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"In Zeiten konjunktureller Schwäche sowie gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) durch existenzsichernde Leistungen Sicherheit und steht mehr denn je als Beraterin und Vermittlerin zur Seite. Als stabiler Anker stellen wir uns den Herausforderungen des Arbeitsmarkts.
In diesem Geschäftsbericht können Sie im Detail erfahren, was wir 2025 geschafft haben, welche Aktivitäten umgesetzt wurden und welche Geschäfts- und Rechnungsergebnisse die BA im SGBIII erzielt hat."
Unser Leben ist geprägt von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Auswirkungen von Digitalisierung, demografischem Wandel, Energiewende und anderen großen Herausforderungen spüren wir täglich. Dieser Realität müssen und wollen wir uns als Bundesagentur für Arbeit stellen.
Unsere partizipativ erarbeitete Dachstrategie „GEMEINSAM. bringt weiter“ bildet seit diesem Jahr die Grundlage eines gemeinsamen, zielorientierten Handelns in der BA bis zum Jahr 2030:
Mit diesem klaren Blick nach vorn sehen wir uns gut dafür gerüstet, die Herausforderungen von heute und morgen anzunehmen und die BA als moderne Dienstleisterin und führende Kraft für nachhaltige, innovative Arbeitsmarktlösungen in Europa zu etablieren.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer länger anhaltenden rezessiven Phase. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist nach aktuellen Schätzungen der Deutschen Bundesbank 2025 geringfügig um 0,1 Prozent gewachsen, nachdem es in den beiden Jahren zuvor geschrumpft war. Auf den Arbeitsmarkt wirkt sich die Wirtschaftsschwäche deutlich aus. So sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) im dritten Jahr in Folge gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat zwar etwas zugenommen, aber zu wenig, um den Anstieg von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zu verhindern. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitenden gab weiter nach und erreichte bei den neu gemeldeten Stellen einen historischen Tiefstand.

Im Kontext der wirtschaftlichen Schwäche sind von Oktober 2024 bis September 2025 die betrieblichen Ausbildungsstellenmeldungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter zurückgegangen. Die Bewerberzahl hat dagegen erneut zugenommen. Insgesamt standen 444.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber 477.000 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen gegenüber.
Nach wie vor ist der Markt von großen Passungsproblemen geprägt, die den Ausgleich erschweren. Dies führte im Zusammenspiel mit der schwachen wirtschaftlichen Lage dazu, dass mit 191.000 Ausbildungsaufnahmen etwa 7.000 weniger gemeldete Bewerberinnen und Bewerber als im Vorjahr eine Ausbildungsstelle gefunden haben. Im Gegenzug ist die Zahl der am 30. September 2025 unversorgt gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber mit 40.000 Personen auf dem höchsten Stand seit 2007. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen ist spürbar um 15.000 auf 54.000 zurückgegangen.
Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gehen zunehmend auseinander. Diese Entwicklung wird durch den demografischen Wandel weiter verschärft. Zusätzlich wird der Arbeitsmarkt 2025 deutlich durch das wiederholt fehlende Wachstum der Wirtschaft belastet.
Daher legt die BA ihren Fokus auf eine frühzeitige Beratung und individuelle, auf den Unterstützungsbedarf abgestellte Integrations- und Kontaktstrategie, die den Eintritt der Arbeitslosigkeit verhindern oder eine frühzeitige, zielgerichtete Arbeitsuche und Integration ermöglichen soll.

In der Situation einer ebenso angespannteren Lage auf dem Ausbildungsmarkt setzt die BA bei jungen Menschen, vor allem mit schwierigen Startbedingungen, auf eine frühzeitige individuelle und verlässliche Unterstützung auf dem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums. Die im Rahmen der Ausbildungsgarantie eingeführten oder modifizierten Förderinstrumente für junge Menschen konnten weiter etabliert werden.
Weiterführende Links zu Unterstützungsangeboten für junge Menschen.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Defizit von 4,23 Milliarden Euro (Vorjahresdefizit 0,61 Milliarden Euro). Die Einnahmen beliefen sich auf 47,81 Milliarden Euro (Vorjahr 44,61 Milliarden Euro) gegenüber deutlich gestiegenen Ausgaben von 52,04 Milliarden Euro (Vorjahr 45,21 Milliarden Euro). Nach Abrechnung der umlagefinanzierten Rücklagen für die Winterbeschäftigungsförderung und das Insolvenzgeld erhöhte sich das Defizit auf 4,62 Milliarden Euro. Dieser Fehlbetrag wurde durch die komplette Auflösung der noch verfügbaren Rücklage (einschließlich Eingliederungsrücklage) in Höhe von 3,18 Milliarden Euro sowie durch Liquiditätshilfen des Bundes ausgeglichen.
Im Geschäftsjahr 2025 hat die BA 52,04 Milliarden Euro ausgegeben und damit 6,82 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die im Haushalt vorgesehenen Ausgaben wurden um 4,24 Milliarden Euro überschritten. Aufgrund der Mehrausgaben beim Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld bei Weiterbildung, Kurzarbeitergeld und Insolvenzgeld wurden vom BMAS überplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 5,49 Milliarden Euro genehmigt. Die gesamtwirtschaftliche Schwäche führte zu einem weiteren Anstieg der Zahl der Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher. Lag diese im Jahresdurchschnitt 2024 noch bei rund 895.000, ist für 2025 ein Anstieg auf rund 999.000 Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher im Jahresdurchschnitt zu verzeichnen. Diese Zunahme und die im Durchschnitt höheren Ausgaben je Leistungsempfängerin oder Leistungsempfänger führten zu Gesamtausgaben beim Arbeitslosengeld von 26,47 Milliarden Euro (Vorjahr: 22,16 Milliarden Euro).
Die Bundesagentur für Arbeit steht für Vielfalt. Im IV. Quartal 2025 beschäftigte die BA 115.931 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit insgesamt 109 verschiedenen Staatsangehörigkeiten.
Haben Sie auch Interesse an einer Mitarbeit bei der BA?
| Kräfteart | Insgesamt | Arbeitslosenversicherung sowie Dienstleistungen Grundsicherung | Grundsicherung | Familienkasse | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 101.277,40 | 102.896,10 | 55.281,80 | 56.705,50 | 39.450,10 | 39.278,50 | 6.545,50 | 6.912,00 |
| davon Dauerkräfte | 95.763,80 | 97.026,40 | 51.675,40 | 52.407,50 | 38.344,00 | 38.278,50 | 5.744,40 | 6.340,40 |
| davon befristete Kräfte | 5.514,00 | 5.869,60 | 3.606,50 | 4.298,00 | 1.106,10 | 1.000,00 | 801,10 | 571,60 |
| Anteil Dauerkräfte in % | 94,56 | 94,30 | 93,48 | 92,42 | 97,20 | 97,45 | 87,76 | 91,73 |
| nachrichtlich | ||||||||
| Studierende | 1.538,00 | 1.603,00 | ||||||
| Auszubildende | 2.215,00 | 2.304,90 | ||||||