Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages am 8. März erscheint die jährlich aufgelegte Broschüre „Frauen und Männer am Arbeits- und Ausbildungsmarkt“, die zentrale Kennzahlen zu Beschäftigung, Arbeitszeit und Branchenverteilung gegenüberstellt und damit einen differenzierten Blick auf die Entwicklung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt ermöglicht.
Im Jahr 2025 waren in Rheinland-Pfalz insgesamt 1 487 300 Menschen sozialversicherungspflichtig1 beschäftigt. In den vergangenen fünf Jahren entspricht dies einem Anstieg um 33 300 Personen bzw. 2,3 Prozent. Die Beschäftigung von Frauen nahm dabei um 3,3 Prozent zu, die der Männer um 1,4 Prozent. Insgesamt waren 699 600 Frauen und 787 700 Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Anteil der Frauen an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag damit bei 47,0 Prozent.
Unterschiede zeigen sich weiterhin bei den Arbeitszeiten. Teilzeitbeschäftigung ist nach wie vor überwiegend weiblich geprägt. Im Juni 2025 waren rund 467 600 Personen in Teilzeit tätig, davon 370 000 Frauen und 97 600 Männer. Damit entfielen knapp 80 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten auf Frauen.
„Frauen sind heute in hohem Maße am Arbeitsmarkt beteiligt, arbeiten jedoch weiterhin überdurchschnittlich häufig in Teilzeit. Dies hängt vielfach mit strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen zusammen, insbesondere bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, sagt Benjamin Wehbring, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. „Angesichts des demografischen Wandels und bestehender Fachkräftebedarfe ist es wichtig, das Qualifikations- und Beschäftigungspotenzial von Frauen umfassend zu nutzen. Dazu gehört, Rahmenbedingungen zu stärken, die unterschiedliche Erwerbsmodelle ermöglichen und Entwicklungsperspektiven eröffnen. Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agenturen für Arbeit und Jobcenter unterstützen dies gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern durch Beratung und Förderangebote.“
Auch in der Branchenverteilung bestehen weiterhin deutliche Unterschiede. Rund 27 Prozent der beschäftigten Frauen arbeiteten 2025 im Gesundheits- und Sozialwesen, gefolgt vom Handel mit einem Anteil von 14,4 Prozent. Bei den Männern entfiel der größte Beschäftigungsanteil mit 29,3 Prozent auf das Verarbeitende Gewerbe.
Die Broschüre „Frauen und Männer am Arbeits- und Ausbildungsmarkt“ (Ausgabe 2026) bietet eine strukturierte Datengrundlage zur Entwicklung von Beschäftigung, Arbeitszeiten und Branchenstrukturen in Rheinland-Pfalz. Sie richtet sich an Arbeitsmarktakteure, Institutionen, Unternehmen sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Die aktuelle Broschüre ist kostenlos erhältlich bei:
Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland
Bundesagentur für Arbeit
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt
Eschberger Weg 68
66121 Saarbrücken
E-Mail: Rheinland-Pfalz-Saarland.CA@arbeitsagentur.de oder über www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-rps/chancengleichheit
Stichtag jeweils 30.06.