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BAplus liefert fundierte Analysen, exklusive Einblicke und aktuelle Hintergründe zu wirtschaftlichen Entwicklungen sowie rund um den Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Mittelhessen (Landkreise Gießen, Wetterau und Vogelsberg) - exklusiv für Sie aufbereitet, prägnant, präzise und entscheidungsrelevant.

 

Rückgang der offenen Stellen im zweiten Quartal 2026 auf rund 1 Million

11.09.2026
Gegenüber dem Vorquartal liegt die Zahl der offenen Stellen um 129.800 oder rund 11 Prozent niedriger. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 sank sie um 35.000 beziehungsweise rund 3 Prozent. „Mit Ausnahme der Corona-Lockdowns 2020 lag die Arbeitskräftenachfrage seit 2016 nicht mehr auf diesem niedrigen Niveau“, so IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
In Westdeutschland waren im zweiten Quartal 2026 820.400 offene Stellen zu besetzen, in Ostdeutschland 203.000. Insgesamt waren rund 81 Prozent der Stellen sofort zu besetzen, das heißt sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits unbesetzt. Der komplette Bericht.

Teilzeitquote erreicht neuen Höchstwert, Vollzeitstellen gehen zurück

11.09.2026
Die Teilzeitquote stieg kräftig um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte im zweiten Quartal 2026 mit 40,3 Prozent einen Rekordwert über der 40-Prozent-Marke. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Arbeitszeitrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.
Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent zu, gleichzeitig sank die der Vollzeitbeschäftigten um 0,9 Prozent. Dies ist zum einen auf den Beschäftigungszuwachs in Branchen mit einem hohen Teilzeitanteil wie dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht zurückzuführen. Zum anderen zeigt sich ein Beschäftigungsabbau in Branchen mit einem hohen Vollzeitanteil, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe. Der komplette Bericht.

Die regionale Arbeitsmarktlag in den Kreisen und kreisfreien Städten Hessens

64. IWAK-Regionaldatenreport erschienen (2. September 2026)
Der Hessische Regionaldatenreport stellt eine Momentaufnahme der regionalen Arbeitsmarktlagen in den Kreisen und kreisfreien Städten Hessens dar. Ausgewählte Indikatoren verdeutlichen die Auswir kungen der aktuellen Transformationsprozesse in Verbindung mit Fach- und Arbeitskräftelagen. Das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales unterstützt die Erstellung im Rah men der ESF-Förderung. Für die Darstellungen wird auf öffentliche Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zurückgegriffen. Der Report enthält Basisindikatoren zu drei Themen im regionalen Vergleich: 

  • Branchen- und qualifikationsspezifische Arbeitsmarktentwicklung 
  • Entwicklung der Arbeitslosigkeit mit differenzierter Betrachtung von SGB III und SGB II 
  • Entwicklung von gemeldeten offenen Ausbildungsstellen bzw. Bewerberinnen und Bewerbern 

Beschäftigung im Spannungsfeld von Regelung und Flexibilisierung

Auszug aus dem IAB-Betriebspanel Report Hessen 2025 (erschienen 2. September 2026): Betriebe investieren einerseits in ihre Belegschaften und versuchen, Beschäftigte an den Betrieb zu binden und dem Fach- und Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Andererseits gerät die Beschäftigung durch Strukturwandel, wirtschaftliche Krisen, Digitalisierung und die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend unter Druck. Der vorliegende dritte Report zum IAB-Betriebspanel 2025 analysiert Beschäftigung in hessischen Betrieben im Spannungsfeld zwischen Regelung und Flexibilisierung. Dabei untersucht der Report, wie sich Betriebe in Krisenzeiten mehr Flexibilität bei der Beschäftigung erschließen. Mit diesem Analysefokus werden Arbeitszeiten, Arbeitsabläufe, Tarifbindung, betriebliche Mitbestimmung sowie der Einsatz generativer KI genauer betrachtet. Der vollständige Bericht.

Fachkräfteengpässe bleiben trotz schwacher Konjunktur bestehen

Die Zahl der Berufe mit einem Fachkräfteengpass ist im Jahr 2025 erneut gesunken, bleibt aber weiter auf hohem Niveau. Das geht aus der jährlichen Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Für 2025 weist die Statistik der BA 157 Berufsgattungen mit Fachkräfteengpässen aus – sechs weniger als im Vorjahr.
„Auch wenn die Zahl der Engpassberufe erneut etwas zurückgegangen ist, bleibt die Fachkräftesicherung eine zentrale Herausforderung. Die schwache Konjunktur prägt den Arbeitsmarkt derzeit – der demografische Wandel wird ihn aber auf lange Sicht verändern. In vielen Engpassberufen sind ausländische Beschäftigte schon heute unverzichtbar. Zuwanderung wird deshalb für unseren Arbeitsmarkt weiter an Bedeutung gewinnen.“, betont die Vorstandsvorsitzende der BA Andrea Nahles. Zu den Berufen mit den stärksten Engpässen zählten 2025 weiterhin vor allem Pflege- und Gesundheitsberufe, Engpässe bestanden auch in Bau- und Handwerksberufen. Zudem werden Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Erzieherinnen und Erzieher gesucht. Komplette Information.

Regionaler Arbeitsmarkt im August vergleichsweise robust

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ist die Anzahl der Arbeitslosen gesunken. Insgesamt waren 20141 Personen arbeitslos gemeldet, 274 weniger als im Juli. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,2 Prozent, 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat.
Im August des Vorjahres waren damals 361 Menschen mehr registriert. Die Quote lag damals bei 5,3 Prozent.
„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich im August trotz verhaltener Wirtschaftslage bemerkenswert robust“, so Lou Jahn, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur Gießen, mit Blick auf die neusten Zahlen. „Der leichte Rückgang der Erwerbslosigkeit und die etwas positivere Dynamik bei den gemeldeten Stellen stimmen verhalten optimistisch. Besonders erfreulich ist, dass junge Menschen zum Spätsommer verstärkt den Einstieg in den Beruf oder eine Ausbildung gefunden haben. Auf der Nachfrageseite signalisieren die Unternehmen mit einem gewachsenen Angebot an freien Stellen eine gestiegene Einstellungsbereitschaft. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist zwar aus saisonalen Gründen leicht zurückgegangen, liegt aber nach wie vor auf einem Rekordniveau.“ Kompletter Bericht.

Arbeitsmarktbericht auf Bundesebene

Arbeitsmarktbericht auf Hessenebene

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Flaute hält an

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stagniert im August bei 99,5 Punkten. Bereits seit Jahresbeginn verharrt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit leicht unter der neutralen 100-Punkte-Marke. Das European Labour Market Barometer fällt erstmals seit vier Monaten ebenfalls wieder unter diese Marke und liegt im August bei 99,9 Punkten.
„Die Konjunktur hat sich zuletzt gefestigt, aber am Arbeitsmarkt reicht das gerade einmal, um Schlimmeres zu verhindern“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB.  Bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeigt sich wenig Bewegung: Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit liegt im August unverändert bei 99,5 Punkten. Der Ausblick ist damit zwar nicht mehr stark negativ, stagniert aber. Dagegen haben sich die Beschäftigungsaussichten im Jahresverlauf immer weiter eingetrübt: Im Vergleich zum Vormonat sinkt die Beschäftigungskomponente weiter um 0,1 Punkte und liegt nun bei 99,4 Punkten. Im Januar stand die Komponente noch bei 100,4 Punkten. „Der schleichende Abwärtstrend bei der Beschäftigung setzt sich fest“, konstatiert Weber. Kompletter Bericht.

Beschäftigte arbeiten in ihrem Erwerbsleben nur selten für einen einzigen Arbeitgeber

Im Laufe ihres Erwerbslebens arbeiten die meisten Beschäftigten für mehrere Arbeitgeber. Junge Beschäftigte im Alter von 25 bis 34 Jahren sowie Beschäftigte in der mittleren Erwerbsphase arbeiten im Schnitt für 2,7 verschiedene Arbeitgeber. Mit Beginn der späteren Erwerbsphase geht die Wechselhäufigkeit der Beschäftigten deutlich zurück: Personen im Alter von 50 bis 60 Jahren arbeiten nur für durchschnittlich 1,8 unterschiedliche Arbeitgeber. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Weniger als 40 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben in der mittleren Erwerbsphase, also im Alter von 35 bis 49 Jahren, durchgängig nur einen Arbeitgeber. 23 Prozent sind in diesem Zeitraum bei zwei Arbeitgebern beschäftigt, weitere 29 Prozent bei drei bis fünf Arbeitgebern. Neun Prozent der Beschäftigten haben sechs oder mehr verschiedene Arbeitgeber und damit einen eher unsteten Erwerbsverlauf. „Ein Arbeitgeber von der Ausbildung bis zur Rente war schon immer eher die Ausnahme“, betont Dana Müller, Leiterin des Forschungsdatenzentrums am IAB. Die Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-14.pdf

Ausbildungsstellenangebot und Übernahmen schrumpfen, weiter viele unbesetzte Stellen

Im Jahr 2025 ist die Übernahmequote von Auszubildenden auf 75 Prozent gesunken, nachdem sie 2024 mit 79 Prozent ein Rekordhoch erreicht hat. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze ist auf 30 Prozent zurückgegangen und fällt damit fünf Prozentpunkte geringer aus als in den beiden Vorjahren, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig ist das betriebliche Ausbil­dungsplatzangebot geschrumpft. Diese Verän­derungen spiegeln auch die anhaltende wirtschaftliche Schwäche Deutschlands wider. Das zeigt eine veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Kompletter Bericht.

Zahl der Arbeitslosen im Juli gestiegen

Die Anzahl der Arbeitslosen im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ist im Juli gestiegen. Insgesamt waren im abgelaufenen Monat 20415 Menschen arbeitslos gemeldet, 704 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 auf nun 5,3 Prozent.
Im Juli des Vorjahres waren damals 98 Menschen weniger registriert. Die Quote lag damals ebenfalls bei 5,3 Prozent.

„Die aktuelle Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt spiegelt die andauernde wirtschaftliche Abkühlung spürbar wider, infolge die Zahl der Arbeitslosen steigt“, kommentiert Michael Beck, Leiter der Arbeitsagentur Gießen. „Zwar führt der Ablauf von Ausbildungen im Sommer regelmäßig zu einem vorübergehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen. In diesem Jahr fällt dieser Effekt jedoch deutlicher aus als in den Vorjahren. Grund dafür ist, dass junge Menschen derzeit seltener direkt von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen werden. Gleichzeitig halten sich Unternehmen auch bei Neueinstellungen spürbar zurück, was sich in einer anhaltend niedrigen Zahl neu gemeldeter offener Stellen niederschlägt. Angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen ist vorerst nicht mit einer kurzfristigen Trendwende zu rechnen.“ Kompletter Bericht

Arbeitsmarktbericht auf Bundesebene

Arbeitsmarktbericht auf Hessenebene
 

Berufswechsel haben innerhalb von elf Jahren stark zugenommen

Der Anteil der Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres ihren Beruf wechselten, ist zwischen 2013 und 2024 um 13 Prozentpunkte gestiegen. Der Anstieg der beruflichen Mobilität ist über alle Lohnniveaus hinweg zu beobachten, fiel bei Männern aber stärker aus als bei Frauen. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
2013 übten lediglich 12 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer einen anderen Beruf aus als im Vorjahr. Die Zahl der Männer und Frauen, die ihren Beruf wechseln, ist seitdem deutlich gestiegen: 2024 lag die berufliche Mobilität bei Männern 16 Prozent über dem Niveau von 2013, bei Frauen 10 Prozent höher. „Eine hohe berufliche Mobilität kann die Transformation der deutschen Wirtschaft vorantreiben“, betont IAB-Direktor Bernd Fitzenberger. „Gerade wenn Jobs verloren gehen, bietet berufliche Mobilität die Chance von Produktivitätsgewinnen durch eine Reallokation von Arbeitskräften.“ Der gesamte Bericht.

Zahl der Beschäftigten mit Schwerbehinderung auf 1,14 Millionen gestiegen

Mehr Betriebe erfüllen ihre Beschäftigungspflicht: 39 Prozent der rund 181.000 im Jahr 2024 anzeigepflichtigen Arbeitgebenden erfüllten ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht vollständig – mehr als die Hälfte von ihnen über das vorgeschriebene Soll hinaus. Weitere 36 Prozent (rund 65.000 Betriebe) erfüllten ihre Vorgaben teilweise, während etwa ein Viertel (ca. 45.000) keine Pflichtarbeitsplätze besetzte. Die Zahl der Betriebe, die keinen schwerbehinderten Menschen beschäftigen, ist zuletzt gesunken. 
Die Öffentliche Verwaltung weist dabei die höchste Erfüllungsquote auf. Auch das Verarbeitende Gewerbe kam seiner Beschäftigungspflicht überwiegend nach; rund 82 Prozent erfüllten diese ganz oder teilweise. Auch im Gesundheits- und Pflegesektor ist die Quote überdurchschnittlich. Alle Infos dazu.

Beschäftigungswachstum wird von ausländischen Arbeitnehmern getragen

Der demografische Wandel verändert den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend. Die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften trägt maßgeblich dazu bei, die Folgen dieser Entwicklung abzufedern. Das Beschäftigungswachstum wird seit 2024 ausschließlich von ausländischen Beschäftigten getragen, während sich die Beschäftigungsentwicklung deutscher Staatsangehöriger infolge der demografischen Alterung zunehmend abschwächt.
Immer mehr Menschen scheiden altersbedingt aus dem Erwerbsleben aus, während deutlich weniger junge Menschen nachrücken. Dadurch gewinnt die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften für die Beschäftigungsentwicklung und die Fachkräftesicherung weiter an Bedeutung.
„Die Demografie verändert den Arbeitsmarkt. Die Zahl der deutschen und EU-Beschäftigten sinkt bereits. Vor allem Beschäftigte aus Drittstaaten stabilisieren den Arbeitskräftebedarf der Unternehmen. Wir brauchen Erwerbsmigration, damit Deutschlands Arbeitsmarkt weiter funktioniert“ sagt Vanessa Ahuja, Vorständin Leistungen und Internationales der Bundesagentur für Arbeit. Link zur Pressemitteilung.

Studie: Tarifverträge sind dort am seltensten, wo Beschäftigte sie am dringendsten brauchen

Beschäftigte mit den niedrigsten Löhnen sind am seltensten durch Tarifverträge geschützt. Im Jahr 2021 waren lediglich 34 Prozent der Beschäftigten im untersten Zehntel der Lohnverteilung tarifgebunden. In der Mitte der Lohnverteilung lag dieser Anteil dagegen bei mehr als 60 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Forschungsinstituts ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin).
„Besonders auffällig ist die sehr geringe Tarifbindung im Niedriglohnsektor“, sagt Bernd Fitzenberger, Direktor des IAB. „Gerade dort, wo Beschäftigte die geringste Verhandlungsmacht haben, ist die Tarifbindung niedrig.“ Ko-Autor Lutz Bellmann vom IAB ergänzt: „Das stellt eine zentrale Herausforderung für das deutsche Modell der Arbeitsbeziehungen dar.“ Der gesamte Bericht.

Report zu "Betriebliche Aus- und Weiterbildung in Zeiten von Transformation durch Strukturwandel, Wirtschaftslage, Digitalisierung und KI"

Fachkräftemangel stellt noch immer eine zentrale Herausforderung für viele Betriebe in Hessen dar. Die betriebliche Ausbildung und die betriebliche Weiterbildung wurden im IAB-Betriebspanel zur Befragung 2025 für Hessen als zentrale Strategien zur Arbeits- und Fachkräftesicherung analysiert, vor allem aber auf mögliche Effekte der Transformation durch Strukturwandel, schwierige Wirtschaftslage und Digitalisierung/KI auf Aus- und Weiterbildung untersucht. Der komplette Bericht.
Der Bericht widmet sich der Ausbildungsbeteiligung der Betriebe im Jahr 2025 und beleuchtet das Angebot und die Besetzung von Ausbildungsplätzen im Ausbildungsjahr 2024/25. Er beantwortet Fragen zur Anzahl erfolgreicher Ausbildungsabschlüsse und zur Übernahmequote im Jahr 2025, sowie den Stand der zum Befragungszeitpunkt abgeschlossenen und geplanten Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2025/26 abbildet. Überdies werden die Zusammenhänge zwischen Ausbildungsbeteiligung und KI-Nutzung bzw. betrieblichen Kündigungen untersucht. Zum Thema Weiterbildung werden die Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe und Beschäftigten und die Formate betrieblich geförderter Weiterbildung analysiert. Schließlich widmet sich der Bericht der Frage, inwieweit Weiterbildungen während der Arbeitszeit stattfinden, und nimmt die Kostenübernahme durch Betriebe und Beschäftigte in den Blick.

Künstliche Intelligenz (KI) killt Jobs?

Die aktuelle Debatte um Künstliche Intelligenz, die jüngst auch durch prominente Beiträge von Elon Musk und auch Investors Carsten Maschmeyer auf X befeuert wurden, rückt die Beständigkeit handwerklicher Berufe wie beispielsweise der Zimmerei wieder verstärkt in den Fokus. Während digitale Systeme viele Aufgaben in Büroberufen übernehmen können, bleibt das Handwerk als physische und individuelle Kernkompetenz absehbar unersetzlich. Diese Einschätzung teilt auch die Arbeitsagentur in Mittelhessen. Denn erkennbar ist, dass die Nachfrage nach echten Fachkräften in der Region kontinuierlich hoch bleibt. Michael Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gießen, betont in diesem Zusammenhang: „Wir beobachten eine Verschiebung der Anforderungsprofile. Komplexe, praktische Arbeit im Handwerk bleibt auch in den nächsten Jahren eine entscheidende menschliche Kernkompetenz. Wer heute eine handwerkliche Ausbildung absolviert, wählt einen der stabilsten Karrierewege für die Zukunft und trägt maßgeblich zur Gestaltung unserer regionalen Infrastruktur bei.“ Untermauert wird diese Sichtweise durch aktuelle Analysen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die zeigen, dass handwerkliche Tätigkeiten aufgrund ihrer Unvorhersehbarkeit und körperlichen Komponente ein deutlich geringeres Risiko zur Automatisierung aufweisen als klassische Verwaltungsjobs. Auch das europäische Mobilitätsportal EURES identifiziert den deutschen Bausektor und das Handwerk weiterhin als Bereiche mit dem größten Fachkräftebedarf, was die hervorragenden Zukunftsaussichten für unsere Betriebe und deren Nachwuchs unterstreicht.

Ein Drittel der Abgewanderten nennt Bürokratie als Abwanderungsgrund

In der ersten Welle des International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) äußerten rund drei Prozent der Eingewanderten Pläne, Deutschland zu verlassen. Die Ergebnisse der Folgebefragung, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag veröffentlichte, zeigen nun: 2,6 Prozent (hochgerechnet 260.000 Personen) der betrachteten Eingewanderten haben Deutschland bis zur zweiten Befragungswelle verlassen. Aufwändige bürokratische Prozesse waren dabei nach partnerschaftlichen und familiären Gründen der zweithäufigste Grund für den Wegzug. Die komplette Studie ist abrufbar unter: https://doku.iab.de/kurzber/2026/kb2026-10.pdf

Spürbarer Aufschwung am Arbeitsmarkt bleibt aus

Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen im Juni leicht gestiegen. Im abgelaufenen Monat waren insgesamt 19711 Menschen arbeitslos gemeldet, 80 mehr als im Mai. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,1 Prozent.
Im Juni des Vorjahres waren damals acht Menschen mehr registriert. Die Quote lag damals ebenfalls bei 5,1 Prozent.

„Der regionale Arbeitsmarkt stagniert im Juni auf dem Niveau der Vormonate“ sagt Michael Beck, Leiter der Arbeitsagentur Gießen, mit Blick auf die neusten Statistiken. „Ein spürbarer Aufschwung bleibt angesichts der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Flaute und der spürbaren Unsicherheit in den Unternehmen weiterhin aus. Die Betriebe agieren bei Neueinstellungen vorsichtig. Das zeigt sich besonders bei Jugendlichen, die aktuell den Einstieg in den Beruf suchen. Lediglich die Gruppe der älteren Arbeitnehmer konnte in diesem Monat leicht profitieren. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen signalisiert der etwas gestiegene Stellenbestand eine Nachfrage nach Arbeitskräften. Um dieser Entwicklung aktiv zu begegnen, setzt die Arbeitsagentur Gießen verstärkt auf den Ausbau beruflicher Weiterbildungen und die gezielte Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen.“ Kompletter Bericht.
 

Jeder vierte Ausbildungsplatz bleibt unbesetzt

Der aktuelle Report (Juni 2026) des IAB-Betriebspanels 2025 zeigt, dass die wirtschaftliche Lage in Hessen Auswirkungen auf die Ausbildung und Weiterbildung hat. Nur etwa jeder vierte Betrieb in Hessen bietet Ausbildungsplätze an, was einen neuen Tiefstwert darstellt. Gleichzeitig bleibt fast jeder vierte Ausbildungsplatz unbesetzt, während die Übernahmequote nach der Ausbildung einen neuen Höchststand erreicht hat. Die Ausbildungsbeteiligung ist insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben rückläufig, während größere Unternehmen eine höhere Ausbildungsbeteiligung aufweisen. Die Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe hat im ersten Halbjahr 2025 wieder zugenommen, insbesondere bei Betrieben, die generative Künstliche Intelligenz nutzen. Externe Kurse, Lehrgänge und Seminare sind das am häufigsten geförderte Weiterbildungsformat. Die Ergebnisse des Reports zeigen, dass die Politik und die Wirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen müssen, um die Ausbildung und Weiterbildung in Hessen zu fördern und die Zukunftsfähigkeit des Landes zu stärken. Das komplette IAB-Panel.

Entwicklung der Industriebeschäftigung - Studie der Bertelsmann Stiftung

Der aktuellen Studie ist zu entnehmen: Die Industrie ist ein zentraler Pfeiler des deutschen Wirtschaftsmodells. Sie steht für Wertschöpfung, Exportstärke und gut bezahlte Beschäftigung in vielen Regionen. Zugleich gerät dieses Modell zunehmend unter Druck – durch verschärften internationalen Wettbewerb und Transformationsanforderungen. Die neue Studie „Entwicklung der Industriebeschäftigung“ aus der Veröffentlichungsreihe „Industriedynamiken in Deutschland“ zeigt, wie der Strukturwandel den Arbeitsmarkt verändert. Eine umfassende Auswertung verschiedener Arbeitsmarktindikatoren macht deutlich, wie sich die Industriebeschäftigung zuletzt entwickelt hat und was das für Beschäftigte und Regionen bedeutet. 

Auszug aus dem Ergebnis für den Landkreis Gießen: Auch in Gießen hat sich die Bedeutung der Industrie am Arbeitsmarkt verändert. Im Jahr 2014 lag der Anteil der Beschäftigten in der Industrie an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region bei 19,3 Prozent. Bis 2024 sank dieser Anteil auf 17,4 Prozent. Damit liegt der Industrieanteil an der Gesamtbeschäftigung in Gießen im Jahr 2024 unter dem Deutschlandwert von 19,3 Prozent. Link zum Jobmonitor.

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Der Arbeitsmarkt schrumpft

Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stagniert im Juni bei 99,6 Punkten. Die Komponente zur Vorhersage der Beschäftigung liegt erstmals außerhalb der Pandemie im negativen Bereich. Damit machen sich die Folgen des demographischen Wandels am Arbeitsmarkt zunehmend bemerkbar. Das European Labour Market Barometer tritt auf der Stelle und liegt im Juni den dritten Monat in Folge bei 100,1 Punkten.

Die Beschäftigungskomponente in Deutschland sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte und befindet sich somit unter der neutralen Marke von 100 Punkten bei 99,9 Punkten. „Die jahrelange Wirtschaftsschwäche und die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Konflikte sowie die rückläufige Migration und das schrumpfende Arbeitskräftepotenzial setzen die Beschäftigung von verschiedenen Seiten unter Druck“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit hingegen setzt ihre Aufwärtsentwicklung Richtung 100 fort und steigt um 0,2 Punkte auf 99,3 Punkte im Juni. Der komplette Bericht.

Wetterauer Weiterbildungsmesse für alle

Die Weiterbildungsmesse Wetterau findet am 23. Juni in der Stadthalle Friedberg statt. Die Messe bietet eine zentrale Anlaufstelle für alle, die sich beruflich neu orientieren oder ihre Qualifikationen anpassen möchten. Regionale Bildungsträger präsentieren ihre Qualifizierungsangebote, die von technischen Schulungen bis hin zu kaufmännischen Umschulungen reichen. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Wetterau sind vor Ort vertreten, um über Förderinstrumente wie das Qualifizierungsgeld oder den Bildungsgutschein zu informieren. Die Messe richtet sich an Arbeitsuchende, Beschäftigte und Unternehmen, die ihre Belegschaft weiterbilden möchten. Die Veranstaltung ist kostenlos und erfordert keine Anmeldung. Die Messe bietet eine gute Gelegenheit, persönliche Potenziale mit den Anforderungen des Marktes abzugleichen und gezielte Weiterbildung zu erhalten. Durch die Kooperation der beteiligten Institutionen bietet der Tag einen kompakten Überblick über die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten im Wetteraukreis. Alle Infos.

Schnell Mitarbeitende finden: Die Bewerberbörse

Die Bewerberbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist eine Plattform, auf der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammengebracht werden. Hier können Arbeitgeber ihre Stellenangebote einstellen und Bewerber ihre Bewerbungsunterlagen und Profile hinterlegen. Die Bewerberbörse bietet eine umfassende Suche nach Stellenangeboten und Bewerbern, um den passenden Kandidaten oder die passende Stelle zu finden. Arbeitgeber können ihre Stellenangebote kostenlos einstellen und Bewerber können ihre Profile und Bewerbungsunterlagen kostenlos hinterlegen. Die Bewerberbörse ist ein wichtiger Teil der Dienstleistungen der BA, um Arbeitssuchenden und Arbeitgebern zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Durch die Nutzung der Bewerberbörse können Arbeitgeber und Arbeitnehmer effizient und einfach miteinander in Kontakt treten. Zur Bewerberbörse.

Wettenberger Bürgermeister wirbt für den „Mobilen Bildungspunkt“

Erstmals macht der „Mobile Bildungspunkt“ am 24. Juni zwischen 9-15 Uhr im Wettenberger Rathaus (Sorguesplatz 2, Wettenberg; Sitzungszimmer) Halt. Beschäftigte wie Arbeitgeber können an diesem Tag die Anlaufstelle für die berufliche Qualifizierung und Weiterbildung im Landkreis Gießen ohne vorherige Terminvereinbarung nutzen. Organisiert wird das Angebot von den Bildungscoaches, dem Hessencampus und der Arbeitsagentur Gießen.

„Mit dem „Mobilen Bildungspunkt“ holen wir ein wichtiges Zukunftsthema direkt zu den Menschen und Unternehmen in unserer Gemeinde.“, so Marc Nees, Bürgermeister von Wettenberg. „Weiterbildung und Qualifizierung sind entscheidende Bausteine, um Fachkräfte zu sichern, berufliche Chancen zu verbessern und unsere heimische Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Ich freue mich sehr, dass Beschäftigte sowie Arbeitgeber durch dieses niedrigschwellige Beratungsangebot unkompliziert Unterstützung rund um die berufliche Entwicklung erhalten können.“ Weitere Infos

Hintergrund
Bildungspunkte sind die lokalen Kontakt- und Anlaufstellen für alle Menschen und Unternehmen in Hessen, die Auskunft, Beratung und Unterstützung rund um die Themen berufliche Aus- und Weiterbildung und Qualifizierung suchen. Dazu haben sich im Landkreis Gießen die Bildungscoaches, der Hessencampus und die Arbeitsagentur zusammengeschlossen.
 

NEU: Der Fördercheck – In wenigen Klicks zur passenden Unterstützung

Die Personalgewinnung und Weiterbildung wird digitaler und einfacher. Mit unserem neuen Fördercheck für Unternehmen finden Sie in kürzester Zeit heraus, welche finanziellen Zuschüsse für Ihr Vorhaben infrage kommen. Zum Fördercheck.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

Schnelligkeit: In nur wenigen Minuten erhalten Sie eine erste Einschätzung.
Transparenz: Übersicht über Lohnkostenzuschüsse oder Fördermöglichkeiten bei Weiterbildung.
Direktkontakt: Im Anschluss können Sie die Ergebnisse direkt an Ihren persönlichen Ansprechpartner im AGS übermitteln.

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ist die Anzahl der Arbeitslosen zurückgegangen. Insgesamt waren 19631 Personen arbeitslos gemeldet, 633 weniger als im April (121 Personen weniger als im Mai 2025). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,1 Prozent, 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat.

„Der Mai hat positive Arbeitsmarktzahlen gebracht“, kommentiert Michael Beck, Leiter der Arbeitsagentur Gießen. „Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben alle Personengruppen profitiert, Arbeitgeber meldeten deutlich mehr neue Arbeitsstellen als im Vorjahresmonat und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bricht bereits seit Monaten die gemessenen Allzeithochs. Dennoch sollte man die Herausforderungen und Volatilitäten nicht unterschätzen. Veränderungen der globalen wirtschaftlichen Lage können auch unsere Region kurzfristig treffen, beispielsweise Lieferketten beeinflussen und Arbeitgeber verunsichern. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Lage am Arbeitsmarkt nach wie vor angespannt ist und möglicherweise auch absehbar bleibt.“ Kompletter Bericht.

BA arbeitet intern mit KI-Assistenten

Die Bundesagentur für Arbeit hat den KI-Assistenten BAKIRA eingeführt, um Mitarbeitende zu entlasten und eine effiziente, transparente und bürgernahe Verwaltung zu fördern. BAKIRA steht den Mitarbeitenden seit Februar 2026 im SGBIII, der Familienkasse und den besonderen Dienststellen zur Verfügung. BAKIRA bietet verschiedene Funktionen, wie einen Textassistenten, einen Recherche-Bot, eine Übersetzungsfunktion und einen Self-Controlling-Bot, um die Arbeit der Mitarbeitenden zu unterstützen. Der Textassistent ermöglicht die effiziente Verarbeitung von Dokumenten, der Recherche-Bot stellt gezielt Informationen aus dem BA-Wissensbestand bereit und die Übersetzungsfunktion überträgt Texte in über 40 Sprachen. Der Self-Controlling-Bot bietet Unterstützung für die Arbeit mit Anwendungen aus dem Bereich Controlling. Die Einführung von BAKIRA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer modernen, intelligent unterstützten Arbeitswelt. Die Bundesagentur für Arbeit wird den Roll-out von BAKIRA fortsetzen und weitere Optimierungen vornehmen, um das volle Potenzial dieser Technologien zu heben. Weiterführende Infos.