Artern. Mit insgesamt 13.383 Arbeitslosen lag die Arbeitslosigkeit im Januar 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. „Von Dezember zu Januar stieg die Arbeitslosigkeit saisontypisch an. Allerdings ist Nordthüringen der einzige Bezirk in Thüringen, in dem der Wert trotzdem unter dem des Vorjahres lag. Besonders erfreulich ist, dass auch die Jugendarbeitslosigkeit um vier Prozent zum Vorjahresmonat gesenkt werden konnte“, hebt Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord beim Pressegespräch in der Polizeistation Artern hervor. Angesichts der demografischen Herausforderungen am Nordthüringer Arbeitsmarkt, sei es dringend notwendig, die jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit vor Ort zu integrieren. Denn qualifiziertes Personal wird jetzt und auch künftig gebraucht: Mehr als 2.200 Stellen waren im Januar bei der Arbeitsagentur gemeldet. 84 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Stellen richteten sich an Fachkräfte, Spezialisten und Experten. Wer seine Jobchancen verbessern möchte, wird deshalb ermutigt sich an die Arbeitsagentur zu wenden: „Unsere Beratungsfachkräfte unterstützen Jugendliche aber auch Arbeitslose und Beschäftigte dabei, die passende Aus- oder Weiterbildung zu finden“, so der Agenturleiter. Beratungstermine können online über arbeitsagentur.de gebucht werden.
Arbeitslosigkeit 1,7 % unter Vorjahreswert
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord ist im Januar 2026 gestiegen. 13.383 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 1.093 Personen mehr (+ 8,9 Prozent) als im Dezember, aber 233 Arbeitslose bzw. 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
61,2 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 8.185 Arbeitslose wurden im Januar in den Jobcentern betreut. Die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern lag damit 5,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (- 515 Arbeitslose). Konjunkturbedingt ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur weiterhin gegenläufig: Mit 5.198 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im Januar 5,7 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 282 Arbeitslose).
Senkung der Jugendarbeitslosigkeit im Agenturbezirk
1.307 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 6,8 Prozent bzw. 83 Personen seit Dezember, lag aber 4,2 Prozent (- 57 Arbeitslose) unter dem Vorjahreswert. Von allen arbeitslos gemeldeten Jüngeren hatten 72 Prozent bzw. 941 Personen keinen (anerkannten) Berufsabschluss.
Die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit ist in den Jobcentern gelungen: Im Januar 2026 wurden 708 arbeitslose Jugendliche in den Jobcentern betreut, 165 weniger als im Vorjahresmonat (- 18,9 Prozent). In der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 22 Prozent (+ 108 Arbeitslose) auf 599 im Januar 2026.
Qualifikation schützt vor Arbeitslosigkeit
Im Januar waren 2.203 Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit Thüringen Nord gemeldet, 100 Stellen bzw. 4,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die meisten Chancen gibt es für Arbeitsuchende in Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen (198 Stellen) sowie in der Metallbearbeitung und im Metallbau (184 freie Stellen). Mit 172 gemeldeten Stellen sind auch Medizinische Gesundheitsberufe stark nachgefragt.
83,7 Prozent aller gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen richten sich an Arbeitsuchende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder höherem Anforderungsniveau.
Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Nordhausen ist im Januar 2026 gestiegen. 3.516 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 249 Personen mehr (+ 7,6 Prozent) als im Dezember aber 85 Arbeitslose bzw. 2,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,5 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
2.353 Arbeitslose wurden im Januar im Jobcenter betreut, 4,9 Prozent bzw. 122 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Nordhäuser Arbeitsagentur um 3,3 Prozent bzw. 37 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.163 Frauen und Männern an.
339 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 5,3 Prozent bzw. 17 Personen seit Dezember, lag aber 16,3 Prozent (- 66 Arbeitslose) unter dem Vorjahreswert. Von allen arbeitslos gemeldeten Jüngeren hatten 74,9 Prozent bzw. 254 Personen keinen (anerkannten) Berufsabschluss.
Die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit ist im Jobcenter gelungen: Im Januar 2026 wurden 196 arbeitslose Jugendliche im Jobcenter betreut, 77 weniger als im Vorjahresmonat (- 28,2 Prozent). In der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 8,3 Prozent (+ 11 Arbeitslose) auf 143 im Januar 2026.
Im Januar waren 458 Arbeitsstellen bei der Nordhäuser Arbeitsagentur gemeldet, 35 Stellen bzw. 7,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die meisten Chancen gibt es für Arbeitsuchende in den Medizinischen Gesundheitsberufen (55 Stellen) sowie in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (49 freie Stellen).
80,1 Prozent aller gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen richten sich an Arbeitsuchende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder höherem Anforderungsniveau.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Eichsfeld ist im Januar 2026 gestiegen. 2.703 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 311 Personen mehr (+ 13,0 Prozent) als im Dezember aber 41 Arbeitslose bzw. 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
1.408 Arbeitslose wurden im Januar im Jobcenter betreut, 1,7 Prozent bzw. 24 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Entgegen dem Trend im Bezirk konnte im Eichsfeld auch die Arbeitslosigkeit in der Arbeitsagentur um 1,3 Prozent bzw. 17 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.295 Frauen und Männer gesenkt werden.
225 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 9,6 Prozent bzw. 22 Personen seit Dezember und lag auch 14,5 Prozent (+ 32 Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Von allen arbeitslos gemeldeten Jüngeren hatten 61,5 Prozent bzw. 155 Personen keinen (anerkannten) Berufsabschluss.
Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist erfolgte in der Agentur für Arbeit: Im Januar 2026 waren 134 Jugendliche in der Arbeitsagentur gemeldet, 34,9 Prozent bzw. 37 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Das Jobcenter betreute 109 arbeitslose Jüngere, fünf weniger als im Vorjahresmonat (- 4,4 Prozent).
Im Januar waren 812 Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit Leinefelde-Worbis gemeldet, 102 Stellen bzw. 11,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die meisten Chancen gibt es für Arbeitsuchende in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen (83 Stellen) sowie in den Mechatronik-, Energie- u. Elektroberufen (74 freie Stellen).
84,9 Prozent aller gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen richten sich an Arbeitsuchende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder höherem Anforderungsniveau.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis ist im Januar 2026 gestiegen. 3.277 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 231 Personen mehr (+ 7,6 Prozent) als im Dezember aber 110 Arbeitslose bzw. 3,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 9,1 Prozent und lag damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres.
2.036 Arbeitslose wurden im Januar im Jobcenter betreut, 9,7 Prozent bzw. 219 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Sondershäuser Arbeitsagentur um 9,6 Prozent bzw. 109 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.241 Frauen und Männern an.
288 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 2,9 Prozent bzw. acht Personen seit Dezember, lag aber 8,6 Prozent (- 27 Arbeitslose) unter dem Vorjahreswert. Von allen arbeitslos gemeldeten Jüngeren hatten 74,7 Prozent bzw. 215 Personen keinen (anerkannten) Berufsabschluss.
Die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit ist im Jobcenter gelungen: Im Januar 2026 wurden 155 arbeitslose Jugendliche im Jobcenter betreut, 35 weniger als im Vorjahresmonat (- 18,4 Prozent). In der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 6,4 Prozent (+ acht Arbeitslose) auf 133 im Januar 2026.
Im Januar waren 369 Arbeitsstellen bei der Sondershäuser Arbeitsagentur gemeldet, fünf Stellen bzw. 1,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die meisten Chancen gibt es für Arbeitsuchende in den Verkehr-, Logistikberufen (43 Stellen) sowie in den Verkaufsberufen (40 freie Stellen).
85,1 Prozent aller gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen richten sich an Arbeitsuchende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder höherem Anforderungsniveau.
Unstrut-Hainich-Kreis
Die Arbeitslosigkeit im Unstrut-Hainich-Kreis ist im Januar 2026 gestiegen. 3.887 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 302 Personen mehr (+ 8,4 Prozent) als im Dezember und drei Arbeitslose bzw. 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,8 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau.
2.388 Arbeitslose wurden im Januar im Jobcenter betreut, 5,9 Prozent bzw. 150 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Konjunkturbedingt stieg die Arbeitslosigkeit in der Arbeitsagentur um 11,4 Prozent bzw. 153 Personen zum Vorjahresmonat auf 1.499 Frauen und Männern an.
428 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Januar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 9,2 Prozent bzw. 36 Personen seit Dezember und lag 0,9 Prozent (+ vier Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Von allen arbeitslos gemeldeten Jüngeren hatten 74,1 Prozent bzw. 317 Personen keinen (anerkannten) Berufsabschluss.
Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erfolgte in der Arbeitsagentur. Im Januar 2026 waren 180 Jugendliche dort arbeitslos gemeldet, 52 mehr als im Vorjahresmonat (+ 40,6 Prozent). Im Jobcenter konnte die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 16,2 Prozent (- 48 Arbeitslose) auf 248 im Januar 2026 gesenkt werden.
Im Januar waren 564 Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, 32 Stellen bzw. sechs Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die meisten Chancen gibt es für Arbeitsuchende in Berufen der Metallerzeugung,-bearbeitung, Metallbau (62 Stellen) sowie in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen (54 freie Stellen).
83,9 Prozent aller gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen richten sich an Arbeitsuchende mit abgeschlossener Berufsausbildung oder höherem Anforderungsniveau.