Tipps zum Studienstart

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Alles ist neu und voller Chancen: Der Studienbeginn ist aufregend. Hier bekommst du Tipps, wie du gut ins Studium startest und den Alltag an der Hochschule entspannt meisterst.

Ankommen und Kontakte knüpfen

In deinen ersten Wochen im Studium geht es vor allem darum, an der Hochschule anzukommen und deinen Platz zu finden. Aber wie?

  • Nutze Social Media als Einstieg: Neben WhatsApp-Gruppen gibt es bei Snapchat eigene Hochschul-Communities, in denen du Studierende deiner Hochschule findest, Campus-Storys siehst und schnell ins Gespräch kommst. Auch Instagram, Discord oder Semester-Chats helfen dir dabei, Treffen, Lerngruppen oder Events zu organisieren.
  • Geh zu Erstsemesterveranstaltungen und Kennenlernaktionen: Die Orientierungswoche – auch O-Woche an der Hochschule genannt – ist der perfekte Startpunkt, um dich mit Campus und Fachschaften vertraut zu machen. Außerdem kannst du so direkt zu Beginn deines Studiums neue Leute kennenlernen.
  • Suche nach Buddy-, Tutoren- oder Mentoring-Programmen: Viele Hochschulen vermitteln dir erfahrene Studierende, die dich in den ersten Wochen begleiten – allein oder in einer Gruppe mit anderen Erstis.

Tipp:Info: Nicht jede Person will von Anfang an Teil einer großen Gruppe sein – das ist okay. Entscheide einfach selbst, was du brauchst, um dich im Studienleben wohlzufühlen.

In diesem Podcast erzählt Ricardo, wie er den Studienstart erlebt hat, welche Hürden er meistern musste und welche Tipps er Erstsemestern mitgeben würde.

Jingle: abi» – dein Podcast für die Berufsorientierung.

abi»: Was erwartet dich, wenn du ein Studium beginnst? In dieser Folge des abi» Podcasts spreche ich mit Ricardo über seine ersten Tage an der Hochschule. Er studiert Lateinamerikanische Betriebswirtschaftslehre mit Doppelabschluss an der Münster School of Business der FH Münster und befindet sich im 2. Semester. Sein Studienstart ist also noch gar nicht so lange her und war ein, wie er es nennt, großer Schritt. Über seine ersten Eindrücke an der Hochschule, was er unterschätzt hat und was ihm zum Studienstart leichtgefallen ist und warum er alles für grundsätzlich machbar hält, erzählt er in dieser abi» Podcast-Folge. Lieber Ricardo, herzlich willkommen, schön, dich heute begrüßen zu dürfen!

Ricardo: Danke!

abi»: Wie hast du denn deine ersten Tage an der Hochschule noch in Erinnerung?

Ricardo: Natürlich waren die ersten Tage sehr, sehr aufregend. Bei mir war es ja auch verbunden mit einem Umzug, also ich komme ja ursprünglich aus der Gegend von München. Und dann natürlich die ersten Tage an der Hochschule, wo man natürlich erst mal das Gebäude kennenlernt, die ganzen Lehrkräfte und die Leute, die involviert sind, und so weiter. Dann auch die Kommilitonen, natürlich, das war auch sehr interessant. Und da kennt man natürlich keine Leute, und da ist man sehr gespannt natürlich, auf was für Leute man dann hier trifft. Dann gab es ja die Orientierungswoche, die ja auch bei den meisten sehr begehrt ist, sehr beliebt ist. Da haben wir dann auch viele coole Aktivitäten gemacht, um sich natürlich besser kennenzulernen, um die Uni kennenzulernen und die Stadt und so weiter. Ich habe es sehr, sehr gut in Erinnerung, ein sehr guter Empfang hier in Münster. War eine coole Woche, ein cooler Start!

abi»: Sehr cool! Dann hast du jetzt schon die 2. Frage, die ich an dich hätte, fast vorweggenommen. Ich wollte dich nämlich jetzt fragen, oder, ich frage dich jetzt auch direkt: Was war die erste Veranstaltung an der Hochschule, die du besucht hast?

Ricardo: Es ging los mit der Orientierungswoche, die ja 4 bis 5 Tage ging, ungefähr. Die erste Veranstaltung an sich war eine Infoveranstaltung, wo es allgemein noch mal darum ging, was den Studiengang noch mal ausmacht. Dann auch die ganzen Lehrkräfte, die vorgestellt wurden und, genau, einfach noch mal so organisatorische Dinge, die vorab geklärt werden mussten. Und danach wurde eigentlich recht viel unter uns Kommilitonen selber gemacht, sodass wir uns besser kennenlernen konnten. Und nach der ersten Woche ging es dann auch schon mit den ersten Vorlesungen los.

abi»: Was fandest du denn zu Beginn deines Studiums besonders herausfordernd?

Ricardo: Also jetzt aus persönlicher Sicht würde ich sagen, besonders herausfordernd war auf jeden Fall die Wohnungssuche. Ich glaube, das habe ich vielleicht zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Ich war nämlich noch ein halbes Jahr im Ausland davor unterwegs, und die Wohnungssuche, auch aus dem Ausland dann, gestaltet sich ja dann doch ein bisschen schwieriger. Und ich habe tatsächlich den ersten Monat hier bei einer Freundin von meiner Mutter gewohnt. Und ich musste dann während dieses ersten Monats noch eine Wohnung suchen hier in Münster. Und das parallel zu den ganzen neuen Eindrücken und zu dem Studienstart et cetera. Das war wahrscheinlich so die größte Herausforderung damals. Aber hat letzten Endes auch alles geklappt. Jetzt bin ich super angekommen hier, passt alles perfekt.

abi»: Okay, und hast du jetzt dann eine Wohnung gefunden oder eine WG? Wie hat sich das dann geklärt?

Ricardo: Mittlerweile wohne ich in einem Studentenapartment hier, also alleine auch.

abi»: Okay, hast du denn da Unterstützung bekommen bei der Wohnungssuche?

Ricardo: Ja, also, es gibt ja diverse Plattformen und auch Ansprechpartner. Aber letzten Endes geht dann auch viel über Kontakte. Natürlich, man braucht auch ein bisschen Glück und Geduld, vor allem, also, das habe ich gelernt. Also, ich habe tatsächlich, glaube ich, 1, 2 Monate dann schon hier gebraucht, bis ich dann eine Wohnung gefunden hab. Aber ja, wie gesagt, es gibt immer Lösungen, und letzten Endes findet man dann auch welche.

abi»: Okay gut. Jetzt haben wir die Herausforderungen direkt schon mal zu Beginn gehabt. Schönere Frage gleich: Was fiel dir denn leichter als erwartet?

Ricardo: Puh, leichter als erwartet. Ich denke, das ist ja schon noch mal ein großer Schritt, alleine in der fremden Stadt, bisschen weiter weg von zu Hause, hier das ganze neue Umfeld und das auch alleine zu bewerkstelligen, ist ja auch kein Selbstläufer, sag ich mal. Aber es ist dann doch recht einfach gelaufen. Also, ich denke, all die Bedenken, die man sich vorab macht, lösen sich mehr oder weniger dann schon in Luft auf. Es ist alles machbar, wirklich. Und es gibt einem natürlich auch Mut, vielleicht auch Selbstbewusstsein, dass man die Dinge ja auch alle bewerkstelligen kann. Insofern, das ist mir echt leichtgefallen, dann auch neue Kontakte hier zu knüpfen.

abi»: Okay, also, das heißt das Ankommen vor Ort und die Kontakte zu knüpfen, war leicht.
Ricardo: Genau richtig!

abi»: Sehr schön. Wenn du dich an die Zeit kurz vor deinem Studienstart erinnerst: Hattest du konkrete Erwartungen an die ersten Tage, und wenn ja, könntest du sagen, dass sie zutrafen?

Ricardo: Also, ich würde sagen, an die ersten Tage jetzt nicht konkret. Also Erwartungen insgesamt an die Stadt, an die Uni, an das Studienprogramm an sich – das auf jeden Fall. Ähm, das ist aber, denke ich, ein längerfristiger Prozess, wo sich dann herauskristallisiert, ob die Erwartungen eben zutreffen oder nicht. Und aber, da kann ich sagen, nach 2 Semestern auf jeden Fall. Die meisten Erwartungen wurden so erfüllt. Ich wurde jetzt nicht großartig überrascht bei bestimmten Inhalten, also passt alles perfekt. Für mich hätte es wirklich nicht besser laufen können, jetzt auch nach 2 Semestern.

abi»: Gibt es denn etwas, was du vor dem Studienstart gerne gewusst hättest?

Ricardo: Ja, gute Frage. Also, bei mir war der Fall ein bisschen anders: Und zwar, ich habe ja nach meinem Abitur erst mal eine Ausbildung gemacht, 2,5 Jahre als Bankkaufmann. Insofern habe ich da vielleicht auch noch mal andere Voraussetzungen gehabt als Leute, die direkt jetzt von der Schule kommen. Prinzipiell ist natürlich immer zu beachten, beim Studium an sich ist einfach viel mehr Eigenverantwortung gefragt. Das heißt, du musst einfach dich selbst, also dir deiner Verantwortung bewusst sein, diese auch wahrnehmen, und dann eben auch entsprechend dich um die ganzen Sachen kümmern. Also seien es jetzt so Sachen wie zum Beispiel, ja, du meldest dich für alle Vorlesungen an, du meldest dich für alle Prüfungen an. Du hast halt keinen, der dir über die Schulter schaut und der dich dann ständig darauf hinweist, ob du die ganzen Sachen gemacht hast, ob du auch in der Deadline bist und so weiter. Da ist schon wirklich Eigenverantwortung gefragt und auch vorausgesetzt. Aber auch da, also, wenn man sich dessen bewusst ist und, ich sage mal, sich die Sachen aufschreibt und auch im Kopf hat, dann ist es alles machbar. Da werden dann auch keine Hindernisse auftreten.

abi»: Du machst den Eindruck, als wären die Dinge grundsätzlich machbar.

Ricardo: Ja, das ist schon eine Sache, die ich auch gelernt habe. Ich meine, wahrscheinlich würde jeder, der in der Entscheidungsphase ist, gerade nach dem Abitur, nach der Schule damit konfrontiert, welche Bedenken man auch hat in Zukunft. Aber letzten Endes ist es wirklich so: Also, die meisten Bedenken, die man hat, die sind, sind alle umzusetzen, sag ich mal, und viele lösen sich auch in Luft auf. Deswegen finde ich schon, man muss auch Mut machen, auch sich zu trauen, sage ich mal, gerade im jungen Alter rauszugehen, sag ich mal, auch neue Sachen zu machen, auch aus dem Elternhaus mal rauszugehen, den nächsten Schritt zu machen, alleine auszuziehen, in eine fremde Stadt zu gehen. Also, das sind alles Sachen, die ich, wo ich jetzt im Nachhinein erst merke: Okay, das hat mir so viel gebracht und wird mir wahrscheinlich auch in Zukunft viel bringen. Ja, genau. Wahrscheinlich deswegen sage ich das immer mit dem „machbar“.

abi»: Ja, aber das ist doch cool! Du hast auch schon direkt die letzte Frage, die ich habe – ich stelle sie dir trotzdem –, fast schon beantwortet, und zwar: Welchen Tipp kannst du künftigen Erstsemestern mitgeben?

Ricardo: Gut recherchieren, vor allem auch Kontakt aufnehmen. Also das war auch eine Sache, die mir damals sehr geholfen hat: Ich habe wirklich Kontakt schon mit Professoren im Vorfeld aufgenommen, aber auch mit bereits Studierenden. Und dann, wenn man die Entscheidung getroffen hat – wie soll ich sagen: durchziehen. Die ersten paar Tage oder auch Wochen, ist es, finde ich, enorm wichtig, den Mut zu haben, aus sich rauszugehen und auch auf Leute zuzugehen, also sowohl auf Professoren als auch auf Studierende als auch auf Kommilitonen, und da schon die ersten Kontakte zu knüpfen. Weil, das wird später sehr, sehr viel Wert sein im weiteren Verlauf des Studiums. Aber auch da, wie gesagt, das wird sich alles von alleine ergeben, und da würde ich mir keinen großen Kopf machen.

abi»: Sehr cool! Ich nehme das jetzt als dein Schlusswort.

Ricardo: Perfekt.

abi»: Vielen herzlichen Dank, Ricardo, fürs Mitmachen.

Ricardo: Ja, danke dir, Corinna.

Ersti-Woche: Die wichtigsten To-dos

Ein Tipp zum Studienbeginn: Mach dich mit deinem neuen Lernort vertraut und erledige die wichtigsten Aufgaben.

Schau dir an, wo Hörsäle, Fakultäten, Mensa und Bibliothek sind. So findest du dich schneller zurecht und startest entspannter in die ersten Vorlesungen.

Du ziehst für dein Studium in eine neue Stadt? Dann mach dich nicht nur mit dem Campus, sondern auch mit deiner neuen Umgebung vertraut. Wo ist der nächste Supermarkt? Wie ist die Verkehrsanbindung? Erkundige dich auch nach Ärzten, Banken oder Sportanlagen.

Der Ausweis ist der Schlüssel zu fast allem: Bibliothek, Mensa, Semesterticket und oft auch Campus-Services. Kümmere dich frühzeitig darum, damit du alles direkt nutzen kannst.

An der Uni stellst du ihn häufig selbst zusammen, an vielen Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist er vorgegeben. Achte bei der eigenen Erstellung deines Stundenplans auf folgende Punkte:

  • Recherchiere alle für dein Semester nötigen Kurse,
  • überprüfe die Zeitfenster auf Überschneidungen,
  • plane feste Lernzeiten ein,
  • vergiss die Pausen nicht
  • und nutze Lern- oder Selbstorganisations-Apps für dein Studium. 

Hochschulsport auf dem Campus

Fast jede Hochschule bietet Sportkurse oder Aktivitäten an. Diese sind ideal, um Bewegung in den Alltag zu bringen und dabei neue Freundschaften im Studium zu knüpfen. Die Auswahl hängt von dem Angebot deiner Hochschule ab:

  • Fitnesskurse
  • Yoga oder Pilates
  • Teamsport wie Volleyball, Fußball oder Basketball
  • Outdoor-Aktivitäten wie Klettern, Wandern oder Rudern

Tipp:Tipp: Auf der Website deiner Hochschule kannst du dich meist direkt für den Hochschulsport anmelden. Die meisten Kurse sind zwar kostenpflichtig, aber deutlich günstiger als vergleichbare Angebote außerhalb der Uni.

Hochschulbibliothek clever nutzen

Bibliotheken sind weit mehr als nur Orte mit Bücherregalen – sie sind echte Lern- und Arbeitszentren für Studierende.

Alles, was du für Vorlesungen, Hausarbeiten oder Prüfungen brauchst, findest du hier. So hast du alle Materialien griffbereit und kannst effizient arbeiten.

Perfekt, wenn du dich konzentrieren oder Stoff wiederholen willst. Hier kannst du ungestört lernen und dich auf Aufgaben fokussieren.

Ideal für Teamarbeiten oder Lerngruppen. So könnt ihr gemeinsam an Aufgaben arbeiten, Ideen austauschen und Projekte effizient organisieren.

E-Books, wissenschaftliche Datenbanken, Online-Zeitschriften und Recherche-Tools helfen dir beim Studium und sparen Zeit. Nutze sie zum Beispiel für Hausarbeiten oder Referate.

Viele Bibliotheken bieten Einführungen in Literaturrecherche oder Zitierregeln – ein toller Start, um direkt effizient zu arbeiten.

Hochschulgruppen und Initiativen entdecken

Hochschulgruppen und Initiativen öffnen Türen zu neuen Perspektiven und Freundschaften. Hier sind Beispiele dafür, was du an vielen Unis finden kannst:

  • „Campusgrün“ oder Nachhaltigkeitsgruppen engagieren sich für ökologische und soziale Themen, organisieren Events und Kampagnen auf dem Campus.
  • UNICEF-Hochschulgruppen und ähnliche Initiativen setzen sich für Bildung, Menschenrechte und Charityprojekte ein.
  • ESN (Erasmus Student Network) unterstützt internationale Studierende beim Ankommen und organisiert kulturelle Events.
  • Wirtschafts-Uni-Clubs: Vernetzung mit Unternehmen, Gründern und Fachleuten
  • Fach- und Tech Clubs: praktische Erfahrung in Projekten wie Blockchain, Bioinformatik oder Produktentwicklung
  • Formula Student Teams oder Ingenieurgruppen: Bau von Rennwagen oder Prototypen, praxisnahes Technik-Erlebnis
  • Kino- oder Kurzfilmkreise: Organisation von Filmabenden oder Festivals auf dem Campus
  • Tanz , Musik  oder Theatergruppen: kreative Betätigung und Auftritte
  • Sprach- oder Kulturclubs: Vernetzung internationaler Studierender und interkulturelles Lernen

Tipp:Tipp: Mit Hochschulgruppen kannst du deine Freizeit gestalten und gleichzeitig Erfahrungen fürs Berufsleben sammeln.

Weitere Angebote der Hochschule

Neben Mensa, Bibliothek und Hochschulsport bietet deine Hochschule eine ganze Reihe weiterer Angebote. Sie erleichtern dir den Studienstart und unterstützen dich auf deinem Weg in den Beruf.

Viele Hochschulen haben eigene Career Services, die Studierende unterstützen bei

  • Bewerbungen,
  • Praktikumssuche,
  • Jobs
  • und Karriereplanung.

Im Semester gibt es an vielen Unis regelmäßige Workshops zu

  • Soft Skills,
  • Zeitmanagement,
  • Selbstorganisation,
  • wissenschaftlichem Arbeiten
  • und interkultureller Kompetenz.

Zentrale Beratungsstellen helfen dir, wenn du Fragen hast zu

  • Studienplanung,
  • Fächern,
  • Fach- oder Hochschulwechsel
  • und Doppelstudium.

Ob persönlich, telefonisch oder online: Diese Beratungen sind vertraulich und kostenlos.

Viele Hochschulen bieten zusätzlich

  • PC Pools,
  • Software Lizenzen,
  • Online Lernplattformen
  • Beratung zum wissenschaftlichen Arbeiten.

Diese praktischen Tools sind hilfreich, um effizient zu lernen und die digitalen Angebote deiner Hochschule optimal zu nutzen.

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