Die Arbeitslosenzahl steigt im Juli leicht an

Jugendliche aufgepasst! Es sind noch Ausbildungsplätze mit Starttermin im Herbst gemeldet. Meldet Euch am besten gleich bei der Berufsberatung.

31.07.2026 | Presseinfo Nr. 42

Auf dem Arbeitsmarkt in der Region war in den vergangenen Wochen viel Bewegung: 2.930 Frauen und Männer haben sich neu oder erneut bei der Agentur für Arbeit oder den Jobcentern gemeldet. Dem gegenüber standen 2.729 Personen, die sich abgemeldet haben, weil sie eine Arbeit gefunden haben oder aus sonstigen Gründen. Insgesamt ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Agenturbezirk Rosenheim im Juli leicht auf 10.128 gestiegen. Damit waren 210 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III), die die Frauen und Männer umfasst, die sich im Anschluss an ein Arbeitsverhältnis bei der Arbeitsagentur melden, lag der Wert um 512 über dem Vorjahresniveau. Bei den Jobcentern, die die Kundinnen und Kunden nach dem Sozialgesetzbuch II betreuen, waren um 302 Personen weniger registriert als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat und vor einem Jahr bei 3,1 Prozent.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, erklärt zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: „Die für diese Jahreszeit übliche Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich weitere junge Menschen nach dem Abschluss einer betrieblichen Ausbildung oder der Schule über die Sommermonate bei uns melden. Die Arbeitslosenzahl ist bei der Personengruppe der unter 25Jährigen um 134 (+15,0 Prozent) auf 1.030 gestiegen“, sagt sie, und führt weiter aus: „Einige der jungen Menschen werden sich voraussichtlich in den kommenden Wochen wegen der Aufnahme eines Studiums oder dem Besuch der Fach- oder der Berufsoberschule wieder bei uns abmelden. Bei den frisch ausgelernten Fachkräften, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und nun eine neue Arbeit suchen, ist uns wichtig, diese durch Beratungsgespräche und Stellenangebote gut zu unterstützen, damit der Einstieg in eine berufliche Karriere möglichst reibungslos gelingt. In Zeiten des Fachkräftemangels sind Betriebe gut beraten, diese jungen Frauen und Männer einzustellen, um sich gut für die Zukunft aufzustellen. Ich möchte Arbeitgebende ermutigen, den jungen Fachkräften, die eine neue Stelle suchen, eine Chance zu geben. Die Erfahrung zeigt, dass sich diese und das Stammpersonal bei der Arbeit häufig positiv ergänzen. Die Ansprechpersonen des Arbeitgeberservices, die unter der kostenlosen Servicenummer 0800 4 5555 20 erreichbar sind, beraten hierzu gerne. Und sie informieren auch über Unterstützungsangebote wie eine Probearbeit, um sich gegenseitig kennenzulernen oder einen finanziellen Zuschuss bei Arbeitsaufnahme. Dieses Angebot gilt übrigens für alle Kundinnen und Kunden, die bei uns arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldet sind. Wichtig ist, dass die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllt sind.“

Dr. Cujai lädt Personalverantwortliche genauso wie Bewerberinnen und Bewerber, die bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter gemeldet sind, ein, die sicheren eService-Angebote (https://www.arbeitsagentur.de/eservices)der Bundesagentur für Arbeit zu nutzen. „So sparen Sie Wartezeiten und können die Angebote jederzeit und von überall nutzen“, erklärt sie. 

Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt

Die Agenturleiterin sagt zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt: „Junge Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz mit Starttermin im Herbst suchen, haben auch jetzt noch Chancen. In den Berufsfeldern Verkauf (Verkäuferin; Kaufmann Einzelhandel; Fachwirtin Handel) (338), Medizinischer u. Zahnmedizinischer Fachangestellter (53), Kauffrau Büromanagement (33), Industriemechaniker (32), Köchin (24), Fachkraft Lagerlogistik (22) und in vielen weiteren Bereichen sind noch Ausbildungsplatzangebote gemeldet.“ Direkt an die jungen Frauen und Männer gewandt, die ihren beruflichen Weg noch suchen, fährt sie fort: „Schreibt am besten gleich eine E-Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de, um unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater zu erreichen. Diese unterstützen bei der Suche nach dem passenden Ausbildungs- oder Studienplatz und bei der Bewerbung. Die Ausbildungsplatzangebote können auch online unter https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/ abgerufen werden.“ Abschließend spricht die Agenturleiterin die Personalverantwortlichen, die noch händeringend eine Auszubildende oder einen Auszubildenden suchen, direkt an und sagt: „Geben Sie auch den jungen Frauen und Männern eine Chance, die in der Schule vielleicht keine Überflieger waren. Häufig zeigen diese bei der praktischen Arbeit ihre Stärken und Talente. Vereinbaren Sie einfach einige Tage ein Schnupperpraktikum, um einander kennenzulernen. Wenn Sie dann feststellen, dass es eigentlich passt, sie aber noch Zweifel haben, ob es mit dem Berufsschulstoff, den Sprachkenntnissen oder auf der zwischenmenschlichen Ebene immer hinhauen wird, wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpersonen beim Arbeitgeberservice. Diese beraten über Hilfsangebote wie die „Assistierte Ausbildung (AsA)“ (https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/ausbilden/assistierte-ausbildung-betriebe).“

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent (Vormonat: 5,1 Prozent; Juli 2025: 5,0 Prozent). Derzeit sind 1.957 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kundinnen und -Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Zahl um 4 auf 1.032. Das Jobcenter Rosenheim Stadt betreut nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II 925 arbeitslose Menschen, 23 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.006 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.563 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent (Vormonat: 3,0 Prozent; Juli 2025: 3,0 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen insgesamt für den Landkreis beträgt 4.740. Hier sind 2.911 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 133 mehr als im Vormonat. Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim werden nach dem SGB II 1.829 arbeitslose Kundinnen und Kunden betreut, 5 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.800 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.900 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Juli eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent auf (Vormonat: 2,5 Prozent; Juli 2025: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.922 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.245 Männer und Frauen, 93 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 677 Betroffene, 8 mehr als im Juni, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.118 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.603 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.509 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 2,6 Prozent (Vormonat: 2,6 Prozent; Juli 2025: 2,8 Prozent) entspricht. Davon sind 1.020 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 13 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Kundinnen und Kunden nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 489 Menschen arbeitslos gemeldet, 22 weniger als im Juni. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.243 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 985 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Allgemeine Hinweise:

•           Ab Berichtsmonat Mai 2025 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

•           Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.