte Straubing und Passau mit 7,3 Prozent auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosenquote in Straubing deutlich um 0,8 Prozentpunkte, in Passau um 0,5 Prozentpunkte.

 

In Oberfranken liegt die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,8 Prozent. Die Quote liegt soit über dem bayerischen Durchschnitt (4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozentpunkte höher. 

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,0 Prozent hat der Landkreis Bamberg erneut die niedrigste Quote in Oberfranken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Die höchste Arbeitslosenquote in Oberfranken weist erneut die Stadt Hof mit 8,3 Prozent auf und ist damit das Schlusslicht in ganz Bayern. Zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte.

 

Mit einer Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent bleibt Mittelfranken im Januar weiterhin Schlusslicht im bayerischen Vergleich. In dem Regierungsbezirk ist im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 0,2 Prozentpunkten ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Die niedrigste Arbeitslosenquote in Mittelfranken weist erneut der Landkreis Roth mit 2,6 Prozent auf. Im Vorjahresvergleich ist die Quote um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Die Arbeitslosenquote der Stadt Nürnberg ist weiterhin die höchste Quote in Mittelfranken mit 7,6 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2025 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.