Studienorientierung auf Social Media – Chancen und Risiken

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Swipest du noch oder planst du schon? Social Media kann dir bei der Studienorientierung helfen – wenn du die Inhalte bewusst nutzt und richtig einordnest. 

Nutze die Chancen

Viele Studierende und Hochschulen sind auf Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube oder Reddit aktiv. Neben offiziellen Hochschul-Accounts findest du dort auch Profile von Fachbereichen (oder Departments), Studierendenwerken oder Fachschaftsinitiativen (FSI) – studentischen Gruppen eines Studiengangs. 

Die Mensa postet zum Beispiel ihren Speiseplan oder Aktionen, eine Fachschaft informiert über Angebote wie Erstsemester-Fahrten oder Veranstaltungen. Solche Einblicke zeigen dir, wie das Uni-Leben aussehen kann.

  • Schau dir Vlogs an, etwa „Day in my life“-Videos (Einblicke in einen typischen Studientag) aus deinem Wunschstudiengang.
  • Folge Studierenden, die das Fach bereits studieren.
  • Lies Posts und Erfahrungsberichte zu verschiedenen Unis und Hochschulen.
  • Stelle Fragen in Kommentaren oder per Direktnachricht.

So bekommst du ein erstes Stimmungsbild, vergleichst Studienorte, entdeckst auch kleine oder wenig bekannte Studiengänge und findest neue Trends oder interdisziplinäre (fachübergreifende) Angebote.

Erkenne die Grenzen

Social Media ersetzt keine fundierte Studienberatung. 

  • Manche Inhalte verfolgen auch Marketing- oder Recruiting-Ziele, etwa wenn (private) Hochschulen oder Studienanbieter ihre Angebote vorstellen.
  • Menschen zeigen häufig vor allem die positiven Seiten ihres Studiums.
  • Zentrale Informationen fehlen häufig, zum Beispiel:
    • Zulassungsvoraussetzungen (NC, Eignungstests)
    • Bewerbungsfristen
    • Pflichtpraktika
    • konkrete Studieninhalte

Wichtig:Warnung:Wichtig: Einzelne Erfahrungen sind nicht repräsentativ. Verlasse dich daher nicht nur auf kurze Clips oder persönliche Meinungen. Achte immer darauf, wer Inhalte veröffentlicht und welches Ziel dahintersteht.

Check die Fakten

Wenn dich ein Studiengang interessiert, geh einen Schritt weiter:

  • Lies das Modulhandbuch. Dort stehen Inhalte und Prüfungsformen.
  • Prüfe Zulassungsvoraussetzungen und Fristen direkt auf der Webseite der Hochschule.
  • Nutze unabhängige Beratungsangebote.
  • Vereinbare bei Bedarf einen Termin bei der Studierendenberatung deiner Wunschhochschule.

Tipp:Tipp: Ein neutrales Recherchetool ist die Studiensuche der Bundesagentur für Arbeit. Dort findest du alle staatlich anerkannten Studiengänge in Deutschland sowie Infos zu Abschlüssen und Zugangsvoraussetzungen. Außerdem kannst du gezielt nach Ort, Fachrichtung oder Studienform filtern.

Der richtige Mix

Mach Social Media zu deinem Startpunkt – aber nicht zu deiner einzigen Quelle. 

  • Lass dich inspirieren.
  • Stelle Fragen.
  • Prüfe Fakten.
  • Hol dir unabhängige Beratung.

So triffst du eine Studienentscheidung, die wirklich zu dir passt – nicht nur zu deinem Feed.

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