Mutmacher für junge Menschen und Betriebe – Wie Justin seine Ausbildung geschafft hat

Der frisch ausgelernte Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik und die Vertreter der Agentur für Arbeit und eines Bildungsträgers sprechen über die vielseitigen Unterstützungsmöglichkeiten während der Ausbildung. 

24.06.2026 | Presseinfo Nr. 34

„Mein eigenes Ziel die Ausbildung zu schaffen hat mich motiviert. Gut und wichtig waren auch der Rückhalt meiner Eltern und die Unterstützung durch die Ansprechpersonen in meinem Ausbildungsbetrieb und beim Bildungsträger. Das Wichtigste aber war, dass ich selber die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker unbedingt schaffen wollte, um dann als ausgelernte Fachkraft ein entsprechendes Einkommen und einen sicheren Arbeitsplatz zu haben“, sagt Justin Holzapfel. Der 21Jährige hat im Februar seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Doch bis dahin war sein Weg nicht immer einfach.

„Bis Anfang 2020 war alles gut: Mein Opa hat schon als Kfz-Mechatroniker gearbeitet und ich wusste, dass ich auch in den Bereich gehen möchte. In der 8. Klasse habe ich bei der Auto-Vertrieb-GmbH (AVG) in Rosenheim ein Praktikum gemacht. Dieses ist gut gelaufen und ich habe mich anschließend dort um einen Ausbildungsplatz als Kfz-Mechatroniker beworben. Die Einladung zum Vorstellungsgespräch und die anschließende Zusage für die Ausbildung kamen prompt. So konnte ich mir als Erster aus meiner Klasse einen Ausbildungsplatz sichern“, erzählt der junge Mann. Er hat 2021 an der Mittelschule in Rosenheim-Aising seinen qualifizierenden Mittelschulabschluss gemacht. Dem Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Preisendanz, liegt die Ausbildung junger Menschen am Herzen. Er betont wie wichtig Praktika sind, um auszuprobieren welcher Ausbildungsberuf der Richtige ist. „Häufig sind diese der Türöffner für die spätere Lehrstelle. Ich möchte Jugendliche, die heuer oder im kommenden Jahr in die Ausbildung starten möchten, einladen sich unter https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung über Praktikums-, Ausbildungs- und Studienangebote zu informieren und unsere BerufsberaterInnen per Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de zu kontaktieren. Diese helfen gerne dabei den richtigen Beruf und die passenden Angebote zu finden und unterstützen auch bei der Bewerbung“, sagt Preisendanz.

Justin Holzapfel startete hochmotiviert in seine Ausbildung, doch dann wurde es schwierig: „Ich war in der Schule nie ein Überflieger und im zweiten Ausbildungsjahr hatte ich in der Berufsschule solche Schwierigkeiten, dass wir entschieden haben, dass ich Unterstützung brauche und das zweite Lehrjahr wiederhole“, berichtet der junge Mann. Hier kamen die Agentur für Arbeit Rosenheim und der Bildungsträger Deutsche-Angestellten-Akademie (DAA) ins Spiel: „Junge Menschen wie Justin Holzapfel, die während der Corona-Pandemie die Schule abgeschlossen haben und dann in die Lehre gestartet sind, hatten es häufig schwer: Sie waren in entscheidenden Jahren der Schul-, bzw. Berufsschulzeit oder der betrieblichen Ausbildung immer wieder damit konfrontiert, dass die Schule  oder der Betrieb keine persönliche Präsenz ermöglichen konnten und das Lernen plötzlich auf Distanz stattfinden sollte. Jeder junge Mensch war hier individuell unterschiedlich betroffen“, sagt Bruno Baumann, sein ehemaliger Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Deshalb ist es gut, dass wir damals, wie auch heute, Angebote wie die Assistierte Ausbildung (AsA) haben, um Auszubildende und Betriebe zu unterstützen. Dies ist auf der fachlichen Ebene genauso möglich wie auf der zwischenmenschlichen. Wir BerufsberaterInnen und die Ansprechpersonen vom Arbeitgeberservice beraten hierzu. Informationen stehen auch unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/assistierte-ausbildung-betriebe.“   Michaela Stallhofer, die den jungen Mann bei der DAA betreut hat, fügt hinzu: „Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker (m/w/d) ist wirklich anspruchsvoll. Wir begleiten in diesem Bereich zahlreiche junge Frauen und Männer, genauso wie auch in vielen anderen Ausbildungsberufen. Dabei unterstützen wir nicht nur beim Berufsschulstoff, sondern bieten eine komplette Ausbildungsbegleitung an, die sich sowohl an Auszubildende als auch für Betriebe richtet.“

Justin hat während der Ausbildung 3,5 Jahre Unterstützung durch die DAA erhalten. „Klar war das hart, nach einem langen Arbeitstag noch zur „Nachhilfe“ zu gehen, aber es hat sich gelohnt“, sagt er. „Meine Berufsschulnoten haben sich dadurch verbessert und auch die Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung war sehr gut. Ich habe die Abschlussprüfung im Februar im ersten Versuch bestanden und bin von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen worden. Als Fachkraft habe ich nun tolle berufliche Entwicklungsmöglichkeiten: Zunächst möchte ich Berufserfahrung sammeln und von den Weiterbildungen profitieren. Und vielleicht mache ich ja auch einmal den Meister….“  

Preisendanz freut sich über die Erfolgsgeschichte von Justin und sagt abschließend: „Eine abgeschlossene Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Fachkräfte sind deutlich seltener arbeitslos als Menschen, die auf Helferniveau arbeiten. Die Betriebe sind auf die Fachkräfte angewiesen, um sich richtig für die Zukunft aufzustellen und diese profitieren, wie Herr Holzapfel es schon gesagt hat, auch von einem höheren Einkommen. Wir unterstützen gerne, damit Ausbildungsverträge zustande kommen und Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Unterstützung ist übrigens auch schon zu Beginn der Ausbildung möglich.“