Vom 21. bis 23. Oktober lädt die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen des Sommers der Berufsausbildung erstmalig zur Woche des Praktikums ein. Jugendliche haben in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, in Betrieben ihrer Wahl Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe zu gewinnen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und so ihren Berufswunsch zu festigen.
Berufliche Orientierung mit Praxisbezug
Ein Betriebspraktikum bietet Jugendlichen wertvolle Erfahrungen: Sie lernen reale Arbeitsabläufe kennen, können ihre Stärken und Interessen praktisch erproben und gewinnen Sicherheit bei der Berufswahl. Ebenso wichtig: Wer frühzeitig feststellt, was nicht passt, vermeidet Fehlentscheidungen und Ausbildungsabbrüche.
Unternehmen profitieren doppelt
Auch für Betriebe lohnt sich das Engagement: Sie präsentieren ihre Ausbildungsmöglichkeiten, lernen potenzielle Auszubildende persönlich kennen und können Motivation und Fähigkeiten direkt einschätzen. Praktika schaffen damit eine ideale Basis, um Nachwuchskräfte langfristig zu binden und den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern.
Einstiegsqualifizierung als Brücke in die Ausbildung
Wenn der direkte Übergang in eine Ausbildung noch nicht gelingt, bietet die Einstiegsqualifizierung (EQ) eine attraktive Alternative. Das betriebliche Langzeitpraktikum dauert zwischen vier und zwölf Monaten, ist sozialversicherungspflichtig und wird durch die Agenturen für Arbeit oder Jobcenter finanziell unterstützt. Unternehmen gewinnen so Zeit, Jugendliche mit Potenzial kennenzulernen – auch jene mit weniger günstigen Startchancen, etwa mit Beeinträchtigung oder Migrationshintergrund. Für die jungen Menschen ist die EQ ein Sprungbrett in eine reguläre Ausbildung und damit in eine gesicherte berufliche Zukunft.
Zitat:Markus Behrens, Vorsitzender der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont: „Junge Leute müssen sich frühzeitig mit der Arbeitswelt auseinandersetzen. Bei der großen Auswahl an Berufen sind viele unsicher. Deshalb ist Berufswahlkompetenz entscheidend. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn Jugendliche während eines Praktikums herausfinden, was nicht zu ihnen passt – viel wichtiger ist es, früh ein realistisches Bild davon zu bekommen, was im gewünschten Beruf verlangt wird.“