Junge Menschen, die den Anforderungen an eine Ausbildung noch nicht gewachsen sind, bietet das Förderinstrument der Einstiegsqualifizierung (EQ) der Bundesagentur für Arbeit (BA) ein vergütetes Langzeitpraktikum mit dem Ziel, schrittweise an eine betriebliche Ausbildung heranzuführen.
Sowohl Betriebe als auch Jugendliche können von der EQ profitieren, da sie für beide Seiten nicht nur die Möglichkeit bietet, sich näher kennenzulernen.
Eine klassische Win-Win-Situation!
Denn für diese Jugendlichen ist die EQ eine Brücke in die Berufsausbildung und ermöglicht es ihnen, berufliche Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten zu entwickeln.
Für Arbeitgeber ist dies eine Chance geeignete Bewerber*innen zu finden und ihre Ausbildungskapazitäten zu besetzen.
Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine EQ
Gefördert werden Ausbildungsbewerbende mit Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden, aber grundsätzlich ausbildungsfähig sind. Das betriebliche Langzeitpraktikum wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt und dauert mindestens vier und maximal zwölf Monate. Es beginnt frühestens zum 01. Oktober eines Jahres. In bestimmten Fällen ist ein vorzeitiger Start ab dem 01. August möglich. Eine EQ kann in allen anerkannten dualen Ausbildungsberufen absolviert werden. Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss der EQ ein Zeugnis mit dem sie bei der zuständigen Kammer ein Zertifikat beantragten und die anschließende Ausbildungszeit verkürzen können.
Eine EQ kann in Kombination mit dem Förderinstrument der Assistierten Ausbildung (AsA), eine individuelle Unterstützung während der Ausbildung, in Anspruch genommen werden.
„Die Einstiegsqualifizierung bietet jungen Menschen die Chance, praktische Erfahrungen zu sammeln und ihren Weg in eine Ausbildung zu finden. Gleichzeitig eröffnet sie Unternehmen die Möglichkeit, Nachwuchskräfte im „Echtbetrieb“ frühzeitig kennenzulernen und gezielt zu fördern – ganz im Sinne unseres Leitgedankens: Chancen nutzen, Zukunft sichern“, bringt es Nathalie Schöndorf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal auf den Punkt.