Arbeitslosigkeit steigt im Agenturbezirk Mönchengladbach ähnlich dem Landestrend

Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach registrierte im Januar 2026 in ihrem Bezirk, der aus der Stadt Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss besteht, 32.364 Arbeitslose. Das sind 1.222 Frauen und Männer mehr als einen Monat zuvor (+3,9 Prozent) und 1.412 mehr als im Januar des Vorjahres (+4,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt im Agenturbezirk damit um 0,3 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent. Im Januar des Vorjahres hatte sie 7,9 Prozent betragen.

30.01.2026 | Presseinfo Nr. 3

"Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im Agenturbezirk von Stadt Mönchengladbach und Rhein-Kreis ähnlich dem Landestrend gestiegen. Dabei zog sich diese Entwicklung durch fast alle Personengruppen", erklärt Stavroula Tsiantes, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Und sie ordnet ein: "Für einen Januar ist es üblich, dass die Arbeitslosigkeit steigt. Wir sehen beispielweise den typischen Anstieg von Menschen, deren zwei- oder dreieinhalbjährige Ausbildungen geendet sind oder die rund um den Jahreswechsel aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos geworden sind. Zugleich konnten wir in diesem Jahr aber auch, anders als im Januar des Vorjahres, einen leichten und erfreulichen Anstieg von Menschen registrieren, die im Januar ihre Arbeitslosigkeit beenden und in eine Erwerbstätigkeit wechseln konnten. In diesen Bewegungen bestätigt sich die Prognose, dass die Herausforderungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt – durch zahlreiche Faktoren bedingt – mindestens im ersten Halbjahr 2026 anhalten werden."

Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten von den aktuell 32.364 arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk von Stadt Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss 11.278 Frauen und Männer. Das sind 853 Personen mehr als im Vormonat (+8,2 Prozent) und 1.192 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+11,8 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 21.086 arbeitslose Frauen und Männer, die zur Gruppe der Bürgergeld-Empfänger gehören. Das sind 369 Personen mehr in der Betreuung der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss als einen Monat zuvor (+1,8 Prozent) und 220 mehr als im Januar des Vorjahres (+1,1 Prozent).

Im Januar 2026 meldeten sich insgesamt 5.626 Personen arbeitslos. Davon kamen 2.569 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, was 687 Personen oder 36,5 Prozent mehr als im Vormonat und 79 Personen mehr als im Vorjahresmonat sind (+3,2 Prozent). 4.414 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.436 eine Erwerbstätigkeit auf, was 107 Personen oder 8,1 Prozent mehr als im Vormonat und 221 Personen mehr als im Vorjahresmonat sind (+18,2 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahre stieg im Agenturbezirk Mönchengladbach im Januar 2026 auf 2.619 Personen (+111 Personen zum Vormonat/+4,4 Prozent). In Relation zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um 297 Personen oder 12,8 Prozent. In der Untergruppe der 15- bis 20-Jährigen ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat hingegen um 13 auf 548 Personen zurück (-2,3 Prozent).

Im Januar 2026 wurden in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss 11.055 Arbeitslose registriert, die 50 Jahre und älter sind. Das sind 459 Frauen und Männer mehr als im Vormonat (+4,3 Prozent) und 470 Personen mehr als im Vorjahresmonat (+4,4 Prozent).

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen stieg im Januar 2026. Mit 12.025 sind das 455 Personen oder 3,9 Prozent mehr als im Vormonat. Zum selben Monat des Vorjahres ist die Zahl um 378 Frauen und Männer gestiegen (+3,2 Prozent).

2.307 Arbeitslose mit Schwerbehinderung wurden im Januar 2026 gemeldet, 51 Personen mehr als im Vormonat (+2,3 Prozent) sowie 91 Personen mehr als im Januar des Vorjahres (+4,1 Prozent).

Mit 13.012 Personen nahm die Zahl derjenigen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind, im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 370 Frauen und Männer zu (+2,9 Prozent). Im Vergleich zum Januar des vergangenen Jahres ergibt sich bei den Langzeitarbeitslosen ein Anstieg um 921 Personen (+7,6 Prozent).

Hinweis: Wer arbeitslos ist, von Arbeitslosigkeit bedroht ist oder sich beruflich weiterbilden und höherqualifizieren möchte, kann über die kostenfreie Hotline 0800 4555500 einen Beratungstermin mit der Arbeitsagentur in Mönchengladbach, Dormagen, Grevenbroich oder Neuss vereinbaren. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können über die kostenfreie Hotline 0800 4555520 Kontakt zur Agentur für Arbeit Mönchengladbach aufnehmen. Viele Anliegen lassen sich zudem online unter www.arbeitsagentur.de/eservices erledigen.

Arbeitsmarktlage in der Stadt Mönchengladbach

Die Arbeitslosigkeit ist in Mönchengladbach im Januar 2026 gestiegen. 15.686 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 524 Personen mehr als im Dezember 2025 (+3,5 Prozent) und 299 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im aktuellen Berichtsmonat davon 4.642 Frauen und Männer. Das sind 328 Personen mehr als vor einem Monat (+7,6 Prozent) und 380 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+8,9 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten 11.044 arbeitslose Frauen und Männer. Das sind 196 Personen mehr in der Betreuung des Jobcenters Mönchengladbach als im Vormonat (+1,8 Prozent) und 151 weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (-1,3 Prozent).

Die Arbeitslosenquote stieg im Januar 2026 in der Stadt Mönchengladbach um 0,4 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 10,8 Prozent betragen.

19.153 Personen waren in der Stadt Mönchengladbach im Januar 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 412 Personen mehr als im Vormonat (+2,2 Prozent) und 3 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+/-0,0 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im Januar 3.545 Personen teil. Das sind 93 Personen mehr als im Dezember 2025 (+2,7 Prozent) und 468 Männer und Frauen mehr als im Januar des Vorjahres (+15,2 Prozent).

Im Januar 2026 meldeten sich in der Stadt Mönchengladbach 1.042 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 203 mehr als im Monat zuvor (+24,2 Prozent) und 118 weniger als im Vorjahresmonat (-10,2 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 578 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, plus 1 zum Dezember 2025 (+0,2 Prozent) und plus 105 zum Januar des Vorjahres (+22,2 Prozent).

302 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit aus Mönchengladbach im Januar 2026 neu gemeldet. Das sind 22 weniger als im Vormonat (-6,8 Prozent) und 94 weniger als vor einem Jahr im Januar (-23,7 Prozent). Im Januar 2026 sank die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter in Mönchengladbach angeboten werden können, um 50 auf 2.386 (-2,1 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2025 lag die Stellenanzahl damit bei minus 339 (-12,4 Prozent). Die Vakanzzeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Arbeitsstelle beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit lag im Januar 2026 bei durchschnittlich 218 Tagen gelegen. Im Vormonat hatte die durchschnittliche Dauer 
206 Tage betragen und im Vorjahresmonat 195 Tage. Eine hohe Vakanzzeit spiegelt die Schwierigkeiten von Betrieben wider, zeitnah passende Arbeits- und Fachkräfte zu finden.

Arbeitsmarktlage im Rhein-Kreis Neuss

Die Arbeitslosigkeit ist im Rhein-Kreis-Neuss im Januar 2026 gestiegen. 16.678 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 698 Personen mehr als im Dezember 2025 (+4,4 Prozent) und 1.183 Personen beziehungsweise 7,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im  aktuellen Berichtsmonat davon 6.636 Frauen und Männer. Das sind 525 Personen mehr als im Monat zuvor (+8,6 Prozent) und 812 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+13,9 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten im aktuellen Berichtsmonat 10.042 Frauen und Männer. Das sind 173 Personen mehr in der Betreuung des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss als im Vormonat (+1,8 Prozent) und 371 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+3,8 Prozent).

Die Arbeitslosenquote stieg im Rhein-Kreis Neuss im Januar 2026 um 0,3 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Im Januar des Vorjahres hatte sie bei 6,2 Prozent gelegen.

In den acht Kommunen des Rhein-Kreises Neuss entwickelte sich der Arbeitsmarkt im aktuellen Berichtsmonat in dieselbe Richtungen. Registriert worden sind 2.234 Arbeitslose in der Stadt Dormagen (+63 Personen zum Vormonat), 2.416 in Grevenbroich (+101), 690 in Jüchen (+36), 1.226 in Kaarst (+45), 783 in Korschenbroich (+55), 1.754 in Meerbusch (+103), 7.252 in Neuss (+260) und 323 in Rommerskirchen (+35).

19.836 Personen waren im Rhein-Kreis Neuss im Januar 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 516 Personen mehr als im Vormonat (+2,7 Prozent) und 526 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+2,7 Prozent). Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus der Anzahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, und denjenigen, die Arbeitslosengeld oder Bürgergeld erhalten, dem Arbeitsmarkt aktuell jedoch nicht zur Verfügung stehen und daher rechtlich nicht als arbeitslos gelten – wenn man zum Beispiel an einer Fördermaßnahme teilnimmt oder in Mutterschutz ist. An Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik nahmen im Januar 2.804 Personen teil. Das sind 10 Personen weniger als im Dezember 2025 (-0,4 Prozent) und 131 Männer und Frauen weniger als im Januar des Vorjahres (-4,5 Prozent).

Im Januar 2026 meldeten sich im Rhein-Kreis Neuss 1.527 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, das sind 484 mehr als im Vormonat (+46,4 Prozent) und 197 mehr als im Vorjahresmonat (+14,8 Prozent). Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 858 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, plus 106 zum Dezember 2025 (+14,1 Prozent) und plus 116 zum Januar 2025 (+15,6 Prozent).

342 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit für den Rhein-Kreis Neuss im Januar 2026 neu gemeldet. Das sind 47 weniger als im Vormonat (-12,1 Prozent) und 99 weniger als vor einem Jahr im Januar (-22,4 Prozent). Im Januar 2026 stieg die Anzahl der freien Stellenangebote im Bestand, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter im Rhein-Kreis Neuss angeboten werden können, dennoch um 57 auf 2.194 Stellen (+2,7 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2025 lag die Stellenanzahl bei einem Minus von 522 (-19,2 Prozent). Die Vakanzzeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer gemeldeten Arbeitsstelle beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit lag im Januar 2026 bei durchschnittlich 182 Tagen gelegen. Im Vormonat sind es durchschnittlich 173 Tage gewesen und im Vorjahresmonat durchschnittlich 247 Tage. Eine hohe Vakanzzeit spiegelt die Schwierigkeiten von Betrieben wider, zeitnah passende Arbeits- und Fachkräfte zu finden.