Zulassung zum Arbeitsmarkt

Auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft können Sie in Deutschland arbeiten - vorausgesetzt, Sie erfüllen bestimmte Kriterien. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten, in Deutschland zu arbeiten.

Sie dürfen uneingeschränkt in Deutschland arbeiten und auf Jobsuche gehen, wenn Sie Staatsangehöriger eines der folgenden Länder sind:

  • eines Mitgliedslandes der Europäischen Union (EU),
  • eines Landes des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder
  • der Schweiz.

Staaten, die nicht Mitglied oder Vertragspartner der EU sind, werden als Drittstaaten bezeichnet. Sind Sie Angehöriger eines solchen Drittstaates, benötigen Sie grundsätzlich einen Aufenthaltstitel, beispielsweise ein Visum. Sie dürfen in Deutschland uneingeschränkt arbeiten oder sich selbstständig machen, wenn in Ihrem Aufenthaltstitel der Vermerk „Erwerbstätigkeit gestattet“ oder „Jede Erwerbstätigkeit gestattet“ steht. Informationen dazu finden Sie im Merkblatt 7.

Das Visum müssen Sie vor Ihrer Einreise beantragen. Das ist bei der deutschen Auslandsvertretung in der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Herkunftslandes möglich. 

Mann auf Baustelle

Aufenthaltstitel einholen

Staatsangehörige der folgenden Staaten können einen Aufenthaltstitel nach ihrer Einreise nach Deutschland einholen - bei der Ausländerbehörde, die für sie zuständig ist:

  • Australien
  • Israel
  • Japan
  • Kanada
  • Republik Korea
  • Neuseeland
  • USA 

Angehörige anderer Staaten müssen ein Visum vor ihrer Einreise nach Deutschland beantragen. Das ist bei der deutschen Auslandsvertretung in der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Herkunftslandes möglich.

Mit Ihrem Aufenthaltstitel (einschließlich entsprechendem Vermerk) erhalten Sie die Genehmigung dafür, in Deutschland zu arbeiten.

Zustimmung zur Beschäftigung

In vielen Fällen kann der Aufenthaltstitel erteilt werden, ohne dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) zustimmt. Manchmal muss BA Ihrer Beschäftigung jedoch zustimmen.

Das ist nur möglich, wenn grundsätzlich folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Ihre Beschäftigung ist laut Aufenthaltsgesetz beziehungsweise Beschäftigungsverordnung erlaubt.
  • Ein Arbeitgeber hat Ihnen einen konkreten Arbeitsplatz angeboten.
  • Die Bedingungen, unter denen Sie künftig arbeiten werden, sind mit denen deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergleichbar.
  • Ihr Arbeitslohn entspricht dem deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Wenn Sie Fragen zu Ihrem Aufenthaltstitel haben, hilft Ihnen die deutsche Auslandsvertretung beziehungsweise die zuständige Ausländerbehörde gerne weiter.

Regelungen für geflüchtete Personen

Sind Sie Asylbewerberin beziehungsweise Asylbewerber oder geduldet, dürfen Sie in der Regel in Deutschland arbeiten, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Sie halten sich seit mindestens 3 Monaten in Deutschland auf und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat Ihren Asylantrag positiv entschieden.

Sind Sie anerkannte Asylbewerberin oder anerkannter Asylbewerber, dürfen Sie uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Sie können sich dann auch selbstständig machen. Informationen dazu, wie die BA Ihre Existenzgründung unterstützen kann, finden Sie auf der Seite Existenzgründung in Deutschland.

Gleiche Arbeitsmarkt-Chancen für alle

Jede Frau und jeder Mann, die oder der die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Chancen nutzen, die ihr oder ihm der deutsche Arbeitsmarkt bietet. Frauen, die in Deutschland arbeiten möchten, erhalten durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter besondere Unterstützung. Die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) führen dort regelmäßig Informationsveranstaltungen durch und unterstützen sie gern.