Übergangszeit im Ausland: Deine Möglichkeiten

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Du weißt noch nicht, was du nach der Schule studieren willst oder welche Ausbildung für dich infrage kommt? Dann könnte ein Gap Year im Ausland eine gute Möglichkeit für dich sein, deine Orientierungszeit sinnvoll zu nutzen. Dabei hast du die Wahl zwischen verschiedenen Programmen.

Internationale Freiwilligendienste

Internationale Freiwilligendienste haben – genau wie die nationalen Freiwilligendienste – einen sozialen und gesellschaftlichen Anspruch. Du engagierst dich in Projekten, die dem Allgemeinwohl dienen.

Folgende internationale Freiwilligenprogramme sind besonders gefragt:

  • Europäisches Solidaritätskorps (ESK): Das ESK ist ein Programm der Europäischen Union und wird voll gefördert. Damit ist die Teilnahme für dich kostenlos.
  • Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD): Der Internationale Jugendfreiwilligendienst ist ein weltweiter Freiwilligendienst, der vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Das heißt, ein Großteil der Kosten für den Auslandseinsatz wird für dich übernommen.
  • weltwärts ist ein Freiwilligendienst des Deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Er wird finanziell gefördert und sicher begleitet.
  • kulturweit ist der internationale Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission, gefördert vom Auswärtigen Amt. Als kulturweit-Freiwillige oder -Freiwilliger wirst du finanziell gefördert.

Weitere Infos zu den Freiwilligendiensten im Ausland bekommst du auf unserer Seite Internationale Freiwilligendienste.

Work & Travel

Eine weitere Möglichkeit für ein Gap-Year im Ausland ist das sogenannte Work & Travel. Das ist ein Mix aus Reisen und Jobben. Du kannst es in Europa in allen Ländern ohne Einschränkung machen. Außerhalb Europas geht das nur in Ländern mit Working-Holiday-Visum.

Typische Tätigkeiten im Work & Travel sind Aushilfsjobs in Cafés, Hotels, administrative Tätigkeiten oder Jobs in der Landwirtschaft. Informiere dich auf unserer Seite Work & Travel, was dir ein Work & Travel bringt und was du beachten musst.

WWOOF

WWOOF steht für „World Wide Opportunities on Organic Farms“. Es handelt sich also um ein globales Netzwerk, das Freiwillige an Biohöfe vermittelt.

Als WWOOFer arbeitest du einige Stunden am Tag auf einem ökologischen Hof mit. Du hilfst zum Beispiel bei der Ernte, kümmerst dich um die Tiere oder unterstützt bei Reparaturen.

Im Gegenzug bekommst du Unterkunft und Verpflegung gestellt, aber kein Geld. Im Artikel Farmarbeit (WWOOF) erfährst du, ob WWOOF etwas für dich ist und was der Unterschied zu Farmstay ist.

Au-pair-Programme

Besonders beliebt bei jungen Menschen, die gern mit Kindern arbeiten und Erfahrungen im Ausland sammeln wollen, sind Au-pair-Programme. Als Au-pair lebst du in einer Gastfamilie, unterstützt diese Familie bei der Kinderbetreuung und dem Haushalt und erhältst im Gegenzug Unterkunft, Verpflegung und ein Taschengeld. Außerdem zahlt dir deine Gastfamilie einen Sprachkurs vor Ort.

Auf unserer Seite Au-pair erhältst du detaillierte Informationen zum Thema Au-pair.

Sprachreisen und Sprachkurse

Du möchtest nach der Schule für einige Zeit ins Ausland und die Zeit hauptsächlich dazu nutzen, um deine Sprachkenntnisse zu verbessern? Dann sind Sprachreisen und Intensivsprachkurse eine gute Option für dich. Allerdings können hier sehr hohe Kosten auf dich zukommen. Informiere dich gründlich, was dich die Reise inklusive aller Nebenkosten wie Verpflegung oder Anfahrt kostet, um negative Überraschungen zu vermeiden.

Seriöse Anbieter für Sprachreisen sind beispielsweise der Fachverband Deutscher Sprachschulen und Sprachreise-Veranstalter oder das Reisenetz – Fachverband für Kinder- und Jugendreisen. Eventuell kannst du dich auch für ein Stipendium qualifizieren, um die teils hohen Kosten bezuschussen zu lassen. Eine Liste der Stifter für Sprachreisen findest du auf der Seite WELTBÜRGER-Stipendien.

Eine kostengünstigere Variante könnte für dich ein Sprachkurs im Inland sein. Informiere dich auf unserer Seite Sprachkurse über die Möglichkeiten.

Wichtig:Wichtig: Sprachreisen dauern meist nur wenige Wochen. Damit kannst du die Zeit nach der Schule bis zum Semester- oder Ausbildungsbeginn gut nutzen. Planst du ein ganzes Orientierungsjahr, solltest du dir noch weitere Überbrückungsoptionen überlegen, um längere Leerlaufzeiten zu vermeiden.

Freiwilliges Praktikum im Ausland

Ein Praktikum ist eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren. Für ein Auslandspraktikum gilt das umso mehr. Ein freiwilliges Praktikum im Ausland bringt allerdings einige Herausforderungen mit sich. Zum einen musst du vieles selbst organisieren – Bewerbung, Wohnung und Anreise zum Beispiel. Aber auch die Finanzierung kann Probleme bereiten: Viele Förderungen und Stipendien gelten ausschließlich für Studierende  – und bei der Praktikumsvergütung zeigen sich viele Unternehmen knausrig.

Gerade deshalb solltest du dir Unterstützung suchen: Auf auslandspraktikum.de findest du viele Infos zu deinem Wunschland und eine umfangreiche Praktikumsstellenbörse. Für eine persönliche Beratung wende dich gerne an die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.

So erreichst du sie:

•    +49 228 50208 2902 (Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr)
•    ZAV@arbeitsagentur.de

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