Vanessas Erfahrungsbericht zum Pre- und Onboarding bei der BA

Vanessa hat die Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen bei der BA von 2022 bis 2025 absolviert. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt Vanessa wie sie das Pre- und Onboarding als Auszubildende erlebt hat.

Wie ist das Preboarding als Auszubildende bei der Bundesagentur für Arbeit abgelaufen?

Bereits mit der mündlichen Einstellungszusage begann für mich eine Phase positiver Vorfreude. Ich wusste sofort, dass diese Ausbildung genau meinen Vorstellungen entsprach und ich beruflich den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Um gut vorbereitet zu starten, informierte ich mich intensiv über die Bundesagentur für Arbeit, die Aufgabenfelder sowie die rechtlichen Grundlagen, insbesondere die Sozialgesetzbücher I bis III.

Nach den formellen Auswahlstufen erhielt ich eine Willkommensnachricht und wurde zur Vertragsunterzeichnung eingeladen. Dieser Termin ist mir bis heute besonders in Erinnerung geblieben: In einem großen Sitzungssaal des Altbaugebäudes in Magdeburg unterschrieben wir die Ausbildungsverträge und erhielten umfangreiche Mappe mit Unterlagen und Datenschutzerklärungen – ein Moment, der den offiziellen Start sehr greifbar machte.

Wie ist dein erster Ausbildungstag abgelaufen?

Der erste Ausbildungstag war geprägt von einem herzlichen und kreativen Einstieg. Wir machten Fotos, stellten uns gegenseitig vor und führten spielerische Aktionen durch. Jede Person notierte drei Fakten über sich, die gemeinsam mit dem Foto dokumentiert wurden – diese Informationen bekamen wir später zur Freisprechungsfeier noch einmal ausgehändigt. Zudem schrieben wir uns selbst einen Brief mit persönlichen Zielen und motivierenden Worten für die kommenden drei Jahre. Dieser Brief wurde vor Abschluss der Ausbildung zurückgegeben, was eine sehr emotionale und reflektierende Erfahrung war. Insgesamt hinterließen diese kreativen und verbindenden Maßnahmen einen sehr positiven ersten Eindruck.

Wie hast du das Onboarding bei der Bundesagentur für Arbeit erlebt?

Struktur und Ablauf der Ausbildung

Schon früh wurde transparent vermittelt, wie die Ausbildung aufgebaut ist. Ein detaillierter Jahresausbildungsplan bot Orientierung. Die Gruppe von 17 Auszubildenden wurde in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt, die im Wechsel die großen Lernfelder AGP (Arbeitsmarktbezogene Geschäftsprozesse) und PDL (Prozesse der Leistungsgewährung) durchliefen. Die Fachausbilder gestalteten den Unterricht praxisnah und engagiert. Ergänzend dazu fand ein sechswöchiger Berufsschulblock statt.

Kommunikation wurde in der gesamten Zeit großgeschrieben. Das Team Ausbildung & Qualifizierung stand als konstanter Ansprechpartner zur Verfügung und nahm sich trotz hoher Auslastung immer Zeit, Anliegen zu klären oder zu unterstützen. Dadurch hatte ich jederzeit das Gefühl, gut begleitet zu sein.

Eine besondere Überraschung war das Planspiel in der zweiten Woche. In einer fiktiven Welt schlüpften wir in Rollen und mussten komplexe Situationen kreativ lösen. Durch meine Theatererfahrung empfand ich dies als äußerst bereichernd, während es für viele andere zunächst ungewohnt und herausfordernd war. Rückblickend war es ein sehr gelungener Einstieg in die Ausbildungszeit.

Ansprechpersonen, Einarbeitungspläne und Praxisphasen

Während der praktischen Einsätze – im Jobcenter, in der Familienkasse und in der Agentur für Arbeit – hatten wir in jedem Bereich feste Patinnen bzw. Paten. Die Erfahrungen waren unterschiedlich, da manche sich stärker verantwortlich fühlten als andere. Dennoch konnte ich in allen Praxiseinsätzen viel lernen und wurde gut unterstützt.

Zu Beginn eines jeden Einsatzes erhielten wir Checklisten aus der Ausbildungsabteilung, anhand derer wir nachvollziehen konnten, welche Inhalte vermittelt werden sollten. Die Patinnen bzw. Paten achteten darauf, dass wir die geforderten Ziele erreichten und gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet wurden.

Kommunikation, Transparenz und Feedback

Insgesamt war die Kommunikation sehr gut. Feedbackgespräche fanden sowohl zum Ende der Probezeit als auch zum Ausbildungsende statt. Das Abschlussgespräch wurde von der Teamleitung des Bereichs Ausbildung & Qualifizierung geführt und war sehr wertschätzend, treffend formuliert und motivierend – ein schöner Abschluss der dreijährigen Ausbildungszeit.

Soziale und kulturelle Integration

Während der gesamten Ausbildung wurde ich in allen Teams herzlich aufgenommen. Innerhalb der Berufsschule, in den Praxisstationen und später in meinem jetzigen Einsatzbereich herrschte stets ein wertschätzendes, offenes Miteinander. Besonders mein aktuelles Team im Jobcenter Stendal, in dem ich in der Eingangszone arbeite, hat mich sehr herzlich aufgenommen. Ich hätte mir kein besseres Team wünschen können.

Nachhaltigkeit der Einarbeitung

Die drei Jahre Ausbildung haben einen deutlichen Einfluss auf meine heutige Arbeit. Sowohl das theoretische Wissen als auch die praktischen Erfahrungen geben mir eine solide Basis für meine Tätigkeiten. Die sorgfältige Einarbeitung in der Eingangszone hat meinen Arbeitsansatz geprägt und erleichtert mir den Umgang mit komplexen Situationen sowie kundennahen Aufgaben erheblich.

Wie fällt dein Fazit zum Pre- und Onboarding bei der BA aus?

Die Kombination aus strukturiertem Preboarding, kreativen und verbindenden Onboarding-Elementen, einem klaren Ausbildungsplan sowie wertschätzenden Teams hat meine Ausbildungszeit zu einer bereichernden und nachhaltigen Erfahrung gemacht. Trotz einzelner Herausforderungen – insbesondere im Bereich der Transparenz bei Verwaltungsprozessen – überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. Die Ausbildung hat mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht und mir ein starkes Fundament für meine berufliche Zukunft gegeben.