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Umschulung für den Traumjob

Karleen Nolte (43) wollte schon lange beruflich in einer Küche arbeiten. Nach der Geburt ihres vierten Kindes entschloss sie sich zu einer Weiterbildung. Dabei bekam sie tatkräftige Unterstützung von ihrem Jobcenter – und hatte Erfolg.

Seit zwei Jahren arbeitet Karleen Nolte bei einem Partyservice in Bottrop-Kirchhellen. Die „Gulaschkanone Konze“ bietet Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte und vieles mehr. Verkauft wird vor allem auf Wochenmärkten sowie auf Bestellung. Karleen Nolte ist in der Großküche des Partyservice „Mädchen für alles“: Sie schneidet Gemüse, kocht, putzt und spült ab.

Die abwechslungsreiche Arbeit mit 25 Wochenstunden gefällt Karleen Nolte. Vier Tage in der Küche, einmal pro Woche auf dem Markt. Zudem versteht sie sich gut mit den vier Kolleginnen und Kollegen und zwei Chefs.

Branchenwechsel nach der Kinderpause

Zu der mittlerweile unbefristeten Anstellung verhalf ihr das örtliche Jobcenter. Einige Zeit nach der Geburt ihres Jüngsten suchte sie dort nach Unterstützung. Karleen Nolte wollte beruflich ihrer großen Leidenschaft, der Gastronomie, nachgehen. Dafür hatte sie jedoch keinen passenden Berufsabschluss. In ihrer ursprünglichen Heimat Jamaika war sie nämlich Buchhalterin gewesen.

Außerdem brauchte die alleinerziehende Mutter von vier Kindern Führerschein und Auto. Nur so war sie flexibel genug, um Arbeit und Kinderbetreuung zu vereinen.

Verkaufstraining plus Fahrstunden

Es gab also mehrere Aspekte, die den Jobeinstieg erschwerten. In solchen Fällen sind die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) gefragt. In Jobcentern und Arbeitsagenturen unterstützen sie ihre Kunden vielfältig und langfristig. So auch Karleen Nolte.

„Meine zuständige Beauftragte war sehr verständnisvoll und hat meine Wünsche berücksichtigt.“ Fündig wurde die Betreuerin mit einer Weiterbildung am Bildungszentrum Bottrop. Dort begann Karleen Nolte ein Verkaufstraining. Daneben gab es Fahrstunden, beides finanziert vom Jobcenter.

Vormittags lernte sie etwas über Lagerverwaltung, Kassensysteme und Kundenservice. An manchen Nachmittagen saß sie im Fahrschulauto. Ihre Kinder waren derweil im Kindergarten, in der Schule oder bei der Tagesmutter. Die Sicherstellung der Kinderbetreuung während der Weiterbildung und bei der Arbeitsaufnahme war mit die größte Herausforderung. Auch darum kümmerte sich ihre BCA.

„Ich habe eine tolle Arbeit gefunden. Gut, dass ich dran geblieben bin und die Unterstützung des Jobcenters hatte!“

„Gut, dass ich dran geblieben bin“

Ein Bewerbungstraining gehörte ebenfalls zur sechsmonatigen Schulung. Das konnte Karleen Nolte gut für die Jobsuche nutzen. Teils recherchierte sie selbst, teils bekam sie Empfehlungen vom Jobcenter.

Schließlich konnte sie bei der „Gulaschkanone Konze“ im Vorstellungsgespräch überzeugen. Ihre Weiterbildung war zwar nicht direkt auf Gastronomie ausgerichtet gewesen, dennoch gab es Überschneidungspunkte. Kundenservice war einer davon: „Im Verkauf und beim Kochen ist Kundenzufriedenheit das Wichtigste.“