Erfolgreich zum Ausbildungsabschluss

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Eine Ausbildung ist für viele junge Menschen ein wichtiger Schritt in die berufliche Zukunft. Doch nicht immer lassen die persönlichen Lebensumstände eine Ausbildung in Vollzeit zu. Obeidah (28) entschied sich deshalb für eine Teilzeitausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, um Kinderbetreuung und Ausbildung miteinander zu vereinbaren.

Neuanfang nach der Elternzeit

Der Weg zur Ausbildung begann für Obeidah nach ihrer Elternzeit. In dieser Zeit suchte sie nach einer neuen beruflichen Perspektive. Vorher hatte sie als Visagistin gearbeitet, doch mit Kind erschien ihr dieser Beruf nicht mehr passend. „Ich wollte etwas machen, wo ich wirklich auch Zeit für mein Kind habe“, erzählt sie. Vor allem die Arbeitszeiten hätten sich nur schwer mit dem Familienalltag vereinbaren lassen.

Bei der Suche nach einer neuen beruflichen Möglichkeit wandte sie sich an eine Agentur für Arbeit in Hamburg. Dort wurde ihr erstmals eine Ausbildung in Teilzeit vorgeschlagen – ein Modell, von dem sie zuvor noch nichts gehört hatte. „Am Anfang wusste ich gar nicht, dass es eine Teilzeitausbildung gibt“, erinnert sie sich. Erst durch die Beratung wurde sie darauf aufmerksam.

Gemeinsam mit ihrer Beraterin klärte sie dort nicht nur, welche Ausbildung zu ihr passen könnte, sondern auch ganz praktische Fragen: Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Wie lässt sich die Ausbildung finanziell absichern? Welche Betriebe bieten Teilzeitausbildungen an? Schließlich begann sie, nach passenden Ausbildungsstellen zu suchen. Schnell wurde klar, dass sie gerne im Büro arbeiten würde. Sie entschied sich für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. „Mir wurde gesagt, dass viele Mütter diese Ausbildung machen und damit gute Erfahrungen haben“, berichtet sie.

Der Ausbildungsalltag in Teilzeit

Während ihrer Ausbildung arbeitete Obeidah 30 Stunden pro Woche. Zwei Tage pro Woche besuchte sie die Berufsschule, an den übrigen Tagen arbeitete sie im Betrieb. „Ich habe immer von 9 bis 15 Uhr gearbeitet“, erzählt sie. Dadurch blieb mehr Zeit für ihren Sohn und den Alltag mit Kind.

Entspannter war die Ausbildung deshalb aber nicht automatisch. Besonders das Lernen musste sie gut organisieren. „Lernen konnte ich meistens erst abends, wenn mein Kind geschlafen hat“, sagt sie. Während andere Auszubildende spontan ihre Pausen und Lernzeiten gestalten konnten, musste sie ihren Tagesablauf genau planen. „Mit Kind hat man eigentlich keine zusätzliche Zeit“, sagt sie rückblickend. Trotzdem funktionierte die Kombination aus Ausbildung und Familie insgesamt gut. Auch flexible Arbeitszeiten im Betrieb halfen ihr. „Bei uns gab es Gleitzeit, das hat vieles einfacher gemacht“, berichtet sie.

Zitat:

Die Ausbildung in Teilzeit lohnt sich. Wenn man dranbleibt, ist man am Ende unglaublich erleichtert und hat wirklich etwas in der Hand.Obeidah

Warum sich die Teilzeitausbildung gelohnt hat

Trotz der Herausforderungen blickt Obeidah heute positiv auf ihre Ausbildungszeit zurück. Besonders wichtig war ihr die berufliche Qualifikation. „Mit einer abgeschlossenen Ausbildung wird man einfach ernster genommen“, sagt sie. Nach drei Jahren schloss sie ihre Ausbildung erfolgreich ab und wurde von ihrem Betrieb für ein Jahr übernommen. „Wenn man fertig ist, ist man unglaublich erleichtert“, sagt sie. „Man weiß, dass man wirklich etwas in der Hand hat.“

Ihr Rat an andere junge Menschen in ähnlichen Situationen: nicht aufgeben! Auch wenn manche Inhalte in der Ausbildung schwierig sind oder der Alltag stressig wird – dranbleiben ist wichtig. „Es ist manchmal hart“, meint sie, „aber am Ende lohnt es sich.“

Es gibt mehr Möglichkeiten als gedacht

Obeidahs Geschichte zeigt einen möglichen Weg – aber nicht den einzigen. Eine Teilzeitausbildung steht heute nicht nur Eltern offen, sondern allen, die aus persönlichen Gründen keine Vollzeitausbildung machen können. Seit einigen Jahren kann grundsätzlich jede und jeder eine Ausbildung in Teilzeit beantragen.

Wer Unterstützung braucht, kann Angebote wie Assistierte Ausbildung, ausbildungsbegleitende Hilfen oder finanzielle Förderung nutzen. Welche Möglichkeiten passen, lässt sich am besten in einer persönlichen Beratung klären. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt dich kostenlos und persönlich – bei allen Fragen rund um Ausbildung und Berufswahl. Vereinbare jetzt einen Termin.

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