Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden im Januar 2026

Schnee, Kälte und Eis lassen Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Weiden deutlich ansteigen

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 5

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Weiden (Weiden in der Oberpfalz, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth) im Januar 2026 gestiegen. 5.747 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 628 Personen mehr (12,3 Prozent) als im Dezember und 64 Personen bzw. 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,7 Prozent.

Statistik Agentur Weiden Januar 2026

„Der einsetzende Winter sowie die langanhaltende Kälte haben im Januar zu einem deutlichen, aber saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhte Arbeitslosenquote bewegt sich dennoch auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen fünf Jahren. Ein wichtiger stabilisierender Faktor ist, dass immer mehr Unternehmen das Saison-Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen und ihre Beschäftigten über die Wintermonate hinweg halten. Das wirkt dämpfend auf die Arbeitslosigkeit und stärkt die Beschäftigungssicherung,“ kommentiert Bernhard Lang, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden den aktuellen Berichtsmonat.

 

Im Januar 2026 ist die Arbeitslosigkeit spürbar angestiegen – und zwar in allen drei Regionen des Agenturbezirks. Der Anstieg ist in erster Linie saisonbedingt und schließt sich unmittelbar an den Wintereinbruch im Dezember an. Zusätzlich wird die Entwicklung durch die weiterhin angespannte konjunkturelle Lage sowie die laufende Transformation am Arbeitsmarkt verstärkt.

 

Viele Unternehmen zeigen sich zu Beginn des neuen Jahres bei Neueinstellungen weiterhin zurückhaltend. Entsprechend niedrig fällt die Zahl neu gemeldeter Stellen aus: Im Januar wurden 287 Arbeitsstellen neu gemeldet. Das sind 89 weniger als im Dezember 2025, zugleich jedoch 38 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz dieses leichten Plus gegenüber dem Vorjahr bleibt das Stellenangebot insgesamt deutlich unter dem Niveau von 2025 – der Stellenzugang liegt mehr als 20 Prozent darunter.

 

Gleichzeitig zeigen einzelne Branchen weiterhin einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften. Dazu zählen insbesondere das Gesundheitswesen, die öffentliche Verwaltung sowie die Zeitarbeitsbranche. Insgesamt befanden sich damit zuletzt 2.092 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Das verdeutlicht: Auch in Zeiten des Wandels eröffnen sich weiterhin neue Chancen. Gute Optionen auf eine neue Arbeitsstelle ergeben sich vor allem für Fachkräfte, während es Helfer zunehmend schwerer haben einen neuen Job zu finden.

 

Die Agentur für Arbeit unterstützt diesen Anpassungsprozess aktiv – mit Beratung, Qualifizierung und passgenauen Lösungen für Unternehmen ebenso wie für Arbeitsuchende und Menschen in beruflichen Orientierungsphasen. Flexibilität bei der Berufswahl und Offenheit für neue Wege bleiben dabei entscheidende Faktoren.

 

Entwicklung in den Rechtskreisen 

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.132 Personen (538 Personen mehr als im Vormonat und 102 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.615 Arbeitslose registriert (90 Personen mehr als im Vormonat, aber 38 Personen weniger als im Vorjahr). 46 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit erfolgt somit zum Großteil in der Arbeitslosenversicherung.

 

 

Die Regionen im Überblick

 

Weiden in der Oberpfalz

 

Der Wintereinbruch hat sich im Januar in der Stadt Weiden spürbar auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. 1.756 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 144 Personen mehr (8,9 Prozent) als im Dezember und 32 Personen bzw. 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,1 Prozent und lag mit 0,5 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei genau 7 Prozent.

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 791 Personen (102 Personen mehr als im Vormonat und 13 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 965 Arbeitslose registriert (42 Personen mehr als im Vormonat und 19 Personen mehr als im Vorjahr). 55 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld.

 

Gleichzeitig macht sich der Rückgang der gemeldeten Arbeitsstellen bemerkbar, sodass der Arbeitsmarkt in der Stadt Weiden im Vergleich zum Vorjahr mit einem insgesamt niedrigen Niveau ins Jahr 2026 gestartet ist: 583 freie Stellen waren im Januar gemeldet – das waren 207 bzw. rund 26 % weniger Stellen als im Vorjahr.  Die meisten freien Stellen gibt es aktuell u.a. in den Branchen verarbeitendes Gewerbe, wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel,  Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe sowie in freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. 

 

Neustadt an der Waldnaab

 

Im Landkreis Neustadt an der Waldnaab ist die Arbeitslosigkeit im Januar saisonbedingt deutlich angestiegen. 2.225 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 238 Personen mehr (12 Prozent) als im Dezember, aber 3 Personen bzw. 0,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug genau 4 Prozent und lag mit 0,4 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

 

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.327 Personen (227 Personen mehr als im Vormonat und 35 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 898 Arbeitslose registriert (11 Personen mehr als im Vormonat, aber 38 Personen weniger als im Vorjahr). 40 Prozent aller Arbeitslosen bezogen Bürgergeld.

 

Auch der Stellenbestand im Landkreis startet mit einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Im Januar wurden 97 Stellen neu gemeldet, das sind zwar 49 mehr als im gleichen Zeitraum des vergangen Jahres, insgesamt bleibt das Stellenangebot jedoch unter Vorjahresniveau (145 bzw. 14,3 % Stellen weniger als im Januar 2025). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen verarbeitendes Gewerbe, wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe sowie im Gastgewerbe. Aktuell befanden sich damit 871 freie Stellen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.