Einblicke in den Berufsalltag als KI-Entwicklerin

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Fowzia Abida (30) entdeckte im Studium ihr Interesse an Künstlicher Intelligenz (KI). Heute arbeitet sie in der KI-Entwicklung und berichtet über ihren Weg und ihren Arbeitsalltag im Berufsfeld.

Das Studium als Grundstein

Nach ihrem Bachelorstudium in Software Engineering entschloss sich Fowzia bewusst für ein Masterstudium mit stärkerem Praxisbezug. Bei ihrer Suche stieß sie auf das Studienfach „Automotive Software Engineering“ an der Technischen Universität Chemnitz. „Es war der perfekte nächste Schritt, um mein technisches Wissen zu vertiefen und mich gleichzeitig neuen Herausforderungen zu stellen“, reflektiert Fowzia rückblickend.

Im Studium beschäftigte sie sich unter anderem mit Themen wie eingebetteten Systemen, Echtzeitsoftware und Mensch-Computer-Interaktion und entwickelte ihre Programmierkenntnisse weiter. Rückblickend hebt Fowzia vor allem die Praxisnähe hervor: „Die praktischen Projekte, bei denen man tatsächlich etwas bauen und sehen konnte, haben mir besonders gefallen.“

Auch ihre Masterarbeit erwies sich als wichtige Grundlage für ihren späteren Beruf. Darin untersuchte sie den Einsatz von Sprachmodellen zur Automatisierung von Prozessen.

Praxiserfahrung zählt viel

Bereits während ihres Studiums sammelte Fowzia Erfahrungen als Praktikantin im Bereich Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. Dadurch erhielt sie früh Einblicke in echte Entwicklungsprozesse. „Das war sehr wichtig. Praktika, Werkstudententätigkeiten und eigene Projekte vermitteln ein praxisnahes Verständnis und sind deshalb von großem Wert.“ Der Einstieg in den Beruf gelang ihr auch durch diese Erfahrungen und ihre Masterarbeit nahtlos.

So sieht ihr Arbeitsalltag aus

Heute arbeitet Fowzia als „Junior Developer AI“ bei dem Technologiedienstleister Ferchau und ist Teil eines Entwicklerteams. Sie arbeitet überwiegend remote, trifft sich aber auch regelmäßig im Büro. Ein Arbeitstag beginnt häufig mit einer kurzen Abstimmung im Team. Danach widmet sie sich ihren Aufgaben und stimmt sich bei Bedarf mit Kolleginnen und Kollegen aus der Entwicklung ab.

„Zu meinen Themen gehören unter anderem die Analyse von Anforderungen, die Implementierung oder Verbesserung von KI-Funktionen, das Testen und Bewerten von Modellergebnissen sowie die Problembehebung.“ Oft arbeitet sie dabei an konkreten Projekten, bei denen sie Vorgaben umsetzt und Lösungen weiterentwickelt. Dabei testet sie auch neue Tools und Methoden, um Modelle zu verbessern und effizienter zu gestalten. Außerdem arbeitet sie an Prompts und untersucht, wie sich Sprachmodelle verhalten.

Eine besondere Herausforderung sieht sie in der schnellen Entwicklung des Fachgebiets. Neue Technologien und Tools kommen ständig hinzu, auf die sie sich immer wieder einstellen muss.

Porträtbild von Fowzia
Fowzia Abida
(30), KI-Entwicklerin

„Ich habe gelernt, dass es in diesem Bereich völlig normal ist, nicht sofort auf alles eine Antwort zu haben. Entscheidend ist vielmehr, kontinuierlich dazuzulernen und offen für Feedback zu sein.“

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind laut Fowzia neben fachlichem Wissen besonders Neugierde und Anpassungsfähigkeit wichtig. „Das Feld entwickelt sich sehr schnell, daher ist es wichtig, wirklich Freude am kontinuierlichen Lernen zu haben.“

Fowzia hält sich durch Online-Kurse und Fachlektüre auf dem Laufenden und möchte sich künftig stärker im Bereich Sprachmodelle und KI-Agenten vertiefen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Forschung, im Produktmanagement oder in der Beratung. „Genau diese Bandbreite ist aus meiner Sicht einer der spannendsten Aspekte des Berufsfeldes.“

Interessierte ermutigt Fowzia dazu, den Weg in den Entwicklerberuf einzuschlagen. Allerdings rät sie auch, eine starke technische Grundlage aufzubauen und so früh wie möglich praktische Erfahrungen zu sammeln. „Es ist anspruchsvoll – aber definitiv lohnenswert.“

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