Podcasts für Eltern

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Erfahren Sie hier, wie Sie Ihr Kind bei verschiedenen Themen der Berufsorientierung begleiten.

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Berufe im digitalen Wandel

Podcast: Alles Wichtige zu Berufen im digitalen Wandel – kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Berufswahl begleiten - der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecher/in 2: Alles Wichtige zu Berufen im digitalen Wandel - kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher/innen 2-4: Industrie 4.0 - Digitalisierung - vernetzte Maschinen - autonome Software - E-Commerce - digitale Geschäftsmodelle - Prozessoptimierung

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Die Digitalisierung verändert die Ausbildungswelt. Teilweise entstehen ganz neue Berufe. In bestehenden Berufen kommen neue Anforderungen hinzu, weil sich zum Beispiel Arbeitsweisen und Arbeitsmittel ändern. Was genau ist der digitale Wandel?

planet-beruf.de Sprecher/in 2: Digitalisierung beschreibt die Umwandlung von Daten in digitale Formate. Diese lassen sich dann auf Computern speichern und bearbeiten. Die digitale Datenspeicherung und das Internet ermöglichen verschiedene Arten der Vernetzung. In der Arbeitswelt betrifft das zum Beispiel über das Internet vernetzte Maschinen oder die Vernetzung zwischen Kunden und Produzenten.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Die Digitalisierung ist ein Prozess, der sich immer weiter entwickelt. Was verändert sich konkret und wie machen Sie Ihr Kind fit für eine Berufswelt, die sich stetig wandelt? Dazu sprechen wir mit einem Fachmann der Industrie- und Handelskammer. Florian Kelch ist Leiter des Bildungsreferats der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Herr Kelch, Sie beraten Betriebe dazu, wie sie ihre Ausbildungen am besten planen und durchführen. Wie verändern sich Ausbildungsberufe hinsichtlich der Digitalisierung?

Florian Kelch: Es ist natürlich so, dass auch unabhängig von der Digitalisierung Ausbildungsberufe in regelmäßigen Abständen überarbeitet werden. Da ist natürlich das Thema Digitalisierung ein starker Treiber dafür, dass geänderte Arbeitsprozesse in neue Ausbildungsordnungen einfließen, aber auch neue Geschäftsmodelle. Digitale Geschäftsmodelle, die man selber aus der eigenen Praxis kennt. Also, früher hat man im Versandhandel im Katalog bestellt. Man kennt diese ganz dicken Kataloge. Heute funktioniert alles über das Internet. Das sind maßgebliche Treiber bei den Neuerungen von Ausbildungsberufen. Das muss natürlich in Berufen abgebildet werden, wie beispielsweise bei den Bankkaufleuten. Die sind 2020 neu geordnet worden und jetzt kommen so nach und nach beispielsweise Versicherer. Oder auch die Industriekaufleute werden dann in den nächsten Jahren neu angegangen.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Welche Bereiche in der Arbeitswelt verändern sich am meisten?

Florian Kelch: Ein Beispiel für einen Arbeitsbereich, der sich sehr stark verändert hat, ist der Handelsbereich. Da gibt es seit 2018 einen komplett neuen Ausbildungsberuf, den Kaufmann im E-Commerce. Kaufleute im E-Commerce sind Fachleute für den Online-Vertrieb von Waren. Die kümmern sich um die Gestaltung des Warenangebots im Online-Shop und organisieren beispielsweise die Abwicklung des Warenverkaufs. Es gibt einen Online-Shop und dieser Online-Shop muss in irgendeiner Form bewirtschaftet werden. Da müssen Produkte eingestellt werden. Welche Produkte werden eingestellt? Wie werden die präsentiert? Alles das, was vorher stationär stattgefunden hat, was es weiterhin gibt, gibt es jetzt auch online. Da gab es bisher keinen eigenen Beruf dafür. Aber weil sich eben viele Betriebe spezialisiert haben und online die Waren verkaufen, haben wir jetzt einen Spezialisten-Beruf, der den Online-Vertrieb beispielsweise macht.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Die Digitalisierung beeinflusst also nicht nur Berufe, die mit IT und Software arbeiten, sondern verändert auch viele Berufe, die mit Dienstleistungen zu tun haben. Was meint dann der Begriff "Industrie 4.0"?

planet-beruf.de Sprecher/in 2: Industrie 4.0 beschreibt die Digitalisierung in der Industrie, zum Beispiel im Maschinenbau. Dabei geht es um die Verwendung von digitalisierten, vernetzten und automatisierten Technologien. Maschinen sind beispielsweise mit Sensoren ausgestattet, die Produktionsdaten an andere Stellen weiterleiten. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz können sich manche Maschinen sogar selbst optimieren. Die zentrale Plattform ist das Internet. Es ermöglicht diese enge Vernetzung.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Welche neuen Berufe entstehen in der Industrie 4.0? Lohnt es sich, dort einzusteigen?

Florian Kelch: Wichtig ist natürlich das Interesse an IT-Themen. Wenn das nicht vorhanden ist, würde ich eher davon abraten. Aber grundsätzlich ist das ein Wachstumsfeld. Wir haben seit mehreren Jahren, gerade bei den Fachinformatikern, zweistellige Wachstumsraten was die Ausbildungsverhältnisse angeht. Also, wenn ich Interesse an IT-Themen habe, sind das definitiv lohnenswerte beziehungsweise zukunftsträchtige Berufsfelder.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Wie können Eltern konkret zum Beispiel die Offenheit für Neues oder den Umgang mit Software fördern?

Florian Kelch: Im Idealfall, glaube ich, ist es immer gut, wenn ich selbst als Elternteil als Vorbild fungieren kann. Dass ich in diesen Punkten Vorbild bin. Dass sich die Kinder an mir orientieren können. Dass ich versuche, das vorzuleben, was ich an Verhalten oder Werten auch von meinen Kindern erwarte. Das ist zum Beispiel ein Punkt.

Und ich glaube schon, dass Menschen besser lernen, wenn sie sich nicht nur in der Theorie mit Dingen beschäftigen, sondern auch in der Praxis. Und deswegen ist es durchaus sinnvoll, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit Verantwortung zu betrauen.  Das kann jetzt im Kleinen anfangen beim Taschengeld. Das kann aber mit Haushaltstätigkeiten weitergehen. Dass Kinder und Jugendliche selbst verantwortlich sind, für gewisse Themen Entscheidungen treffen müssen. Das glaube ich, ist ein wichtiger Punkt.
Und was natürlich immer hilfreich ist, ist Teamsport, aus meiner Sicht. Oder allgemein ehrenamtliches Engagement. Das fördert auch soziale Kompetenzen, den Umgang mit anderen, Teamfähigkeit.

planet-beruf.de Sprecher/in 3: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kelch.

Noch mehr Tipps, wie Sie Ihrem Kind rund um die Ausbildung helfen, finden Sie unter planet-beruf.de unter Mein Kind unterstützen. 

Berufschancen mit mathematisch-technischer Begabung

Podcast: Auf den Punkt gebracht – Drei Fragen zu Berufschancen für Jugendliche mit mathematisch-technischer Begabung

planet-beruf.de Sprecherin 1: Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecher 2: Auf den Punkt gebracht: Drei Fragen zu Berufschancen für Jugendliche mit mathematisch-technischer Begabung

planet-beruf.de Sprecherin 1: Hallo liebe Hörerinnen und Hörer, ich bin Anja von planet-beruf.de. Ihre Tochter steht auf Mathe und Naturwissenschaften? Ihr Sohn baut begeistert seinen Computer auseinander und wieder zusammen? Dann gehören Rechenfertigkeit und mathematisch-technisches Verständnis bestimmt zu den Stärken Ihres Kindes. Über Berufschancen für Jugendliche, die mathematisch-technisch begabt sind, spreche ich heute mit Anne Ahrens. Sie ist Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Kiel und Mutter zweier Kinder.

Hallo Frau Ahrens, vielen Dank, dass Sie mit uns sprechen.

Anne Ahrens: Hallo auch von meiner Seite aus und ich freue mich, heute dabei sein zu können.

planet-beruf.de Sprecherin 1: Welche Ausbildungsberufe empfehlen Sie als Berufsberaterin mathematisch- technisch begabten Jugendlichen?

Anne Ahrens: Ich fang mal so an, dass ich so ein bisschen aus meinem Erfahrungsschatz spreche, dass sehr viele Jugendliche aktuell sich für IT-Technik interessieren und da gibt es die Ausbildung, beispielsweise der Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung, Systemintegration sind da einige Beispiele, die stark nachgefragt werden und wo aber auch viele Unternehmen Angebote vorhalten. Relativ neu ist der Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau Digitalisierungsmanagement. Auch hier gibt es interessante Angebote. Wir hätten auch handwerkliche Berufe im technischen Spektrum, wo man gucken könnte, zum Beispiel Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin. Dieser Beruf hat sich schon weiterentwickelt, wird sich aber auch noch rasant weiterentwickeln. Hier haben junge Menschen tatsächlich die Möglichkeit, auch aktiv was für unsere Zukunft im Bereich Umweltschutz zu tun, zum Beispiel.

planet-beruf.de Sprecherin 1: Hm, da gibt es ja tatsächlich schon Einiges zur Auswahl. Was kann man denn tun, damit Mädchen sich mehr für Berufe aus dem sogenannten MINT-Bereich entscheiden? Also Berufe aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik?

Anne Ahrens: Wenn wir die Mädchen rechtzeitig fördern, dann fällt es ihnen leichter, Zugang zu solchen Berufen und Tätigkeiten zu finden und sie werden dann auch erfolgreicher werden. Es gibt zum Beispiel ein sehr schönes Angebot, es gibt den sogenannten Girls'Day. Der Girls'Day ist ein Aktionstag, wo junge Mädchen sich berufsorientierend in Praktika ausprobieren können. Also Betriebe stellen einen Tag lang ein Praktikum für junge Mädchen zur Verfügung. Und die Mädchen können sich dann in mathematisch-technischen Berufen ausprobieren.

planet-beruf.de Sprecherin 1: Ja, stimmt! Die Website dazu finden Sie unter Girls'Day. Wie ist es denn bei jungen Menschen mit Behinderungen? Welche Möglichkeiten haben sie, wenn sie einen mathematischen oder technischen Beruf erlernen möchten?

Anne Ahrens: Ja, je nach Ausprägung der Behinderung gibt es natürlich unterschiedliche Förderangebote. Diese reichen von einer einfachen Berufsvorbereitung bis hin zu einer Ausbildung in einer besonderen Einrichtung. Es gibt besondere Ausbildungen, die nennen sich "Fachpraktiker-Ausbildungen". Diese Ausbildungen haben dann einen weniger theoretischen Anteil und sind für Jugendliche eher geeignet, wenn sie Unterstützung und Hilfe brauchen. Es kann grundsätzlich in allen Berufen ausgebildet werden, die auch nicht-behinderten Menschen zur Verfügung stehen, aber immer unter Beachtung der Auswirkungen der Behinderung.

planet-beruf.de Sprecherin 1: Die Ausbildung wird also an die individuellen Möglichkeiten angepasst, unabhängig davon, ob eine kognitive oder körperliche Behinderung vorliegt. Beispielsweise in Bezug auf Dauer, Umfang und zur Verfügung gestellte Hilfsmittel. Das nennt man Nachteilsausgleich. Eine Alternative ist die Berufsausbildung in Teilzeit. Wenn die Einschränkungen nicht ausgeglichen werden können, können Jugendliche eine Fachpraktiker-Ausbildung machen.

Zusammenfassend kann man also sagen: Es gibt für alle Jugendlichen mit mathematisch-technischer Begabung die Möglichkeit, einen passenden Ausbildungsberuf zu finden. Vielen Dank für die interessanten Informationen, Frau Ahrens.

Anne Ahrens: Sehr gerne. Auf Wiederhören!

planet-beruf.de Sprecherin 1: Wenn Sie, liebe Eltern, mehr zu den möglichen Ausbildungsberufen wissen möchten, klicken Sie unter diesem Podcast auf die "Weiterführenden Informationen". Interessante Berufe finden Sie in den Berufsfeldern Elektro, IT, Computer, Naturwissenschaften oder Technik, Technologiefelder. Gehen Sie dazu auf Berufsfelder.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden!

Vorteile einer Ausbildung

Podcast: Auf den Punkt gebracht – Drei Fragen zu den Vorteilen einer Ausbildung

Marc: Berufswahl begleiten - der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecherin: Auf den Punkt gebracht - Drei Fragen zu den Vorteilen einer Ausbildung

Marc: Hallo liebe Eltern. Ich bin Marc. Heute spreche ich mit Paulina Lasarew über die Vorteile einer Berufsausbildung. Frau Lasarew ist Berufsberaterin. Sie unterstützt Jugendliche und ihre Eltern in der Agentur für Arbeit im bayrischen Roth.

Frau Lasarew, was spricht dafür, dass mein Kind eine Ausbildung macht?

Paulina Lasarew: Wenn Ihr Kind eher aktiv und praktisch veranlagt ist und vielleicht auch nicht mehr 100 Prozent Lust auf Schule hat und nicht immer Lust hat, diszipliniert zu lernen, dann spricht vieles für die Ausbildung als richtige Wahl. Während der Ausbildung lernt man die unterschiedlichsten Bereiche und Berufe in einem Unternehmen kennen und hat dann auch nochmal ein besseres Verständnis dafür, was einen interessiert, und kann dann noch immer studieren gehen, wenn man möchte.

Marc: Das klingt schon mal gut. Was bietet denn eine Ausbildung? Welche Vorteile gibt es denn?

Paulina Lasarew: Die Ausbildung verknüpft perfekt Theorie und Praxis und sie ermöglicht das erste Gehalt und damit auch die erste finanzielle Selbstständigkeit. Mit einer Ausbildung hat man sehr viel Auswahlmöglichkeit an erlernbaren Berufen. Mit 327 anerkannten Ausbildungsberufen hat man damit mindestens 327 Berufswahlmöglichkeiten.

Marc: Das ist eine ganze Menge! Gibt es noch mehr, was für die Berufsausbildung spricht?

Paulina Lasarew: Eine Ausbildung bietet vielfältige Aufstiegschancen, zum Beispiel hat man mit einem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung in der Regel auch einen höherwertigen Bildungsabschluss. Zum Beispiel: Startet man mit einem Mittelschulabschluss in die Ausbildung, erhält man mit dem Abschluss der Ausbildung den mittleren Bildungsabschluss.

Marc: Kurz zur Erläuterung: Der Mittelschulabschluss heißt in anderen Bundesländern Hauptschulabschluss. Nennen Sie gerne weitere Vorteile, Frau Lasarew!

Paulina Lasarew: Mit einer Ausbildung hat man bereits nach zwei bis dreieinhalb Jahren, solange dauert die Ausbildung in der Regel, ein Ziel erreicht. Eine abgeschlossene Ausbildung, einen Beruf. Die Ausbildung ist auch überschaubar und man kann konkret einschätzen, wie lange die Dauer ist. Dadurch ist es sehr gut planbar. Und - egal in welchem Bundesland ich meine Ausbildung absolviere, kann ich meinen Beruf bundesweit in ganz Deutschland ausüben und bin damit auch beruflich mobil.

Marc: Welche Möglichkeiten gibt es denn, nach der Ausbildung beruflich weiterzukommen?

Paulina Lasarew: Oft bieten Arbeitgeber interne Weiterbildung und haben natürlich auch Interesse dran, ihre Azubis und Fachkräfte von morgen für ihr eigenes Unternehmen zu fördern. Man kann auch immer eine Aufstiegsweiterbildung, zum Beispiel Meister, Meisterin, Techniker, Technikerin oder auch Fachwirt, oder eine Fachwirtin in seinem Beruf absolvieren.

Marc: Super, eine Ausbildung bietet meinem Kind also richtig viele Chancen. Haben Sie noch einen Tipp, wie Eltern bei der großen Auswahl helfen könnten?

Paulina Lasarew: Durch unvoreingenommenes Zuhören, was Ihr Kind möchte, wo es sich später sieht, sind Sie die größte Unterstützung.

Marc: Ganz zum Schluss ist das ein toller Hinweis!

planet-beruf.de Sprecherin: Noch mehr zum Thema Ausbildung, zum Beispiel welche verschiedenen Ausbildungsarten es gibt, erfahren Sie in den Podcastfolgen Auf den Punkt gebracht - 3 Fragen zur dualen Ausbildung und Auf den Punkt gebracht - 3 Fragen zur schulischen Ausbildung auf planet-beruf.de.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden!

Ausbildung im öffentlichen Dienst

Podcast: Alles Wichtige zu einer Ausbildung im öffentlichen Dienst – kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher/in 1 (Gisela): Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecher/in 2 (Armando): Alles Wichtige zu einer Ausbildung im öffentlichen Dienst - kurz erklärt

Gisela: Hallo liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, ich bin Gisela.

Armando: Auch von mir ein Hallo, ich bin Armando.

Gisela: In heutigen Podcast-Folge geht es um Ausbildungen im öffentlichen Dienst. Was genau ist denn damit gemeint?

Armando: Es gibt verschiedene öffentliche Einrichtungen. Verwaltungseinrichtungen beispielsweise organisieren das Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern. Es gibt in diesem Bereich über 130 Ausbildungsberufe. Arbeitgeber können der Bund, das Land oder die Kommune sein. Auch bei der Bundeswehr gibt es viele Möglichkeiten für Mädchen und Jungen, die sich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst interessieren.

Gisela: Heißt das, dass mein Kind mit einer Ausbildung bei der Bundeswehr dann Soldatin oder Soldat wird?

Armando: Nein, nicht unbedingt. Die Bundeswehr bietet über 50 zivile Ausbildungen im technischen, kaufmännischen, medizinischen und handwerklichen Bereich an, die nichts mit einer Laufbahn als Soldatin oder Soldat zu tun haben. Zum Beispiel als Baustoffprüferin oder Baustoffprüfer untersucht Ihr Kind Bodenproben für Bauvorhaben der Bundeswehr. Kfz-Mechatronikerinnen und -mechatroniker sorgen für einen funktionsfähigen Fuhrpark. Als Beamtin oder Beamter der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung analysiert man unter anderem Daten und Nachrichten aus Krisengebieten.

Gisela: Okay, da hat mein Kind ja wirklich eine richtig große Auswahl! Gibt es im öffentlichen Dienst noch weitere Ausbildungen?

Armando: Ja! Es gibt auch eine große Bandbreite an Beamtenausbildungen - von der Allgemeinen Inneren Verwaltung bis hin zum Zolldienst. In der Verwaltung stellen Beamtinnen und Beamte zum Beispiel Dokumente wie Ausweise und Führerscheine aus. Daneben bildet der öffentliche Dienst auch in vielen anerkannten Ausbildungsberufen aus, beispielsweise in Bau- oder Medienberufen. Das sind Berufe, die nach Tarifvertrag bezahlt werden.

Gisela: Wow. Das sind ja echt viele verschiedene Berufe!  Gibt es noch mehr?

Armando: Allerdings! Auch Berufe im Bereich Schutz und Sicherheit bieten Ausbildungen im öffentlichen Dienst an: Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte sorgen für die Sicherheit und überwachen die öffentliche Ordnung. Bei der Feuerwehr leisten Beamtinnen und Beamte Hilfe in Not- und Gefahrensituationen, zum Beispiel bei Bränden oder Naturkatastrophen.

Gisela: Das klingt ja wirklich richtig spannend!  Welche Vorteile gibt es mit einer Ausbildung im öffentlichen Dienst überhaupt?

Armando: Da gibt es einige. Du hast ja schon festgestellt, dass es eine sehr große Vielfalt an Berufen im öffentlichen Dienst gibt. Zudem gibt es aber noch eine Reihe von weiteren Vorteilen. Erstens: einen sicheren Beruf auf Lebenszeit. Zweitens: flexible Arbeitszeitmodelle. Drittens: gute Sozialleistungen. Viertens: Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Fünftens: ein transparentes Gehaltssystem mit steigender Entlohnung.

Gisela: Okay, okay, das genügt. Du hast mich überzeugt!

Armando: Das Wichtigste habe ich noch gar nicht gesagt: Eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst dient dem Allgemeinwohl. Sie ist sinnstiftend und mit gesellschaftlicher Anerkennung verbunden.

Gisela: Stimmt, das sind wirklich noch gute Gründe. Vielen Dank für die Infos, Armando!

Armando: Gerne!

Gisela: Das waren tolle Informationen zum Thema Ausbildung im öffentlichen Dienst. Noch mehr dazu finden Sie und Ihr Kind auf dem Portal für Schülerinnen und Schüler unter Berufe im öffentlichen Dienst.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden! 

Perspektiven nach der Ausbildung

Podcast: Auf den Punkt gebracht – 3 Fragen zu Perspektiven nach der Ausbildung

Dino: Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

Gisela: Auf den Punkt gebracht: 3 Fragen zu Perspektiven nach der Ausbildung

Dino: Guten Tag liebe Eltern. Ich bin Dino und habe zwei Kinder. Beide sind schon fertig mit ihrer Ausbildung.

Gisela: Hallo, ich bin Gisela und habe zwei erwachsene Kinder.

Dino: Also heute eine Gespräch von Eltern für Eltern. Es geht um Perspektiven, die junge Erwachsene nach einer abgeschlossenen Ausbildung haben, speziell um Weiterbildungen. Meine Tochter Pia hat vor einem Jahr ihre Ausbildung als Tischlerin abgeschlossen. Seitdem arbeitet sie in ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb und sammelt Berufserfahrung. Kürzlich hat sie darüber gesprochen, dass sie längerfristig aufsteigen und Karriere machen will. Gisela, was ist da der nächste Schritt für Pia?

Gisela: Der nächste Schritt wäre eine Weiterbildung. Die nächste Stufe ist zum Beispiel die Prüfung zur Tischlermeisterin. Je nachdem, welche Ausbildung eine Jugendliche oder ein Jugendlicher gemacht hat, gibt es auch Weiterbildungen zur Industrie- oder Landwirtschaftsmeisterin beziehungsweise zum Industrie- oder Landwirtschaftsmeister. Als Meisterin darf Pia Führungsaufgaben übernehmen und andere ausbilden. Oder sie kann sich selbstständig machen. Nach bestandener Meisterprüfung darf sie auch an die Fachhochschule oder an eine Universität zum Studieren gehen.

Dino: Das ist ja toll! Gilt das auch für meinen Sohn? Diego hat die Ausbildung zum Mechatroniker abgeschlossen. Welche Weiterbildung ist für ihn das Richtige?

Gisela: Da gibt es Einige! Dein Sohn kann Industriemeister werden oder zum Beispiel eine Techniker-Weiterbildung machen. Da gibt es den Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik zum Beispiel. Nach dem Abschluss der Techniker-Weiterbildung kann Diego beispielsweise in der Projektleitung oder im Management eines Unternehmens arbeiten. Und ja, auch mit einem Techniker-Abschluss darf er an einer Hochschule studieren.

Dino: Im handwerklichen und technischen Bereich gibt es ja eine Menge Auswahl. Ist das in anderen Branchen auch so, zum Beispiel im kaufmännischen oder sozialen Bereich?

Gisela: Auch da gibt es viele Möglichkeiten. Im kaufmännischen Bereich ist die Weiterbildung zur Fachwirtin beziehungsweise zum Fachwirt gängig oder zur Betriebswirtin beziehungsweise zum Betriebswirt.
Wer sich auf spezielle Branchen wie Tourismus oder das Bankwesen oder aber auf Geschäftsbereiche wie Einkauf oder Marketing spezialisieren möchte, kann das mit der entsprechenden Aufstiegsweiterbildung zur Fachwirtin oder zum Fachwirt machen.
In der Weiterbildung zur Betriebswirtin beziehungsweise zum Betriebswirt bekommt man dagegen branchenübergreifende betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Dementsprechend kann dein Kind danach in verschiedenen Branchen arbeiten.

Dino: Und wie schaut es jetzt im sozialen Bereich aus?

Gisela: Im Pflegebereich kann dein Kind mit einer Aufstiegsweiterbildung zur Fachkrankenpflegerin beziehungsweise zum Fachkrankenpfleger beruflich vorankommen. Oder mit der Weiterbildung zur Fachwirtin beziehungsweise zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen. Damit kann es in Führungspositionen arbeiten. Auch die Abschlüsse in diesen Weiterbildungen ermöglichen den Zugang zu einer Hochschule.

Dino: Gut zu wissen! Jetzt interessiert mich noch: Welche Weiterbildungen gibt es in unserer Region und welche Zulassungsvoraussetzungen gelten hier?

Gisela: Das siehst du auf Karriere und Weiterbildung. Da findest du raus, welche Weiterbildungen es für einen bestimmten Ausbildungsberuf in deiner Region gibt.
Denk dran, dass die Zulassungsvoraussetzungen sich je nach Bundesland und sogar je nach Hochschule unterscheiden. Deine Kinder sollten sich deshalb rechtzeitig informieren, welche Regelungen in ihrem Bundesland oder an ihrer Wunschhochschule gelten.

Dino: Danke für deine Infos, Gisela.

Gisela: Sehr gerne, Dino! Ciao und bis zum nächsten Mal.

Dino: Ja, ciao!

Gisela: Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung! Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, die passende Weiterbildung zu finden. Informieren Sie sich unter Weiterbildung auf Karriere mit Ausbildung.

Angebote für Menschen mit Behinderungen

Podcast: Berufsorientierung gemeinsam gestalten: Den Berufsstart junger Menschen mit Behinderungen unterstützen

Von der Schule in den Beruf: Der Podcast von planet-beruf.de für Lehrkräfte und BO-Coaches

planet-beruf.de: Berufsorientierung gemeinsam gestalten: Den Berufsstart junger Menschen mit Behinderungen unterstützen

Burak: Liebe BO-Coaches, liebe Lehrerinnen und Lehrer, schön, dass Sie in diese Folge reinhören. Ich bin Burak und heute geht es darum, wie man junge Menschen mit Behinderungen beim Start ins Berufsleben unterstützen kann.

Dafür spreche ich mit Anja Bauer. Anja Bauer arbeitet als Teamleiterin im Bereich Berufliche Teilhabe und Menschen mit Behinderung. Kurz gesagt ist das der Reha-Bereich bei der Agentur für Arbeit in Hanau.

Frau Bauer, wer kommt denn zu Ihnen in die Reha-Beratung?

Anja Bauer: Das ist ganz unterschiedlich. Tatsächlich sind es natürlich Jugendliche, die an den Förderschulen sind. Das ist so, dass wir im Bereich der Reha-Beratung unsere festen Förderschulen, sozusagen im jeweiligen Bezirk haben und da auch in die Schule raus gehen, uns vorstellen.

Burak: Ah ja. Und wie kommen Jugendliche am besten in Kontakt mit Ihnen beziehungsweise mit der Reha-Beratung?

Anja Bauer: Der einfachste Weg ist dann, wenn wir an den Schulen sind. Das ist immer so das erste Kennenlernen und die erste Hürde, die wir abbauen können. Sie können telefonisch Kontakt aufnehmen über unsere Servicecenter-Telefonnummer. Also, im Normalfall hat jede Agentur auch eine Seite, wo die E-Mail-Adresse aus dem Reha-Bereich festgehalten ist, da kann man eine E-Mail hinschicken und sagen, ich hätte gerne mal einen Gesprächsbedarf.

Burak: Ok, und wie geht es denn dann weiter, wenn ein Termin für ein Gespräch vereinbart ist? Wie läuft die Beratung genau ab?

Anja Bauer: Das Erstgespräch ist mal so ein bisschen ein Kennenlerngespräch. Man kann dann erst mal abklären, welche Interessen gibt es denn. Also, es ist so dieses, ja erst mal auch für uns dieses Abklopfen, wo könnte denn die Reise hingehen tatsächlich. Und so ein bisschen natürlich Vertrauen aufbauen. Es geht ja dann auch häufig um gesundheitliche Einschränkungen. Was ja auch nicht immer ganz so einfach ist, darüber dann auch zu sprechen.

Burak: Ja, das kann ich mir vorstellen. Und wie geht das Beratungsgespräch danach weiter?

Anja Bauer: Wir versuchen dann eben entsprechend der vorhandenen Stärken und auch der Interessen die Eignung vielleicht für einen Beruf abzuklären. Wir haben dann unseren Fachdienst, unseren Berufspsychologischen Service, wo dann tatsächlich auch ein Stärkenprofil erstellt wird. Wenn dann eine Testung stattgefunden hat, wird auch über das Ergebnis gesprochen und dann schauen wir eben, was können wir anbieten? Was für ein Unterstützungsbedarf ist denn da? In welche Richtung können wir denn gehen?

Burak: Und dann geht es ja darum, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wie helfen Sie da?

Anja Bauer: Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben wir auf alle Fälle auch unsere Jobbörse, wo auch die aktuellen Ausbildungsplätze, die frei sind, immer wieder aktualisiert werden. Viele Jugendliche sehen das ja gar nicht, was es so tatsächlich alles auf dem Arbeitsmarkt gibt. Und da kann ein BO-Coach den Aha-Effekt ins Leben rufen, um zu sagen, oh, kuck mal, da gibt es was. Wäre das interessant?

Burak: Gibt es eigentlich auch eigene Ausbildungen für junge Menschen mit Behinderungen?

Anja Bauer: Also, wir haben für Jugendliche, die aus den Förderschulen kommen mit Lernschwierigkeiten, aber auch für alle anderen Jugendlichen, die im Prinzip bei uns im Reha-Prozess sind, sogenannte Fachpraktiker-Ausbildungen. Da gibt es eine ganze Bandbreite. Da gibt es in sehr vielen Ausbildungsrichtungen die vereinfachten Ausbildungen, wo ich aber tatsächlich auch immer einen Abschluss habe. Und die Option auch tatsächlich dann zum Beispiel vom Fachpraktiker Verkäufer durchzusteigen zum Verkäufer und die Ausbildung zu machen. Also, wir versuchen tatsächlich auch immer die Jugendlichen dann auch dort abzuholen, wo sie gerade stehen und entsprechend eben zu unterstützen.

Burak: Haben Sie noch einen abschließenden Tipp für BO-Coaches und Lehrkräfte, die den Berufsstart von jungen Menschen mit Behinderungen begleiten?

Anja Bauer: Ja, tatsächlich Mut machen. Die Freude auf eine Ausbildung zu vermitteln. Nach Stärken auch mit den Jugendlichen zu suchen. Manchmal vielleicht auch beim Arbeitgeber hartnäckig zu sein, wenn es um eine Praktikums-Akquise geht. Aber ich glaube, es ist ganz wichtig, ihnen Mut zu machen und Angst zu nehmen.

Burak: Alles klar, Frau Bauer. Danke Ihnen für die Infos.

planet-beruf.de: Noch mehr Infos zur Beratung von jungen Menschen mit Behinderungen finden Sie unter Berufsberatung und BiZ.

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Reha-Ausbildungen

Podcast: Alles Wichtige zu Reha-Ausbildungen – kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher: Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecherin: Alles Wichtige zu Reha-Ausbildungen - kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher: Bald 20 Jahre ist Bastienne Raacke Beraterin für berufliche Rehabilitation und Teilhabe der Agentur für Arbeit. Zu ihr kommen junge Menschen, die es schwer haben, einen Ausbildungsplatz zu finden. Zum Beispiel, weil sie eine Behinderung oder andere gesundheitliche Beeinträchtigungen haben. Frau Raacke kennt die Schwierigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt unter solchen Voraussetzungen auftreten können. Sie weiß deshalb auch, welche Lösungen infrage kommen.

Im Podcast nimmt sie uns mit in ihren Arbeitsalltag. Sie erklärt, welche Möglichkeiten es für junge Menschen mit Behinderungen und auch für die Eltern gibt.

planet-beruf.de Sprecher: Frau Raacke, wer kommt denn zu Ihnen in die Reha-Beratung?

Bastienne Raacke: Zu uns kommen zum Beispiel Jugendliche, die in der Schule besonders gefördert werden, die Förderschulen besuchen, die Förderschwerpunkte haben. Oder eben auch Jugendliche, bei denen eine Schwerbehinderung mal festgestellt wurde.

planet-beruf.de Sprecher: Und welche Voraussetzungen sind denn notwendig, damit die Jugendlichen Unterstützung erhalten?

Bastienne Raacke: Grundsätzlich muss eine Behinderung vorliegen, die wesentlich einschränkt und die voraussichtlich auch von Dauer ist. Zum Beispiel, wenn ich ein Bein breche, dann kann, natürlich, ich erstmal, während das Bein zusammenwächst, nicht laufen. Das behindert mich, das schränkt mich ein. Wenn das Bein gut verheilt ist, ist alles wieder gut. Diese Behinderung ist vorübergehend, die ist nicht dauerhaft.

Dauerhaft kann es aber werden, wenn der Beinbruch so schwer ist, dass er ganz schlecht verheilt, dass ich anschließend Bewegungseinschränkungen zurückbehalte und deswegen zum Beispiel eine begonnene Ausbildung nicht fortsetzen kann oder mir einen komplett neuen Wunschberuf überlegen muss. Es gibt eben aber auch viele Behinderungen, die man nicht sehen kann, und die trotzdem dauerhaft und wesentlich sind.

planet-beruf.de Sprecher: Jugendlichen mit Behinderungen stehen alle Ausbildungswege offen. Gibt es trotzdem Ausbildungen, die sich für junge Menschen mit Behinderungen besonders eignen?

Bastienne Raacke: Ja, grundsätzlich stehen alle Ausbildungen offen. Aber ganz wichtig eben auch wirklich die Eignung. Auszubildenden in der Ausbildung, soll der Beruf ja auch Spaß machen. Sie müssen ihn auch schaffen können.

Wir haben da verschiedene geförderte Ausbildungen. Das sind einmal Ausbildungen für Jugendliche, vor allem mit Lernbehinderung. Ausbildungen, die in der Theorie und in der Praxis nicht so schwer sind. Das sind die sogenannten Fachpraktiker-Ausbildungen.

Wir haben aber auch Ausbildungen, normal schwer. Wir nennen sie Vollausbildungen. Berufe, die man üblicherweise kennt, wie Verkäuferin, Verkäufer, Gärtnerin, Gärtner. Die als Vollausbildungen aber in einem geförderten Rahmen stattfinden, mit Lernförderung, mit Sozialpädagogen, Psychologen, mit speziell geschulten Ausbildern.

Und diese Ausbildungen, die besonders geförderten Ausbildungen, werden durchgeführt von Maßnahmeträgern oder auch eben in Berufsbildungswerken, die diese speziellen Begleitungsdienste dann auch zur Verfügung stellen können.

planet-beruf.de Sprecher: Wie können Eltern ihr Kind mit Behinderungen in der Berufswahl unterstützen?

Bastienne Raacke: Eltern sind ganz, ganz wichtig in der Berufswahl. Denn Eltern kennen ihr Kind auch besser als jede Beratungsfachkraft. Und unser Vorschlag ist: Reden Sie mit Ihrem Kind über das, was es vorhat, über die Berufswahl. Sie kennen die Interessen des Kindes, Sie kennen die Fähigkeiten, Sie kennen vor allen Dingen auch die Gesundheit Ihres Kindes, Sie kennen die damit unter Umständen verbundenen Einschränkungen. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind raus: Was kann es gut, was macht es gerne. Dass Sie das alles schon mal mit Ihrem Kind, vielleicht auch auf einem Zettel sammeln und das bitte sehr gerne auch zur Beratung mitbringen.

planet-beruf.de Sprecherin: Noch mehr Infos, mögliche Ausbildungsberufe und weitere Angebote für Ihr Kind finden Sie unter Unterstützung.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden!

Möglichkeiten ohne Schulabschluss

Podcast: Alles Wichtige zu Möglichkeiten ohne Schulabschluss – kurz erklärt

Alex: Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

Ellen: Alles Wichtige zu Möglichkeiten ohne Schulabschluss - kurz erklärt

Alex: Hallo ich bin Alex und in der Podcast-Folge heute geht es um die Möglichkeiten, die Jugendliche ohne Schulabschluss haben.

Ellen: Hallo, und ich bin Ellen. Womit fangen wir denn heute an, Alex?

Alex: Wir legen mit der sogenannten EQ los.

Ellen: Okay. Kannst du mal für alle erklären, was so eine EQ ist?

Alex: Ja, na klar. Die EQ ist eine Einstiegsqualifizierung. Das heißt, sie eignet sich besonders für Jugendliche ohne Schulabschluss. Mit der Einstiegsqualifizierung bereitet man sich in einem längeren betrieblichen Praktikum auf die Ausbildung vor. Wenn es gut läuft, bekommt man danach vielleicht sogar einen Ausbildungsplatz im Praktikumsbetrieb angeboten. Das wäre natürlich der Jackpot.

Ellen: Und kann das dann auch bedeuten, dass sich die Ausbildungsdauer verkürzt, also wenn man vorher diese Einstiegsqualifizierung gemacht hat?

Alex: Ja, unter Umständen ist das tatsächlich möglich. Aber unabhängig davon hilft die EQ auf jeden Fall beim Übergang in die Berufswelt.

Ellen: Alles klar! Kannst du mir denn zu den anderen Möglichkeiten auch noch was erzählen?

Alex: Ja, aber logisch! Da ist zum einen das BVJ, also das Berufsvorbereitungsjahr und zum anderen die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme. Abgekürzt wird sie BvB.

Ellen: Und was hat es mit den beiden auf sich?

Alex: Als erstes zur BvB. Dort macht man mehrere Praktika in verschiedenen Betrieben und Bereichen. So findet man heraus, welcher Beruf der richtige sein könnte. Im BVJ lernt man an einer Schule mehrere Berufsfelder kennen. Bei beiden Angeboten kann man außerdem den Hauptschulabschluss nachholen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man zur Berufsberatung geht und dort bespricht, was der richtige Weg ist: EQ, BvB, BVJ oder sogar etwas anderes. Also theoretisch kann man auch eine Ausbildung ohne Schulabschluss beginnen. Da muss allerdings der jeweilige Betrieb entscheiden, ob er einen Jugendlichen ohne Schulabschluss als Azubi einstellen möchte. Spätestens in der Berufsschule wird es dann aber wahrscheinlich nicht so einfach.

Ellen: Habe ich verstanden. Also, der erste Schritt ist praktisch immer, einen Termin bei der Berufsberatung auszumachen. Aber ich habe doch auch immer die Option, den Schulabschluss nachzuholen, oder?

Alex: Ja, das stimmt, Ellen. Auch hier hilft die Berufsberatung weiter: Dort bekommt man Infos, wie und wo man den Schulabschluss nachholen kann. Dafür gibt es Abendschulen oder die Volkshochschule. Was zu jeder oder jedem Einzelnen am besten passt und was im jeweiligen Bundesland angeboten wird, erfährt man bei der Agentur für Arbeit.

Ellen: Es gibt also einige Möglichkeiten, ohne Schulabschluss in eine Ausbildung zu starten oder einen Schulabschluss nachzuholen. Oder aber eben mit einem Angebot wie eben zum Bespiel der Einstiegsqualifizierung die Chancen auf eine Ausbildung zu verbessern. Infos gibt es im Berufsinformationszentrum und ganz persönlich bei der Berufsberatung.

Ja super! Danke für deine Erklärungen, Alex.

Alex: Ich danke dir auch, Ellen. Bis bald!

Noch mehr Infos zu den Möglichkeiten ohne Schulabschluss finden Sie unter Kein Schulabschluss. Hören Sie sich dazu auch die Podcastfolge Alles Wichtige zu Überbrückungsangeboten - kurz erklärt mit Berufsberater Ronny Maier an.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden!

Überbrückungsangebote

Podcast: Alles Wichtige zu Überbrückungsangeboten – kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Berufswahl begleiten: Der Podcast von planet-beruf.de für Eltern und Erziehungsberechtigte

planet-beruf.de Sprecher/in 2: Alles Wichtige zu Überbrückungsangeboten - kurz erklärt

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Ihr Kind hat die Schulzeit beendet, aber keinen Ausbildungsplatz gefunden? Für diesen Fall hält die Agentur für Arbeit verschiedene Angebote bereit, um die Zeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr gezielt zu nutzen.

Um welche Überbrückungsangebote es sich handelt, erfahren Sie im Gespräch mit Ronny Maier. Er ist Berufsberater der Agentur für Arbeit Bernburg in Sachsen-Anhalt.

Hallo Herr Maier. Welche Möglichkeiten gibt es, wenn mein Kind nach der Schule keinen Ausbildungsplatz findet?

Ronny Maier: Also, es gibt die Einstiegsqualifizierung, die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, die Freiwilligendienste - dazu gehören der Bundesfreiwilligendienst, freiwilliges soziales Jahr, ökologisches Jahr, also, da ist die Bandbreite groß - oder für jemanden, der vorhat, einen höheren Schulabschluss anzustreben, auch einfach weiter zur Schule zu gehen: Berufliche Gymnasien, Fachoberschulen. Oder auch einen höheren Schulabschluss zu machen, gerade wenn die Schulpflicht nicht mehr vorhanden ist.

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Die Einstiegsqualifizierung, kurz EQ, ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Sie übernimmt auch die Kosten dafür. Herr Maier, worum geht bei dieser Einstiegsqualifizierung?

Ronny Maier: Vielleicht übersetze ich kurz, was Einstiegsqualifizierung bedeutet: Einstiegsqualifizierung würde ich jetzt übersetzen als bezahltes Langzeitpraktikum. Das bedeutet, ich mache ein Jahr ein Praktikum, welches von der Agentur für Arbeit bezuschusst wird bei dem Arbeitgeber. Das heißt also, ich mache das auch nicht umsonst und erlerne da schon praktische Tätigkeiten, die ich dann später in meiner Ausbildung auch nutzen kann.

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Ein anderes Überbrückungsangebot der Agentur für Arbeit ist die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, kurz BvB. Was ist das und für wen eignet sich das Angebot am besten?

Ronny Maier: Wir haben jedes Jahr sehr viele Ausbildungsstellen übrig und wir haben auch  Schülerinnen und Schüler, die keine Ausbildungsstelle finden. Das heißt, der logische Menschenverstand würde jetzt sagen: Warum passt das denn nicht? Und genau da ist der Grund, dass ich sage, ich habe sehr viele Schüler, die jedes Jahr in Richtung Tierpflege gehen möchten und auch da das Angebot einfach nicht da ist. Und dann macht es Sinn zum Beispiel in diese Überbrückungsmöglichkeit einfach mal zu schauen, was gibt es denn noch? Es gibt ja auch Möglichkeiten, die ähnlich sind und die kann ich dann in diesem Überbrückungsjahr einfach mal ausprobieren.

Da bietet sich zum Beispiel die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an. Die beginnt, indem ich sechs Wochen erst einmal mich erproben kann in einem theoretischen Raum, sag ich mal, in verschiedene Bereichen, auch das bundesweit ein bisschen unterschiedlich. Bei uns gibt es zum Beispiel den Bereich Medien, den Bereich Lager/Verkauf, Hauswirtschaft, aber auch eben Technik, also für handwerkliche Berufe. Und dann gehe ich mit einem Ausbilder in den Bereich eine Woche, teste das dort und danach wird es eine Auswertung geben, ob ich das gut gemacht habe. Und das Schöne dabei ist einfach, dass mir Stärken vor Augen geführt werden, die mir vielleicht vorher gar nicht bewusst waren.

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Vielen Dank, Herr Maier, für Ihre Antworten.

Ronny Maier: Ja, sehr gern.

planet-beruf.de Sprecher/in 1: Noch mehr zum Thema Überbrückungsangebote erfahren Sie auf planet-beruf.de unter Zwischenzeit. Genaue Informationen zu den Überbrückungsangeboten in Ihrem Bundesland erhalten Sie bei der Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit. Vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn einen Termin für ein persönliches Gespräch - per Telefon, Video oder vor Ort.

Ausbildung lohnt sich. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, den passenden Beruf zu finden!

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