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Europäischer Globalisierungsfonds

Der Europäische Globalisierungsfonds (EGF) hilft EU-Mitgliedsstaaten bei strukturellen Krisen, die durch die Globalisierung ausgelöst werden. Kommt es dadurch zu Massenentlassungen, unterstützt der EGF betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit individuellen Maßnahmen.

Mit den Mitteln des EGF können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Selbstständige unterstützt werden, die ihren Job aufgrund von negativen Globalisierungseffekten oder globalen Finanz- und Wirtschaftskrisen verlieren. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können gefördert werden, wenn sie infolge der Kündigung auch bei der Leiharbeitsfirma entlassen werden.

Eine Förderung ist möglich bei:

  • mindestens 500 Entlassungen innerhalb von 4 Monaten in einem Unternehmen sowie dessen Zuliefererbetrieben
  • mindestens 500 Entlassungen innerhalb von 9 Monaten in klein- und mittelständischen Unternehmen einer Branche und einer oder zwei aneinandergrenzenden Regionen
  • weniger als 500 Entlassungen in klein- und mittelständischen Unternehmen, wenn die Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaft schwerwiegend genug sind

Gefördert werden ausschließlich die entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht das Unternehmen.

Die Förderung des EGF richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen. Gefördert werden können beispielsweise:

  • Unterstützung bei der Arbeitssuche
  • Unterstützung bei der Bewerbung, zum Beispiel durch Coachings oder Workshops
  • Weiterbildungen und Qualifizierungen
  • Existenzgründung

Gefördert werden kann bis zu 24 Monate ab Antragsstellung.

Betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder Gewerkschaften können sich an die Bundesagentur für Arbeit (BA) wenden. Dies sollte möglichst frühzeitig geschehen.

Die BA informiert dann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Dort wird geprüft, ob der Antragsteller die Fördervoraussetzungen erfüllt. Das BMAS reicht dann einen Antrag bei der Kommission der Europäischen Union ein. Dieser muss von der EU-Haushaltsbehörde genehmigt werden.

Ist der Antrag erfolgreich, setzt die BA in Abstimmung mit dem BMAS die Fördermaßnahmen um.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie das zuständige Beratungsteam der BA:

Zentrale.AM41@arbeitsagentur.de