So kühl wie das Wetter zeigt sich auch der aktuelle Arbeitsmarkt an der Westküste. Frost und Schnee sorgen in saisonal abhängigen Branchen für eine erhöhte Zahl an Arbeitslosen. Dazu kommt, dass sich üblicherweise zum Jahreswechsel viele Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden. Dem kann die weiterhin schwächelnde Konjunktur derzeit keine wirksamen Impulse entgegensetzen. Zwar wurden der Agentur für Arbeit Heide mehr zu besetzende Stellen gemeldet als im Januar des vergangenen Jahres – der positive Trend setzt sich also fort – aber die Anzahl derer, die aus Erwerbstätigkeit arbeitslos wurden, ist fast doppelt so hoch wie die der Personen, die in Beschäftigung gegangen sind. In Summe ist die Arbeitslosenzahl im Januar deutlich gestiegen. Sie liegt nun bei 6,6 Prozent. „In diesem Winter fehlt dem Arbeitsmarkt die konjunkturelle Schützenhilfe, so dass saisonale Effekte voll durchschlagen“, skizziert Martin Lieneke, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heide die derzeitige Situation. „Eine Arbeitslosenquote in einem Januar von 6,6 Prozent und höher hatten wir zuletzt 2018.“
Besonders im Fokus hat der Agentur-Chef dabei die langzeitarbeitslosen Personen, die von der Agentur für Arbeit betreut werden. Deren Anzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als 16 Prozent gestiegen. „Dies sind Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Und das geht nur, wenn sie eine bestimmte Dauer der Beschäftigung nachweisen können und 50 Jahre und älter sind“, erläutert Lieneke. Er erinnert an dieser Stelle gern an die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit: „Bewährte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen nicht zwingend arbeitslos werden, wenn der Strukturwandel Qualifizierungsbedarfe mit sich bringt. So kann zum Beispiel die berufliche Weiterbildung einzelner Beschäftigter in laufender Beschäftigung durch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt sowie volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden.“
Mit dem neuen Online-Tool der Bundesagentur für Arbeit ‚Fördercheck für Unternehmen‘ können Arbeitgeber mit wenigen Klicks selbst herausfinden, ob sie möglicherweise eine unterstützende Förderleistung erhalten können – zum Beispiel bei Neueinstellungen oder für bereits beschäftigte Mitarbeitende.
Der ‚Fördercheck für Unternehmen‘ der Bundesagentur für Arbeit ist online verfügbar unter: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell.
Passend zu den Halbjahreszeugnissen hat Lieneke einen besonderen Veranstaltungshinweis für Eltern und Erziehungsberechtigte, deren Kinder in den kommenden Jahren einen Schulabschluss – gleich welcher Art – anstreben. Der von der FH Westküste (FHW) und der Agentur für Arbeit organisierte ‚Elterncampus‘ verbindet kurze Impulse mit viel Raum für Austausch und Fragen. Die Beiträge der Expert*innen greifen zentrale Anliegen der Berufs- und Studienorientierung auf: Wie gelingt eine klischeefreie Berufswahl? Wie lassen sich eigene Stärken erkennen und in passende Bildungswege übersetzen? Und welche neuen Berufsbilder entstehen durch gesellschaftliche Entwicklungen wie Energiewende oder Künstliche Intelligenz? Ergänzend werden die Studienmöglichkeiten an der FH Westküste sowie die Ausbildungslandschaft in der Region vorgestellt. „Diese Veranstaltung ist eine wunderbare Möglichkeit, mit den Expertinnen und Experten zu Ausbildung, Studium und Arbeitswelt ins Gespräch zu kommen“, erklärt Lieneke. Die Teilnahme am Elterncampus ist kostenfrei. Zur besseren Planung wird um eine kurze Anmeldung per E-Mail unter Angabe des Namens sowie der teilnehmenden Personenzahl gebeten: pr@fh-westkueste.de. Der Elterncampus findet am Mittwoch, 11. Februar ab 17:00 Uhr in der FH Westküste, Fritz-Thiedemann-Ring 20 in Heide statt.
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Heide im Januar 2026 gestiegen. 9.612 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 663 Personen mehr (7,4 Prozent) als im Dezember und 216 Personen bzw. 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,6 Prozent und lag mit 0,5 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.903 Personen (404 Personen mehr als im Vormonat und 489 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter Dithmarschen und Steinburg) waren 5.709 Arbeitslose registriert (259 Personen mehr als im Vormonat, aber 273 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59,4 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.184 Personen arbeitslos. Davon kamen 969 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.525 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 457 eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 387 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (19 mehr als im Vormonat und 80 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Berufsgruppen ‚Lagerwirtschaft‘, ‚Erziehung, Sozialarbeit‘ und ‚Reinigung‘. Aktuell befanden sich damit 2.270 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
In der Grundsicherung (Jobcenter Dithmarschen und Steinburg) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 300 (entspricht -3,1 Prozent) auf insgesamt 9.429.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 12.587 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 399 Personen weniger (-3,1 Prozent) als vor einem Jahr.
Der Arbeitsmarkt des Kreises Dithmarschen im Überblick
| Januar 2026 | Veränderung zum | ||||
| Dezember 2025 | Januar 2025 | ||||
| absolut | in Prozent | absolut | in Prozent | ||
| Bestand Arbeitslose insgesamt | 5.191 | 424 | 8,9 | 318 | 6,5 |
| SGB III | 2.104 | 263 | 14,3 | 318 | 17,8 |
| SGB II | 3.087 | 161 | 5,5 | - | - |
| Arbeitslosenquote | 7,2 | 6,6 | 6,8 | ||
| Gemeldete Arbeitsstellen (Zugang) | 130 | -18 | -12,2 | 11 | 9,2 |
Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Dithmarschen im Januar 2026 gestiegen. 5.191 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 424 Personen mehr (8,9 Prozent) als im Dezember und 318 Personen bzw. 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und lag mit 0,6 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,8 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.104 Personen (263 Personen mehr als im Vormonat und 318 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter Dithmarschen) waren 3.087 Arbeitslose registriert (161 Personen mehr als im Vormonat, aber genauso viele Personen wie vor einem Jahr). Durch das Jobcenter Dithmarschen wurden 59,5 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.142 Personen arbeitslos. Davon kamen 549 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 721 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 225 eine Erwerbstätigkeit auf.
Im Kreis Dithmarschen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service im Januar 130 neue Stellen zur Besetzung gemeldet. Dies sind 18 Stellen weniger als im Vergleich zum Vormonat (-12,2 Prozent) und 11 mehr als im Vergleich zum Januar 2025 (+9,2 Prozent). Die Stellenangebote stammen größtenteils aus den Berufsgruppen ‚Erziehung und Sozialarbeit‘, ‚Verkauf (ohne Produktspezialisierung)‘ und Lagerwirtschaft‘.
In der Grundsicherung (Jobcenter Dithmarschen) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 109 (entspricht -2,1 Prozent) auf insgesamt 5.041.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 6.749 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 172 Personen weniger (-2,5 Prozent) als vor einem Jahr.
Der Arbeitsmarkt des Kreises Steinburg im Überblick
| Januar 2026 | Veränderung zum | ||||
| Dezember 2025 | Januar 2025 | ||||
| absolut | in Prozent | absolut | in Prozent | ||
| Bestand Arbeitslose insgesamt | 4.421 | 239 | 5,7 | -102 | -2,3 |
| SGB III | 1.799 | 141 | 8,5 | 171 | 10,5 |
| SGB II | 2.622 | 98 | 3,9 | -273 | -9,4 |
| Arbeitslosenquote | 6,0 | 5,7 | 6,2 | ||
| Gemeldete Arbeitsstellen (Zugang) | 257 | 37 | 16,8 | 69 | 36,7 |
Die Arbeitslosigkeit ist im Kreis Steinburg im Januar 2026 gestiegen. 4.421 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 239 Personen mehr (5,7 Prozent) als im Dezember, aber 102 Personen bzw. 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,2 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.799 Personen (141 Personen mehr als im Vormonat und 171 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter Steinburg) waren 2.622 Arbeitslose registriert (98 Personen mehr als im Vormonat, aber 273 Personen weniger als im Vorjahr). Durch das Jobcenter Steinburg wurden 59,3 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.042 Personen arbeitslos. Davon kamen 420 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 804 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 232 eine Erwerbstätigkeit auf.
In Steinburg wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service im Verlauf des Januars 257 offene Arbeitsstellen mitgeteilt. Dies sind im Vergleich zum Vormonat Dezember 37 Stellen mehr (+16,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr hat die Meldung offener Stellen ebenfalls zugenommen (+69 Stellen, +36,7 Prozent). Die neu gemeldeten Stellenangebote stammen hauptsächlich aus den Berufsgruppen ‚Lagerwirtschaft‘, ‚Reinigung‘ und ‚Erziehung und Sozialarbeit‘.
In der Grundsicherung (Jobcenter Steinburg) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 191 (entspricht -4,2 Prozent) auf insgesamt 4.388.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.838 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 227 Personen weniger (-3,7 Prozent) als vor einem Jahr.
Jugendliche, die sich beruflich orientieren wollen, Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche wünschen oder zum Thema „Studium“ Informationen benötigen, können ganz einfach mit der Berufsberatung Kontakt aufnehmen:
- Telefon: 0800 4 5555 00 (kostenfreie Servicehotline: Montag – Freitag 08:00 - 18:00 Uhr)
- Online: www.arbeitsagentur.de/kontakt
Arbeitgeber, die auf der Suche nach jungen Nachwuchskräften sind und einen Ausbildungsplatz melden wollen, können über folgende Wege Kontakt zum Arbeitgeber-Service aufnehmen:
- Telefon: 0800 4 5555 20 (kostenfreie Servicehotline: Montag – Freitag 08:00 - 18:00 Uhr)
- Online: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/heide/unternehmen/gemeinsamer-arbeitgeber-service