Die Arbeitslosigkeit in Sachsen blieb im Februar konstant auf hohem Niveau. Insgesamt sind im Februar rund 157.500 Männer und Frauen im Freistaat ohne Arbeit. Das sind 51 Personen mehr als im Januar und rund 7.300 mehr als im Februar 2025. Damit liegt die Arbeitslosenquote weiterhin bei 7,3 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit steigt nicht weiter, wenngleich die Beschäftigung abnimmt und die Nachfrage nach Arbeitskräften auf geringem Niveau verharrt. Damit ist die Lage am Arbeitsmarkt unverändert schwierig und vor allem geprägt von wirtschaftlichen Unsicherheiten. Eine Trendwende ist im Moment nicht abzusehen. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen und Arbeitgeber weiter auf unsere Arbeit und Unterstützung bauen. Allein in den vergangenen vier Wochen konnten über 13.000 Menschen mit unserer Unterstützung eine Arbeit oder Qualifizierung aufnehmen“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Arbeitslosenzahl im Februar: | 157.538 |
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (157.487): | +51 oder + 0 Prozent |
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (150.252): | +7.286 oder +4,8 Prozent |
Arbeitslosenquote im Februar: | 7,3 Prozent |
Arbeitslosigkeit: 157.538 Arbeitslose in Sachsen
Die dreizehn sächsischen Jobcenter betreuen 95.728 arbeitslose Frauen und Männer (60,8 Prozent) und die elf sächsischen Agenturen für Arbeit unterstützen im Februar insgesamt 61.810 arbeitslose Menschen (39,2 Prozent).
In den Jobcentern ist die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf um 250 (minus 0,3 Prozent) gesunken und in den Arbeitsagenturen um 301 (plus 0,5 Prozent) gestiegen. Im Vorjahresvergleich sind in beiden Rechtskreisen mehr Arbeitslose gemeldet (Jobcenter: plus 582 oder plus 0,6 Prozent; Arbeitsagenturen: plus 6.704 oder plus 12,2 Prozent).
Im langjährigen Vergleich erreicht die Arbeitslosenquote mit 7,3 Prozent den höchsten Stand in einem Februar seit 2017. Damals lag die Quote im Februar bei 7,6 Prozent.
Von den 157.538 Arbeitslosen in Sachsen suchen 71.483 eine Beschäftigung als Fachkraft (inkl. Spezialisten und Experten) und 81.083 als Helfer.
Unterschiedliche regionale Entwicklung der Arbeitslosigkeit
Innerhalb der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf unterschiedlich.
Die kräftigsten Anstiege der Arbeitslosigkeit gibt es in Zwickau (plus 0,7 Prozent), in Nordsachsen (plus 0,5 Prozent) und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (plus 0,4 Prozent).
Geringste Arbeitslosenquote im Landkreis Meißen
Durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit erhöhen sich auch die Arbeitslosenquoten. Dabei reicht die Spanne der Arbeitslosenquoten im Februar 2026 von 5,9 Prozent im Landkreis Meißen bis 9,9 Prozent in der Stadt Chemnitz.
Ranking der Arbeitslosenquoten im Februar 2026 (in Prozent):
- Meißen 5,9
- Sächs. Schweiz-Osterzgebirge 6,0
- Erzgebirgskreis 6,1
- Mittelsachsen 6,2
- Bautzen 6,2
- Vogtlandkreis 6,6
- Zwickau 6,6
- Leipzig 6,7
- Dresden, Stadt 7,3
- Nordsachsen 7,5
- Leipzig, Stadt 9,0
- Görlitz 9,2
- Chemnitz, Stadt 9,9
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (svB): Rückgang zum Vorjahr
Im Dezember 2025 waren in Sachsen nach jüngsten Hochrechnungen 1.628.00 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren rund 9.500 weniger als im November 2025 und 16.100 weniger als im Dezember 2024 (minus 1,0 Prozent).
Innerhalb der einzelnen Branchen entwickelt sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung jedoch verschieden. So gibt es im Vorjahresvergleich den kräftigsten Beschäftigungsaufbau in den Branchen:
1. Gesundheitswesen-(plus 3.000)
2. Heimes und Sozialwesen-(plus 2.900)
3. sonstige wirtschaftliche Dienstleister (ohne ANÜ)-(plus 600)
4. Bergbau, Energie- u. Wasserversorg., Entsorgungswirtschaft-(plus 200)
5. Gastgewerbe-(plus 200)
Beschäftigungsrückgänge sind von Dezember 2024 auf Dezember 2025 in konjunkturnahen Bereichen zu verzeichnen:
1. Verarbeitendes Gewerbe-(minus 9.900)
2. Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit)-(minus 4.400)
3. Handel, Instandhaltung, Rep. von Kfz-(minus 3.400)
4. Erziehung und Unterricht-(minus 1.700)
Arbeitskräftenachfrage: 30.700 freie Stellen
Im Februar 2026 haben die sächsischen Betriebe insgesamt 6.398 freie Stellen neu gemeldet. Das waren rund 1000 mehr als im Januar (plus 19,1 Prozent) und 206 mehr als im Februar des vergangenen Jahres (plus 10,8 Prozent). Die rund 6.398 neu gemeldeten Arbeitsstellen zählen zu den niedrigsten Februarwerten der letzten 25 Jahre (niedrigster Zugang im Februar 2005 mit 5.281). Insgesamt sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern 30.681 freie Stellen gemeldet.
Dynamik: rund 55.000 An- und Abmeldungen
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es unabhängig von der wirtschaftlichen Lage viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Dabei werden Zu- und Abgänge von Arbeitslosen erfasst. So meldeten sich im Februar insgesamt 27.514 Menschen bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter arbeitslos und gleichzeitig beendeten 27.460 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.
Diese Zugänge in und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit werden auch nach Gründen unterschieden. So meldeten sich im Februar beispielsweise 9.483 Frauen und Männer aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt arbeitslos und gleichzeitig haben 7.053 eine neue Beschäftigung gefunden und konnten sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden.