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Unterstützung von MINT-Spezialistinnen

Andrea hat während ihrer Schulzeit am Online-Mentoring-Programm für Mädchen „CyberMentor“ teilgenommen. Dabei hat ihre Mentorin sie so mit ihrer Begeisterung für Wissenschaft und Technik angesteckt, dass sich Andrea für eine Ausbildung als Chemielaborantin entschied.

Im Programm CyberMentor erhalten Schüler/innen ein Coaching von hochqualifizierten Frauen in MINT-Berufen (Bildrechte: CyberMentor)

Im weißen Laborkittel und mit Schutzbrille steht Andrea am Labortisch: Vorsichtig füllt sie eine Chemikalie in einen Testkolben um. An ihrem Arbeitsplatz im Labor eines Pharmaunternehmens ist sie für die Vorbereitung und Auswertung von chemischen Versuchsreihen zuständig. Da heißt es gründlich und vorsichtig sein. Schon in der Schule hat sich Andrea vor allem für die Fächer Chemie und Biologie interessiert.

„Meine Mentorin hat mir viel Einblick in den Berufsalltag im MINT-Bereich gegeben.“

Auf einer Informationsveranstaltung wurde dort das Programm „CyberMentor“ vorgestellt: Schülerinnen erhalten dabei ein Coaching über eine geschützte Online-Plattform von hochqualifizierten Frauen in MINT-Berufen. Diese Chance hat Andrea ergriffen: Über ein Jahr lang erhielt sie Einblick in den Berufsalltag mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). „Meine Mentorin war Bauingenieurin, das ist ja ein ganz anderes Fachgebiet als die Chemie, in der ich jetzt tätig bin“, verrät Andrea lachend. Trotzdem war es vor allem der Kontakt mit ihr, der Andrea für wissenschaftlich-technisches Arbeiten begeistert hat. „Sie hat mir immer von ihrer Arbeit berichtet und mir viel Einblick in den Berufsalltag im MINT-Bereich gegeben“, erzählt Andrea.

Mehr als nur fachlicher Rat

Auch bei schulischen Fragen oder Alltagsangelegenheiten war ihre Mentorin goldwert, berichtet Andrea: „Wir standen jede Woche im Austausch. Besonders gut war das während der Abschlussprüfungen und auch in der Bewerbungsphase.“ Ihre Mentorin konnte Andrea mit Tipps aus erster Hand für ihr Bewerbungsschreiben versorgen. Der Kontakt war so gut, dass sich die beiden auch häufiger auf einen Kaffee getroffen haben. „Und obwohl ich schon lange aus dem Programm ausgestiegen bin, könnte ich sie jederzeit anschreiben und sie würde mich sofort wieder unterstützen“, ist sich Andrea sicher.

Erste Schritte in Wissenschaft und Technik

Zielstrebig hat sich Andrea noch in der Schulzeit im Bereich Chemie nach Ausbildungen umgesehen und dabei unter anderem im BERUFENET recherchiert. Ins Beratungsgespräch bei ihrer Agentur für Arbeit ist sie schon mit dem festen Vorsatz gegangen: „Ich will Chemielaborantin werden!“ Die Berufsberatung konnte ihr einige Stellenangebote im näheren Umkreis vermitteln. Am Ende hatte sie sogar mehrere Zusagen.

Junge Forscherinnen mit Spaß und Ehrgeiz

Das Mentoring-Programm während der Schulzeit hat Andreas wissenschaftlichen Ehrgeiz geweckt: „Über die CyberMentor-Plattform ist man Teil einer großen Community von Mädchen und Spezialistinnen aus allen Bereichen“, schwärmt die junge Frau. Mit anderen Schülerinnen im Programm hat sie so z.B. erfolgreich an einem großen Chemie-Wettbewerb teilgenommen. „Das war eine tolle Erfahrung. Außerdem habe ich Grundlagen für das Programmieren kennengelernt und einfach viele gute Kontakte geknüpft“, so das Fazit der frischgebackenen Chemielaborantin.

Wissen weitergeben

Gegen Ende ihrer Ausbildung hat sich Andrea dann sogar selber als Mentorin zur Verfügung gestellt: „Es war mir wichtig, anderen Mädchen weiterzugeben, was mir selbst so geholfen hat!“

Eine klare Empfehlung hat Andrea für alle Schülerinnen ab der fünften Klasse: „Am CyberMentor-Programm kann eigentlich jeder teilnehmen, auch wenn man in den klassischen MINT-Fächern nicht extrem gut ist.“ Wichtig sei die Begeisterung und natürlich das Engagement im Kontakt mit den Mentorinnen. Bei Andrea war es der erste Schritt zu einer Ausbildung im Bereich MINT.