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Familie und Beruf vereinbaren

Sie möchten Familie und Arbeit in Einklang bringen? Dabei sind flexible Modelle zur Berufsrückkehr und zur Kinderbetreuung gefragt. Außerdem sollten Sie sich über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Wir erläutern Ihnen, welche Hilfestellungen es gibt.

Sie können wegen einer neuen Situation in Ihrer Familie nicht mehr so arbeiten, wie vorher? Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Familie und Beruf zu verbinden. Flexible Arbeitszeiten sind dabei ein wichtiger Baustein. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über mögliche Lösungen. Bei Fragen beraten wir Sie gerne persönlich unter 0800 4 555500 (gebührenfrei).

Mögliche Arbeitszeitmodelle:

  • Teilzeit
    Teilzeit bedeutet, dass Ihre Arbeitszeit kürzer ist als die von vergleichbaren Beschäftigten in Vollzeit. Ob Sie sozial abgesichert sind, hängt von der Anzahl der Stunden, die Sie arbeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie einen Rechtsanspruch auf Teilzeit.
  • Gleitzeit
    Diese ermöglicht Ihnen, Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit frei zu wählen. Bei variabler Gleitzeit können Sie über die Dauer der täglichen Arbeitszeit entscheiden.
  • Telearbeit (Home Office)
    Sie können teilweise oder ganz zu Hause arbeiten. Dabei nutzen Sie Ihre Internet-Verbindung zum Beispiel für den Zugriff auf Dokumente oder für Videokonferenzen.
  • Minijob
    Ihr Arbeitsentgelt darf einen Betrag von 450 Euro monatlich nicht überschreiten oder die Beschäftigung ist auf einen bestimmten Zeitraum und Umfang begrenzt. Beachten Sie bitte, dass Sie bei dieser Art der Beschäftigung nicht sozial abgesichert sind. Mehr Informationen bietet Ihnen die Minijobzentrale.

Halten Sie den Kontakt zum Arbeitgeber aufrecht. So sind Sie über die Vorgänge im Unternehmen informiert. Zudem zeigen Sie dadurch Interesse an Ihrem Betrieb und der Wiedereinstieg fällt leichter. Für das Unternehmen entfällt vielleicht auch eine aufwendige Einarbeitung nach der Rückkehr.

Sie haben Ihre Arbeit wegen der Erziehung Ihrer Kinder oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen? Sie möchten wieder in den Beruf zurückkehren? Wir unterstützen Ihren Wiedereinstieg.  Gerne beraten wir Sie in Ihrer Agentur für Arbeit vor Ort. Erkundigen Sie sich nach Veranstaltungen zum Wiedereinstieg. Diese sind kostenlos und finden regelmäßig in den Agenturen für Arbeit statt.

Sie können auch online den Wiedereinstiegscheck nutzen und einige Fragen beantworten. Anschließend erhalten Sie ein passendes Informationspaket zur Rückkehr in den Beruf. Mithilfe des Wiedereinstiegsrechners sehen Sie, ob sich Ihr beruflicher Wiedereinstieg lohnt.

Umfangreiche Informationen zum Wiedereinstieg finden Sie zudem in der Weiterbildungsdatenbank. Zum Beispiel erhalten Sie Infos über Qualifizierungslehrgänge und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Sie haben Kinder, möchten aber Ihre Beschäftigung nicht aufgeben? Das müssen Sie auch nicht! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Ihrem Kind eine gute Betreuung zu ermöglichen. Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig darum kümmern. Je nach Bedarf eignen sich Krippen, Kindergärten, Eltern-Kind-Zentren, Horte und Ganztagsschulen. Daneben gibt es Tageseltern und Vereine.

Binden Sie auch Ihre sozialen Kontakte in die Kinderbetreuung ein. Ob Großeltern, Nachbarn, Freunde oder Babysitter – jede Hilfe entlastet Sie.

Haben Sie noch Fragen? Finden Sie online weitere Ideen, Angebote und Informationen zum Wiedereinstieg. Gerne beraten Sie dazu auch die Beratungsfachkräfte in Ihrer Agentur für Arbeit bzw. Ihrem Jobcenter. Informationen durch die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ergänzen das Angebot. Die Jugendämter oder die Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen beraten Sie ebenfalls.

Sie möchten Ihr Kind selbst betreuen und erziehen? Falls Sie dafür Ihre Beschäftigung unterbrechen, können Sie in Elternzeit gehen. Der Anspruch gilt, bis Ihr Kind das dritte Lebensjahr beendet hat.

Wenn Sie eine familiäre Auszeit von Ihrer Arbeit nehmen oder weniger arbeiten, können Sie Elterngeld beantragen. Weitere Informationen gibt es im Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ein Familienmitglied ist pflegebedürftig geworden? Sie möchten, dass der oder die Pflegebedürftige zu Hause versorgt wird? Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Falls Sie berufstätig sind, stehen Sie vor der Herausforderung, beides miteinander zu verbinden. Es gibt Möglichkeiten, wie Sie die Pflege einer Angehörigen beziehungsweise eines Angehörigen sicherstellen können:

  • Bei Eintritt des Pflegefalls können Sie sofort eine zehntägige Auszeit mit Lohnersatzleistung (Pflegeunterstützungsgeld) beantragen.
  • Bei häuslicher Pflege ist eine Freistellung bis zu sechs Monaten möglich.
  • Familienpflegezeit ist bis zu 24 Monate möglich – bei einer Arbeitszeitreduzierung bis auf 15 Stunden pro Woche. Falls Sie vollzeitbeschäftigt sind, können Sie auch Ihre Arbeitszeit halbieren – bei einem Gehalt von 75 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich müssen sie im Anschluss an die Pflegephase wieder voll arbeiten. Sie bekommen aber weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Adressen für Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie online unter Pflegestützpunkte in Ihrer Nähe.