Wie verhalte ich mich in der Ausbildung?

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Wenn du eine Ausbildung beginnst, startet für dich ein neuer Alltag. Im Betrieb und in der Berufsschule gibt es neue Aufgaben, aber auch Regeln, an die du dich halten solltest. Dazu gehören zum Beispiel Pünktlichkeit, ein freundlicher Umgang mit anderen und passende Kleidung. Hier erfährst du, worauf es im Ausbildungsalltag ankommt und wie du dich im Betrieb gut zurechtfindest.

Grundlegende Verhaltensregeln

Im Ausbildungsalltag ist nicht nur wichtig, wie du arbeitest, sondern auch, wie du dich im Betrieb verhältst. Einige Regeln gelten fast überall – egal, welchen Beruf du lernst.

Dazu zählen vor allem: 

Komm rechtzeitig zur Arbeit, zu Besprechungen oder zur Berufsschule. So zeigst du, dass man sich auf dich verlassen kann.

Begrüße Kolleginnen, Kollegen und Kundinnen oder Kunden freundlich und bleibe höflich – auch in stressigen Situationen.

Höre anderen zu und gehe fair mit ihnen um, auch wenn ihr unterschiedlicher Meinung seid. Wenn zum Beispiel eine Kollegin oder ein Kollege deine Arbeitsweise kritisiert, höre dir die Kritik an, statt sofort zu widersprechen.

Wenn du etwas nicht verstehst, frag nach. Das ist völlig normal – besonders am Anfang der Ausbildung.

Warte nicht immer darauf, dass dir jemand alles sagt. Zeige Interesse und unterstütze dein Team, wenn Hilfe gebraucht wird. Siehst du zum Beispiel, dass eine Kollegin viele schwere Pakete trägt? Dann frag, ob du helfen kannst.

Fehler gehören zur Ausbildung dazu. Wichtig ist, dass du aus Rückmeldungen lernst und versuchst, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Wichtig:Wichtig: Diese Regeln gelten nicht nur am Anfang deiner Ausbildung. Sie helfen dabei, dass die Zusammenarbeit im Betrieb gut funktioniert.

Während deiner Ausbildung führst du außerdem ein Berichtsheft und gehst sorgfältig mit Arbeitsmaterialien und Geräten um. Informiere dich über deine Rechte und Pflichten während der Ausbildung.

Auftreten und Kleidung

Auch dein Auftreten spielt im Ausbildungsalltag eine Rolle. Dazu gehören Körperpflege, saubere Kleidung und ein Erscheinungsbild, das zum Betrieb passt.

Je nach Branche und Betrieb gelten unterschiedliche Regeln:

  • Gesundheits- und Pflegeberufe: Hier wird oft hygienische Berufskleidung getragen, zum Beispiel Schutzkleidung oder Handschuhe. Auch gründliches und regelmäßiges Händewaschen, vor und nach jedem Patientenkontakt, gehört zum Berufsalltag.
  • Gastronomie: Beim Arbeiten mit Lebensmitteln gelten Hygienevorschriften. Deshalb tragen Beschäftigte oft Schürzen, Handschuhe oder Kopfbedeckungen. Auch hier ist Händewaschen wichtig, etwa vor der Essenszubereitung oder nach dem Kontakt mit rohem Fleisch und Fisch.
  • Handwerk: In vielen handwerklichen Berufen ist Schutzkleidung wichtig, zum Beispiel Sicherheitsschuhe, ein Helm oder ein Gehörschutz.

In anderen Bereichen gibt es keine feste Arbeitskleidung. Trotzdem solltest du darauf achten, ordentlich und passend gekleidet zu sein.

Tipp:Tipp: Schau dir am besten schon vor deinem ersten Arbeitstag die Website des Betriebs an, zum Beispiel Fotos vom Team. So bekommst du ein Gefühl dafür, welche Kleidung gewünscht wird. Wenn du unsicher bist, frag im Betrieb nach, welche Kleidung erwartet wird.

Verhalten in der digitalen Arbeitswelt

In vielen Berufen gehören Videokonferenzen, digitale Kommunikation oder Homeoffice inzwischen zum Arbeitsalltag. Auch dort gelten Regeln. 

Sei pünktlich und aufmerksam – genauso wie bei einem Termin vor Ort. Schalte dein Mikrofon aus, wenn du nicht sprichst. Achte auf einen ruhigen und aufgeräumten Hintergrund.

Reagiere während der Arbeitszeit zuverlässig auf Nachrichten oder Anrufe – auch im Homeoffice.

Formuliere freundlich und verständlich. Achte auf eine passende Anrede (etwa „Sehr geehrte Frau ...“), eine kurze Betreffzeile und eine Grußformel am Ende. Verzichte in geschäftlichen Mails an Kundinnen und Kunden auf Umgangssprache und Emojis.

Teile keine betrieblichen Informationen über private Accounts oder soziale Medien.

Privates Surfen und die Nutzung sozialer Medien gehören nicht in die Arbeitszeit – auch nicht im Homeoffice. Poste nichts über deinen Betrieb, ohne vorher nachzufragen.

Tipp:Tipp: Wenn du im Homeoffice arbeitest, suche dir möglichst einen ruhigen Arbeitsplatz ohne Ablenkung.

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