Die einsetzende Frühjahrsbelebung begünstigt einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit

Jugendliche aufgepasst: Sichert Euch einen Ausbildungsplatz mit Starttermin im Herbst! Die Osterferien können gut für ein Praktikum genutzt werden. 

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 23

Der März war auch in diesem Jahr von der beginnenden Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt geprägt. Betriebe aus den witterungsabhängigen Berufsfeldern haben Beschäftigte wieder eingestellt, die sie über die Wintermonate entlassen hatten. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ist in den Berufsgruppen Hoch-, Tief- und (Innen)Ausbau (-71 Arbeitslose) und dem daran angrenzenden Bereich Führer:in von Fahrzeug- und Transportgeräten   (-19) sowie Gartenbau/Floristik (-56), Hotellerie/Gastronomie/Tourismus (-39) und dem daran angrenzenden Bereich Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (-28) zurückgegangen. Dies hat dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahl um 429 Personen auf 10.596 gesunken ist. Die Arbeitslosenquote war mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte geringer als im Vormonat. Sie entsprach damit dem Vorjahresniveau. 

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen bestätigt den Eindruck der Vormonate: Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich auch in der aktuell wirtschaftlich und politisch anspruchsvollen Zeit stabil. Die Arbeitslosenquote in der Stadt Rosenheim lag im März mit 5,4 Prozent auf Vorjahresniveau und in den Landkreisen Miesbach mit 3,1 Prozent (-0,1 Prozentpunkte ggü. Vorjahr) und Bad Tölz-Wolfratshausen mit 2,3 Prozent (-0,1 Prozentpunkte ggü. Vorjahr) sogar leicht darunter. Im Landkreis Rosenheim war die Arbeitslosenquote mit 3,3 Prozent (+0,1 Prozentpunkte) etwas höher als vor einem Jahr. 

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, sagt zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt: „Nachdem sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt aktuell etwas stabilisiert hat, sorgt nun die Lage im Nahen Osten für neue Verunsicherung.  Die Arbeitslosenzahl befindet sich im historischen Vergleich weiterhin auf einem hohen Niveau, und mit 3.742 waren im März weniger Stellenangebote gemeldet als häufig in diesem Monat in den Vorjahren. Als positiv kann jedoch gewertet werden, dass die Betriebe in den vergangenen Wochen mit 815 um 211 mehr neu zu besetzende Stellen gemeldet haben als vor einem Jahr.  Zudem war der Stellenbestand erstmals seit Januar 2023 wieder höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Und auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelt sich weiterhin stabil“, erklärt die Agenturleiterin und fügt hinzu: „Wir rechnen damit, dass sich die saisonübliche Belebung in den kommenden Wochen fortsetzen und die Arbeitslosigkeit um die Ostertage weiter zurückgehen wird. Wirtschaftsbereiche wie (Innen)Ausbau, Tourismus-, Hotel- u. Gaststättenberufe sowie die Medizinischen Gesundheitsberufe bieten berufliche Perspektiven. Die Agentur für Arbeit kann unterstützen, wenn bestehende Qualifikationen nicht ausreichen, um auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen oder um einen bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten. Arbeitgebende und arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldete Menschen sollten in diesen Fällen mit ihren Ansprechpersonen über Weiterbildungsmöglichkeiten sprechen, um sich beruflich richtig für die Zukunft aufzustellen. Dies ist sowohl für arbeitslos gemeldete Menschen als auch für Beschäftigte möglich. Personalverantwortliche können Informationen und die Kontaktdaten unserer Ansprechpersonen vom Arbeitgeberservice unter https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/unternehmen/arbeitskraefte-finden-und-weiterbilden abrufen.“

Aktueller Stand auf dem Ausbildungsmarkt –  Ausbildungsstart im September:

Die Ausbildung junger Menschen ist der Geschäftsführung der Rosenheimer Arbeitsagentur wichtig. Im März waren 1.683 junge Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit gemeldet, die eine berufliche Perspektive ab Herbst suchen. Dr. Cujai wendet sich an die jungen Menschen, die im Sommer die Schule abschließen und noch nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht und sagt: „Schreibt am besten gleich eine Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de und nehmt Kontakt zu unseren Berufsberaterinnen und Berufsberatern auf. Diese unterstützen dabei, die passende Ausbildung, bzw. fortführende Schule oder die richtige Studienrichtung zu finden. Zudem helfen sie bei der Suche nach Ausbildungs- und Studienplätzen und bei Bewerbungen. Viele Angebote stehen auch unter https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/.“ Zudem gibt sie den jungen Menschen den Tipp, die Osterferien für ein Praktikum zu nutzen. Ein paar Schnuppertage seien häufig der Türöffner für den späteren Platz für die Ausbildung oder das duale Studium. „Fragt einfach einmal bei dem Betrieb nach, bei dem Ihr Euch vorstellen könnt, eine Ausbildung oder ein duales Studium zu machen“, empfiehlt die Agenturleiterin.    

Veranstaltungstipps für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen:

Am Samstag, den 25. April, finden in Rosenheim zwei große Ausbildungsmessen statt: Von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr ist in der Auerbräu Festhalle auf der Lorettowiese in Rosenheim die IHKjobfit! (https://www.ihk-muenchen.de/Microsites/JobFit/Rosenheim/), mit Schwerpunkt auf Berufen der Industrie- und Handelskammer. Von 9:00 bis 15:00 Uhr ist in der Gaborhalle (Ebersbergerstr. 32a) die Rosenheimer Ausbildungsmesse (https://www.fitfuerdeinezukunft.de), die viele weitere Berufsfelder abdeckt. 

Am Donnerstag, den 7. Mai, von 17 bis 20 Uhr und am Freitag, den 8. Mai, von 8 bis 13 Uhr findet im Eisstadion in Bad Tölz (Am Sportpark 2, 83646 Bad Tölz) die große Ausbildungsmesse „meineAusbildung!“ (https://www.meineausbildung.ag/BadToelz) statt. Betriebe aus unterschiedlichen Branchen präsentieren hier ihre Ausbildungsplatzangebote. 

Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit sind auf allen Messen vertreten und freuen sich über den Besuch von Jugendlichen mit deren Begleitpersonen. Eine Anmeldung ist für die Messen nicht erforderlich und der Eintritt ist frei.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirks Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vormonat: 5,5 Prozent; März 2025: 5,4 Prozent). Derzeit sind 2.051 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Die Zahl der Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, ging um 34 auf 1.137 zurück. Im Jobcenter Rosenheim Stadt wurden 914 Kundinnen und Kunden nach dem SGB II betreut, 5 weniger als im Vormonat. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.151 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.652 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (Vormonat: 3,4 Prozent; März 2025: 3,2 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen beträgt 5.039. Hier sind 3.051 Männer und Frauen nach dem SGB III bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 213 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich um 1.988 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, 13 mehr als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.902 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.974 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im März eine Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent auf (Vormonat: 2,5 Prozent; März 2025: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.731 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.037 Männer und Frauen, 41 weniger als vor einem Monat, nach dem SGB III in den Agenturen für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 694 SGB II-Kundinnen und -Kunden, 48 weniger als im Februar, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.238 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.682 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.775 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent (Vormonat: 3,2 Prozent; März 2025: 3,2 Prozent). Davon sind 1.191 arbeitslose SGB III-Kundinnen und -Kunden bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 90 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Dort sind 584 Menschen arbeitslos gemeldet, 11 weniger mehr als im Februar. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.387 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.112 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Allgemeine Hinweise:

• Ab Berichtsmonat Mai 2025 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

• Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.