Auch Busse, Bahnen und Straßenbahnschienen gehen kaputt und müssen repariert werden. Dann sorgt Hans dafür, dass in Leipzig alles wieder reibungslos fährt. Hier berichtet er von seinem abwechslungsreichen Ausbildungsalltag.
Etwas Handfestes lernen
Nach dem Abitur startete Hans wie viele andere zunächst in ein Studium. Mit dieser Entscheidung war er aber nicht zufrieden. „Ich hatte häufig das Gefühl, dass ich da nichts Handfestes lerne. Genau das wollte ich aber gerne machen“, erinnert er sich. Dann fiel ihm eine Anzeige der Leipziger Verkehrsbetriebe ins Auge und Hans fühlte sich direkt angesprochen. Er bewarb sich für eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker und ist mittlerweile im 2. Ausbildungsjahr.
Konzentriert arbeiten bei laufendem Verkehr
Bei den Leipziger Verkehrsbetrieben ist Hans für die Instandhaltung, Reparatur und den Neubau von Metallbauteilen an Straßenbahnen, Bussen und im Gleisnetz zuständig. Spezialisiert hat er sich auf Schweißtechnik. Besonders bei der Reparatur von beschädigten Schienen muss er sich damit gut auskennen: „Manchmal trägt die Straßenbahn, wenn sie in die Kurve fährt, etwas Metall von der Schiene ab. Dieses Material schweißen wir dann wieder dran“, erklärt Hans. „Wir sind bei Wind und Wetter draußen, mitten in Leipzig. Wenn eine Straßenbahn kommt, müssen wir wieder raus aus dem Gleisbett“, erläutert Hans. Diese Arbeit findet er besonders herausfordernd: „Ich muss mich auf den kleinen Lichtbogen zum Schweißen konzentrieren, während um mich herum der Verkehr rauscht.“ Besonders im Sommer ist das Arbeiten mit der dicken Schweißer-Schutzkleidung nicht einfach.
Kreative Metallbearbeitung
Zitat:„Metall ist ein sehr vielfältiges Material. Ich finde es spannend, immer kreativ zu sein, zu überlegen: Welches Werkzeug nehme ich für dieses bestimmte Metall? Welche Technik funktioniert da am besten?“ – Hans
Die verschiedenen Schweißtechniken konnte Hans in der Lernwerkstatt des Betriebs einüben. Darüber hinaus muss er als Konstruktionsmechaniker auch weitere Arbeitstechniken wie Drehen, Fräsen, Sägen oder Bohren beherrschen, um die verschiedenen Metallteile richtig bearbeiten zu können. „Metall ist ein sehr vielfältiges Material“, sagt Hans. „Man kann so viel damit machen. Ich finde es spannend, immer kreativ zu sein, zu überlegen: Welches Werkzeug nehme ich für dieses bestimmte Metall? Welche Technik funktioniert da am besten?“
Ob verbogene Haltestangen, Griffe, Türen oder das kaputte Puppentheater der Verkehrserziehung. All das musste Hans schon reparieren. Wo früher Feuer, Amboss und Hammer eingesetzt wurden, kommen heute moderne CNC-Maschinen, Schweißverfahren und Laser-Technik zum Einsatz. „Als Konstruktionsmechaniker bin ich ein moderner Schmied“, lacht Hans.


