Darlehen bei unabweisbarem Bedarf

Darlehen bei unabweisbarem Bedarf erhalten

Sie brauchen aufgrund besonderer Umstände kurzfristig mehr Geld für Ihre alltäglichen Bedürfnisse als es der Regelbedarf vorsieht. Hinzu kommt, dass Sie diese Kosten weder selbst bezahlen noch aufschieben können. Dann kann Ihnen das Jobcenter für diesen unabweisbaren Bedarf auf Antrag ein zinsloses Darlehen gewähren.

Ein unabweisbarer Bedarf ist gegeben,

  • wenn er nicht aufgeschoben werden kann und daher ein Darlehen zur Vermeidung einer akuten Notsituation unumgänglich ist,
  • nicht erwartet werden kann, dass Sie diesen Bedarf mit den nächsten Leistungen zur Deckung des Regelbedarfs (reguläres Bürgergeld) ausgleichen können und 
  • Sie keine andere Möglichkeit haben, den Bedarf zu decken (zum Beispiel über Gebrauchtwarenlager oder Kleiderkammern).

Beispiele für einen unabweisbaren Bedarf:

  • Notwendige Reparaturen,
  • notwendige Anschaffungen (zum Beispiel neue Winterkleidung bei heranwachsenden Kindern),
  • die drohende Sperrung der Stromversorgung (Haushaltsstrom) wegen sogenannter „Neuschulden“, sofern Sie diese nicht auf andere Weise decken können, zum Beispiel durch Vereinbarung einer Ratenzahlung mit dem Versorgungsunternehmen,    
  • Diebstahl oder Verlust sowie 
  • Wohnungs- oder Hausbrand.

Wichtige Hinweise

  • Das Darlehen müssen Sie gesondert beantragen.
  • Der unabweisbare Bedarf muss grundsätzlich mit Nachweisen (beispielsweise Kostenvoranschläge) belegt werden. Wenn Sie Vermögen haben, müssen Sie zunächst dieses einsetzen, um die Ausgaben zu finanzieren. Je nach Sachlage kann das Jobcenter auch seinen Außendienst damit beauftragen, den Bedarf festzustellen.
  • Das Jobcenter kann auch entscheiden, dass Sie anstelle von Geld Sachleistungen in Form eines Gutscheins bekommen.
  • Die Höhe des Darlehens entspricht genau dem Wert des erforderlichen Bedarfs.
  • Das Darlehen müssen Sie zweckentsprechend verwenden. Das Jobcenter kann hierfür einen Nachweis (zum Beispiel einen Kaufbeleg) verlangen.
  • Sie müssen das Darlehen zurückzahlen. Wenn Sie zukünftig weiterhin Leistungen nach dem SGB II beziehen, wird das Darlehen monatlich mit Ihrem Leistungsanspruch verrechnet.

Leistung beantragen

Sie können grundsätzlich alle Leistungen formlos beantragen. Ihr Jobcenter wird Sie dann darüber informieren, welche Unterlagen es zur Prüfung braucht – das kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein.

Bitte beachten Sie Folgendes, wenn Sie aktuell noch kein Bürgergeld erhalten: 

Unabhängig von der beantragten Leistungsart wird grundsätzlich immer der Bürgergeld-Antrag benötigt. Hintergrund ist, dass bei jedem Antrag Ihre Lebenssituation vollumfänglich geprüft wird, also Ihr Bedarf abzüglich Ihres Einkommens und Vermögens berechnet wird.

Am besten setzen Sie sich vor Antragstellung mit Ihrem Jobcenter in Verbindung. Ihr Jobcenter wird Ihnen sagen, welche Unterlagen es für die Prüfung Ihres Antrages braucht.

Online-Antragstellung

Bürgergeld beantragen

Sie können den Antrag einfach und bequem online stellen:

Bürgergeld online beantragen

Bitte beachten Sie Folgendes, wenn Sie aktuell noch kein Bürgergeld erhalten: 

Unabhängig von der beantragten Leistungsart wird grundsätzlich immer der Bürgergeld-Antrag benötigt. Hintergrund ist, dass bei jedem Antrag Ihre Lebenssituation vollumfänglich geprüft wird, also Ihr Bedarf abzüglich Ihres Einkommens und Vermögens berechnet wird.

Am besten setzen Sie sich vor Antragstellung mit Ihrem Jobcenter in Verbindung. Ihr Jobcenter wird Ihnen sagen, welche Unterlagen es für die Prüfung Ihres Antrages braucht.

Veränderungsmitteilung nutzen

Falls Sie bereits Bürgergeld beziehen, dürfen Sie uns gerne Ihren Bedarf online über unseren Postfachservice mitteilen.

Veränderung mitteilen

Die Rechtsgrundlage zum Darlehen bei unabweisbarem Bedarf befindet sich in Paragraf 24 Absatz 1, Paragraf 37 Absatz 1 und Paragraf 42a Absätze 1, 2, 4 und 6 des Sozialgesetzbuches Zweites Buch (SGB II).

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