Berufsorientierung im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten"

Schülerinnen und Schüler, die sich eingestehen, das Abitur nicht zu schaffen, blicken zunächst einmal sorgenvoll auf ihre Zukunft. Ihnen andere, bisher nicht geplante Wege ins Berufsleben aufzuzeigen, ist Aufgabe der Berufsberatung. Darüber möchte ich heute im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" sprechen.

Nummer 51

Wenn Schülerinnen oder Schüler zu mir kommen und sagen, "ich schaffe das Abi nicht", versuche ich, ihnen zuerst einmal ihre Sorgen zu nehmen. Die sind natürlich immer da, sobald man feststellt, den erhofften Schulabschluss nicht erreichen zu können. Mal sind die Sorgen größer. Mal kleiner. Vorhanden sind sie aber immer. Das erlebe ich als Berufsberater der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss jedes Mal aufs Neue. Meine erste Aufgabe ist es deshalb, den jungen Menschen aufzuzeigen, dass es auch andere Wege gibt, gut dotierte Jobs zu bekommen. Erst eine Ausbildung machen, später den Meister dranhängen, ist ein anderer Weg, ohne Abitur zu ähnlichen Zielen zu gelangen. Führungsverantwortung oder eine gehobene Position in einem Unternehmen zu erlangen, sind auch auf diese Weise sehr, sehr gut möglich. Wie bei vielem im Leben gilt natürlich auch hier, dass man dafür Zeit und Willen investieren muss.

In der Regel stellen die Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe fest, dass sie das Abitur nicht packen werden. Viele von ihnen sind in dieser Situation verzweifelt oder verspüren Druck. Den jedoch können wird versuchen, ihnen zu nehmen. Wir können über die Ausbildung sprechen, die schulische oder betriebliche, wie auch über eine Auszeit oder eine Zeit für eine Neuorientierung.

Nehmen wir beispielsweise die schulische Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten, die unter anderem am Berufskolleg am Platz der Republik in Mönchengladbach angeboten wird. Nach drei Jahren erlangt man dort nicht nur einen Ausbildungsabschluss, sondern zusätzlich auch die Fachhochschulreife. Damit versetzt man sich schließlich doch wieder in die Lage, an einer Fachhochschule studieren zu können, ohne den klassischen Weg über die gymnasiale Oberstufe gegangen zu sein.

In eine betriebliche Ausbildung zu starten, ist eine andere Alternative. Sie ist praktischer ausgerichtet als die schulische Ausbildung. Außerdem besitzt sie den Vorteil, sofort eine Ausbildungsvergütung zu bekommen. Das ist auch etwas sehr Positives.

Jobben ist grundsätzlich natürlich auch eine Möglichkeit, die man zunächst ergreifen kann. Ich sage aber immer, dass man darüber das Hauptziel, eine Berufsausbildung, nicht aus den Augen verlieren darf – zum Beispiel, weil eine Aushilfsstelle in diesem Moment etwas besser bezahlt ist, als man anfangs in einer Ausbildung verdienen würde.

Nachzudenken wäre möglicherweise auch darüber, wie man zunächst eine Zeit zur Neuorientierung gewinnen kann, zum Beispiel über ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr oder eine Au-pair-Stelle im Ausland. Für den weiteren Berufsweg werden darüber Erfahrungen gesammelt, die einer späteren Karriere ebenfalls sehr zuträglich sein können. Ich kann meine Fremdsprachenkenntnisse bei einem Jahr im Ausland weiterentwickeln. Für den beruflichen Erfolg in einem Unternehmen kann das total sinnvoll sein. Mit einem FSJ kann ich mich in meinem Berufswunsch absichern, ob er tatsächlich zu mir passt, wenn er viel mit Menschen zu tun hat oder im sozialen Bereich liegen soll. Ein FÖJ passt vielleicht zu mir, wenn ich mich für Themen wie Naturbewusstsein und Nachhaltigkeit interessiere und mich in diesem Berufsfeld orientieren möchte.

Und letztlich wäre auch ein Jahrespraktikum eine Option. Bei der Arbeitsagentur nennen wir das Einstiegsqualifizierung, die von uns sogar finanziell bezuschusst werden kann. Das kann auch ein Anreiz sein. Interessant ist außerdem, dass ein solches Jahrespraktikum bei guten Leistungen später dabei helfen kann, eine sich anschließende Ausbildung zeitlich zu verkürzen und dann früher ins volle Berufsleben starten zu können.

Stöbert doch einfach mal unten auf dieser Seite im Archiv unseres Blogs "Gut beraten ins Berufsleben starten". Dort findet Ihr zu den einzelnen Themen noch weitergehende Informationen.

Von Dirk Jentges

(erschienen Februar 2022)

Die Corona-Pandemie hat viele Auslandsaufenthalte nach der Schulzeit verhindert. Inzwischen, wo mehr und mehr Menschen geimpft sind, stellen sich junge Erwachsene deshalb die Frage: Was geht wieder, und was geht noch nicht? Für den Blog „Gut beraten ins Berufsleben starten“ habe ich darüber mit Claudia Süß gesprochen, die in Bonn bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit tätig ist.

Claudia Süß ist für die Arbeitsvermittlung ins Ausland zuständig und berät bei der ZAV junge Erwachsene, die zur Überbrückung zwischen Schule, Studium, Ausbildung oder Arbeit ins Ausland gehen möchten. Im Großen und Ganzen geht es dabei um die Au-pair-Zeit, den Freiwilligendienst Weltweit und das „work and travel“-Angebot. Von der ersten Vorüberlegung bis zur Umsetzung des Vorhabens kann die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung unterstützen. „Es hat während der Corona-Pandemie nie eine Unterbrechung bei den Beratungsanfragen zu Auslandsaufenthalten gegeben. Allerdings sind die Vorhaben in den vergangenen anderthalb Jahren nicht umgesetzt worden. Das fängt aber jetzt wieder an“, erzählte mir Claudia Süß. Sie rät dazu, nun schon für 2022 und 2023 zu planen: „Bis zu zwölf Monate benötigt die Vorbereitung in der Regel.“

Die Au-pair-Zeit wird bei uns klassisch mit den USA verbunden. Claudia Süß berichtete mir aber, „dass der Schwerpunkt mittlerweile in Europa liegt. Das meiste spielt sich im englischsprachigen Raum sowie in Skandinavien ab, aber auch Frankreich, Spanien und die Niederlande sind gefragt.“ Während eines Au-pair-Aufenthalts arbeiten junge Erwachsene für Kost, Unterkunft und ein Taschengeld in Familien mit Kindern. Das kann in Vollzeit geschehen, ist aber auch in Teilzeit möglich. Dann absolviert man zusätzlich einen Sprachkursus. Solche Aufenthalte dauern in der Regel sechs bis zwölf Monate, und man muss – wie für alle Angebote gilt, die ich hier vorstelle – volljährig sein. Organisationen, die einen bei einer Au-pair-Zeit unterstützen, muss man bezahlen.

Den Freiwilligendienst Weltweit gibt es als geregeltes und als nicht geregeltes Angebot. Geregelt bedeutet, dass unter anderem der Bund oder die Europäische Union die Programme finanziell fördern, und zwar teilweise oder ganz. Nicht geregelt heißt, dass man die Kosten selbst trägt und sich dafür zum Beispiel einen eigenen Kreis von Förderern aufbaut. Gemeinsam haben beide Formen des Freiwilligendienstes Weltweit jedoch, dass sich immer eine Organisation um einen kümmert, die an einem Ort dieser Welt Angebote aus Kultur, Erziehung, Ökologie oder Entwicklungshilfe betreibt. Ein angesagter Begriff ist dabei derzeit „wwoofen oder wwoofing“, wie Claudia Süß erzählte. Damit wird World-Wide Opportunities on Organic Farms abgekürzt, was bedeutet, für eine Zeit auf Biobauernhöfen weltweit zu arbeiten. Ein Freiwilligendienst Weltweit dauert wenigstens zwei Monate und maximal 24 Monate.

„Work an travel“ ist das klassische Programm, um außereuropäisch unterwegs zu sein. Deutschland hat dazu Abkommen mit anderen Staaten geschlossen, um Arbeitsvisa zu erhalten, damit junge Menschen sich ihren Auslandsaufenthalt verdienen können. Die beliebtesten Länder sind laut ZAV Australien, Neuseeland und Kanada. Exotischer sind Taiwan, Uruguay oder Südkorea. Mit den USA gibt es übrigens kein „work and travel“-Abkommen. Unzählige private Organisationen bieten für unterschiedlich viel Geld an, solche Aufenthalte zu planen. Wer aber etwa ein Jahr Zeit hat, schafft es auch, sein „work and travel“ selbst vorzubereiten. Wer hingegen mit einer Organisation unterwegs sein will, der sollte zu Beginn gut vergleichen, welcher Anbieter einem zu welchem Preis was anbietet – zum Beispiel bei der Frage nach Unterstützung in Notfällen. Möglich ist „work an travel“ auch in Europa. Einerseits ist das einfacher, weil keine Visa benötigt werden und weil die Kosten geringer ausfallen. Andererseits sind die Strukturen dafür in Europa nicht so gewachsen wie beispielsweise in Australien.

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit berät junge Erwachsene in allen Frage des Auslandsaufenthalts. Um einen ersten Überblick zu bekommen, empfehle ich, die informativen Link-Listen der ZAV zu durchstöbern und von Eurodesk das Angebot raus von zuhaus zu lesen. Zu erreichen ist die ZAV außerdem per E-Mail an zav.outgoing-1@arbeitsagentur.de oder unter der Telefonnummer 0228 502082902. Das kann Euer erster Schritt sein, um neue Länder und Leute kennenzulernen, sich sozial oder ökologisch zu engagieren und mal für eine gewisse Zeit auf die eigene Komfortzone zu verzichten.

Von Heike Karsch

(erschienen September 2021)

Ihr sucht einen Ausbildungsplatz, habt aber noch keinen gefunden? Die gute Nachricht: Es ist für dieses Jahr immer noch nicht zu spät. Und sollte es weiterhin nicht klappen? Dann ist es gut zu wissen, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gibt, die nächsten Monate sinnvoll zu nutzen, um einen späteren Start ins Ausbildungsleben vorzubereiten.

Die bangen Anrufe von Jugendlichen, die für dieses Jahr noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, nehmen zu. Das erlebe ich als Berufsberaterin der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss momentan wieder deutlich. Weil es ganz viele Ideen gibt, mit denen meine Kolleginnen, Kollegen und ich den jungen Menschen antworten können, habe ich mich entschieden, diesem Thema den heutigen Blog „Gut beraten ins Berufsleben starten“ zu widmen. Denn zunächst einmal gilt: Es gibt in unserer Region noch viele freie Stellen, und es werden während der laufenden Probezeit für das aktuelle Ausbildungsjahr immer auch Stellen wieder frei, wenn Ausbildungsbetrieb und Auszubildender nicht zueinander gepasst haben. Das Handwerk sucht zum Beispiel noch. Auch die Kranken- und Altenpflege hat noch Ausbildungsstellen offen. Dort bietet sich außerdem eine weitere Chance, weil der Ausbildungsbeginn in diesem Sektor nicht einmal im Jahr im August oder September ist, sondern zweimal im Jahr, und zwar in der Regel im Oktober und April.

Alle, die jetzt noch unversorgt sind, bekommen von der Berufsberatung der Arbeitsagentur auch über den September hinaus noch Angebote für Ausbildungsstellen. Da bin ich mir sicher. Gut wird es allerdings sein, mit dem Berater oder der Beraterin auch über die Frage nach Flexibilität zu sprechen. Kommt ein räumlicher Wechsel infrage? Kann der Ortswechsel finanziell durch die Berufsausbildungsbeihilfe ermöglicht werden? Gibt es alternative, zum Wunschberuf vielleicht verwandte Ausbildungsberufe? Heute machen immer weniger Menschen eine dreijährige Ausbildung und üben diese Arbeit danach ein Leben lang aus. Man würde sich seinem Traumberuf sozusagen auf einem anderen Weg nähern.

Beraten lassen sollte man sich auch über Ideen, die zunächst vielleicht nicht so auf der Hand liegen. Beispielsweise könnte man mit einem Ausbildungsbetrieb über einen Ausbildungsvertrag für nächstes Jahr sprechen und zugleich vereinbaren, in der Zwischenzeit dort über einen Helfervertrag bereits in die Arbeitswelt einzusteigen. Man könnte auch darüber nachdenken, auf dem zweiten Bildungsweg einen höherwertigen Schulabschluss zu erlangen, wozu man zusätzlich dann allerdings eine Berufstätigkeit auf mindestens Mini- oder Midi-Job-Niveau bräuchte. Ein Freiwilligendienst bietet sich ebenfalls immer an. Man könnte die Zeit für Sprach- oder IT-Kurse nutzen. Man kann auch noch einmal alle berufsbildenden Schulen in der Region durchtelefonieren, um freie Plätze zu erfragen. Möglicherweise kommt auch noch ein zulassungsfreies Studium infrage. Jobben in einer Branche, in der man dann vielleicht im nächsten Jahr einen Ausbildungsplatz sucht, ist eine weitere Überbrückungsmöglichkeit, um die Zeit für sich (und seinen Lebenslauf) sinnvoll zu nutzen. Mit der Berufsberatung kann man außerdem über die Teilnahme an berufsvorbereitenden Maßnahmen oder einer Einstiegsqualifizierung sprechen. Möglich sind inzwischen auch wieder mehr Praktika, die während der ersten Hochphasen der Corona-Pandemie weniger angeboten worden waren. Auch darüber kann man sich jetzt noch auf den Weg zu einem Ausbildungsvertrag machen.

Lasst Euch persönlich beraten. Und nehmt Euch Zeit für Angebote wie berufe.net im Internet, wo die Bundesagentur für Arbeit ein ganz spezielles Angebot für Ausbildungssuchende macht und alle nur vorstellbaren Ausbildungsberufe ausführlich vorstellt. Lasst Euch auch davon bei der Berufswahl inspirieren.

Von Kerstin Saß

(erschienen September 2021)

Das Abwägen zwischen Studium und Ausbildung ist eine Aufgabe, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Es sind Fragen an sich selbst zu stellen, deren Antworten das Berufsleben der nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen werden. In dieser Folge des Blogs "Gut beraten ins Berufsleben starten" möchte ich diesmal weniger Antworten geben als Fragen aufwerfen, die Ihr Euch stellen könntet.

Habe ich nach zwölf oder dreizehn Jahren in der Schule zunächst einmal "genug Wissen gebüffelt", und möchte ich deshalb jetzt erst einmal "was Praktisches machen“? Diese Frage hat immer schon viele Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe II beschäftigt, wenn sie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit aufsuchen. Im vergangenen und in diesem Jahr ist allerdings ein zusätzlicher Aspekt hinzugekommen, um den die Schülerinnen und Schüler diese Frage ergänzen: Habe ich für den Moment zunächst einmal "genug digital gelernt", und möchte ich jetzt erst einmal eine "praktische Ausbildung machen"?

Mit der Corona-Pandemie und dem Lernen auf Distanz kam in den zurückliegenden Monaten auch häufiger die Frage auf: Wie möchte ich im nächsten Lebensabschnitt lernen? Eine Ausbildung ist stärker von persönlichen und direkten Kontakten in einem Betrieb geprägt als es manchmal an großen Universitäten zugehen kann, wo morgens niemand fragt, ob oder warum man nicht erschienen ist. Was davon passt besser zu mir?

Man sollte sich diese Frage aber auch ganz grundsätzlich stellen: Wie möchte ich lernen, was liegt mir mehr? In der Ausbildung sind Theorie und Praxis sehr aufeinander abgestimmt, während im universitären Studium mehr theoretisch ist und man praktische Fähigkeiten zusätzlich sammeln muss. Zum Beispiel durch Praktika, durch studentische Hilfskraftstellen oder Nebenjobs. So etwas ist nötig, um sich letztlich für den Arbeitsmarkt fein zu machen.

Eine Ausbildung ist strukturierter. Benötige ich Strukturen? Oder kann ich gut mit den Freiheiten umgehen, die mir Hochschulen oder Universitäten bieten, wo es mehr gilt, eigene Schwerpunkte zu setzen?

In eine ähnliche Richtung geht die Frage, ob ich nach der Schule die Sicherheit haben möchte, meinen künftigen Berufsweg möglichst konkret zu planen. Das ist mit einer Ausbildung einfacher. Nach aktuellsten Zahlen werden sieben von zehn Auszubildende von ihren Betrieben übernommen. Dahingegen fangen Student erst nach bestandenem Examen an, sich ihren ersten Arbeitgeber zu suchen. Und es ist möglich, nicht sofort den passenden zu finden. Selbst für Studierende im Lehramt gilt, dass sie zunächst gegebenenfalls ihre Wünsche bei der Region oder Schulform anpassen müssen.

Hinterfragen sollte man für sich auch, wie wichtig einem Urlaub ist. Auszubildende haben bis zu 30 Tage im Jahr. Student*innen hingegen haben vorlesungsfreie Zeiten – und die sind erfahrungsgemäß nicht mit Urlaub zu verwechseln. In diesen Zeiten muss gelernt werden, stehen Prüfungen an und sind Hausarbeiten zu schreiben. Das ist nicht so "chillig" wie Urlaub, zumal vielleicht auch noch Geld hinzuverdient werden muss oder Praktika und erste berufliche Erfahrungen zu sammeln sind, um nach der letzten Examensprüfung möglichst bald in einen Job einsteigen zu können.

Eine weitere grundsätzliche Frage, die beim Abwägen zwischen Studium und Ausbildung immer wieder gestellt wird, ist die nach dem Geld. Vom Wunsch, nach der Schule sein eigenes Geld zu verdienen, hören wir in der Berufsberatung der Arbeitsagentur immer wieder. Auch diese Frage sollte man sich stellen und dabei zusätzlich in den Blick nehmen, was später, mit einigen Jahren Berufserfahrung verdient werden kann. Je nach beruflichen Neigungen kann das Pendel hierbei zugunsten des Studiums oder aber der Ausbildung schlagen.

Das Abwägen zwischen Studium und Ausbildung ist eine Aufgabe für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Jeder sollte sich mit den eigenen Wünschen und Fähigkeiten auseinandersetzen und nicht per se eine Sache von vornherein ausschließen. Wir, die Berufsberater*innen für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss, beraten dabei gerne und könnten Euch, je nach Entscheidung, auch noch mit vielen tollen Ausbildungsstellen in der Region versorgen.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Juni 2021)

Mal etwas Praktisches machen. Mal etwas tun, das nicht aus Lernen besteht. Immer mehr junge Menschen legen nach dem Abitur eine Auszeit ein, für die sich umgangssprachlich "Gap Year" als Begriff eingebürgert hat. Was damit gemeint ist, erkläre ich Euch in der neuen Folge von "Gut beraten ins Berufsleben starten".

Der Blog der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss beschäftigt sich seit einem halben Jahr wöchentlich mit Themen rund um den Berufseinstieg – wieso jetzt plötzlich ein Text über die Auszeit? Ganz einfach: In einem "Gap Year" wird nicht gelernt wie in der Schule. Für Euer Abitur habt Ihr gerade genug geackert. In einem "Gap Year" geht es darum, sich eine bewusste Auszeit zu nehmen, um sich selbst noch einmal neu zu erfahren, sich persönlich zu bilden und zum Beispiel herauszufinden, wie Ihr Dinge selbstständig organisieren könnt. Irgendwie geht es ums Lernen, nur eben anders.

Für die Zeit nach dem Abitur bietet sich ein Jahr im Ausland an, vielleicht als Au-pair oder für "Work and Travel". Das für dieses Jahr noch zu organisieren, ist allerdings zu knapp. Das benötigt zehn bis zwölf Monate intensiver Vorbereitung. Was sich aber in diesem Jahr und auch in Eurer Heimatregion noch umsetzen lässt, sind ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD). Diese drei Möglichkeiten möchte ich Euch einmal näher vorstellen.

FSJ und FÖJ können bis zum 27. Lebensjahr gemacht werden, für den Bundesfreiwilligendienst kann man auch älter sein. Klassisch werden FSJ im Sozialen angeboten, inzwischen aber auch in Kultur und Sport sowie mittlerweile zusätzlich in der Politik. Ich habe für Euch vor Ort in Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss etwas recherchiert und festgestellt, dass es im Sozialen auf jeden Fall noch Stellen gibt, die im Sommer gestartet werden können. Auch im Sport habe ich Angebote gesehen. Offene Stellen werden auf speziellen Internetseiten angeboten, immer hilfreich ist aber auch, sich direkt vor Ort zu erkundigen, beim Sportverein, bei der Kultureinrichtung oder beim Museum, bei den sozialen Einrichtungen oder beispielsweise über den Stadtsportbund. Wer sich im Internet tiefergehend informieren möchte, dem empfehle ich die Seiten www.pro-fsj.de und www.foej.de. Wer mehr über den Bundesfreiwilligendienst erfahren möchte, der im Übrigen jederzeit gestartet werden kann, dem empfehle ich die Seite www.bundesfreiwilligendienst.de. Auf der sind Träger und Ansprechpartner aufgelistet, und man bekommt dort alle weitergehenden Infos, die man braucht.

In der Regel dauern FSJ, FÖJ und Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate. Bei den Freiwilligendiensten erhaltet Ihr ein Taschengeld. Beim FSJ beträgt das beispielsweise maximal 426 Euro pro Monat. Gegebenenfalls kommen weitere Geld- oder Sachleistungen für Unterkunft, Verpflegung oder Arbeitsbekleidung hinzu. Manche Arbeitgeber finanzieren auch das Monatsticket für Bus und Bahn. Beiträge für die Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden auch übernommen, also das, was man unter dem Begriff der Sozialversicherung versteht. Zusätzlich bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen.

"FSJ, FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst sind super für meine Persönlichkeitsbildung gewesen." Als Berufsberaterin der Arbeitsagentur Mönchengladbach habe ich diese Erfahrung schon von vielen meiner Kundinnen und Kunden gehört. Einen Freiwilligendienst in einem bestimmten Bereich zu machen, muss nicht bedeuten, später auch beruflich in diese Richtung gehen zu wollen – ein FSJ, FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst können wohl aber Berufswünsche auslösen, weil man Zugang zu einem Beruf findet, den man vorher vielleicht nicht auf dem Plan hatte. Auch davon habe ich schon gehört.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Juni 2021)

Fachkräfte sind allgemein sehr gefragt. Sie sind im Schnitt seltener arbeitslos als Menschen ohne Ausbildung. Und sie verdienen besser. Die Arbeitsagentur unterstützt Menschen ohne Berufsabschluss im Alter von 25 bis 35 Jahren auf ihrem Weg in eine sichere Zukunft. Der Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" stellt in dieser Ausgabe das bundesweite Projekt "Zukunftstarter" vor.

Nummer 68

Junge Erwachsene erhalten in dem Projekt "Zukunftstarter" die Chance, einen Berufsabschluss im zweiten Anlauf zu erwerben. Und Unternehmen eröffnet diese bundesweite Initiative die Möglichkeit, zusätzliche Potenziale für Fachkräfte zu erschließen. Für die Förderung ist es unerheblich, ob jemand arbeitslos oder in Beschäftigung ist. Der Weg kann unter anderem über eine berufliche Ausbildung oder eine abschlussorientierte Teilqualifizierung sowie über eine Externenprüfung führen. Kosten für Lehrgänge, Unterbringung, Verpflegung, Fahrt und Kinderbetreuung sowie umschulungsbegleitende Hilfen übernimmt unter Voraussetzungen die Agentur für Arbeit Mönchengladbach.

Wie sehr die Betriebe an Fachkräften interessiert sind, zeigt allein schon der Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Juli 2022. In diesem Monat waren der Arbeitsagentur in Mönchengladbach 463 neue offene Stellen sowie 622 im Rhein-Kreis Neuss gemeldet worden. Damit hat der Agenturbezirk momentan 6.773 offene Stellen im Bestand, für die Unternehmen insbesondere Fachkräfte suchen.

Die Initiative "Zukunftsstarter" haben die Bundesagentur für Arbeit, deren Verwaltungsrat und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem arbeitsmarktpolitischen Ziel ins Leben gerufen, Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, jungen Erwachsenen in der wirtschaftlichen Transformation Chancen auf eine nachhaltige Beschäftigung zu eröffnen und Fachkräfte für Unternehmen zu sichern. Die Laufzeit des Projekts ist befristet bis Ende 2025. Die Internetseite www.arbeitsagentur.de/k/zukunftsstarter informiert über Details.

Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach bietet Interessierten dazu Beratungsgespräche an, die online oder am Telefon unter der Rufnummer 02161 4049900 vereinbart werden können. Unternehmen, die in der Initiative Partner werden wollen, wenden sich unter der Rufnummer 0800 4555520 an den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit.

Von Andreas Speen

(erschienen August 2022)

Deutschland hat das Recht auf Bildung im Grundgesetz verankert – allerdings geht damit auch eine Pflicht einher, die Schulpflicht. Für wen und bis zu welchem Alter diese Schulpflicht besteht, erkläre ich im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten", den wir von der Berufsberatung der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss wöchentlich herausgeben.

Nummer 69

Wir in Nordrhein-Westfalen unterscheiden zwischen zwei Typen der Schulpflicht. Zum einen besteht die Vollzeitschulpflicht für zehn Jahre, die nur an Gymnasien mit G8 neun Jahre beträgt. Allerdings ist man nach neun beziehungsweise zehn Jahren weiterhin berufsschulpflichtig. Diese Schulpflicht kann durch eine Ausbildung plus Besuch einer Berufsschule erfüllt werden oder durch einen Bildungsgang am Berufskolleg. Das könnten beispielsweise die Höhere Handelsschule oder eine gymnasiale Oberstufe sein.

Bei einer Ausbildung plus Berufsschule gilt zu beachten: Wer beim Start unter 21 ist, für den oder die gilt die Berufsschulpflicht bis zum Abschluss. Alle, die beim Ausbildungsstart älter als 21 sind, für die gilt ein Berufsschulrecht, um die Ausbildungsinhalte ergänzen und vertiefen zu können. 

Für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder in einem Bildungsgang eines Berufskollegs gilt die Schulpflicht wiederum bis zum Ablauf des Schuljahres, in dem das 18. Lebensjahr vollendet wird. Bei meinen Berufsberatungen löst diese Regelung immer wieder Fragen aus. Deshalb zum Beispiel: Wer am 1. Oktober 2022 seinen 18. Geburtstag feiert, ist bis zum 31. Juli 2023, dem nächsten Schuljahresende, schulpflichtig. Ausnahme der Regel ist, wenn man einen Bildungsgang der Sekundarstufe II früher abgeschlossen hat. Ausnahmen gibt es auch noch ein paar weitere, die von Fall zu Fall über die Berufsberatung geklärt werden können. Für Terminabsprachen ruft am besten unsere kostenfreie Hotline 0800 4555500 an.

Ruhen kann die Schulpflicht in einigen Fällen auch. Zu nennen wären unter anderem Grundwehrdienst, Bundesfreiwilligendienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr sowie Mutterschutz.

Und zuletzt noch der wichtige Hinweis: Die Schulpflicht zu verletzen, gilt als Ordnungswidrigkeit.

Von Alexandra Kronenthal

(erschienen August 2022)

"Mit drei Klicks zum Ziel" ist das Motto des "Digi BiZ", des digitalen Berufsinformationszentrums der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss. Egal, welches Anliegen ihr habt, solltet ihr im "Digi BiZ" für euer Anliegen möglichst schnell eine Antwort finden.

Nummer 59

Das Digi BiZ ist als Ergänzung zum Berufsinformationszentrum (BiZ) an der Lürriper Straße 56 in Mönchengladbach entstanden. Informationen zur Berufsorientierung sind dort für Jugendliche, junge Erwachsene und Menschen mit Berufserfahrung gesammelt worden. Orientierung wird an der Stelle gegeben, an der die Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur gerade stehen. Das "Digi BiZ" nimmt sozusagen eine Lotsenfunktion für euch ein. Ihr kommt rein, schaut euch um und überlegt, welche Informationen suche ich oder zu welcher Zielgruppe gehöre ich. Und schon könnt ihr mit ein paar Klicks erste Antworten finden und euch beispielsweise auf eine weitere Beratungen bei unserem Berufsberater-Team vorbereiten.

Zu den Informationen gehören die "Regionalschiften zur Berufsorientierung für die Sekundarstufe I", die früher nur in gedruckter Form Wissenswertes zur Berufswahl für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I aus Mönchengladbach und dem Rhein-Kreis Neuss boten. Jetzt sind die Regionalschriften auch fürs Internet aufbereitet worden. Nach Kategorien unterteilt findet ihr dort Informationen zu Angeboten der schulischen Ausbildung in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss. Ebenso dargestellt sind Wege, die ihr nach den unterschiedlichen Schulabschlüssen einschlagen könnt. Wie kann es beispielsweise weitergehen, wenn ihr die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe in der Tasche habt?

Orientierung gibt das digitale Berufsinformationszentrum auch bei Fragen, die sich mit der Berufsberatung im Erwerbsleben, dem Arbeiten im benachbarten Ausland, den Studienchancen oder der finanziellen Hilfe während der Ausbildung beschäftigen. Gesammelt sind im "Digi BiZ" Informationen und Links, die jeder schnell für sich nutzen kann. Das Internetangebot verknüpft zu anderen, geprüften Internetseiten und lokalen Internetinhalten – hier muss sich bei der beruflichen Orientierung niemand in den Weiten des WorldWideWeb verlieren.

Zum Angebot des "Digi BiZ" gehören außerdem Informationen zu Veranstaltung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, virtuell oder vor Ort. Kontakte zu Berufsberaterinnen und -beratern sind dort verlinkt. Termine können darüber vereinbart werden. Und auch unser wöchentlicher Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" findet dort seinen Platz.

Von Heike Karsch

(erschienen April 2022)

Zerknittert. Ohne Unterschrift. Unvollständig. Was macht eine gute Bewerbung aus? Und was sind die kleinen i-Tüpfelchen, die daraus vielleicht sogar eine sehr gute Bewerbung machen? Es gibt einiges, das bei einem Bewerbungsanschreiben zu beachten ist, um Patzer zu vermeiden. Neulich habe ich darüber an dieser Stelle geschrieben. Diesmal nehme ich die Formalien des Bewerbungsschreibens in den Blick, um der erhofften Ausbildungsstelle ein Stück näher zu kommen.

Zu allererst sollte eine Bewerbung vollständig sein. Klingt logisch, ist aber nicht immer der Fall. Das zeigt mir meine Praxis als Berufsberaterin der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss. Zu einer Bewerbung gehören ein Anschreiben, ein Lebenslauf und das aktuellste Schulzeugnis. Ein Foto kann ebenfalls dazugehören wie auch Praktikums- und Arbeitszeugnisse oder Bestätigungen über die Teilnahme an Berufswahl-Veranstaltungen. Vollständig ist eine Bewerbung nur, wenn das Anschreiben und der Lebenslauf unterschrieben sind. Außerdem sind von Schulzeugnissen alle Seiten einzureichen, nicht nur das Titelblatt ohne die Noten oder nur die Noten ohne das Titelblatt, auf dem der Name des Bewerbers steht. Lücken an dieser Stelle sehe ich öfter, und eine schwache Schulnote lässt sich auf diesem Weg schon gar nicht verstecken, denn: Spätestens im Bewegungsgespräch wird man diese Lücke im Bewerbungsschreiben erklären müssen. Dann sollte man lieber im Anschreiben einen kurzen Satz darauf verwenden, um die schwache Note in einem bestimmten Fach zu erklären.

Zu einer guten Bewerbung gehört, dass die Unterlagen nicht zerknautscht eingereicht werden. Mittlerweile nutzen viele Unternehmen zwar nicht mehr den Postweg mit Bewerbungen auf Papier, sondern Online-Verfahren. Aber auch bei einem eingescannten Schulzeugnis sieht der Personaler oder künftige Chef, ob damit zuvor pfleglich umgegangen worden ist. Also passt auf Eure Unterlagen auf: Für junge Leute, die noch keine anderen Berufserfahrungen angeben können, ist das Schulzeugnis „die“ Visitenkarte schlechthin.

Wenn eine Bewerbung online oder per E-Mail eingereicht werden soll, dann macht es dem Unternehmen leicht: Scannt Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis ein. Zwei Dinge solltet Ihr dabei beachten: Benennt die Dateien so, dass der Personaler oder Chef sofort erkennt, was dahintersteckt. Das hilft ihnen bei der Übersicht und Zuordnung. Also: Verschickt nichts, was beispielsweise „Scan123“ heißt. Das zweite ist, dass Ihr nicht einzelne Dokument schicken solltet, die der Chef oder Personaler einzeln anklicken und öffnen muss. Erleichtert ihnen die Arbeit. Fügt alle Unterlagen in ein Pdf-Dokument zusammen.

Eine gute Bewerbung macht aus, dass sie ein ansprechendes Layout hat. Die Geschmäcker sind unterschiedlich, ein paar Dinge sollten aber überlegt sein, bevor das Anschreiben und der Lebenslauf geschrieben werden. Fragt Euch zum einen, wie Ihr die Texte strukturieren wollt? Und fragt Euch zum anderen, was möglicherweise zum Unternehmen und zum Ausbildungsgang passt? Sollte das Layout formal gehalten werden oder darf es kreativer sein? Könnte man statt Schwarz und Weiß auch gedeckte Farben einsetzen, um den Lebenslauf zu gliedern, oder könnte man vielleicht sogar mit den Farben des Unternehmens arbeiten? Macht Euch Gedanken, sprecht mit Freunden, Lehrern und Eltern, die alle eigene Erfahrungen einbringen können. Sprecht natürlich auch uns an, die Berufsberatung der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss.

Ich hatte versprochen, auch über die i-Tüpfelchen zu schreiben, die aus einer guten eine sehr gute Bewerbung machen können. Für mich steht da dreierlei weit vorne. Erstens: Bezieht auch Persönliches in die Bewerbung ein, das auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt mit dem angestrebten Beruf zu tun hat. Benennt im Lebenslauf Euer Hobby, Eure Fähigkeiten und macht gegebenenfalls Angaben zu Euren Eltern und Geschwistern. Das ist kein Muss, hilft dem Unternehmen aber, sich ein Bild von Euch zu machen, das über das Schulzeugnis hinausgeht. Zweitens: Informiert Euch sorgfältig über den Betrieb, bei dem Ihr Euch bewerbt und fragt in Eurem Anschreiben gerne zusätzlich nach einem Praktikum oder einem Schnuppertag. Dadurch wirkt Ihr gleich sehr viel interessierter und aktiver. Drittens: Achtet im Anschreiben und Lebenslauf auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Immer wieder erlebe ich, dass Bewerber und Bewerberinnen am Computer nicht die Rechtschreibprüfung benutzen. Das aber sollte Euer Minimum sein. Besser noch ist, die Texte von Klassenkameraden, Eltern und Lehrern überprüfen zu lassen. Eine Optimierung von Bewerbungen per E-Mail bieten außerdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsinformationszentrums (BiZ) für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss an. Sie können telefonisch unter 02161 4042250 oder per E-Mail an moenchengladbach.biz@arbeitsagentur.de erreicht werden.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im März 2021)

EUROPASS nennt sich eine digitale Plattform, die das grenzüberschreitende Lernen und Arbeiten in Europa fördert. Der kostenfreie Service der Europäischen Union bietet viele Vorteile, und zwar von Beginn des Berufslebens an. Im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss schauen wir uns heute einmal den EUROPASS genauer an. Schließlich leben wir in einem Grenzgebiet und könnte das Arbeiten in den Niederlanden irgendwann vielleicht für uns interessant werden.

Nummer 50

Auf der digitalen Plattform können Europäerinnen und Europäer seit einigen Jahren ihre Bewerbungen und Lebensläufe erstellen. Darüber hinaus können Abschlüsse in einige andere Sprachen übersetzt werden. 2020 ist der EUROPASS zuletzt grundlegend überarbeitet worden. Kernstück ist jetzt ein kostenfreies berufliches Profil, dass ich dort erstellen, an potenzielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber weiterleiten und teilen kann. Im Prinzip baue ich mir auf der digitalen Plattform eine Bibliothek mit meinen Bewerbungsunterlagen auf, die ich dort einfüllen und hochladen kann sowie anschließend je nach Notwendigkeit kombinieren und einsetzen kann. Das macht es interessant, mir den EUROPASS ab Beginn des Arbeitslebens anzulegen und über die Jahre konsequent zu befüllen. So stehen mir zu jeder Zeit aktuelle, mehrsprachige Bewerbungsmappen zur Verfügung.

Außerdem muss ich selbst keine Überlegungen mehr anstellen, wie mein Lebenslauf gestaltet werden soll. Ich befülle im Internet ein Formular, und EUROPASS stellt mir unterschiedliche Designs zur Auswahl. Wer sich jetzt fragt, ob meine Daten auf dieser digitalen Plattform sicher sind, den kann ich beruhigen. "Europass wird jetzt noch sicherer", heißt es ganz aktuell auf der Internetseite. "Mit einem zweistufigen Login-Verfahren werden deine Daten ab März 2022 noch besser geschützt! Du kannst dich jetzt schon darauf vorbereiten, indem du die EU-Login-App herunterlädst und bereits aktivierst!"

Mehr als 2,5 Millionen registrierte User hat EUROPASS. Sie nutzen den Service in 29 Sprachen, der aus meiner Sicht nicht nur als eigene Bewerbungsbibliothek von Interesse ist. Darüber hinaus bietet die Plattform erstens die Möglichkeit, Berufs- und Hochschulabschlüsse unter den europäischen Staaten zu vergleichen, so dass Bewerbungsunterlagen besser auf Stellenausschreibungen ausgerichtet werden können. Zweitens stellte die Plattform Informationen zum Arbeiten in europäischen Staaten bereit, so dass ich mich seriös informieren kann, wie beispielsweise in einem bestimmten Land die Regelungen zur Sozialversicherung aussehen. Und drittens verfügt EUROPASS über ein Tool, über das sich Arbeits- und Qualifizierungsangebote finden lassen. Darüber kann ich dann sogar direkt mit den Arbeitgebern in Kontakt treten – natürlich mit den Unterlagen aus meiner eigenen EUROPASS-Bewerbungsbibliothek.

Hier geht es zum EUROPASS

Von Heike Karsch

(erschienen Februar 2022)

Wie sehr legen Arbeitgeber Wert auf Schulnoten? Wie sollte aus Unternehmenssicht ein gutes Bewerbungsschreiben formuliert sein? Was erwarten Arbeitgeber, wenn sie im Bewerbungsgespräch dazu auffordern, eigene Fragen zu stellen? Für den Blog „Gut beraten ins Berufsleben starten“ durfte ich Nathalie Lob vom Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss mit Fragen löchern.

Was kleine und mittlere Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden beschäftigt, ist, „wenn sie den Bewerbungsschreiben ansehen, dass die Texte lediglich kopiert und manchmal nicht einmal an den Betrieb angepasst worden sind“, berichtete Nathalie Lob. Beim Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur ist sie zuständig für die Ausbildungsvermittlung, ist also so etwas wie ein Bindeglied zwischen den Betrieben und den jungen Bewerbern. Sie rät dazu, bei den Bewerbungsschreiben sehr auf den Inhalt zu achten und diesen jeweils anzupassen. Wichtig sei den Unternehmen außerdem, dass Rechtschreibung und Zeichensetzung stimmen.

Nicht eindeutig zu beantworten, ist die Frage, ob in der Bewerbung über Hobbys und den Beruf der Eltern geschrieben werden sollte. „Klar sollte auf jeden Fall sein, dass man pauschale Angaben wie ,Hobby: Lesen‘ besser vermeidet. So etwas Pauschales sollte man nur reinschreiben, wenn man auch der Nachfrage im Bewerbungsgespräch standhalten kann, was beispielsweise das letzte gelesene Buch gewesen ist“, sagte mir Nathalie Lob. Möglicherweise sollte man ganz auf die Angabe von Hobbys verzichten, denn: „Hobbys, bei denen eine große Verletzungsgefahr gegeben ist, könnten noch vor dem ersten Kennenlernen beim Arbeitgeber Sorgen auslösen, der Azubi könnte vielleicht verletzungsbedingt ausfallen. Gerne würden Arbeitgeber aber häufiger lesen, dass sich Jugendliche ehrenamtlich engagieren. Das sollten sie viel stärker einbringen. Es fällt immer positiv auf, wenn man sich, freiwillig und ohne Geld, um andere Menschen kümmert.“ Etwas eindeutiger als bei den Hobbys ist die Frage nach dem Beruf der Eltern zu beantworten. Den sollte man dann erwähnen, wenn damit eine klare Aussage für den potenziellen Ausbildungsbetrieb verbunden ist. Nathalie Lob beschrieb mir das so: „Wenn ich sehe, jemand bewirbt sich für eine Handwerksausbildung dessen Eltern auch in diesem Bereich arbeiten, dann kann ich mir sicher sein, dass bei dem Jugendlichen bereits ein gutes Verständnis von dem Berufsfeld vorhanden ist, er oder sie weiß, worauf man sich einlässt.“

Oft stellen sich junge Bewerber die Frage, welches Zeugnis sie einreichen sollen. Die Antwort lautet: Das aktuellste und jedes Zeugnis mit einem relevanten Abschluss sollte einer Bewerbung in Kopie beigelegt werden, weil Unternehmer so sehen können, wie beziehungsweise wieso sich Schulnoten verändert haben. Bei einer Bewerbung kann aber ruhig die Reihenfolge der Zeugnisse getauscht werden und das beste Zeugnis an die erste Stelle sortiert werden. Wichtiger als Schulnoten sind in einigen Bereichen auch Praktika. Beispielweise in Handwerk, Gastronomie und im Reinigungsbereich. 90 Prozent der Betriebe schauen auf diesem Weg, ob ein Jugendlicher ins Team passt. Hier ist das Zeigen, dass man ein praktisch veranlagter Typ ist, die Eintrittskarte schlechthin.

Kommen wir nun zum Bewerbungsgespräch. Noch bevor das erste Wort gewechselt ist, ist Unternehmern Pünktlichkeit enorm wichtig. Und dann ist wichtig, dass sich die Jugendlichen oder jungen Bewerber gut vorbereitet hat, wozu mir Nathalie Lob erzählte: „Wenn ein Unternehmer feststellt, dass jemand kaum Kenntnisse über den gewünschten Beruf mitbringt oder gar nichts über das Unternehmen recherchiert hat, wird das schnell problematisch.“ Bewerben heißt, für sich zu werben: „Niemand will hören, dass dem Bewerber eigentlich egal ist, ob er oder sie in Betrieb a, b oder c eine Stelle bekommt.“

Ein großes Rätsel für Bewerber*innen stellt im Gespräch mit dem potenziellen Ausbildungsbetrieb oftmals die Aufforderung dar, jetzt eigene Fragen zu stellen. Welche sollen das sein? „Es ist deshalb wohl gar nicht selten, berichten Arbeitgeber, dass in diesem Moment plötzlich Schweigen herrscht“, erzählte Nathalie Lob. Dabei müssten sich bei den Bewerber*innen viele Fragen gebildet haben: Wie verläuft eine Arbeitswoche in der Ausbildung? Wo ist das Berufskolleg? Wird an der zuständigen Berufsschule Blockunterricht angeboten oder findet regelmäßig wöchentlicher Unterricht statt? Übernimmt das Unternehmen seine Azubis? Werden Fortbildungen gefördert? Kann man nach erfolgreichem ersten Ausbildungsjahr erste eigenständige Arbeiten ausführen? Diese und viele weitere Fragen kann man sich schon vor dem Bewerbungsgespräch erarbeiten, wenn man die Internetseiten des Unternehmens nur genau genug liest.

Ihr wollt noch mehr Wissen rund ums Thema sammeln? Dann besucht die Internetseite #AusbildungKlarmachen der Agentur für Arbeit. 

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Mai 2021)

In meiner Familie stellte sich vor einem Jahr die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um als Zehntklässler die Berufsorientierung zu vertiefen und das passende Berufskolleg zu suchen? "Genau jetzt", war meine Antwort, "im Januar."

Aus meinem Alltag im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach, kurz BiZ genannt, weiß ich, dass Zehntklässler uns die Frage nach dem passenden Berufskolleg immer im Januar am häufigsten stellen. Das liegt daran, dass die meisten Berufskollegs nach den Halbjahres-Zeugnissen im Februar die Anmeldungen für das nächste Schuljahr annehmen, das dann im Sommer beginnt. Wer nach der zehnten Klasse die Hauptschule, die Realschule, die Gesamtschule oder das Gymnasium verlassen möchte, um eine duale Ausbildung zu starten oder an einem Berufskolleg einen höheren Schulabschluss zu erreichen, ist folglich gut beraten, sich jetzt beraten zu lassen.

Wer schon genau weiß, dass Technik etwas für ihn ist, oder Wirtschaft, oder Gesundheit, für den ist es relativ einfach, das passende Berufskolleg zu finden. Wer aber noch nicht so genau weiß, in welche Richtung es gehen soll, der benötigt mehr Orientierungshilfe. Um diese zu bekommen, sollte man drei Schritte gehen: Die Berufsberatung der Arbeitsagentur fragen, die Internetseiten der Berufskollegs besuchen und schließlich einen Informations- oder Beratungstermin einem Berufskolleg vereinbaren, das zu einem zu passen scheint.

Die Wege in die berufliche Zukunft sind vielfältig. Die Berufsberater der Agentur für Arbeit helfen Euch dabei, Euch in dieser Vielfalt der Möglichkeiten zu orientieren. Sie werden Euch dabei begleiten, direkt eine Ausbildungsstelle oder zuvor ein Berufskolleg zu finden, an dem Ihr Euren schulischen Abschluss ausbauen könnt und das Euch auf den anschließend geplanten Ausbildungsbereich vorbereitet. Auch als Mutter eines Kindes, das inzwischen im ersten Ausbildungsjahr ist, weiß ich, wie hilfreich eine Berufsberatung ist. Allein schon die Zahl an Internetseiten, die anschließend nicht mehr besucht werden müssen, um sich zu orientieren, ist enorm. Sich im Gespräch klarzuwerden, welche beruflichen Ziele man für die nächsten Jahre hat, spart bei der weiteren Suche richtig Zeit.

Welche Berufsberaterin oder welcher Berufsberater für Eure aktuelle Schule zuständig ist, ist hier auf der Seite unter Berufsberater an den Schulen der Region zusammengefasst. Welche Berufskollegs es bei Euch vor Ort gibt, ist in den Regionalen Schriften der Arbeitsagentur ab Seite 65 aufgelistet, kann beispielsweise aber auch auf Internetseiten wie www.schueleranmeldung.de recherchiert werden.

Sobald Ihr Euch orientiert habt, solltet Ihr Kontakt zu den entsprechenden Berufskollegs aufnehmen. Denn die Anmeldefrist startet dort in der Regel Ende Januar und läuft bis zum 20. Februar.

Von Heike Karsch

(veröffentlicht im Januar 2021)

Junge Leute, die mit der Schule schon fertig sind und im nächsten Sommer eine Lehre beginnen wollen, haben jetzt noch die Chance, über eine Einstiegsqualifizierung früher in die Ausbildungszeit zu starten. Und Betriebe, die jungen Menschen diese Möglichkeit eröffnen wollen, können das jetzt noch bei der Arbeitsagentur anmelden. Für beide Seiten gilt aber: Der Februar ist entscheidend. Warum das so ist und was eine Einstiegsqualifizierung, abgekürzt EQ, ist, das möchte ich einmal näher erklären.

Eine EQ ist ein Langzeitpraktikum, das als Brücke zur eigentlichen Ausbildung dient. Angeboten wird sie in allen möglichen Ausbildungsbereichen, neuerdings auch in der Altenpflege. Die EQ richtet sich an unter 25-Jährige. Die allgemeine Schulpflicht muss beendet sein. Sie kann auch als Übergang genutzt werden, wenn ein erster Ausbildungsversuch abgebrochen worden ist. Eine Einstiegsqualifizierung dauert mindestens sechs Monate und längstens zwölf Monate. Damit erklärt sich, warum spätestens im Februar alles über die Bühne gehen sollte, denn: Nur wer bis März eine EQ startet, kann nach sechs Monaten dann vom Betrieb zum regulären Ausbildungsstart im September übernommen werden. Eine EQ ermöglicht es Jugendlichen und Unternehmen, sich kennenzulernen. Der Jugendliche erhält darüber die Chance zu sehen, ob das gewählte Berufsbild zu ihm passt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Einstiegsqualifizierung bekommen im Betrieb bereits Lerninhalte aus dem ersten Ausbildungsjahr vermittelt. Sie besuchen zudem eine Berufsschule, in der Regel an einem Tag in der Woche. Das ist wichtig an der EQ, da man sich diese später auf die folgende Ausbildung anrechnen lassen kann. Das ist eine coole Sache, da Jugendliche die Ausbildungszeit dadurch um bis zu ein halbes Jahr verkürzen können – je nach gezeigter Leistung.

Die Einstiegsqualifizierung wird über die Arbeitsagentur oder das Jobcenter ermöglicht, die dazu die Praktikumsvergütung bis zu einer Höhe von 247 Euro monatlich übernehmen. Zudem zahlen sie eine Pauschale für Sozialversicherung und Fahrtkosten, beispielsweise für eine Monatskarte im ÖPNV. Das ist übrigens neu. Manchmal legen die Arbeitgeber sogar noch ein paar Euro obendrauf.  Zusätzlich kann außerdem noch ein Antrag auf ausbildungsbegleitende Hilfen bei der Arbeitsagentur gestellt werden. Das ist eine Art bezahlte Nachhilfe. Zwei bis vier Stunden pro Woche können dann zum Beispiel Sprachkenntnisse, Rechenfähigkeiten oder fachliches Wissen vertieft werden. Zu all dem berät im Übrigen die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, die in Mönchengladbach unter 02161 4042500 und im Rhein-Kreis Neuss unter 02131 9542500 zu erreichen ist (immer Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr und Freitag von 10 bis 12 Uhr).

Idealerweise geht die Einstiegsqualifizierung in eine Ausbildung über. Wenn nicht, halten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen trotzdem etwas in den Händen: ein betriebliches Zeugnis und ein von der zuständigen Kammer ausgestelltes Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme. Das sollte bei anschließenden Bewerbungen auf jeden Fall weiterhelfen.

Wer jetzt eine Stelle für eine Einstiegsqualifizierung sucht, dem helfen die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss weiter. Sie kennen die Betriebe, die noch Plätze für eine EQ anbieten. Jugendliche können aber auch selbstständig Unternehmen ansprechen, die sie interessieren, ob sie ihnen eine Einstiegsqualifizierung ermöglichen. Anschließend müssten die Betriebe dann nur auf die Arbeitsagentur wegen des Antrags auf Vergütung der EQ zugehen; Voraussetzung ist allerdings, dass sie eine Ausbildungsbefähigung besitzen. Der Kontakt für die Betriebe erfolgt über die Hotline 0800 4555520.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Januar 2021)

Wer eine Bewerbung schreibt, macht das nicht in einer viertel Stunde. Und wer sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet, macht das nicht in einer halben Stunde. Erst die Recherche über den gewünschten Ausbildungsplatz (oder Arbeitsplatz) versetzt einen in die Lage, eine gute Bewerbung zu schreiben und ein gutes Bewerbungsgespräch zu führen. Aber: Wo sind die relevanten Informationen zu finden?

Fast jedes Unternehmen, jede Institution oder Behörde besitzt heutzutage eigene Internetseiten. Dort solltet Ihr suchen. Diese Information klingt banal, ist sie aber nicht. Sie macht zum einen deutlich, dass die Originalquelle am besten geeignet ist, um gesichertes Wissen zu bekommen. Und zum anderen sagt sie, dass es nicht damit getan ist, den Blick über die Startseite schweifen zu lassen. Ihr solltet Euch auch die vermeintlich weniger interessanten Seiten ansehen. Zum Beispiel das Impressum.

Es ist gar nicht selten, dass Betriebe oder Behörden im Internet eine Unterseite haben, die „Kontakt“ heißt, auf der sich aber lediglich ein Eingabefeld für einen E-Mail-Text befindet, nicht aber die Namen von Kontaktpersonen. Wollt Ihr aber wissen, wie der Inhaber oder die Geschäftsführerin heißen, um diese in Eurem Bewerbungsschreiben direkt ansprechen (anschreiben) zu können, dann bringt einen der Blick ins Impressum weiter. Und Euer Text beginnt gleich viel höflicher und respektvoller. Übrigens: Meist ist das Impressum entweder ganz oben oder ganz unten auf der Internetseite zu finden, oft in einer recht kleinen Schrift und gleich neben dem Link zum Datenschutz.

Sucht Euch die Internetseite des Ausbilders, bei dem Ihr Euch bewerbt und bei dem Ihr zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen seid. Schaut die Seiten an. Lest. Macht Notizen. Bereitet alles so vor, als wolltet Ihr in der Schule einen kleinen Vortrag halten. Im Bewerbungs-gespräch werdet Ihr sehen, wie Euch das hilft. Ihr werdet Euch mit diesem Wissen bestimmt von manchen Mitbewerberinnen und Mitbewerbern abheben können.

Manche Institutionen oder Unternehmen haben im Internet eine Unterseite, auf der sie die Firmenhistorie beschreiben. Solche Geschichten sind oftmals sogar ganz spannend zu lesen. Das verschafft Euch ein gutes Grundlagenwissen für ein Bewerbungsgespräch. Schaut Euch auf jeden Fall auch Seiten an, die Selbstpräsentation, Unternehmensstruktur, Angebotspalette, Produkte, Marken und Dienstleistungen heißen. So wisst Ihr, an welchen Projekten momentan gearbeitet wird oder wie sich beispielsweise ein Unternehmen am Markt positioniert. Und vergesst nicht den Blick auf die Seite mit Pressemitteilungen. Die gibt es fast immer und richtet sich eigentlich an Journalistinnen und Journalisten, Euch aber kann sie auch sehr helfen. Dort sind die aktuellsten Mitteilungen zu finden. Jüngere Informationen über den potenziellen Ausbilder werdet Ihr kaum finden. Und zusätzlich entdeckt Ihr vielleicht das eine oder andere Pressefoto, auf denen die wichtigsten Personen aus dem Unternehmen, dem Verband oder der Behörde zu sehen sind. Wenn Ihr dann zum Bewerbungsgespräch kommt und einige Leute bereits mit dem richtigen Namen ansprechen könnt, gibt das sicherlich einen Pluspunkt.

Manche Unternehmen geben auf Ihren Internetseiten auch sogenannte Referenzen an. Das heißt, sie bilden beispielsweise mit Logos ab, für welche Auftraggeber sie schon tätig waren. Auch diese Internetseite vermittelt interessantes Wissen, das gut in ein Bewerbungsgespräch einfließen kann – zumal dann, wenn Ihr noch auf den Internetseiten des einen oder anderen Referenz-Unternehmens recherchiert habt, was dieses macht oder wo zusammengearbeitet worden ist.

Je umfangreicher Eure Recherche ausfällt und je mehr Daten Ihr sammeln konnten, desto besser seid Ihr auf ein Bewerbungsgespräch vorbereitet. Ihr werdet Fragen viel schneller und vor allem konkreter beantworten können, die vielleicht lauten: Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben? Was interessiert Sie an diesem Ausbildungsweg? Was motiviert Sie zur angestrebten Ausbildung? Und was motiviert Sie zur angestrebten Ausbildung bei uns? Selbst Fragen zu persönlichen Eigenschaften und schulischen Qualifikationen lassen sich viel leichter beantworten, wenn man zuvor herausgefunden hat, wofür ein Unternehmen, eine Institution oder eine Behörde steht.

Für einen Ferienjob wäre ein solcher Aufwand zu groß. Aber der Ausbildungsplatz als Einstieg in ein ganzes, langes Berufsleben sollte diese Zeit wert sein, oder?

Von Andreas Speen

(veröffentlicht im März 2021)

Eltern sind wichtige Ratgeber, wenn es um den beruflichen Weg ihrer Kinder geht. Sie kennen deren Talente, Interessen aber auch Schwächen. Das macht sie zu ganz besonderen Berufsberaterinnen und Berufsberatern.

Die Corona-Pandemie hat das Leben erheblich verändert, das von Euch und auch das der Wirtschaft. Deshalb haben sich in diesem Jahr viele Jugendliche und Eltern gefragt, ob es sinnvoll ist, jetzt eine Ausbildung zu beginnen. Auch den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss ist diese Frage ganz oft gestellt worden: „Lohnt sich eine Bewerbung in diesen Zeiten überhaupt?“ Die Antwort ist immer eindeutig gewesen: „Ja.“

Jetzt, am Ende des Jahres, zeigt sich, dass der Ausbildungsstart auch in Corona-Zeiten gelingen kann. Zwar hat der sich beim einen oder anderen verzögert. Letztlich aber haben die Unternehmen wieder viele Ausbildungsplätze bereitgestellt, was für sie und ihre Fachkräfte der Zukunft von großer Bedeutung ist. Fragt Ihr nun die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss, wie es mit einem Ausbildungsstart im nächsten Jahr aussieht, dann fällt ihre Antwort genauso überzeugt aus: „Ja, Ausbildung lohnt sich.“

Die nächsten Wochen sollten die Schulabgänger von 2021 also nutzen, um sich in ihrer Berufswahl klarzuwerden. Dabei hilft die Agentur für Arbeit. Dabei können vor allem aber auch die eigenen Eltern helfen, denn: Eltern sind wichtige Ratgeber, wenn es um den beruflichen Weg ihrer Kinder geht. Sie kennen die Talente aber auch Schwächen ihrer Kinder, deren Interessen oder vielleicht längst vergessene Erlebnisse auf der Kindheit, die Euch eine Idee geben könnten, wohin es beruflich gehen soll. Welcher kleine Junge wollte nicht Feuerwehrmann werden? Welches Mädchen nicht Tierärztin? Wer hat nicht davon geträumt, einmal selbst mit Kindern zu arbeiten oder irgendwann sein eigenes Unternehmen zu leiten? Lasst Euch beim Erinnern an Berufswünsche von damals von euren Eltern helfen, um Eure Phantasie heute anzuregen.

Ihr und Eure Eltern seid wegen der Corona-Pandemie unsicher, welche Berufe eine Zukunft haben? Niemand kann in die Zukunft schauen, klar ist aber: Der Fachkräfte-Engpass wird durch Corona vielleicht verschoben, aber nicht aufgehoben. Auch gibt es Branchen, die trotz oder gerade wegen der aktuellen Lage zukunftssicher scheinen. Beispiele sind der Öffentliche Dienst, das Gesundheits- und Sozialwesen. Darüber hinaus bestand zuletzt insbesondere im Handwerk und in technischen Berufen ein hoher Fachkräfte-Bedarf. Steigende Bedarfe sind momentan außerdem in der Logistik und im weiten Feld von IT und Telekommunikation zu verzeichnen.

Lasst Euch bei der Berufswahl von euren Eltern begleiten, bis die Entscheidung für eine Ausbildungsstelle oder eine berufliche (Neu-)Orientierung getroffen ist. Sprecht mit ihnen über Eure Talente und Begabungen, und denkt zusammen nach, welche Berufe und Studiengänge zu diesen individuellen Stärken passen. Hilfe und Orientierung soll Eltern bei diesem wichtigen Projekt ein Faltblatt der Arbeitsagentur Mönchengladbach geben (Link einfügen auf Elternratgeber), das in diesem Sommer erschienen ist.

Einen ersten Überblick über angebotene Ausbildungsstellen in Eurem Umfeld vermittelt die Internetseite www.jobboerse.arbeitsagentur.de. Ein noch größeres Angebot kann die Berufsberatung der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss passgenau in einem Beratungsgespräch ermitteln. Hierfür einfach einen Termin vereinbaren: 02161 4042500 (Mönchengladbach) oder 02131 9542500 (Rhein-Kreis Neuss), immer Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr oder Freitag von 10 bis 12 Uhr.

Von Andreas Speen

(veröffentlicht im Dezember 2020)

Mit einem Anschreiben voller Fehler verbaut Ihr Euch möglicherweise die Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Wie Ihr die Anzahl von Fehlern in Rechtschreibung und Zeichensetzung reduzieren könnt, beschreibt Euch diesmal der Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss.

Nummer 49

Ein Gedankenspiel: Ihr seid Personalchef, sucht einen neuen Auszubildenden im Kaufmännischen und lest Euch zwei Bewerbungen durch. Das eine Anschreiben ist fast fehlerfrei, das andere Anschreiben strotzt vor Fehlern. Welcher Bewerber erscheint Euch kompetenter? Wen würdet Ihr zum Bewerbungsgespräch einladen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Es ist nicht für jeden Beruf wichtig, fehlerfrei schreiben zu können. Für einen Personalverantwortlichen ist es aber wichtig, an einem Bewerbungsschreiben ablesen zu können, wie sorgfältig der Bewerber oder die Bewerberin arbeitet. Deshalb ist es für Euch wichtig, die Anzahl von Fehlern in Rechtschreibung und Zeichensetzung zu reduzieren, um die Chance auf ein Bewerbungsgespräch zu erhöhen. Deshalb hier eine Übersicht über besonders häufige Fehler:

1. Flüchtigkeitsfehler passieren jedem. Manche fallen einem auf, sobald man seinen Text noch einmal mit Ruhe durchliest. Andere bleiben auch trotz gründlichsten Lesens in Texten stehen, obwohl man es eigentlich besser weiß. Das passiert jedem. Hilfreich ist es deshalb, einen Text ein oder zwei Tage zur Seite zu legen, um ihn dann noch einmal konzentriert zu lesen. Garantiert fallen Euch dann noch einmal weitere Fehler auf. Falls Euch dazu allerdings die Zeit fehlt, solltet Ihr das Textbild verändern. Auch das hilft dabei, weitere Fehler zu entdecken. Ändert beispielsweise vorübergehend die Schriftart, vergrößert den Zeilenabstand oder wechselt beim Seitenlayout von Hoch- zu Querformat. Ihr werdet überrascht sein, was das mit einem Text macht.

2. Einige Rechtschreibfehler kommen besonders oft in Texten vor. Wer sie kennt, kann sie vermeiden. Hier ein paar Beispiele von Wörtern, die in einem Bewerbungsanschreiben vorkommen könnten:

FALSCHRICHTIG
AddresseAdresse
daßdass (nach kurzem Vokal folgt ein ss, deshalb schreibt man Straße auch mit ß)
des weiterendes Weiteren
eigendlicheigentlich
entgültigendgültig
FittnessFitness
Herzliche GrüsseHerzliche Grüße
Hobbie, HobbiesHobby, Hobbys
im folgendenim Folgenden
im vorausim Voraus
läßtlässt
MaschieneMaschine
persöhnlichpersönlich
SchlußSchluss
seid vier Jahrenseit vier Jahren ("seid" ist die zweite Pluralform des Verbs "sein", und "seit" bezieht sich immer auf die Zeit)
StrasseStraße
unter Anderemunter anderem
zum Einen ... zum Anderenzum einen ... zum anderen

3. Leerzeichen vor einem Satzzeichen schleichen sich auch immer wieder als Fehler in Texte ein. Die sind , wie soll ich sagen , nicht nur unnötig , sondern auch falsch ! Denn so sieht es richtig aus: Die sind, wie soll ich sagen, nicht nur unnötig, sondern auch falsch.

4. Mit Bindestrichen und Gedankenstrichen ereignen sich ebenfalls gerne Fehler. Der Bindestrich ist kurz und verbindet etwas ("Zeugnis-Kopie" oder "Binde- und Gedankenstrich"), und nur der Gedankenstrich ist lang, da er Raum zum Nachdenken geben soll ("Fehler sind menschlich – in einer Bewerbung aber zu vermeiden").

5. Für Irritationen sorgen auch Groß- und Kleinschreibung nach einem Doppelpunkt. Klein geht es nach einem Doppelpunkt weiter, wenn kein vollständiger Satz folgt. Groß geht es entsprechend weiter, sobald sich ein selbstständiger Satz mit Subjekt und Verb oder ein Zitat in direkter Rede anschließt.

6. "Mit freundlichen Grüßen" enden in der Regel Bewerbungsschreiben. Was dabei oft falsch gemacht wird, ist, dass ein Komma hinter „Grüßen“ gesetzt wird. Weniger ist manchmal mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Speen

(erschienen Januar 2022)

Wie für euch gemacht, ist die bundesweite "Woche der Ausbildung". Zwischen dem 14. und 18. März 2022 könnt ihr als Jugendliche und junge Erwachsene unter dem Motto "Heute Azubi, morgen Fachkraft“"gebündelt erfahren, wie ihr euren Weg ins Berufsleben gestalten könnt. In Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss gibt es offene Gesprächsangebote, Elternsprechstunden und eine virtuelle Veranstaltung über die Ausbildung in Teilzeit.

Nummer 54

Ein erfolgreicher Start ins Berufsleben beginnt immer zunächst damit, sich zu orientieren und beraten zu lassen. "Durch die anhaltende Corona-Pandemie fällt das bisher allerdings auch in diesem Jahr nicht leicht. Deshalb werden die Berufsberatung und die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit in diesem Jahr während der ,Woche der Ausbildung‘ besonders viel vor Ort sein, um mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen. Wir laden jede und jeden ein, unsere offenen Gesprächsangebote zu besuchen", wirbt Philipp Scharner, Teamleiter der Berufsberatung der Arbeitsagentur im Rhein-Kreis Neuss, für die Aktionswoche.

Betriebe, Behörden und andere Arbeitgeber haben für dieses Jahr bereits fast 2.750 Ausbildungsstellen für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss gemeldet. Das sind rund 11 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Findet während der "Woche der Ausbildung" heraus, ob für euch etwas Passendes dabei ist. "Das Interesse der Unternehmen ist groß, junge Menschen als Fachkräfte von morgen an Bord zu holen", erklärt Dirk Jentges, Teamleiter der Berufsberatung in Mönchengladbach, im Gespräch für den Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten", den die Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss wöchentlich herausgibt.

In der Mönchengladbacher Innenstadt macht die Berufsberatung am Dienstag, 15. März 2022, und Donnerstag, 17. März 2022, offene Gesprächsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene mit Ausbildungsinteresse. Anzutreffen sind die Berater und Beraterinnen im Minto an der Hindenburgstraße. Im Rhein-Kreis Neuss besuchen die Beraterinnen und Berater am Mittwoch, 16. März 2022, den Jugendtreff "Rheinflanke" in Grevenbroich, am Mittwoch, 16. März 2022, die Diakonie-Jugendeinrichtung "Die Rübe" in Dormagen sowie am Donnerstag, 17. März 2022, den AWO-Treff "Further Hof" in Neuss.

Offene Telefonsprechstunden der Berufsberatung für Eltern von Jugendlichen mit Ausbildungsinteresse werden am Montag,14. März 2022, sowie am Dienstag, 15. März 2022, angeboten. Und für Freitag, 18. März 2022, wird zu einer virtuellen Informationsveranstaltung zur Teilzeitausbildung eingeladen. Anmeldungen für das Kooperationsangebot der Jobcenter Mönchengladbach und Rhein-Kreis Neuss sowie der Agentur für Arbeit Mönchengladbach erfolgen bis zum 17. März 2022 per E-Mail an moenchengladbach.biz@arbeitsagentur.de unter Angabe eures Vornamens, Namens und einer Telefonnummer für eventuelle Rückfragen. Nach der Anmeldung wird euch ein Link für die Veranstaltungsplattform Teams zugeschickt, so dass ihr teilnehmen könnt.

Schaut euch doch mal das gesamte Programm mit allen dazugehörenden Uhrzeiten zur "Woche der Ausbildung" für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss an:

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Von Andreas Speen

(erschienen März 2022)

Das letzte Schuljahr ist zu Ende gegangen. Viele Familien sind nun unsicher, wie es mit der Zahlung des Kindergeldes weitergeht. Der Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" gibt diesmal einige Tipps, die vor allem für Eltern interessant sein können.

Nummer 67

Grundsätzlich erhalten Eltern für Kinder bis zum 18. Lebensjahr Kindergeld. Aber auch nach der Vollendung des 18. Lebensjahres kann Anspruch auf Kindergeld bestehen, zum Beispiel, wenn das Kind eine Schul- oder Berufsausbildung, ein Studium oder ein Praktikum absolviert. Weil es nach dem Schulende in aller Regel jedoch nicht nahtlos weitergeht, gibt es Kindergeld ebenfalls während einer Übergangsphase von längstens vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten.

"Kindergeld kann aber auch weiterhin gezahlt werden, wenn sich die Unterbrechung unverschuldet etwas länger hinzieht, während das Kind sich aktiv um einen Ausbildungs- oder Studienplatzplatz bemüht oder nach Zusage auf den Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums wartet", heißt es seitens der Familienkasse. "Hierfür genügt die Zusendung eines Nachweises über die Bewerbungsbemühungen, den Ausbildungs- oder Studienbeginn oder einer Schulbescheinigung an die Familienkasse vor Ort." Eine Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit ist in diesem Zeitraum nicht erforderlich. Wichtig sei immer, die Pläne des Kindes nach Schulzeitende schriftlich mitzuteilen: "So können die Zahlungen aufrechterhalten werden."

Auch während des Bundesfreiwilligendienstes oder ähnlicher Dienste - FSJ, FÖJ sowie anerkannte Freiwilligendienste im In- oder Ausland wie Freiwilligendienst aller Generationen oder entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts" - kann Kindergeld gezahlt werden.

Falls das Kind nach dem Ende der Schulausbildung noch keine weiteren Pläne für eine unmittelbar anschließende Ausbildung hat, kann ein Kindergeldanspruch während der Arbeitsuche bestehen - hierzu muss sich das Kind bei der Agentur für Arbeit wiederum arbeitsuchend melden.

Auch für volljährige Kinder kann das Online-Angebot unter www.familienkasse.de genutzt werden. Hier können Nachweise über den Ausbildungs- oder Studienbeginn sowie Schulbescheinigungen bequem elektronisch an die Familienkasse übermittelt werden. Telefonisch ist die Familienkasse Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr kostenfrei unter 0800 4555530 erreichbar.

Von Andreas Speen

(erschienen August 2022)

Berufsberaterinnen und Berufsberater findet ihr an jeder Schule. Aber nicht nur dort. Es lohnt sich, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Auch für Eltern. Im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" geht es heute darum, wobei euch eine Berufsberaterin oder ein Berufsberater helfen kann.

Nummer 65

Egal, ob Hauptschule, Berufliches Gymnasium oder Berufskolleg, ob Gesamtschule, Gymnasium oder Realschule: Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit findet ihr an jeder Schule. Meist kommen wir ab der achten oder neunten Klasse zu euch in den Unterricht, um euch auf dem Weg in eine Ausbildung oder zum Studium zu begleiten. Wir bieten euch aber auch regelmäßig Sprechstunden an. Entweder in der Schule oder in unseren Büros in Mönchengladbach, Neuss, Dormagen und Grevenbroich. Dazu ist zunächst einmal zu wissen, dass wir neutral und kostenfrei beraten. Wenn ihr zu uns kommt, geschieht das auf freiwilliger Basis. Und was wir besprechen, bleibt unter uns. Außer, wir beschließen, uns Unterstützung zu holen – beispielsweise unseren Arbeitsgeberservice, der die Unternehmen mit Ausbildungsstellen bestens kennt.

Was konkret bieten wir euch aber nun an? Es kann um die Frage gehen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit eine Ausbildungsreife hergestellt ist wird. Wir sprechen darüber, welche Ausbildung euch interessiert oder welches Studium für euch infrage kommt. Wir können überlegen, ob es sinnvoll ist, ein Praktikum zu absolvieren, um eure Ausbildungs- oder Studienwahl zu überprüfen. Möglicherweise sind gesundheitliche Einschränkungen bei der Berufswahl zu beachten, so dass dazu Informationsbedarf bei euch besteht. Vielleicht denken wir aber auch gemeinsam darüber nach, ob ihr nach dem Schulabschluss noch etwas Zeit benötigt und euch eine "Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)" bei der Wahl eurer Ausbildung helfen könnte.

Ihr seht: Thema einer Berufsberatung kann all das sein, was für euch hilfreich ist, um den Wechsel von der Schule in den Beruf zu meistern. Vor allem geht es dabei um eine Sache: Eure Stärken suchen und eure Stärken stärken. Wir sind eure Lotsen, auf keinen Fall aber lenken wir euren Berufswahlprozess, den ihr zum Ende eurer Schulzeit durchlauft – ihr behaltet stets den Hut auf.

Je nach Schulform lernt ihr die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss ab der achten oder neunten Klasse kennen. Wir kommen zu euch in den Unterricht. Wir bieten euch unterschiedliche Tests zur Berufs- und Studienorientierung an. Oder wir fahren mit euch gemeinsam in das BiZ, das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur an der Lürriper Straße in Mönchengladbach. Darüber hinaus sind wir aber auch auf Ausbildungsmessen wie der "Beruf Konkret", bei Azubi-Speed-Datings oder bei Bewerbertagen anzutreffen.

Ansprechpartner sind wir in der Regel für Jugendliche und junge Erwachsen bis ungefähr 25 Jahre. Ansprechpartner sind wir aber auch für Eltern. Je nach Schulwunsch bieten wir Elternabende an. Auf jeden Fall aber können Eltern immer mit ihrem Kind in eine unserer Sprechstunden kommen. Das gilt sowohl für die Termine in den Schulen als auch für Termine, die in der Arbeitsagentur stattfinden (oder telefonisch, digital beziehungsweise als Video-Chat). Ich beispielsweise habe es gerne, wenn Schülerinnen und Schüler auch mal ihre Eltern mit zu einem Beratungstermin bringen. Sie steuern nämlich noch einmal einen anderen Blickwinkel zum Berufswahlprozess bei. Sie kennen die vielleicht verborgenen Stärken ihrer Kinder, welche die Jugendlichen selbst möglicherweise (noch) nicht sehen. Eben nach dem Motto: Stärken suchen und Stärken stärken.

Sprecht uns an. Gerne auch bei euch auf dem Schulhof.

Von Alexandra Kronenthal

(erschienen Juni 2022)

An einem Nachmittag acht Berufskollegs aus Mönchengladbach kennenlernen – das ermöglicht unser "Nachmittag der Berufskollegs 2023" im Berufsinformationszentrum in Mönchengladbach. Vor der Corona-Pandemie hatte der jedes Jahr stattgefunden. Jetzt ist es am Donnerstag, 19. Januar 2023, wieder so weit. Warum sich ein Besuch lohnt, darüber möchte ich im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" kurz berichten.

Nummer 77, erschienen Januar 2023

Als Schülerinnen und Schüler könnt ihr beim "Nachmittag der Berufskollegs 2023" an acht Ständen von Berufskollegs aus Mönchengladbach entlangschlendern und euch in lockeren Gesprächen informieren, welche schulischen Ausbildungsmöglichkeiten an der jeweiligen Einrichtung angeboten werden und welche Schulabschlüsse ihr dort erwerben könnt. Außerdem ist unser Team der Berufsberatung anwesend, um euch allgemeine Fragen rund um Schule,  Ausbildung und Studium zu beantworten.

Diese acht Berufskollegs aus Mönchengladbach werden sich am Donnerstag, 19. Januar 2023, von 15.30 bis 17.30 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit an der Lürriper Straße 56 in Mönchengladbach präsentieren: Berufskolleg der Evangelischen Stiftung  Hephata, Bischöfliche Liebfrauenschule, Berufskolleg Platz der Republik für Technik und Medien, Maria-Lenssen-Berufskolleg, Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik, Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung, Berufskolleg Volksgarten für Wirtschaft und Verwaltung sowie das Weiterbildungskolleg Linker Niederrhein (Abendrealschule und Abendgymnasium des Kreises Viersen), das über Standorte in Viersen, Mönchengladbach und Krefeld verfügt. Da die acht Berufskollegs aus Mönchengladbach ganz unterschiedliche Fachschwerpunkte anbieten, dürfte sich der Besuch des "Nachmittags der Berufskollegs 2023" ganz abwechslungsreich gestalten. Diese reichen von Technik und Bekleidungstechnik, über Wirtschaft und Verwaltung, bis zu Sozialem, Erziehung, Gesundheitswesen und Kosmetik. Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse, wenn ihr euch schulisch und beruflich orientieren möchtet. Ein Besuch ist während des Veranstaltungszeitraums jederzeit möglich.

Übrigens: Informationen über die schulische Ausbildung in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss findet ihr rund um die Uhr im "Digi BiZ" unserer Agentur für Arbeit. Klickt dazu einfach hier.

Von Heike Karsch

Wenn sich „Schnucki“ oder „Schlumpfi“ um eine Ausbildungsstelle bewerben, werden sie Erfolg haben? Wohl eher nicht. Es gibt so einige Dinge, die bei einem Bewerbungsanschreiben zu beachten sind, um Patzer zu vermeiden.

„Schnucki“ und „Schlumpfi“ sind nur Beispiele. Sie stehen für E-Mail-Adressen wie „Schnucki2002@“ oder „Schlumpfi17@“. Im Privaten mögen sie lustig sein, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sollten sie aber durch eine seriöse E-Mail-Adresse ersetzt werden. Aber der Reihe nach.

Eine Bewerbung besteht aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und Zeugnissen. Und der erste mögliche Patzer lauert gleich ganz weit oben auf der ersten Seite des Anschreibens. Ihr habt Eure Adresse in den Briefkopf geschrieben. Gut. Und dann kommt sie, die sogenannte Betreffzeile: „Bewerbung als Kaufmann“. Und schon weiß der Personaler oder künftige Chef, dass sich der Bewerber eher weniger mit dem angestrebten Beruf auseinandergesetzt hat. Hier gehört die korrekte Berufsbezeichnung hin, zum Beispiel „Kauffrau im Einzelhandel“ oder „Kauffrau Büromanagement“, und der Schreiner heißt als Berufsbezeichnung inzwischen Tischler. Achtet auf die Details, informiert Euch und schreibt als Frau die weibliche Berufsbezeichnung.

Details sind auch in der folgenden Zeile wichtig: die Anrede. In Zeiten der schnellen Suche im Internet wird von den Betrieben erwartet, dass der Name des zuständigen Ansprechpartners oder Chefs leicht herausgefunden werden kann. Seid genau und schreibt nicht: „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Zum Anschreiben lässt sich viel erklären. Für dieses Mal beschränke ich mich auf zwei Dinge, die unbedingt vermieden werden sollten, um Patzer zu verhindern. Das eine ist die Umgangssprache. „Ich mag mich gerne beschäftigen mit …“ lese ich als Berufsberaterin der Arbeitsagentur für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss gar nicht selten, wenn Schüler und Schülerinnen mich um Rat bitten. Dann helfe ich ihnen gerne, die Sätze umzuformulieren. Aus dem Satz „Ich zocke gerne Computerspiele“ könnte dabei beispielsweise „In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Computerspielen“ werden.

Das zweite sind die Fähigkeiten und Kenntnisse. Bevor ich mich hinsetze und eine Bewerbung schreibe, sollte ich mich mit diesen Fragen beschäftigen: Wer bin ich? Was kann ich? Was bringe ich mit? Vielleicht habe ich einen Nebenjob, mit dem ich eine besondere Kenntnis belegen kann, oder ich helfe in der Nachbarschaft, womit ich eine besondere Fähigkeit benennen kann. Dann sollte ich das in meinem Bewerbungsanschreiben durchaus erwähnen. Aber: Bitte nicht übertreiben, da einem das vielleicht schon im Bewerbungsgespräch spätestens aber in der Ausbildung vor die Füße fallen könnte.

Auf das Vermeiden von Rechtschreibfehlern oder falsch gesetzten Kommata weise ich diesmal nur kurz hin. Mehr zu sagen gibt es zum Bewerbungsfoto. Es besteht keine Pflicht, ein solches einzureichen. Es hilft aber, einen Eindruck von sich zu vermitteln. Allerdings sollte es der richtige Eindruck sein. Bitte keine Freizeitbilder. Nicht zu aufreizend gekleidet. Und das Posieren für Fotos, wie wir es aus den sozialen Medien kennen, ist für ein Bewerbungsfoto auch nicht angebracht. Wichtig ist ein ordentlicher Hintergrund. Ich zumindest tue mich schwer, ein weißes Hemd vor weißer Wand zu erkennen. Und wo wir beim Hemd sind: Wer als Mann ins Kaufmännische gehen möchte, sollte sich für das Foto vielleicht ein Hemd anziehen. Ansonsten kann es natürlich auch lockerer sein. Es sollte halt immer gut überlegt werden: Was passt zum angestrebten Ausbildungsberuf?

Über die Unterlagen, die bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz eingereicht werden müssen, werde ich in einer späteren Folge des Blogs „Gut beraten ins Berufsleben starten“ berichten. Fragen dazu beantworten aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsinformationszentrums (BiZ) für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss. Sie bieten unter anderem folgende Dienstleistungen an: Optimierung von Bewerbungen per E-Mail; Beantworten von Fragen rund um Bewerbung, Berufs- und Studienwahl per E-Mail oder Telefon. Sie können telefonisch unter 02161 4042250 oder per E-Mail an moenchengladbach.biz@arbeitsagentur.de erreicht werden.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Februar 2021)

Praktika dienen der Orientierung, und sie bereichern den Lebenslauf. Derzeit sind Praktika jedoch nicht leicht zu bekommen. Die Suche muss somit intensiver erfolgen, vielleicht auch auf andere Berufsfelder ausgedehnt werden. Corona-Tests und Verwandte, die nicht in der eigenen Heimatstadt leben, könnten die Suche nach einer Praktikumsstelle zum Erfolg führen.

Jeder Schüler, jeder Schülerin muss in der Mittel- und in der Oberstufe sogenannte Pflichtpraktika absolvieren. Aufgrund der Corona-Pandemie sind diese momentan allerdings nicht immer leicht zu bekommen. Deshalb erleben wir in der Berufsberatung teilweise desillusionierte Jugendliche, mit denen wir dann daran arbeiten, alternative Lösungen zu finden.

Zunächst einmal sollten wir uns klarmachen, dass ein Praktikum nicht nur dazu dient, einen bestimmten Wunschberuf kennenzulernen. Darüber hinaus geht es auch darum, den Umgang mit fremden erwachsenen Menschen zu üben und zu lernen, einen betrieblichen Tag aufmerksam zu durchstehen. Beides lässt sich auch in einem anderen als dem Wunschberuf lernen. Wir sollten also tun, was uns die Corona-Pandemie gelehrt hat: Manchmal müssen wir uns neu orientieren. Das gilt für den Schulunterricht gleichermaßen wie für die Treffen mit Freunden, das Vereinsleben oder eben das Schülerpraktikum.

Kein Praktikum zu machen, ist allerdings keine Lösung. Schließlich sind erste berufliche Erfahrungen für den Lebenslauf, der bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen noch nicht viele Punkte umfasst, sehr wichtig. Deshalb sollte man für sich neben dem ersten Berufswunsch auch eine erste Alternative definieren, vielleicht auch eine zweite. Die Jobbörse der Agentur für Arbeit bietet eine Übersicht über die Ausbildungsplätze in der Region (hierzu Link einfügen), und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Unternehmen, die Auszubildende suchen, auch Praktikanten nehmen. Klickt Euch einfach mal durch die Seiten. Scheut Euch aber auch nicht, in der coronabedingt nicht leichten Situation, auch familiäre Kontakte zu Unternehmen zu nutzen. Bindet Eltern, Großeltern, Onkel oder Tanten in Eure Suche ein. Sie alle kennen Arbeitgeber, die vielleicht weiterhelfen können.

Und wo wir gerade bei Verwandten sind. Denkt einmal darüber nach, ob vielleicht jemand aus Eurer Familie in einer anderen Region in Deutschland lebt, bei dem Ihr für ein oder zwei Wochen unterkommen könntet. Das würde Euch sehr helfen, wenn es in Eurer Heimatstadt den gewünschten Praktikumsplatz gerade nicht gibt. Möglicherweise gibt es den aber dort.

Corona ist für Euch in der Familie und in der Schule zurzeit ein großes Thema. Dasselbe gilt für die Betriebe, in denen Ihr ein Praktikum machen möchtet. Auch die müssen mit den Folgen und Einschränkungen der Pandemie umgehen. Deshalb ist es vielleicht ganz pfiffig, wenn Ihr in Eure Bewerbung schreibt, dass Ihr gerne bereit seid, Euch regelmäßig testen zu lassen. Das dürfte Eure Chancen auf ein Praktikum sicherlich erhöhen.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im April 2021)

Besonders gefragt sind Eltern, wenn ihre Kinder in die Berufswahl einsteigen. Das bestätigt nicht zuletzt die "SINUS-Jugendstudie 2020" der Bundeszentrale für politische Bildung. Eltern nimmt am Mittleren Niederrhein auch die Kommunale Koordinierung der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) in den Fokus. Sie bietet ihnen im März 2022 mit Partnern der Berufsorientierung und der Wirtschaft zwei digitale Informationsveranstaltungen an.

Nummer 53

"Im Orientierungsprozess sind die Familienangehörigen besonders wichtige Bezugspersonen. Unabhängig davon, ob sie sich inhaltlich auskennen oder nicht, bieten sie einen großen Rückhalt. Ihre Unterstützung führt mitunter dazu, dass sich die Jugendlichen weniger Sorgen machen", erklärt die "SINUS-Jugendstudie 2020" der Bundeszentrale für politische Bildung zum Einstieg in die Berufsorientierung und ergänzt als weitere Erkenntnis aus Befragungen und Interviews mit jungen Menschen zwischen 14 und 17 Jahren: "Die Initiative kommt dabei weniger von den Jugendlichen selbst; gemeinhin wird das Thema von den Familienangehörigen angestoßen."

Eltern oder andere nahe Familienmitglieder können sich auf solche Gespräche vorbereitet. Die Agentur für Arbeit stellt ihnen vielfältige Informationen im Internet bereit und lädt sie jederzeit zu Gesprächen mit der Berufsberatung ein. Ganz gezielt auf Eltern zugeschnitten sind zudem zwei digitale Informationsveranstaltungen mit dem Titel „Endspurt Schule – Zielgerade Beruf“, die am Mittleren Niederrhein die Kommunale Koordinierung der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) organisiert hat. Expertinnen und Experten der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer Düsseldorf und der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein sowie zwei Auszubildende informieren am 3. und 9. März 2022, jeweils ab 19 Uhr, und geben Tipps, wie Eltern die Berufs- und Studienwahl ihrer Kinder – auch in Zeiten der Corona-Pandemie – bestmöglich unterstützen können. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit, Fragen an die Vortragenden zu richten. Die Inhalte der beiden Veranstaltungen sind identisch und ermöglichen den Eltern, einen geeigneten Termin für sich zu finden.

Wie kann vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie der Berufseinstieg gut gelingen? Wie geht es nach der Schule weiter? Am Mittleren Niederrhein laden das KAoA-Team mit den Partnern der Berufsorientierung und der Wirtschaft Eltern der Abschlussjahrgänge der Mittel- und Oberstufe ein. Weitere Informationen und die Einwahldaten zu den Terminen sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind unter https://fachkräfte-für-morgen.de/elternabende zu finden.

Von Andreas Speen

(erschienen Februar 2022)

"Beruf regional - Deine Zukunft!" ist der Titel einer jährlichen Broschüre, die über Ausbildung, Schule und Studium in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss informiert. Ans Herz legen möchte ich Euch im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" diese Regionalschrift der Agentur für Arbeit, weil sie Euch Starthilfe für die Berufswahl geben.

Nummer 73

52 Seiten umfasst die Schrift im Schuljahr 2022/23. Sie richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die im kommenden Jahr mit einer Ausbildung oder einem Studium beginnen möchten oder die sich informieren möchten, wie der weitere Schulweg so gestaltet werden kann, dass der Berufseinstieg in einigen Jahren erfolgreich gelingt.

Als allererstes gibt Euch die Broschüre einen Fahrplan an die Hand, ab wann und in welcher Reihenfolge die Berufsorientierung ablaufen sollte. Natürlich handelt es sich um den Idealfall, der hier beschrieben wird. Aber sicherlich hilft es Euch zu wissen, wie Ihr gleich am Anfang herausfinden könnt, wo Eure Stärken und Interessen liegen.

"Beruf regional - Deine Zukunft!" ist eine lokale Ergänzung zu den Apps, Internetseiten und Broschüren der Bundesagentur für Arbeit, die der Berufsorientierung dienen. Die Broschüre hilft Euch, mögliche Ausbildungsberufe und deren Alternativen kennenzulernen. Eine Tabelle zeigt beispielsweise auf, wie die Situation und Chancen in den unterschiedlichen Ausbildungsberufen in Eurer Heimat aussehen und welche Ausbildungsberufe es in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss gibt. Wusstet Ihr beispielsweise, dass es jedes Jahr aufs Neue eine Top-10-Liste der Berufswünsche von Schülerinnen und Schülern gibt, die fast immer gleich aussieht? Dem setzen die Regionalschriften der Agentur für Arbeit eine acht Seiten lange Liste entgegen mit Berufen, die bei Euch in der Region erlernt werden können. Lasst Euch davon einfach mal animieren, über Euren Wunschberuf und mögliche Alternativen nachzudenken.

Ein anderer Abschnitt der Regionalschrift behandelt die schulische Ausbildung und welche Angebote es in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss gibt. Dazu werden Kontaktdaten zu den Schulen aufgelistet und Erklärungen gegeben, welche Voraussetzungen für diese Form der Ausbildung erfüllt werden müssen. Die Bildungsgänge der Berufskollegs werden ebenfalls dargestellt. Und nicht zuletzt wird erklärt, wie Ihr mit Eurem bisherigen Schulabschluss weitermachen und den nächsthöheren Abschluss erreichen könnt. Das macht "Beruf regional - Deine Zukunft!" zu einer Broschüre für Schülerinnen und Schüler sowohl der Sekundarstufe I als auch der Sekundarstufe II.

Die Regionalschrift kann im Internet als pdf heruntergeladen werden (hier klicken), und sie liegt im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit an der Lürriper Straße 56 in Mönchengladbach zur kostenfreien Mitnahme aus. Außerdem sind den wichtigsten Bausteinen der Broschüre eigene Internetseiten gewidmet:

Weiterführende Schulen mit und ohne Erstem Schulabschluss

Weiterführende Schulen ab mittlerem Schulabschluss (FOR)

Schulische Ausbildung vor Ort - Berufsbilder von A bis E

Schulische Ausbildung vor Ort - Berufsbilder von G bis K

Schulische Ausbildung vor Ort - Berufsbilder von L bis Z

Von Heike Karsch

(erschienen September 2022)

Unabhängig von der Corona-Pandemie greifen immer mehr Unternehmen auf Online-Bewerbungen zurück. Was jetzt aber immer häufiger genutzt wird, ist das Bewerbungsgespräch per Videochat.

Bei einem Vorstellungsgespräch per Videochat gelten dieselben Regeln wie bei einem persönlichen Gespräch. Angemessene Kleidung sollte getragen werden, man sollte sich nicht zu starke stylen und Pünktlichkeit sind auch hier wichtige Kriterien. Darüber hinaus gilt: In die Kamera schauen, damit der Arbeitgeber einem direkt in die Augen schauen kann.

Im Vorfeld des Bewerbungsgesprächs, solltest Du dich nicht nur über deinen möglichen Ausbildungsbetrieb und den dort angebotenen Ausbildungsgang informieren, sondern mit Freunden oder Familie auch die Technik an dem Computer testen. Mir ist es kürzlich so gegangen, dass die Kamera an meinem Rechner nach einem Update plötzlich nicht mehr funktionierte. Bis ich das Problem behoben hatte, lief mein wichtiger Termin schon zehn Minuten – das sollte Dir bei einem Bewerbungsgespräch besser nicht passieren. Deshalb teste vorher die Technik – und das so frühzeitig, dass Du dir möglicherweise noch Hilfe holen könntest. Manchmal liegt das technische Problem auch nicht bei Dir. Deshalb frage Deinen potenziellen Arbeitgeber im Vorfeld nach einer Telefonnummer, unter der Du in dem Fall anrufen kannst, wenn Du beim Einwählen in dein digitales Bewerbungsgespräch Probleme hast.

Es lohnt sich möglicherweise auch, in ein gutes Headset und eine vernünftige Kamera zu investieren. Eine LAN-Verbindung ist stabiler als W-LAN. Eine Lichtquelle von vorne kann Dir beim Bewerbungsgespräch ebenfalls helfen, damit dein Gesicht nicht voller Schatten ist. Hintergrundgeräusche sollten ebenfalls minimiert werden. Vielleicht hängst Du, wie es eine Kollegin von mir macht, an deine Zimmertür auch ein selbstgeschriebenes Schild auf dem steht: „Bitte nicht stören, Bewerbungsgespräch!“

Laut, klar und deutlich sprechen, ist bei einem Bewerbungsgespräch per Videochat das A und O. Gerade beim Videochat kommt es zusätzlich auf die Mimik an. Deshalb stelle dein Gesicht natürlich und freundlich dar. Und vergiss dabei nicht die Körperhaltung, die Du vor deinem Computer einnimmst.

Damit Du die volle Aufmerksamkeit deines Gegenübers bekommst, solltest Du nicht zuletzt für einen neutralen Hintergrund sorgen, vor den Du dich mit deinem Computer setzt. Eine weiße Wand ist nicht hübsch, lenkt aber auch nicht ab wie eine Wand voller Bilder, Poster oder der Blick in ein ganzes Zimmer.

Ein komplettes Bewerbungstraining und Tipps, worauf man bei einer Online-Bewerbung achten sollte, gibt es kostenlos auf der Internetseite von Planet Beruf. Bei weiteren Fragen hilft die Berufsberatung deiner Arbeitsagentur.

Von Andreas Speen

(veröffentlicht im Dezember 2020)

In manchen Dingen fällt es nicht leicht, sich selbst einzuschätzen. Welche beruflichen Fähigkeiten besitze ich, ist eine Frage, die Schülerinnen und Schülern oft schwerfällt zu beantworten. Dabei taucht sie auf, sobald Jugendliche und junge Erwachsene sich erstmals mit Fragen der Berufswahl beschäftigen. "Check-U" nennt sich ein Selbsterkundungstool, das wir im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" einmal näher betrachten wollen.

Nummer 52

Check-U bietet eine sehr gute Orientierungshilfe für die, die noch keine berufliche Idee haben, oder für die, die zwar eine Idee haben, aber wissen möchten, was sonst noch zu ihnen passen könnte. Das Tool hilft Ausbildungsberufe und Studienfelder zu finden, die zu dir passen. "Check-U" ist ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit, bei der ich in Mönchengladbach Berufsberaterin bin. Es ist kostenfrei im Internet zugänglich, für alle Schulformen geeignet und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse. Genutzt werden kann es über Laptop, PC oder Tablet, sofern dieses einen ausreichend großen Bildschirm besitzt.

Unterteilt ist "Check-U" in vier Module, die in der Bearbeitung unterschiedlich lange dauern. Insgesamt sollte man zwei Stunden einplanen, um am Ende passende Ausbildungsberufe oder Studienfelder vorgeschlagen zu bekommen. Geeignet ist das Selbsterkundungstool nicht, um es in Gemeinschaftsarbeit zu benutzen. Vielmehr sollte man sich einen ruhigen Platz suchen, an dem man konzentriert arbeiten kann. Man muss auch nicht den gesamten Test an einem Stück durchlaufen, sondern kann Pausen einlegen, denn: Weil man sich zunächst mit einem selbstgewählten Passwort registriert, können die bereits erledigten Angaben, Aufgaben und Übungen später wieder abgerufen werden.

Angeboten werden die Module "Fähigkeiten", "Soziale Kompetenzen", "Interessen" und "Berufliche Vorlieben". In welcher Reihenfolge ich die Module bearbeite, ist dabei egal. "Fähigkeiten" ist das umfassendste Modul, in dem ich unter anderem in Mathematik getestet werde, mein Textverständnis unter Beweis stellen kann und Aufgaben zum räumlichen Vorstellungsvermögen lösen soll. Bei den "Sozialen Kompetenzen" geht es hingegen eher darum, mich selbst einzuschätzen und zu sagen, wie ich beispielsweise mit Stress umgehen kann oder wie sehr ich Teamplayer bin. Bei den "Interessen" gebe ich Auskunft darüber, welche Schulfächer ich interessant finde oder wie ich zu bestimmten Arbeitsbedingungen stehe, wie dem Arbeiten im Freien oder der körperlich anstrengenden Arbeit. Bei den "Beruflichen Vorlieben" schließlich kann ich herausfinden, ob ich zum Beispiel eher ein technischer Typ bin oder ein sozialer. Hierzu soll ich Tätigkeiten bewerten, zum Beispiel: Was interessiert mich als Aufgabe bei einer Messe mehr, den Stand aufzubauen oder Kunden am Messestand zu betreuen?

Zum Schluss erhalte ich eine Top 6 der  Ausbildungsberufe oder Studienfelder die am besten zu meinem Testergebnis passen. Diese sind zusätzlich mit ersten Informationen sowie Links zu den tiefergehenden Informationsplattformen BerufeNet und Berufe.TV der Agentur für Arbeit verknüpft. "Check-U" bietet keine Eignungsfeststellung. Vielmehr gibt das Selbsterkundungstool eine erste Einschätzung und Empfehlung ab, sich in der weiteren Berufsorientierung mit bestimmten Berufen oder Studienfeldern einmal näher zu beschäftigen. Und es darf als Aufforderung verstanden werden, sich mit dem Team der Berufsberatung für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss anschließend über die Ergebnisse weiter auszutauschen.

Von Sandra Inderfurth

(erschienen Februar 2022)

Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf oder einer Behinderung können seitens der Arbeitsagentur auf besondere Weise dabei unterstützt werden, ins Ausbildungs- und Arbeitsleben zu starten. Die ganz unterschiedlichen Angebote erlauben eine möglichst individuelle Förderung. Als Berufsberater der Agentur für Arbeit Mönchengladbach und früherer Reha-Berater für Menschen mit Behinderung möchte ich einige dieser Angebote im Blog "Gut beraten ins Berufsleben starten" vorstellen.

Viele Jugendliche starten nach der Schule in eine Ausbildung. Wenn sie dabei Hilfe benötigen, können sie diese von der Arbeitsagentur bekommen. Alle Jugendlichen können zum Beispiel während ihrer betrieblichen Ausbildung über die "Assistierte Ausbildung flexibel (AsAflex)" gefördert werden. Dabei werden die junge Menschen ganz individuell nach Bedarf unterstützt mit Stützunterricht, bei Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb oder bei der Prüfungsvorbereitung.

Für Jugendliche, für die eine betriebliche Ausbildung nicht in Frage kommt, bietet sich die "Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)“ an. Diese Ausbildung findet in kooperativer Form statt, das heißt, die Praxis erfolgt in einem Kooperationsbetrieb und die Theorie an der Berufsschule wird durch Stützunterricht bei einem Bildungsträger ergänzt.

Noch mehr Unterstützung können Jugendliche über die Reha-Berufsberatung bekommen, wenn denn Reha-Hilfen der Agentur für Arbeit aufgrund eines Handicaps notwendig sind. Das geht von theoriereduzierten Fachpraktiker-Ausbildungen, bei denen die Schule nicht so schwer ist, über Ausbildungen in Internatsform in sogenannten Berufsbildungswerken bis hin zur Eingliederung in eine Werkstatt für behinderte Menschen.

Auch einzelne Betriebe können mit sogenannten Ausbildungszuschüssen (AZ) gefördert werden, was den Anreiz für Arbeitgeber erhöhen soll, Jugendliche mit einem Handicap einzustellen.

Wichtig zu wissen, ist bei all diesen Angeboten: Die Arbeitsagentur unterstützt mit ihrer Berufsberatung und ihrer Reha-Beratung dabei, ins Ausbildungs- und Berufsleben zu starten. Inklusion wird in den Schulen und am Arbeitsmarkt gelebt. Den Übergang von Schule zu Beruf mitzugestalten, ist unsere Aufgabe. Als Berufsberater und Berufsberaterinnen gehen wir an die Schulen und laden zum persönlichen Gespräch ein. Dabei sprechen wir mit den Jugendlichen in einem geschützten Rahmen über Wünsche, Ziele und Pläne wie auch über Noten, Lernfortschritte und Gesundheit. Bei manchen Schülerinnen und Schülern sind bereits Förderbedarfe festgestellt. Bei anderen stellt sich in der Zusammenarbeit vielleicht aber auch erst heraus, dass Reha-Hilfen der Agentur für Arbeit eingesetzt werden könnten, um beim Start ins Berufsleben zu unterstützen. Für Jugendliche, die sich zum Beispiel mit dem Lernen noch schwertun oder die für ihre berufliche Orientierung noch Zeit brauchen, gibt es die Möglichkeit, an einer "Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB)" teilzunehmen. Die Agentur für Arbeit ist auch hier Kostenträgerin der Maßnahme, die als Reha-BvB noch einmal intensiver gestaltet werden kann, wenn bei einem Jugendlichen ein besonderer Förderbedarf (wie eine Lernbehinderung) festgestellt worden ist. Die Lerngruppen sind dann kleiner, die Förderung ist noch individueller und umfasst neben sozialpädagogischer Begleitung bei Bedarf auch psychologische Unterstützung.

Als Berufsberater der Agentur für Arbeit Mönchengladbach und früherer Reha-Berater kann ich nur dazu raten, mit uns das Gespräch zu suchen. Wir finden die individuell passende Unterstützung. Der erste Kontakt kann über die gebührenfreie Service-Rufnummer 0800 4555500 aufgenommen werden.

Von Peter Thoms

(erschienen August 2021)

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung lässt sich die Zufriedenheit steigern. Und auf dem Konto zahlt sich eine Ausbildung auch aus. Welcher Schulabschluss aber ist gefragt, um überhaupt in eine Ausbildung starten zu können?

Es gibt die Möglichkeit, entweder eine duale oder eine schulische Ausbildung zu wählen. Eine abgeschlossene Ausbildung macht Dich zum Experten auf Deinem Fachgebiet. Du weißt dann viel und mehr als andere, die keine Ausbildung gemacht haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du bereits Geld verdienst. In vielen Ausbildungen bekommst Du bereits ein gutes Gehalt während der Ausbildung, und natürlich bedeutet das auch Unabhängigkeit von Deinen Eltern, denn Du brauchst kein Taschengeld mehr. Nach der Ausbildung hast Du die Möglichkeit, die Karriereleiter hinaufzusteigen. Du ganz viele Fortbildungen machen und Weiterbildungen, so zum Beispiel den Techniker, den Fachwirt oder den Meister. Und auch ein Studium ist am Ende immer noch möglich.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung steigt auch Deine Zufriedenheit, und Deine Work-Life-Balance verbessert sich. Du hast Möglichkeiten, in der Karriere aufzusteigen, Du hast Expertenwissen, Du verdienst gutes Geld. Alles Dinge, die Dich zu einem zufriedenen Leben mit einer aussichtsreichen Zukunft führen.

Du kannst deine duale Ausbildung in einem Betrieb oder eine schulische Ausbildung machen, die ausschließlich an einer berufsbildenden Schule stattfindet. Es gibt keinen gesetzlich vorgeschriebenen Schulabschluss bei einer betrieblichen Ausbildung. Oft ist es der Wunsch des Unternehmens, welchen Bewerber sie einstellen wollen. Aber mit einem guten Hauptschulabschluss oder einem höherwertigen Abschluss bist Du auf jeden Fall gut aufgestellt. Bei einer schulischen Ausbildung verhält sich das Ganze etwas anders. Dies ist abhängig vom Ausbildungsgang. Oft ist der mittlere Schulabschluss gefragt. Nur in wenigen Ausnahmefällen reicht hier der Hauptschulabschluss, so zum Beispiel beim/bei der Kinderpfleger/in oder Sozialassistenten/in.

Bei weiteren Fragen hilft die Berufsberatung deiner Arbeitsagentur. Hierfür einfach einen Termin vereinbaren und Unterstützung bekommen.

Von Kerstin Saß

(veröffentlicht im Dezember 2020)