Zitat:„Am Beginn des Jahres 2026 ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Auf dem Bau stoppen tiefe Temperaturen die Arbeit. im Handel und im Gastgewerbe enden nach Weihnachten viele Verträge. Das sind Muster, die sich jedes Jahr wiederholen“, erklärt Anja Huth, Chefin der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt West. „Die Wirtschaft bleibt wegen der außen- und innenpolitischen Lage weiter unter Druck. Neue Jobs werden nur zögerlich gemeldet. Der Stellenbestand ist deshalb im Januar gesunken.“
Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Harz im Januar 2026 gestiegen. 6.719 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 471 Personen mehr (8 Prozent) als im Dezember und 384 Personen bzw. 6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent.
Rechtskreise
Im Januar lag im Harzkreis im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit die Arbeitslosigkeit bei 3.161 Personen (374 Personen mehr als im Vormonat und 249 Personen mehr als vor einem Jahr).
Auch für die Kommunale Beschäftigungsagentur (KoBa) liegen für den vergangenen Monat neue Zahlen vor. Hier waren 3.558 Arbeitslose registriert (97 Personen mehr als im Vormonat und 135 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 53 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Besondere Personengruppen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Harz bleibt weiter ungleich auf die Geschlechter verteilt. Im Januar waren 58 Prozent der Arbeitslosen Männer und 42 Prozent Frauen.
Im Januar waren 622 Jugendliche arbeitslos. Der Anteil der Jugendlichen an allen Arbeitslosen lag im Landkreis Harz bei 9,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 18 Jugendliche mehr arbeitslos gemeldet.
Einstellungen und Entlassungen
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.525 Personen arbeitslos. Davon kamen 782 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.060 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 335 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 162 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (154 weniger als im Vormonat und 39 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 1.165 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.