Bundesfreiwilligendienst (BFD)

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Etwas Gutes tun und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln: Mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) kannst du dich beispielsweise im sozialen, ökologischen, kulturellen Bereich oder im Sport engagieren.

Für wen ist der BFD geeignet?

Ein BFD können alle machen, die ihre Schulzeit abgeschlossen haben. Ansonsten spielen Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses in der Regel keine Rolle.

Für dich ist ein BFD interessant, wenn du … 

  • positiv:berufliche Orientierung suchst,
  • positiv:die Zeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium sinnvoll überbrücken willst,
  • positiv:erste praktische Erfahrungen sammeln willst,
  • positiv:in bestimmte Berufsfelder schnuppern möchtest,
  • positiv:deine sozialen Kompetenzen erweitern willst,
  • positiv:ein Netzwerk aufbauen möchtest.

Rahmenbedingungen

Dauer: Ein BFD kann zwischen 6 und 24 Monaten dauern. Üblich sind 12 Monate am Stück. Du kannst deinen BFD in Voll- oder Teilzeit absolvieren. 

Vergütung: Für dein ehrenamtliches Engagement erhältst du ein Taschengeld von maximal 676 Euro im Monat (Stand: 2026). Manchmal bekommst du zusätzlich Unterkunft und Verpflegung. 

Versicherungen: Während des BFD bist du automatisch Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Pädagogische Begleitung: Auf deinen Einsatz wirst du im Rahmen von Bildungs- und Seminartagen vorbereitet. Zwischendurch finden außerdem regelmäßig weitere Treffen statt, damit du dich mit anderen Freiwilligen austauschen kannst. Die Anzahl der Bildungstage hängt von der Dauer deines Einsatzes ab. Bei einer 12-monatigen Dienstdauer sind mindestens 25 Bildungstage vorgesehen. 

Einsatzgebiete und Tätigkeiten

Essen ausgeben, mit Kindern spielen oder Biotope pflegen – deine Aufgaben im BFD hängen stark von deinem Einsatzort ab. In der Regel unterstützt du die Fachkräfte in ihrem Arbeitsalltag und übernimmst einfachere Tätigkeiten. 

In diesen Bereichen kannst du einen BFD absolvieren: 

  • Sozialer Bereich: zum Beispiel in einer Kita, im Altenpflegeheim, in einer Behinderteneinrichtung, im Rettungsdienst, im Krankenhaus oder einem Obdachlosenheim

  • Umwelt- und Naturschutz: beispielsweise im Forstamt, in einer ökologischen Schutzstation oder in einem Nationalpark

  • Kultur: zum Beispiel im Theater, im Museum oder im Kulturverein

  • Bildung: zum Beispiel in der Hausaufgabenbetreuung, einem Nachhilfeprojekt oder in der offenen Ganztagsschule

  • Sport: zum Beispiel im Sportverein, im Gesundheitssport oder bei Freizeiteinrichtungen im Sportbereich

  • Integration: zum Beispiel in einem integrativen Projekt für Menschen mit Migrationshintergrund oder in der Flüchtlingshilfe

  • Zivil- und Katastrophenschutz: zum Beispiel bei der Bundeswehr

So findest du deine Einsatzstelle

Einsatzstelle suchen

Anerkannte Einsatzstellen in deiner Nähe findest du über die Einsatzstellensuche auf der Website zum Bundesfreiwilligendienst vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. 

Kontakt aufnehmen

Nimm Kontakt zu deiner Wunsch-Einsatzstelle auf und erkundige dich nach dem weiteren Ablauf. Frag am besten direkt nach einer Ansprechperson und welche Bewerbungsunterlagen sie von dir brauchen. 

Bewerben

Je nach Einsatzstelle können sich die Anforderungen an eine Bewerbung unterscheiden. Meist wird ein Lebenslauf, das letzte Zeugnis sowie ein Bewerbungsschreiben erwartet. Wichtig ist, dass du deine Motivation für den BFD gut erklären kannst. 

Entscheiden

Wirst du zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, kannst du dir direkt ein Bild von der Einsatzstelle machen. Wenn es für beide Seiten passt, steht deinem BFD nichts mehr im Weg.

Häufige Fragen zum BFD

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist auf Teilnehmende bis maximal 27 Jahre beschränkt, während es im BFD keine Altersgrenze gibt. Für das FSJ sind die Bundesländer zuständig, wohingegen der Bund für den BFD zuständig ist.

Der BFD hilft nicht direkt bei der Bewerbung, kann aber wie andere Freiwilligendienste deine Chancen auf einen zulassungsbeschränkten Studienplatz verbessern. Zum Beispiel kann ein BFD als Wartesemester gezählt werden oder dir Bonuspunkte im Auswahlverfahren verschaffen. 

Ja, Menschen mit Behinderungen können an regulären Freiwilligendiensten teilnehmen, auch mit ergänzender Assistenz oder anderen Hilfen. Unterstützung findest du bei der Koordinierungsstelle Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten.

Nein, der Bundesfreiwilligendienst kann nur in Deutschland geleistet werden. Es gibt aber auch Übergangsmöglichkeiten im Ausland

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