Simona öffnet den Computer und prüft ihre E-Mails. Danach plant sie Termine und bearbeitet Unterlagen. Die 22-Jährige macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Die Ausbildung ist im Rahmen einer außer-betrieblichen Berufs-Ausbildung (BaE). Das heißt: Die praktischen Dinge lernt sie nicht im Betrieb, sondern bei einem Bildungs-Träger. Trotzdem macht sie am Ende den gleichen Abschluss wie in einer betrieblichen Ausbildung.
Warum ich mich für die BaE entschieden habe
Ich hatte keinen Ausbildungs-Platz. Deshalb habe ich eine Berufs-vorbereitende Bildungs-Maßnahme für Menschen mit Behinderungen gemacht. Man nennt das auch BvB-Reha. Ich habe verschiedene psychische Erkrankungen. Die BvB-Reha hat daher gut zu mir gepasst. Ich habe sie bei einem Bildungs-Träger gemacht.
Ich wollte im Büro arbeiten. Deshalb habe ich da 2 Praktika gemacht. Dadurch habe ich die Azubis und Lehrer schon kennengelernt. Jetzt mache ich meine Ausbildung bei genau diesem Bildungs-Träger.
Mit meinen psychischen Erkrankungen ist eine reguläre Ausbildung im Betrieb für mich zu anstrengend. Deshalb habe ich mich für die BaE entschieden.
So sieht mein Alltag aus
Jeden Montag und Dienstag habe ich Berufs-Schule. Den Rest der Woche bin ich beim Bildungs-Träger. Dort besprechen wir die Themen aus der Berufs-Schule noch einmal. Wenn ich etwas nicht verstanden habe, kann ich nachfragen. Außerdem lerne ich die Computer-Programme kennen. Die brauche ich für die Büro-Arbeit.
Alle bekommen täglich Aufgaben, zum Beispiel Kontrolle des Büro-Materials oder Sekretariats-Dienst. Unsere Lehrerin verteilt die Aufgaben. Bis zum Feierabend müssen wir sie erledigt haben.
Die Unterstützung hilft mir sehr
Ich arbeite Teil-Zeit, weil ich nach 3 oder 4 Stunden Arbeit oft völlig erschöpft bin. Meinen Arbeits-Tag beende ich nur mit großer Mühe. Meine Stimmung ist dann auch nicht gut.
Da hilft es mir, dass man hier auf mich eingeht. Eine Pädagogin unterstützt mich, wo sie kann. Wir überlegen gemeinsam, wie ich meinen Arbeits-Tag schaffen kann. Ich habe auch Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten. Auch darüber kann ich mit ihr reden.
Zitat:„Alle haben ihre Probleme und so wird der Arbeits-Alltag auf jeden Einzelnen abgestimmt. Wir werden aber nicht verhätschelt, sondern gefördert und „gepusht“. Und wenn wir Hilfe brauchen oder einfach nur reden möchten, haben wir immer einen Ansprech-Partner. Die Dozenten hier sind sehr tolle Menschen, bei denen man sich wirklich verstanden fühlt.“ – Simona


