Heldrungen. Innerhalb Thüringens ist der Agenturbezirk Thüringen Nord der einzige, in dem die Arbeitslosigkeit unter dem Vorjahreswert liegt. Insgesamt 11.764 Personen waren im November arbeitslos gemeldet, fast drei Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Rückgang begründet sich mit der erfolgreichen Integrationsarbeit in den Jobcentern. Im November gelang es ihnen, mehr Menschen in eine Arbeit zu vermitteln als sich bei ihnen arbeitslos meldeten. Vor allem die Zahl ausländischer Arbeitsloser konnte zum Vorjahr deutlich gesenkt werden. „Die Anstrengungen zeigen Wirkung. Es gibt Chancen in Nordthüringen. Aber auch konjunkturelle Risiken“, ordnet Karsten Froböse, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Thüringen Nord, beim Pressegespräch in der Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH ein.
Der Betrieb wurde Ende Oktober von der Handwerkskammer Erfurt und der Agentur für Arbeit Nordthüringen für sein außerordentliches Engagement in der Berufsausbildung mit dem Ausbildungs-Award 2025 ausgezeichnet. Das Bauunternehmen überzeugte unter anderem durch seine Vielfalt an Berufsbildern und die besonderen Bemühungen, auch Frauen und Migranten im Handwerk auszubilden. Fachkräftesicherung braucht Ausbildung, sind Silvio Kunze, Geschäftsführer der Bauunternehmen Hansjörg Kunze GmbH und der Agenturleiter sich einig. So sehen es auch viele andere Betriebe in Nordthüringen. Zwar wurde die Ausbildungsbereitschaft durch die wirtschaftliche Situation gebremst. Die jungen Menschen hatten trotzdem ein großes Angebot an Ausbildungsplätzen in der Region: Auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kamen am Ende des Berufsberatungsjahres 71 Bewerberinnen und Bewerber. Allen, die dieses Jahr noch keinen Ausbildungsplatz finden konnten, empfiehlt Froböse, sich bei der Berufsberatung zu melden. Gemeinsam gelingt möglicherweise auch jetzt noch der Einstieg in eine Ausbildung. Und wenn nicht, lässt sich die Wartezeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr sinnvoll überbrücken, beispielsweise mit einer Einstiegsqualifizierung im Betrieb. Kontakt zur Berufsberatung aufnehmen funktioniert am schnellsten über Arbeitsagentur.de/vor-ort//thueringen-nord - Studien- und Berufsberatung.
Arbeitslosenquote sinkt auf 6,4 Prozent
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord ist im November 2025 gesunken. 11.764 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 115 Personen weniger (- ein Prozent) als im Oktober und 343 Arbeitslose bzw. 2,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent und lag damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen: saison- und konjunkturbedingte Arbeitslosmeldungen über Vorjahreswert
62,9 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 11.764 Arbeitslose wurden im November in den Jobcentern betreut. Die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern lag damit neun Prozent unter dem Vorjahreswert. 1.706 aller Arbeitslosen im Bürgergeldbezug waren Ausländer, 449 Personen bzw. 20,8 Prozent weniger als im November 2024.
Gegenläufig ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur: Mit 4.362 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im November 9,9 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 392 Arbeitslose). 693 Personen mussten sich saisonbedingt oder infolge der schlechten Konjunktur bei den Arbeitsagenturen aus Beschäftigung arbeitslos melden (+ 10,5 Prozent zum Vorjahresmonat). Das betraf insbesondere Männer: 2.570 Männer waren im November arbeitslos gemeldet (+ dreizehn Prozent zum Vorjahresmonat). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg auf 1.792 Personen (+ 5,7 Prozent zum Vorjahresmonat).
Mehr als 2.500 freie Stellen im Bezirk
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 313 Stellen wurden im November neu gemeldet (17 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, öffentliche Verwaltung, und im Gesundheits- und Sozialwesen. Im November befanden sich damit 2.563 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. 82,5 Prozent aller Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.
Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordhausen ist im November 2025 gesunken. 3.181 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 94 Personen weniger (- 2,9 Prozent) als im Oktober und 154 Arbeitslose bzw. 4,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,7 Prozent und lag damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
67,1 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 2.133 Arbeitslose wurden im November im Jobcenter betreut. Die Arbeitslosigkeit im Jobcenter lag damit 10,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. 551 aller Arbeitslosen im Bürgergeldbezug waren Ausländer, 189 Personen bzw. 25,5 Prozent weniger als im November 2024.
Gegenläufig ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur: Mit 1.048 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im November 10,1 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 96 Arbeitslose). 157 Personen mussten sich saisonbedingt oder infolge der schlechten Konjunktur bei der Agentur für Arbeit aus Beschäftigung arbeitslos melden (+ 4,0 Prozent zum Vorjahresmonat). Das betraf insbesondere Männer: 661 Männer waren im November arbeitslos gemeldet (+ 19,5 Prozent zum Vorjahresmonat). Die Zahl arbeitsloser Frauen konnte zum Vorjahresmonat auf 387 Personen gesenkt werden (- drei Prozent).
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: Im November befanden sich 444 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel, der Instandhaltung und Reparatur von Kfz. 88 Prozent aller Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichsfeld ist im November 2025 gesunken. 2.271 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 41 Personen weniger (- 1,8 Prozent) als im Oktober und 129 Arbeitslose bzw. 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug vier Prozent und lag damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
54,2 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 1.230 Arbeitslose wurden im November im Jobcenter betreut. Die Arbeitslosigkeit im Jobcenter lag damit 10,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. 337 aller Arbeitslosen im Bürgergeldbezug waren Ausländer, 77 Personen bzw. 18,6 Pro-zent weniger als im November 2024.
Gegenläufig ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur: Mit 1.041 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im November 1,2 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 12 Arbeitslose). 166 Personen mussten sich saisonbedingt oder infolge der schlechten Konjunktur bei der Agentur für Arbeit aus Beschäftigung arbeitslos melden (+ 5,7 Prozent zum Vorjahresmonat). Das betraf im Eichsfeld Frauen etwas stärker als Männer: 606 Männer waren im November arbeitslos gemeldet (+ 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg zum Vorjahresmonat auf 435 Personen (+ 2,1 Prozent).
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: Im November befanden sich 771 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. 82,5 Prozent aller Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis ist im November 2025 leicht gestiegen. 2.825 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 25 Personen mehr (0,9 Prozent) als im Oktober aber 114 Arbeitslose bzw. 3,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent und lag damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
64,7 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 1.829 Arbeitslose wurden im November im Jobcenter betreut. Die Arbeitslosigkeit im Jobcenter lag damit 11,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. 324 aller Arbeitslosen im Bürgergeldbezug waren Ausländer, 109 Personen bzw. 20,5 Prozent weniger als im November 2024.
Gegenläufig ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur: Mit 996 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im November 13,1 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 115 Arbeitslose). 181 Personen mussten sich saisonbedingt oder infolge der schlechten Konjunktur bei der Agentur für Arbeit aus Beschäftigung arbeitslos melden (+ 30,2 Prozent zum Vorjahresmonat). Vor allem Männer sind betroffen: 580 Männer waren im November arbeitslos gemeldet (+ 21,1 Prozent zum Vorjahresmonat). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg zum Vorjahresmonat auf 416 Personen gesenkt werden (+ 3,5 Prozent).
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: Im November befanden sich 765 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. 81,4 Prozent aller Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.
Unstrut-Hainich-Kreis
Die Arbeitslosigkeit im Unstrut-Hainich-Kreis ist im November 2025 zum Vorjahresmonat gestiegen. 3.487 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren fünf Personen weniger (- 0,1 Prozent) als im Oktober und 54 Arbeitslose bzw. 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug sieben Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkt über dem Wert des Vorjahres.
63,4 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 2.210 Arbeitslose wurden im November im Jobcenter betreut. Die Arbeitslosigkeit im Jobcenter lag damit 4,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. 494 aller Arbeitslosen im Bürgergeldbezug waren Ausländer, 74 Personen bzw. dreizehn Prozent weniger als im November 2024.
Gegenläufig ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur: Mit 1.277 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im November 15,3 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 169 Arbeitslose). 189 Personen mussten sich saisonbedingt oder infolge der schlechten Konjunktur bei der Agentur für Arbeit aus Beschäftigung arbeitslos melden (+ fünf Prozent zum Vorjahresmonat). Frauen und Männer sind im Unstrut-Hainich-Kreis annähernd gleich stark betroffen: 723 Männer waren im November arbeitslos gemeldet (+ 13,1 Prozent zum Vorjahresmonat). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg zum Vorjahresmonat auf 554 Personen an (+ 18,1 Prozent).
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: Im November befanden sich 765 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel, der Instandhaltung und Reparatur von Kfz. 79,2 Prozent aller Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten.