Arbeiten für die Gesundheit

Du willst einen sinnvollen Beruf mit Zukunft? Im Gesundheitsbereich unterstützt du Menschen medizinisch oder pflegst und betreust sie.

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Wenn du dich für eine berufliche Zukunft im Gesundheitswesen interessierst, hast du sehr gute Chancen. Hier werden dringend Fachkräfte gesucht. 

Im Berufsfeld Gesundheit geht es um medizinische Versorgung, Pflege, Therapie und Prävention und Ernährung. Du untersuchst und behandelst Menschen, pflegst und versorgst sie und unterstützt ihre Gesundheit – zum Beispiel durch Therapie, Ernährungsberatung, Hilfsmittel oder vorbeugende Maßnahmen.

Du arbeitest zum Beispiel in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflege- oder Reha-Einrichtungen sowie in Einrichtungen der Ernährungsberatung. 

Neben Ausbildungsberufen gibt es auch passende Studiengänge.

Tipp:Hinweis: Eine umfassende Liste mit allen Berufen und Studienfächern dieses Bereichs findest du im BERUFENET. Informiere dich dort zu den Berufen und Berufswegen.

Warum Berufe in diesem Bereich gefragt sind

Berufe im Gesundheitswesen sind für die Gesellschaft besonders wichtig. Du hilfst Menschen direkt und begleitest sie bei Behandlung und Genesung. Als Fachkraft bist du Teil eines Systems, das die medizinische Versorgung sicherstellt.

Wichtige Gründe für die hohe Nachfrage sind zum Beispiel:

  • Alternde Gesellschaft: Der Anteil an älteren und pflegebedürftigen Menschen in Deutschland nimmt stark zu.
  • Fachkräftemangel: Immer mehr erfahrene Fachkräfte gehen in den Ruhestand, aber es gibt nicht genug Nachwuchsfachkräfte.
  • Technischer Fortschritt: Neue medizinische Möglichkeiten erfordern gut ausgebildetes Personal.

Auch Studiengänge in diesem Bereich eröffnen vielfältige berufliche Möglichkeiten.

Diese Aufgaben erwarten dich

Die Aufgaben sind vielfältig und abwechslungsreich. Je nach Beruf übernimmst du zum Beispiel:

  • Menschen pflegen und versorgen: Du hilfst einer älteren Person beim Waschen, Anziehen und Essen und unterstützt sie im Alltag.
  • Untersuchungen durchführen und bei Diagnosen mitwirken: Du misst den Blutdruck, nimmst Blut ab oder bereitest Untersuchungen vor.
  • Behandlungen vorbereiten und unterstützen: Du bereitest Instrumente vor und unterstützt bei Behandlungen.
  • Patientinnen und Patienten beraten und informieren: Du erklärst, wie Medikamente richtig eingenommen werden.
  • Gesundheit fördern und vorbeugen: Du zeigst zum Beispiel krankengymnastische Übungen, damit Beschwerden vermieden werden, und gibst Tipps für ein gesundes Leben.
  • Ernährung planen und begleiten: Du unterstützt Menschen etwa bei der Auswahl geeigneter Lebensmittel, erstellst Ernährungspläne oder begleitest spezielle Diäten.

Arbeitsorte und Arbeitsalltag

Du arbeitest je nach Beruf in Krankenhäusern, Praxen, Pflegeeinrichtungen, Apotheken oder bei Menschen zu Hause. Dein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und verantwortungsvoll: Du hilfst Menschen, bist oft in Bewegung, arbeitest im Team und hast viel Kontakt mit Patientinnen und Patienten. Auch Schichtarbeit sowie Hygienevorschriften können dazugehören.

Tipp:Tipp: Schau dir auch im BERUFE.TV die Filme zu Ausbildungsberufen in diesem Bereich an. Sie zeigen dir typische Aufgaben, den Arbeitsalltag und erklären, was du in der Ausbildung machst.

Interessen und Kompetenzen, die hilfreich sind

Für Berufe in diesem Bereich sind vor allem diese Interessen und Kompetenzen hilfreich:

Du gehst zum Beispiel auf Patientinnen und Patienten ein, hörst ihnen zu und unterstützt sie bei ihren Anliegen.

Du führst zum Beispiel pflegerische Aufgaben aus, zum Beispiel das Positionieren von Patientinnen und Patienten.

Du kannst zum Beispiel mit schwierigen Situationen wie Notfällen oder schweren Erkrankungen umgehen.

Du erklärst zum Beispiel Behandlungen verständlich und hörst aufmerksam zu.

Du gehst zum Beispiel verständnisvoll mit kranken oder verunsicherten Menschen um.

Du hältst zum Beispiel Pflegeanweisungen genau ein, um lebensgefährdende Stürze zu vermeiden.

Wichtig:Wichtig: Du musst nicht alles von Anfang an können. Vieles lernst du erst in der Ausbildung oder im Studium.

Wege in das Gesundheitswesen

Es gibt verschiedene Wege in dieses Berufsfeld.

Ein Praktikum hilft dir, den Arbeitsalltag kennenzulernen und herauszufinden, ob der Beruf zu dir passt. Mehr Informationen findest du hier: Praktikum: Alles, was du wissen musst

Du arbeitest im Betrieb und besuchst die Berufsschule.

Typische Berufe sind zum Beispiel:

  • Kaufmann/-frau – Gesundheitswesen
  • Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

Viele Berufe im Gesundheitswesen sind schulische Ausbildungen. Du hast Vollzeitunterricht an einer beruflichen Schule, zum Beispiel einer Berufsfachschule und absolvierst regelmäßig Praktika.

Typische Berufe sind zum Beispiel:

  • Altenpflegehelfer/in
  • Anästhesietechnische/r Assistent/in
  • Diätassistent/in
  • Notfallsanitäter/in
  • Pflegefachmann/-frau
  • Physiotherapeut/in

Mit Berufserfahrung kannst du dich weiterqualifizieren, zum Beispiel als

  • Fachwirt/in im Gesundheitswesen
  • Zahntechnikermeister/in
  • Praxisanleiter/in

Du übernimmst mehr Verantwortung und kannst auch Führungspositionen ausüben.

Mit diesen Abschlüssen erhältst du auch die Hochschulzugangsberechtigung.

Ein Studium vermittelt dir vor allem theoretisches Wissen an einer Hochschule. Praxis sammelst du meist über Praktika. Ein duales Studium verbindet das Studium zusätzlich mit festen Praxisphasen im Betrieb.

Mögliche Studienfächer sind unter anderem 

  • Medizin
  • Pharmazie
  • Gesundheitsmanagement
  • Psychologie
  • Zahnmedizin
  • Ernährung

Nach dem Studium arbeitest du unter anderem in Kliniken oder Praxen.

Tipp:Hinweis: Du weißt noch nicht, welcher Beruf zu dir passt oder brauchst Hilfe bei der Entscheidung? Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt dich kostenlos und persönlich – bei allen Fragen rund um Ausbildung, Studium und Berufswahl. Vereinbare jetzt einen Termin.

Ausbildung für junge Menschen mit Behinderungen

Die Fachpraktiker-Ausbildung ist praxisorientiert und hat weniger Theorieanteile. Sie eignet sich besonders für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf. Nach dem Abschluss kannst du eine Ausbildung in einem passenden anerkannten dualen Ausbildungsberuf beginnen. Du möchtest mehr über die Fachpraktiker-Ausbildung erfahren? Sieh dir die Liste der Ausbildungen mit weniger Theorie an.

Wichtig:Wichtig: Du brauchst wegen einer Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkung besondere Unterstützung? Die Beratung für berufliche Rehabilitation und Teilhabe (Reha-Beratung) hilft dir, den passenden Beruf und die richtige Förderung zu finden. Vereinbare jetzt einen Termin.

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