Pädagogik studieren - Ein Weg in viele soziale Berufe

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Johannes (29) hat Pädagogik studiert. Aktuell arbeitet er mit jungen Menschen als Sozialpädagoge für Berufsintegrationsklassen. Aber auch die Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund interessiert ihn. „Das ist das Tolle bei Pädagogik. Es gibt so viele Einsatzbereiche, so viele Zielgruppen. Ich mag es, mit Menschen zu arbeiten, die ganz unterschiedliche Biografien mitbringen.“

Probleme praktisch anpacken

Anfangs studierte Johannes Soziologie, aber das war ihm zu theoretisch. „Man beobachtet und analysiert gesellschaftliche Phänomene, entwickelt aber keine Lösungen. Ich möchte Probleme lieber praktisch angehen und den Menschen helfen, im Rahmen meiner Möglichkeiten. So kann ich auch gesellschaftlich etwas verändern.“

Portraitbild von Johannes
Johannes, Sozialpädagoge an der Heinrich-Thein-Schule in Haßfurt

Johannes besuchte Berufs- und Studienmessen und machte anschließend ein Praktikum in der Suchtberatung. „Das hat mich absolut gecatcht. Da sind so verschiedene Realitäten aufeinandergetroffen. Es gab einige Spannungsfelder, mit denen man umgehen musste. Ich habe gemerkt, was es überhaupt bedeutet, soziale Arbeit im alltäglichen Leben zu machen.“

Ein Studium mit vielen Gesichtern

Im Studiengang Pädagogik an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg kann man verschiedene Studienschwerpunkte wählen. Johannes entschied sich für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Weitere Bereiche sind Frühkindliche Bildung und Erziehung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Studium sind ein Vorpraktikum und jeweils ein Pflichtpraktikum in den Studienschwerpunkten vorgeschrieben.

Für den Schwerpunkt Sozialpädagogik absolvierte Johannes ein weiteres Praktikum in der Suchtberatung. Für den Bereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung ging er an die Volkshochschule. „Da habe ich ganz deutlich die Unterschiede der beiden Bereiche gespürt – allein schon wegen der verschiedenen Zielgruppen. Auch die Erwachsenenbildung hat mich extrem abgeholt.“

Seit seinem Bachelor arbeitet er als Sozialpädagoge für Berufsintegrationsklassen an der Heinrich-Thein-Schule in Haßfurt. Auf Dauer kann er sich aber auch einen Wechsel vorstellen: „Das Schöne an meinem Beruf ist, dass man den Einsatzbereich immer wieder wechseln kann. Ich habe zum Beispiel große Lust, in der Asylberatung oder in der Arbeitsvermittlung zu arbeiten.“

Unbedingt ausprobieren!

Johannes' Tipp an dich: „Mach auf jeden Fall ein Praktikum. Nimm einen Bereich, auf den du richtig Lust hast und probiere ihn aus. Du wirst auf jeden Fall gute Gespräche haben und viel für dich mitnehmen. Selbst, wenn du merkst, dass es nicht zu dir passt. Du wirst so oder so davon profitieren.“ 

Auch so empfiehlt Johannes so viel praktische Erfahrung wie möglich. „Im Studium lernt man vor allem pädagogische Ansätze und Theorien. In den Praktika merkst du, welche Bereiche dich wirklich interessieren und auch, wie du bestimmte Theorien im Alltag umsetzt. Außerdem knüpfst du berufliche Kontakte.“

Zitat:

„Es gibt meiner Meinung nach keine bessere Vorbereitung auf die Berufswelt, als es selbst mal auszuprobieren.“ - Johannes

„Ich will mich im Beruf immer weiterentwickeln.“

Aktuell ist Johannes mit seinem Bachelor zufrieden, schließt einen Master aber nicht aus. „Es kommt sehr auf den Bereich an, in dem man arbeitet. Für viele Tätigkeiten braucht man nicht unbedingt einen Master. Da sind es gezielte Weiterbildungen, die einen weiterbringen. Das gilt auch für Führungspositionen. Ich leite im Moment ein Team von 10 Personen. Wichtig ist mir aber vor allem die inhaltliche Weiterbildung, damit man nicht irgendwann auf der Stelle tritt.“

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