Vor zwei Jahren startete das Fachkräftebündnisses Ulm/Oberschwaben einen ersten Aufschlag zur inhaltlichen Vernetzung regionaler Unternehmen. Titel der damaligen Veranstaltung lautete „Personalgewinnung – mal anders!“. Nach einer durchweg positiven Resonanz der Gäste fand nun im Oktober die Folgeveranstaltung statt. Mit dem zweiten Aufschlag wurde das Thema Personalbindung gespielt. Denn Fachkräftesicherung gelingt nur dann, wenn das gewonnene Personal auch an das Unternehmen gebunden werden kann. Insbesondere in Zeiten vielzähliger wirtschaftlicher Herausforderungen kann ein Mehrwert daraus entstehen, wenn sich regionale Arbeitgeber inhaltlich austauschen und untereinander vernetzen. Dies zu erreichen war Ziel und Zweck der Veranstaltung, zu der sich wieder rund 50 Gäste aus der regionalen Wirtschaft eingefunden haben.
Nach dem Auftakt durch Key Note Speaker Werner „Tiki“ Küstenmacher konnten die Gäste im Anschluss an zwei der drei angebotenen Themenräume teilnehmen. Die Titel der angebotenen Workshops waren Programm und boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen angemessenen Rahmen für einen vertrauensvollen Austausch untereinander. Der Themenraum 1 beschäftigte sich mit „Training on the Job“, im zweiten Themenraum ging es darum, „Beruf und Privatleben im Einklang“ zu verstehen und Themenraum 3 befasste sich mit der Idee, Mitarbeiterbindung völlig neu zu denken, nach dem Motto: „Alles auf den Kopfgestellt“. Am Ende der Veranstaltung waren die Gäste dazu eingeladen, in lockerer Atmosphäre Kontakte zu pflegen oder neue zu knüpfen und Erfahrungswerte untereinander auszutauschen.
Stimmen von den an der Veranstaltung teilgenommenen Partner des Fachkräftebündnisses Ulm/Oberschwaben:
Dr. Torsten Denkmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm:
„Wer den ersten Schritt erfolgreich gegangen ist, sollte den zweiten nicht vergessen. Nach der Personalgewinnung ist Personalbindung die logische Konsequenz. Viele Arbeitgeber haben bereits die Erfahrung gemacht, dass passendes Personal zu finden nicht nur eine Anstrengung ist, sondern auch schnell zur Herausforderung werden kann. Wer also Beschäftigte hat, sollte diese nach Möglichkeit auch an das Unternehmen binden. Mit dieser Folgeveranstaltung haben wir unseren Gästen aus der regionalen Wirtschaft eine Plattform zum Thema geboten, um sich untereinander auszutauschen, sich miteinander zu vernetzen, um voneinander zu profitieren. Dass der heutige Tag unter den Gästen so viel Anklang fand, freut mich sehr und bestätigt unsere Zielsetzung.“
Thomas Barthel, Bildung und Fachkräfte, IHK Ulm:
„Es gibt viele Wege, gutes Personal zu halten – entscheidend ist, ins Handeln zu kommen und einfach zu machen. So die zentrale Erkenntnis unseres Aktiv-Workshops „Alles auf den Kopf gestellt“, den Alexandra Natter und ich moderieren durften. In kleinen Gruppen wurde intensiv diskutiert, reflektiert und kreativ gedacht – mit spürbarer Energie und echter Begeisterung. Die Gespräche verliefen ausgesprochen konstruktiv und führten zu vielen spannenden Ergebnissen und neuen Denkanstößen.“
Alexandra Natter, Personalberatung Handwerkskammer Ulm:
„Gerade in kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben ist Mitarbeiterbindung der Schlüssel, um die Aufträge von heute und morgen abzuarbeiten und langfristig wichtige Handwerksleistungen am Markt anbieten zu können. Für den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Handwerksbetriebs brauchen die Inhaberinnen und Inhaber gutes Fachpersonal und wollen diese Menschen auch langfristig an den Betrieb binden. Insbesondere die Qualifizierung der Fachkräfte spielt dabei eine wichtige Rolle für künftige Führungspositionen und für die Betriebsnachfolge.“
Götz Maier, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall Ulm:
„Die Beschäftigten zu halten und zu binden ist wichtig für Unternehmen. Der Austausch unter den Firmen anhand von konkreten Beispielen hat gezeigt, dass ein offener Blick und ein offenes Ohr für die Themen der Beschäftigten oft mehr bringt als finanzielle Anreize.“