Der sächsische Arbeitsmarkt im März 2026

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im März

31.03.2026 | Presseinfo Nr. 7

In Sachsen ist im März die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Insgesamt sind rund 155.800 Männer und Frauen im Freistaat ohne Arbeit. Das sind knapp 1.800 Personen weniger als im Februar und rund 5.700 mehr als im März des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, jedoch ist die klassische Frühjahresbelebung bisher ausgeblieben. Der erfreuliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist vor allem auf die intensive Unterstützung Betroffener durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter zurückzuführen und noch kein positives Signal der Wirtschaft. Denn in den vergangenen Wochen wurden viele arbeitslose Menschen mit Aktivierungsangeboten, Arbeitsgelegenheiten und Qualifizierungen gefördert. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten prägen nach wie vor den Arbeitsmarkt – was der aktuelle Nahostkrieg für mittelfristige Folgen hat, ist noch gar nicht abzusehen. Menschen die eine berufliche Veränderung erwarten, möchte ich bitten, sich frühzeitig bei ihrer Arbeitsagentur zu melden – wir sind für sie da und helfen weiter. Mit dem Blick auf Ostern hoffe ich auf positive saisonale Effekte“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).
 

Arbeitslosenzahl im März: 

155.767

Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (157.538):

-1771 oder -1,1 Prozent

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (150.104): 

+5663 oder +3,8 Prozent 

Arbeitslosenquote im März: 

7,2 Prozent

Arbeitslosigkeit: 155.767 Arbeitslose in Sachsen

Die dreizehn sächsischen Jobcenter betreuen 95.670 arbeitslose Frauen und Männer (61,4 Prozent) und die elf sächsischen Agenturen für Arbeit unterstützen im März insgesamt  60.097 arbeitslose Menschen (38,6 Prozent).

In den Jobcentern ist die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf um 57 (minus 0,1 Prozent) und in den Arbeitsagenturen um 1.713 (minus 2,8 Prozent) gesunken. Im Vorjahresvergleich sind in beiden Rechtskreisen mehr Arbeitslose gemeldet (Jobcenter: plus 251 oder plus 0,3 Prozent; Arbeitsagenturen: plus 5.412 oder plus 9,9 Prozent).

Im langjährigen Vergleich erreicht die Arbeitslosenquote mit 7,2 Prozent den höchsten Stand in einem März seit 2017. Damals lag die Quote im März bei 7,3 Prozent.

Von den 155.767 Arbeitslosen in Sachsen suchen 70.014 eine Beschäftigung als Fachkraft (inkl. Spezialisten und Experten) und 80.943 als Helfer.

Rückgang der Arbeitslosigkeit in fast allen Regionen
Mit Ausnahme von Zwickau ist die Arbeitslosigkeit innerhalb der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte im Monatsverlauf gesunken. Den kräftigsten Rückgang der Arbeitslosigkeit gab es im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (minus 2,6 Prozent), im Vogtlandkreis (minus 2,2 Prozent) und im Landkreis Leipzig (minus zwei Prozent). Nur im Landkreis Zwickau ist die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen (plus 0,7 Prozent).

Geringste Arbeitslosenquote im Landkreis Meißen
Durch den leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit haben sich in fast allen Regionen auch die Arbeitslosenquoten verändert. Aktuell reicht die Spanne der Arbeitslosenquoten von 5,8 Prozent im Landkreis Meißen und der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge bis 9,8 Prozent in der Stadt Chemnitz.

Ranking der Arbeitslosenquoten im März 2026 (in Prozent):

1.Meißen5,8
2.Sächs. Schweiz-Osterzgebirge  5,8
3.Erzgebirgskreis6,0
4.Bautzen6,1
5.Mittelsachsen6,2
6.Vogtlandkreis6,5
7.Leipzig6,5
8.Zwickau6,6
9.Dresden, Stadt7,2
10.Nordsachsen7,3
11.Leipzig, Stadt8,9
12.Görlitz9,1
13.Chemnitz, Stadt9,8


Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (svB): Rückgang zum Vorjahr
Im Januar 2026 waren in Sachsen nach jüngsten Hochrechnungen 1.613.200 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 14.300 weniger als im Dezember 2025 und 17.900 weniger als im Januar 2025 (minus 1,1 Prozent).

Innerhalb der einzelnen Branchen entwickelt sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung jedoch verschieden. So gibt es im Vorjahresvergleich den kräftigsten Beschäftigungsaufbau in den Branchen:

1.Heime und Sozialwesen(plus 3.000) 
2.Gesundheitswesen   (plus 2.500) 
3.Immobilien, freiberufl., wiss. und techn. Dienstl.  (plus 1.000)


Beschäftigungsrückgänge sind von Januar 2025 auf Januar 2026 vor allem in konjunkturnahen Bereichen zu verzeichnen:
 

1.Verarbeitendes Gewerbe(minus 10.600)
2. Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit)     (minus 4.300)
3.Handel, Instandhaltung, Rep. von Kfz (minus 3.200)
4.Erziehung und Unterricht  (minus 2.700)
5.Baugewerbe (minus 1.300)


Arbeitskräftenachfrage: 31.200 freie Stellen 
Im März 2026 haben die sächsischen Betriebe insgesamt 7.103 freie Stellen neu gemeldet. Das waren 705 mehr als im Februar (plus elf Prozent) und 967 mehr als im März des vergangenen Jahres (plus 15,8 Prozent). Insgesamt sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern 31.231 freie Stellen gemeldet. Das sind 550 mehr als vor einem Monat (plus 1,8 Prozent), aber 680 weniger als im März vergangenen Jahres (minus 2,1 Prozent).

Diese und viele weitere freien Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (Jobsuche – die Jobbörse der BA) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. Aktuell sind rund 40.000 freie Stellen in der Jobbörse der BA veröffentlicht.


Dynamik: rund 57.800 An- und Abmeldungen 
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es unabhängig von der wirtschaftlichen Lage viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Dabei werden Zu- und Abgänge von Arbeitslosen erfasst. So meldeten sich im März insgesamt 28.003 Menschen bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter arbeitslos und gleichzeitig beendeten 29.773 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

Diese Zugänge in und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit werden auch nach Gründen unterschieden. So meldeten sich im März beispielsweise 9.238 Frauen und Männer aus einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt arbeitslos und gleichzeitig haben 9.168 eine neue Beschäftigung gefunden und konnten sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden.