BEA – Bescheinigungen elektronisch annehmen

Sparen Sie Zeit und Geld und senden Sie uns Bescheinigungen, zum Beispiel Arbeitsbescheinigungen, online. Mit dem sogenannten BEA-Service geht das einfach und schnell.

Mit dem BEA-Verfahren können Unternehmen Bescheinigungen digital an die Bundesagentur für Arbeit übermitteln. BEA steht dabei für Bescheinigungen elektronisch annehmen. Möglich ist dies bei:

  • Arbeitsbescheinigungen
  • EU-Arbeitsbescheinigungen
  • Nebeneinkommensbescheinigungen

 

Um die Daten elektronisch an uns zu übermitteln, gibt es 2 Möglichkeiten:

Die Bescheinigungen, zum Beispiel Arbeitsbescheinigungen, werden in einer elektronischen Akte abgespeichert. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer erhält einen Ausdruck zugesandt.

Weitere Informationen dazu, wie Sie Bescheinigungen online an die Bundesagentur für Arbeit senden können, finden Sie im Merkblatt Neuer eService BEA – Elektronische Bescheinigung.

Corona-bedingte Fehlzeiten

Für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Corona-bedingte Fehlzeiten anzugeben, die durch

  • Kinderbetreuung daheim
  • behördlich angeordnete Quarantäne

entstanden sind.

Nutzen Sie die folgenden Informationen und Hinweise für das Ausstellen von BEA-Bescheinigungen.

Ausfüllhinweise zu Corona-bedingten Fehlzeiten

Personen, die aufgrund der COVID-19 bedingten Schließung von Kinderbetreuungseinrichtungen ihre Kinder selbst betreut und aufgrund des eingetretenen Verdienstausfalls eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56 Abs. 1a) IfSG) erhalten haben, sind in dieser Zeit weiterhin versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung.

Personen, die aufgrund des Verdachtes der Ansteckung mit COVID-19 zu Hause bleiben mussten (Quarantäne), in dieser Zeit einen Verdienstausfall erlitten und dafür eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56 Abs. 1 Satz 2 IfSG) erhalten haben, sind in dieser Zeit weiterhin versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung.

Diese versicherungspflichtigen Zeiten werden bei der Ermittlung eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld / Teilarbeitslosengeld nach dem SGB III und der Anspruchsdauer berücksichtigt. Allerdings bleiben diese Zeiten nach § 57 Abs. 5 und Abs. 6 IfSG bei der Feststellung des Bemessungszeitraums für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld / Teilarbeitslosengeld nach dem SGB III außer Betracht und werden daher zur Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes nicht herangezogen. 

Beim BEA-Verfahren werden hierzu konkrete Angaben benötigt.

Die Ausfüllhinweise beziehen sich auf Arbeitsbescheinigungen, die mit dem BEA-Verfahren übermittelt werden. Es gelten die oben genannten COVID-19-Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

BEA (DSAB)

3.10 DBFZ – Fehlzeiten - 3.10.2 Art der Fehlzeit

Für eine Entschädigung aufgrund eines Verdienstausfalls wegen einer behördlich angeordneten Quarantäne gilt die Fehlzeitart 15. Für eine Entschädigung wegen Kinderbetreuung gilt die Fehlzeitart 16.

Verwenden Sie bitte für diese Entschädigungen nicht mehr die in der Übergangslösung beschriebene Fehlzeitart 10.

3.9.4 Summe SV-Brutto laufend und 3.9.6 Summe fiktives Brutto

Für die unter 3.10 aufgeführten Fehlzeiten wegen Zahlung einer Entschädigung aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne oder wegen Kinderbetreuung geben Sie bitte "keine Entgeltzahlung" an.  

BEA (DSEU)

3.10 DBFZ – Fehlzeiten - 3.10.2 Art der Fehlzeit

Für eine Entschädigung aufgrund eines Verdienstausfalls wegen einer behördlich angeordneten Quarantäne gilt die Fehlzeitart 15. Für eine Entschädigung wegen Kinderbetreuung gilt die Fehlzeitart 16.

Verwenden Sie bitte für diese Entschädigungen nicht mehr die in der Übergangslösung beschriebene Fehlzeitart 10.

3.9 DBEE – Entgeltdaten EU

Für die unter 3.10 aufgeführten Fehlzeiten wegen Zahlung einer Entschädigung aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne oder wegen Kinderbetreuung geben Sie bitte "keine Entgeltzahlung" an.  

Kollektivrechtliche Beschäftigungs­sicherungs­vereinbarung

Verringert Ihr Betrieb mit einer kollektivrechtlichen Vereinbarung (zum Beispiel: Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung) vorrübergehend das durchschnittliche Arbeitsentgelt und die durchschnittliche Arbeitszeit, um Arbeitsplätze zu sichern, gilt unter bestimmten Voraussetzungen folgende befristete Sonderregelung: Die Verringerung des durchschnittlichen Lohns beziehungsweise Gehalts wirkt sich nicht auf die Bemessung des Arbeitslosengeldes aus. Dies gilt für Beschäftigungszeiten zwischen dem 01. März 2020 und dem 31. Dezember 2022.

Die rechtliche Grundlage für diese Sonderregelung ist § 421d Absatz 2 SGB III.

Folgende Voraussetzungen müssen dafür im Betrieb erfüllt sein:

Die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit und das Arbeitsentgelt wurden durch eine kollektivrechtliche Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung vorübergehend gesenkt.

Die kollektivrechtliche Vereinbarung ist seit dem 1. März 2020 geschlossen oder wirksam geworden.

Angaben in BEA (DSAB)

Bei einer kollektivrechtlichen Vereinbarung müssen Sie beim BEA-Verfahren folgende Daten angeben:

  • 3.8.3 Grund der Arbeitszeitänderung (AZAEGR): Geben Sie als Grund der Arbeitszeitänderung „08= kollektivrechtliche Beschäftigungssicherungsvereinbarung 421d Abs. 2 SGB III“ an.
  • 3.8.4 Beginn der Arbeitszeitänderung (AZAEBEG): Bescheinigen Sie den Beginn der Arbeitszeitänderung.
  • 3.9.6 FIKTIVES BRUTTO (FIBR): Melden Sie das Arbeitsentgelt, das die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer ohne die Vereinbarung und ohne Mehrarbeit erzielt hätte.

Wichtig: Diese Sonderregelung gilt nicht für Zeiträume, in denen Ihr Betrieb lediglich das Arbeitsentgelt verringert oder die Arbeitszeit ausdehnt, ohne das Arbeitsentgelt zu erhöhen. Bescheinigen Sie in diesen Fällen nur das Arbeitsentgelt in den Feldern „Summe SV-Brutto Laufend“ und „Summe SV-Brutto Einmalzahlung“.