Nicht jeder möchte sich direkt nach der Schule für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden. Eine gute Möglichkeit, sich ohne Zeitdruck beruflich zu orientieren und trotzdem schon wertvolle Erfahrungen zu sammeln, ist der Freiwillige Wehrdienst bei der Bundeswehr.

Freiwilliger Wehrdienst (FWD)
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Was ist der Freiwillige Wehrdienst?
Der Freiwillige Wehrdienst – kurz FWD – bietet jungen Männern und Frauen die Möglichkeit, für einen befristeten Zeitraum bei der Bundeswehr zu arbeiten. Er besteht immer aus 6 Monaten Grundausbildung zum Soldaten oder zur Soldatin und einer anschließenden Dienstzeit von 1 bis 17 Monaten. Die Grundausbildung dient gleichzeitig als Probezeit. Du kannst danach frei entscheiden, ob du intensiv in eine Bundeswehrkarriere hineinschnuppern möchtest oder lediglich etwas mehr Zeit überbrücken willst.
Was bringt mir der Freiwillige Wehrdienst?
Als Soldatin oder Soldat kommt es auf Disziplin, Verlässlichkeit und Belastbarkeit an, genauso wie auf die Zusammenarbeit mit anderen. All das sind gefragte Soft Skills im späteren Berufsleben. In vielen Branchen macht sich ein Wehrdienst deshalb sehr gut im Lebenslauf.
Für viele ist der Freiwillige Wehrdienst aber auch der Einstieg in eine längerfristige Karriere bei der Bundeswehr. Als Soldat oder Soldatin auf Zeit hast du für einige Jahre einen krisensicheren Arbeitsplatz und nach Ende deiner Dienstzeit gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.
Für wen eignet sich der Freiwillige Wehrdienst?
Als FWDL, sprich: Freiwilliger Wehrdienstleistender oder Wehrdienstleistende bist du zunächst einmal vor allem Soldatin oder Soldat. Du solltest also keine Berührungsängste mit Schusswaffen haben, körperlich gesund und mindestens durchschnittlich sportlich sein. Außerdem solltest du vor militärischen Strukturen und Routinen nicht zurückschrecken. Daneben musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Du bist mindestens 17 Jahre alt.
- Du bist mindestens 1,55 m groß.
- Du hast deine Schulpflicht erfüllt.
- Du bist bereit, überall in Deutschland zu leben und zu arbeiten.
- Du besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit.
Wenn du dich für länger als 12 Monate verpflichtest, solltest du außerdem bereit sein, dich für einen gewissen Zeitraum ins Ausland versetzen zu lassen.
Tipp:Gut zu wissen: Während du in anderen Freiwilligendiensten oft nur ein Taschengeld erhältst, bekommst du im Freiwilligen Wehrdienst den sogenannten Wehrsold. Das sind von Beginn an mindestens 1.837 € brutto. Dieser Betrag steigt, wenn du verheiratet bist, Kinder hast oder befördert wirst, was schon nach wenigen Monaten der Fall sein kann. Dazu kommt ein Entlassungsgeld von 100 Euro pro Dienstmonat, wenn du den Wehrdienst verlässt.
Wie bewerbe ich mich für den Freiwilligen Wehrdienst?
Kontakt aufnehmen
Wenn du dich für den Freiwilligen Wehrdienst bewerben möchtest, solltest du zunächst einen Termin bei der Beratungsstelle der Bundeswehr vereinbaren. Dort erfährst du, worauf es in deiner schriftlichen Bewerbung ankommt, und kannst selbst Fragen stellen.
Bewerben
Erfüllst du alle Voraussetzungen, wirst du nach deiner Bewerbung zum Assessment eingeladen. Das besteht aus einer medizinischen Untersuchung, einem digitalen Test und einem Einstellungsgespräch.
Entscheiden
Wenn hier alles passt, steht vor deinem Freiwilligen Wehrdienst nur noch die sogenannte Einplanung: Gemeinsam strukturiert ihr deine Ausbildung und setzt konkrete Ziele für deine Zeit bei der Bundeswehr.
Wie läuft der Freiwillige Wehrdienst ab?
Im Freiwilligen Wehrdienst wirst du den sogenannten Mannschaften zugeteilt. Das sind die niedrigsten Dienstränge der Bundeswehr beim Heer, der Marine und der Luftwaffe. Du beginnst mit einer 3-monatigen Basisausbildung in der Kaserne, gefolgt von einer dreimonatigen Dienstpostenausbildung. Dabei lernst du, mit der Waffe umzugehen, wirst bei Marschübungen sportlich gefordert und absolvierst Lehrgänge. Dort lernst du alles, was du politisch und rechtlich über das Leben als Soldatin oder Soldat wissen musst.
Anschließend kannst du dich je nach Dauer deiner Verpflichtung spezialisieren. Im Heer zum Beispiel zur Panzerschützin oder zum Panzerschützen oder bei der Marine zur Navigationssoldatin oder zum Navigationssoldaten. Dieser Tätigkeit gehst du dann bis zum Ende deiner Dienstzeit nach.
Wie geht es nach dem Freiwilligen Wehrdienst für mich weiter?
Vielleicht entdeckst du während deines Freiwilligen Wehrdienstes, dass dir die Arbeit bei der Bundeswehr liegt. Dann kannst du dich bei entsprechender Eignung schon während deiner Dienstzeit als Soldatin oder Soldat auf Zeit verpflichten. Dann kannst du sogar eine zivile Ausbildung oder ein ziviles Studium im Rahmen deiner Dienstzeit absolvieren. Dies geht meist mit der Bedingung einher, dass du in deiner gewählten Ausbildung einige Jahr für die Bundeswehr tätig bist. Aber dass das für dich kein Problem ist, hast du dir dann ja bereits selbst bewiesen.
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