Anastasiia ist im 1. Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik bei der Herrmann CNC-Drehtechnik GmbH in Hohenlinden. An ihrer Ausbildung mag sie besonders die Abwechslung: Mal arbeitet sie am Computer, mal ist sie direkt im Lager unterwegs und packt selbst mit an.

Ausbildung erleben: Alltag als Fachkraft für Lagerlogistik
Inhalte der Seite:
So ist Anastasiia zu ihrem Ausbildungsplatz gekommen
Vor ihrer Ausbildung hat Anastasiia an der städtischen Berufsschule für Spedition und Touristik ein Berufsvorbereitungsjahr gemacht. Dort hat sie Praktika in verschiedenen Berufen ausprobiert. In ihrem heutigen Ausbildungsbetrieb hat sie ein Praktikum als Fachkraft für Lagerlogistik gemacht.
„Ich fand die Arbeit sofort interessant, weil sie abwechslungsreich ist und ich nicht den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitze. Außerdem war das Team freundlich“, erzählt Anastasiia. Deswegen hat sie sich für diesen Beruf entschieden.

Zwischen Wareneingang und Versand
Anastasiias Arbeitstag beginnt meistens im Warenausgang. Dort prüft sie die fertigen Bauteile, ordnet sie den richtigen Aufträgen zu und macht sie versandfertig. Sie schaut zum Beispiel, ob die richtige Menge eingepackt wird und alles zum passenden Auftrag gehört. „Das klingt erstmal einfach, aber man muss sehr konzentriert arbeiten. Wenn man einen Fehler macht, kommt die falsche Lieferung beim falschen Kunden an. Genau das macht die Arbeit spannend – ich merke dabei, dass ich Verantwortung habe“, erzählt sie.
Mittags kommt bei ihnen meistens neue Ware an. Dann prüft sie die Lieferungen, scannt die Lieferscheine ein und trägt die Waren ins System ein. „Wenn noch Zeit bleibt, gibt mir mein Ausbilder andere Aufgaben. Ich bringe zum Beispiel Bauteile mit späterem Liefertermin ins Lager und sorge dafür, dass alles am richtigen Platz liegt“, erzählt sie.
Manchmal steht auch Kommissionieren auf dem Plan: „Ich gehe durchs Warenlager, suche die richtigen Bauteile – Lagerort, Chargennummer, Menge, steht alles im System – und stelle sie für eine Lieferung an eine Kundin oder einen Kunden zusammen“, berichtet Anastasiia.

Auszubildende als Fachkraft für Lagerlogistik
„Meine Lieblingsaufgabe ist die Wareneingangsbuchung, weil es mir Spaß macht, alles genau und ordentlich zu erfassen. Außerdem finde ich es gut, dass ich dabei Verantwortung habe.“
Lernen zwischen Betrieb und Berufsschule
Anastasiia arbeitet 3 Tage pro Woche im Betrieb und geht an 2 Tagen in die Berufsschule. Dort hat sie Fächer wie Beschaffungslogistik oder Lagerlogistik, aber auch Deutsch, Englisch, Ethik sowie Politik und Gesellschaft.
Ihr gefällt die Arbeit im Betrieb besser als die Theorie in der Schule. Wenn sie etwas direkt in der Praxis macht, kann sie sich die Abläufe besser merken.
Trotzdem gibt es auch Aufgaben, die für sie noch neu sind. Reklamationsbuchungen findet sie im Moment zum Beispiel noch ziemlich kompliziert. Deshalb macht sie sie aktuell noch gemeinsam mit ihrem Ausbilder. „Ich sehe das aber nicht als Schwierigkeit, sondern als Herausforderung, die ich gerne annehme. Ich lerne jedes Mal etwas dazu und werde immer sicherer“, sagt Anastasiia.
Tipp:Tipp: Wenn du eine Behinderung oder eine Einschränkung hast, dann ist eine Fachpraktiker-Ausbildung für dich vielleicht besser geeignet. Du kannst zum Beispiel eine Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/in für Lagerlogistik machen. Beachte, dass die Fachpraktiker-Ausbildungen nicht überall angeboten werden. Wende dich bei Fragen an die Beratung für berufliche Rehabilitation und Teilhabe (Reha-Beratung). Vereinbare hier einen Termin.
Das Wichtigste zum Beruf
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an, prüfen sie und lagern sie fachgerecht ein. Außerdem organisieren sie den Versand, stellen Lieferungen zusammen und sorgen dafür, dass Waren sicher und pünktlich beim Kunden ankommen.
Duale Ausbildung in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule
3 Jahre
Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Vorausgesetzt wird in der Regel ein Hauptschulabschluss.
Eine Aufstiegsweiterbildung bietet gute Möglichkeiten, beruflich voranzukommen und Führungsaufgaben zu übernehmen – zum Beispiel durch die Weiterbildung zum/zur Logistikmeister/in.
Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium möglich, etwa ein Bachelor in Logistik oder Supply-Chain-Management.
Wichtig:Info: Du möchtest mehr über den Beruf Fachkraft – Lagerlogistik wissen? Weitere Informationen findest du im BERUFENET.

