Förderung von Weiterbildung

Stärken Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens, indem Sie Ihre Beschäftigten qualifizieren. Wir unterstützen Sie, indem wir eine Weiterbildung unter bestimmten Voraussetzungen fördern.

WEITER.BILDUNG! – die Qualifizierungs­offensive

Strukturwandel, Digitalisierung, Fachkräftemangel – das sind schon heute große Herausforderungen für Unternehmen. Für die Zukunftsfähigkeit Ihres Betriebes sollten Sie jetzt die Weichen stellen: Entwickeln Sie das Potenzial Ihrer Beschäftigten in Richtung der Anforderungen von morgen.

Wir beraten und unterstützen Sie dabei im Rahmen von WEITER.BILDUNG!

WEITER.BILDUNG! bedeutet für Ihr Unternehmen Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung durch ...

  • eine Qualifizierungsberatung, die individuell auf Ihr Unternehmen abgestimmt ist.
  • Förderleistungen wie die Übernahme von Lehrgangskosten und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt.
  • Förderung, wenn geringqualifizierte Beschäftigte einen Berufsabschluss nachholen.
  • erweiterten Zugang zu Weiterbildungsförderungen.

So profitieren Sie von WEITER.BILDUNG!

Sie möchten Ihre Beschäftigten gezielt qualifizieren. Wir beraten Sie dabei – mit unserer Expertise – individuell und vor Ort. Mit unserem Beratungsangebot unterstützen wir Sie bei

  • der Analyse Ihrer aktuellen Personalstruktur. Daraus leiten wir Empfehlungen für Ihre Personalplanung ab.
  • der Identifizierung von Entwicklungspotenzialen Ihrer Beschäftigten und der Ermittlung von konkretem Weiterbildungsbedarf.
  • der Planung Ihrer Qualifizierungsmaßnahmen und deren Umsetzung.
  • der Beantragung der Förderleistungen.
  • der Qualifizierung Ihrer Beschäftigten während Kurzarbeit.

Am Ende unserer Beratung steht ein Weiterbildungskonzept, das genau auf den Bedarf Ihres Betriebes zugeschnitten ist.

Für eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit steht Ihnen beim Arbeitgeber-Service eine persönliche Ansprechpartnerin oder ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kontaktdaten des Arbeitgeber-Services finden Sie am Ende dieser Seite.

So kann mit WEITER.BILDUNG! gefördert werden

Die Weiterbildung Ihrer Beschäftigten kann durch teilweise oder vollständige Erstattung der Lehrgangskosten sowie durch Zuschüsse zum Arbeitsentgelt gefördert werden.

Folgende Voraussetzungen müssen für diese Förderleistungen erfüllt sein: 

  • Die Maßnahme umfasst mehr als 120 Stunden.
  • Die Maßnahme sowie ihr Träger sind für die Förderung zugelassen.

Damit Sie Schulungen an die Bedürfnisse Ihres Betriebes anpassen können, ist es für die Förderung unerheblich, ob sie in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend durchgeführt werden.

Mehr Zuschüsse zu den Lehrgangskosten

Unter 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kleinstunternehmer)

Bis zu 100% Kostenerstattung

Bis zu 100% ab 45 Jahren und für schwerbehinderte Menschen

Unter 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kleine und mittlere Unternehmen)

Bis zu 50% Kostenerstattung

Bis zu 100% ab 45 Jahren und für schwerbehinderte Menschen

Ab 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Größere Unternehmen)

Bis zu 25% Kostenerstattung

Ab 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Große Unternehmen)

Bis zu 15% Kostenerstattung

Mehr Zuschüsse zum Arbeitsentgelt (während der Weiterbildung)

Unter 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kleinstunternehmer)

Bis zu 75% Kostenerstattung

Bis zu 100% bei fehlendem Berufsabschluss und berufsabschlussbezogenen Weiterbildungen

Unter 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kleine und mittlere Unternehmen)

Bis zu 50% Kostenerstattung

Bis zu 100% bei fehlendem Berufsabschluss und berufsabschluss­bezogenen Weiterbildungen

Ab 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Größere Unternehmen)

Bis zu 25% Kostenerstattung

Bis zu 100% bei fehlendem Berufsabschluss und berufsabschlussbezogenen Weiterbildungen

Ab 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Große Unternehmen)

Bis zu 25% Kostenerstattung

Bis zu 100% bei fehlendem Berufsabschluss und berufsabschluss­bezogenen Weiterbildungen

BIS ZU 15 % HÖHERE ZUSCHÜSSE FÜR JEDE BETRIEBSGRÖSSE

Plus 5 % bei Qualifizierungsvereinbarungen der Sozialpartner
Plus 10 % bei erhöhtem Weiterbildungsbedarf in Ihrem Betrieb
Plus 15 % bei Qualifizierungsvereinbarungen und erhöhtem Weiterbildungsbedarf

Sammelantrag: ein Antrag für mehrere Beschäftigte

Sollen mehrere Beschäftigte Ihres Unternehmens an derselben Weiterbildung teilnehmen, müssen Sie nicht mehrere Anträge stellen. Es genügt ein Antrag ( Fachbegriff: Sammelantrag auf Förderung für mehrere Beschäftigte in einer Weiterbildung).

Den Sammelantrag können Sie online stellen – vorausgesetzt, Sie haben bereits ein BA-Benutzerkonto.

Wichtig: Lassen Sie sich vom Arbeitgeber-Service (AGS) Ihrer Agentur für Arbeit beraten, bevor Sie den Sammelantrag stellen. Die Kontaktdaten des AGS finden Sie am Ende dieser Seite.

Sammelantrag stellen

Weiterbildung während Kurzarbeit

Der Strukturwandel hat durch die Corona-Pandemie deutlich an Fahrt gewonnen. Nutzen Sie die Zeit der Kurzarbeit in Ihrem Unternehmen und machen Sie Ihre Beschäftigten fit für die Arbeit von morgen – wir unterstützen Sie dabei!

Gut zu wissen: Eine Weiterbildung, die bereits vor Beginn der Kurzarbeit begonnen wurde, muss nicht unterbrochen werden.

Endet die Weiterbildung erst nach dem Bezug von Kurzarbeitergeld, kann sie ebenfalls fortgesetzt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann in diesem Fall ein Zuschuss zum Arbeitsentgelt gewährt werden.

Wichtig: Wird für Arbeitsausfälle Kurzarbeitergeld gezahlt, kann dafür kein Zuschuss zum Arbeitsentgelt gewährt werden.

Wurde die Weiterbildung während der Kurzarbeit aufgenommen und sind alle Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld erfüllt, gilt: Für den Arbeitsausfall haben Beschäftigte Anspruch auf Kurzarbeitergeld – auch wenn sie währenddessen eine Weiterbildung machen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserer Kurzbeschreibung zur beruflichen Weiterbildung während Kurzarbeit.

Gruppe von Seminarteilnehmern bei Weiterbildung

Pandemiebedingte Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während Kurzarbeit: 

Um Betriebe während der Kurzarbeit finanziell zu entlasten, können Ihnen die Sozialversicherungsbeiträge bis zum 31. Dezember 2021 pauschaliert erstattet werden, wenn die Kurzarbeit bis 30. September 2021 begonnen hat (Dritte Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung vom 28. Oktober 2020).

Erstattet werden, wenn Kurzarbeit bis spätestens zum 30. September 2021 begonnen hat, danach:

  • 100 Prozent der SV-Beiträge bis September 2021 sowie
  • 50 Prozent SV-Beiträge von Oktober 2021 bis 31. Dezember 2021.

Ergänzende Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei Weiterbildung während Kurzarbeit (§ 106a SGB III)

Weiterbildung während Kurzarbeit wird für Betriebe attraktiver:

Bis 31. Juli 2023 wird den Betrieben für die Beschäftigten, die in Kurzarbeit sind und sich gleichzeitig qualifizieren, die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge erstattet (§ 106a SGB III). 

Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

  • Die Maßnahme dauert mehr als 120 Stunden sowie 
  • Maßnahme und Träger sind zugelassen

oder

  • die Maßnahme bereitet auf ein nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähiges Fortbildungsziel vor und der Träger ist hierfür geeignet.

Damit können Betriebe für die betroffenen Beschäftigten bei Einführung der Kurzarbeit bis zum 30. September 2021 und Qualifizierung während Kurzarbeit, zusammen mit der pandemiebedingten Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge, weiterhin bis zum 31. Dezember 2021 eine vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge erhalten. 

Ab 1. Januar 2022 entfällt eine Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge über die Kurzarbeitergeldverordnung und es werden nur noch bei Weiterbildung während Kurzarbeit 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge erstattet.

Erstattung der Lehrgangskosten:

Zusätzlich werden für während der Kurzarbeit begonnene berufliche Weiterbildungsmaßnahmen die Lehrgangskosten bezuschusst, sofern sie über 120 Stunden dauern und Maßnahme und Träger zugelassen sind. Es werden in Abhängigkeit von der Betriebsgröße, zwischen 15 Prozent und 100 Prozent erstattet.

Ausnahme: Für Maßnahmen, die auf ein nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz förderfähiges Fortbildungsziel vorbereiten, können keine Lehrgangskosten erstattet werden.

Die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen sowie die Bezuschussung von Lehrgangskosten nach § 106a SGB III endet spätestens am 31. Juli 2023.

Beratung

Wenn Sie Fragen zur Weiterbildung während Kurzarbeit in Ihrem Betrieb haben, steht Ihnen Ihr Arbeitgeber-Service gerne mit einer persönlichen Beratung zur Verfügung. Die Kontaktdaten des Arbeitgeber-Service finden Sie am Ende dieser Seite. Über die Telefonnummer werden Sie automatisch zu Ihrem zuständigen Arbeitgeber-Service vor Ort weitergeleitet.

FAQ: Antworten auf die häufigsten Fragen zur Weiterbildung während Kurzarbeit

Anspruchsvoraussetzungen

Eine Erstattung der Lehrgangskosten und Sozialversicherungsbeiträge nach § 106a SGB III ist nur dann möglich, wenn die Weiterbildung während der Kurzarbeit aufgenommen worden ist. Der Beginn der Weiterbildungsmaßnahme darf nicht vor dem individuellen Beginn der Kurzarbeit der einzelnen Arbeitnehmerin/des einzelnen Arbeitnehmers liegen.

Beispiel 1: Ein Beschäftigter/eine Beschäftigte beginnt eine Weiterbildung am 8. Juli 2021. Am 20. Juli 2021 arbeitet er/sie erstmalig verkürzt. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Erstattung nach § 106a SGB III, weil die Weiterbildung bereits vor der individuellen Kurzarbeit beginnt.

Beispiel 2: Ein Beschäftigter/eine Beschäftigte arbeitet am 6. Juli 2021 erstmals verkürzt, am 11. Juli 2021 beginnt er/sie eine Weiterbildung. In diesem Fall besteht Anspruch auf Erstattung nach § 106a SGB III, weil die Weiterbildung erst nach der Kurzarbeit beginnt.

Eine Weiterbildung beginnt mit dem Tag, an dem die erste Unterrichtsveranstaltung der Maßnahme beginnt. Das ist auch dann der Fall, wenn Beschäftigte aus triftigen Gründen (zum Beispiel Krankheit) nicht an dieser ersten Unterrichtsveranstaltung teilnehmen können. Reguläre Arbeit (zum Beispiel wegen eines kurzfristigen Auftragseingangs) zählt dabei nicht als triftiger Grund.

Mit Antrag Kug 107 beziehungsweise 307 werden die Anspruchsvoraussetzungen des § 106a Abs. 1 SGB III für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgefragt, die an einer während Kurzarbeit begonnenen beruflichen Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen (werden). Der Nachweis zu Zulassung, Dauer und Beginn der Maßnahme erfolgt mit dem Maßnahmezertifikat. Dies erhalten Sie von dem Maßnahmeträger.

Fördermöglichkeiten

Nach § 82 Abs. 9 SGB III können Weiterbildungen, die während Kurzarbeit beginnen explizit nicht über § 82 SGB III gefördert werden, hier ist nur eine Förderung nach § 106a SGB III möglich.

Lediglich bei der abschlussorientierten Weiterbildung von Geringqualifizierten können Arbeitgeber zwischen einer individuellen Förderung nach § 81 Abs. 2 SGB III und der betrieblichen Förderung nach § 106a SGB III wählen.

Auch eine Förderung nach § 81 Abs. 1 von von Arbeitslosigkeit Bedrohten ist während der Kurzarbeit möglich.  

Abhängig vom individuellen Bedarf des Betriebes kann es sinnvoll sein, anstatt einer Qualifizierung nach § 106a SGB III während Kurzarbeit eine Qualifizierung nach § 82 SGB III ohne gleichzeitige Kurzarbeit durchzuführen. Zu Vor- und Nachteilen berät der zuständige Arbeitgeber-Service. 
 

Bei einer Förderung nach § 106a SGB III ist ein Arbeitsentgeltzuschuss nach dem Ende der Kurzarbeit nicht möglich.

Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge und der Lehrgangskosten nach § 106a SGB III erfolgt beim Bezug von Kurzarbeitergeld bis zum vorzeitigen Abbruch beziehungsweise bis zur Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme, längstens bis zum 31. Juli 2023.

Erstattung Sozialversicherungsbeiträge

Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge ist sowohl an die Dauer der Teilnahme an der Weiterbildung als auch an den Bezug von Kurzarbeitergeld gebunden.

Ein Anspruch auf Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge nach § 106a Abs.1 SGB III besteht nur für Monate mit einer Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme. Bei weiterem Bezug von Kurzarbeitergeld nach dem Auslaufen einer Weiterbildungsmaßnahme liegen die Voraussetzungen für die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge nicht vor. Die Erstattung nach § 106a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB III setzt die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme voraus.

Wenn eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer beispielsweise von März 2021 bis Juli 2021 Kurzarbeitergeld bezieht, die Weiterbildungsmaßnahme aber nur in den Monaten März und April 2021 liegt, besteht für die Monate von Mai bis Juli 2021 kein Anspruch mehr auf die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge nach § 106a Abs.1 SGB III.

Auch bei einer Förderung nach § 81 Abs. 1 oder 2 kann der Arbeitgeber zusätzlich für die betroffenen Personen die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge erhalten, wenn die Anspruchsvoraussetzungen dafür nach § 106a Abs.1 SGB III vorliegen. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht für von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur, wenn sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben und das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt oder durch Aufhebungsvertrag aufgelöst ist.

 

Die Erstattung erfolgt unabhängig davon, ob die Weiterbildung ganz oder teilweise während der Ausfallzeit, der Arbeitszeit oder der Freizeit (zum Beispiel Wochenende) stattfindet. Neben den Voraussetzungen in § 106a SGB III ist lediglich darauf zu achten, dass die Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt wird, damit für diesen Monat auch Anspruch auf hälftige Erstattung der allein vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge besteht.

Ja, ein Anspruch auf die Leistungen des § 106a SGB III kann auch entstehen, wenn die während der Kurzarbeit begonnene Weiterbildung vor dem 1. Januar 2021 begonnen hat.