Im Bezirk der Waiblinger Agentur für Arbeit meldeten sich im Januar 1341 Personen aufgrund der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos, 464 mehr als im Vormonat. Im gleichen Zeitraum konnten 591 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden, 406 weiter begannen eine Aus- oder Weiterbildung. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen stieg um 725 auf insgesamt 11.825.
Da ein Großteil derjenigen, die sich Anfang Januar arbeitslos melden mussten, aufgrund einer vorangegangenen Beschäftigung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hat, stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen im letzten Monat insbesondere bei der Agentur für Arbeit (+ 528). Die Zahl derjenigen Arbeitslosen, die Bürgergeld vom Jobcenter erhalten, nahm lediglich um 197 Personen zu. Insgesamt werden derzeit 51,8 Prozent der im Rems-Murr-Kreis gemeldeten Arbeitslosen vom Jobcenter betreut.
Mit der aktuellen Entwicklung der Arbeitslosigkeit liegt der Agenturbezirk im Landestrend. Baden-württembergweit nahm die Arbeitslosenquote von Dezember 2025 auf Januar 2026 ebenfalls um 0,3 Prozentpunkte zu und liegt derzeit bei 4,8 Prozent.
Auch wenn die aktuelle Arbeitslosenquote weiterhin um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr liegt, ist für Käferle erfreulich, dass sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr weiter abschwächt. Die Zuwächse fallen von Monat zu Monat geringer aus, was sie auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes im weiteren Jahresverlauf hoffen lässt, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern.
Im ersten Monat des Jahres meldeten Unternehmen dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service kreisweit 336 freie Arbeitsstellen, 204 weniger als im Dezember 2025.
„Im ersten Monat des Jahres nehmen Betriebe erfahrungsgemäß kaum Neueinstellungen vor. Wiedereinstellungen in den witterungsabhängigen Berufen erfolgen meist erst im Frühjahr, wenn die Temperaturen Außenarbeiten wieder zulassen“ bewertet Käferle diesen Rückgang. Aktuell sind unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche 2491 offene Arbeitsstellen im Rems-Murr-Kreis verfügbar.
„Unternehmen sollten auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten langfristig denken“, appelliert sie. „Unabhängig von der aktuellen Entwicklung steht unser Arbeitsmarkt vor erheblichen langfristigen demografischen Herausforderungen. In Baden-Württemberg werden in den kommenden zehn Jahren rund 40 Prozent weniger Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten, als altersbedingt ausscheiden. Umso wichtiger ist es, Fachkräfte frühzeitig zu sichern und damit zukunftsfähig zu bleiben. Mit unserem Fördercheck unterstützen wir Unternehmen dabei, passende Fördermöglichkeiten zur Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung zu finden und zu nutzen.“ Den Fördercheck und alle weiteren Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten finden Unternehmen unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell.