Ins Ausland gehen

Du willst die weite Welt kennenlernen? Ob Kinder betreuen, reisen und arbeiten, Sprachen lernen oder Freiwilligendienste leisten: Lies nach, welche Möglichkeiten du hast.

Mit einem Sprachkurs kannst du deine Kenntnisse einer Fremdsprache vertiefen oder eine neue lernen. Das kann für dein späteres Studium nützlich sein, etwa wenn du Sprachwissenschaften studieren willst. Es gibt auch Studiengänge, für die du Sprachkenntnisse auf einem bestimmten Niveau nachweisen musst. Auch im Berufsleben sind Fremdsprachenkenntnisse gefragt.

Am besten lernt man eine Sprache in dem Land, in dem sie gesprochen wird.

Gut zu wissen: Es gibt viele Agenturen, die Sprachkurse und Sprachreisen anbieten. Sie vermitteln dich an eine Sprachschule und kümmern sich um eine Unterkunft für dich. Die Kurse sind unterschiedlich lang – von einer Woche bis zu mehreren Monaten.

Einen Überblick zum Thema "Geförderte Sprachkurse" bietet dir das Portal rausvonzuhaus. Erfahrungsberichte zu Sprachkursen und Sprachreisen findest du auf abi.de.

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) können nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland oder als kombinierter Jugendfreiwilligendienst abschnittsweise sowohl im In- als auch im Ausland geleistet werden. Weitere Informationen zu Trägern, die ein FSJ oder FÖJ im Ausland anbieten, findest du in diesem PDF-Dokument.

Daneben gibt es spezielle internationale Freiwilligendienste, die nur im Ausland absolviert werden können:

kulturweit

kulturweit ist der internationale Kultur-Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission. Einsatzstellen sind in der Regel Auslandsinstitute von Organisationen der Kultur- und Bildungspolitik mit Sitz in Deutschland (zum Beispiel Goethe-Institute).

Freiwillige müssen zwischen 18 und 26 Jahre alt sein, der Dienst dauert 6 oder 12 Monate.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite kulturweit.

weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" bietet die Möglichkeit, in Entwicklungsländern bei der Armutsbekämpfung mitzuarbeiten. Arbeitsfelder können zum Beispiel sein: Gesundheit, Landwirtschaft, Bildung, Menschenrechte, Umweltschutz, Demokratieförderung, Jugendbeschäftigung, Not- und Übergangshilfe oder Sport.

Freiwillige müssen zwischen 18 und 28 Jahre alt sein ( Höchstalter 30 Jahre bei einer Behinderung oder Beeinträchtigung). Der Freiwilligendienst dauert zwischen 6 und 24 Monaten.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite weltwärts .

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist ein Teil des EU-geförderten Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION und wird von dessen Deutscher Agentur umgesetzt. Bei dem Dienst arbeiten und leben junge Menschen (einzeln oder in Gruppen) für eine bestimmte Zeit  in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland.

Freiwillige müssen zwischen 17 und 30 Jahre alt sein. Der Freiwilligendienst dauert zwischen 2 und 12 Monaten. Kürzere Projekte ab zwei Wochen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Weitere Informationen auf der Seite ERASMUS+ Jugend in Aktion.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD)

Der IJFD ermöglicht es, einen freiwilligen Dienst im Ausland zu leisten und dabei interkulturelle, gesellschaftspolitische und persönliche Erfahrungen in einer anderen Kultur zu sammeln. Der Einsatz findet im sozialen oder ökologischen Bereich, im Bildungswesen, im Bereich Kultur, Sport oder Denkmalpflege sowie in der Friedens- und Versöhnungsarbeit statt.

Freiwillige müssen die Vollzeitschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Freiwilligendienst kann zwischen 6 und 18 Monaten dauern, zumeist beträgt die Dienstzeit jedoch 12 Monate.

Weitere Informationen auf der Seite Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD).

Friedensdienste und kirchliche Dienste im Ausland

Kirchliche Gemeinschaften und andere, vor allem in der Friedensarbeit tätige Organisationen bieten ebenfalls Dienste im Ausland an. Hier einige Beislpíele mit Links zu den Internetseiten, auf denen du weitere Informationen dazu findest:

Grundsätzlich ja. Dabei solltest du jedoch beachten, dass ein Praktikum nicht in jedem Land gleich aussieht. Manchmal wird der Begriff für Ferienarbeit oder einen befristeten Job verwendet. In vielen Ländern kann man ein Praktikum nur im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung machen.

Einen Überblick zum Thema Praktika im Ausland findest du im Portal rausvonzuhaus. Angebote für ein Praktikum im Ausland kannst du zum Beispiel in der Datenbank der Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS) selbst recherchieren.

Auslandspraktika in der Ausbildung

Willst du ein Auslandspraktikum während deiner Berufsausbildung machen, dann informiere dich auf der Seite Mach mehr aus deiner Ausbildung.

Worauf du bei der Auswahl eines Praktikums achten musst, kannst du im QualitätsCheck Auslandspraktikum nachlesen.

Auslandspraktika im Studium

Informationen über Auslandspraktika im Studium findest du beim Deutschen Akademischen Austauschdienst. Für Studierende in höheren Semestern und Hochschulabsolventen erlauben Prakika bei internationalen Organisationen, z.B. bei Einrichtungen der Europäischen Union oder bei den Vereinten Nationen, einen Einblick in deren Aufgaben und Arbeitsabläufe. Das Büro Führungskräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) hat nähere Informationen zu Praktika bei internationalen Organisationen.

Als Au-Pair lebst du für eine bestimmte Zeit (in der Regel 6 bis 12 Monate) im Ausland bei einer Familie und betreust deren Kinder. Dafür bekommst du Essen und Unterkunft gestellt. Außerdem gibt es ein monatliches Taschengeld. Um Au-Pair werden zu können, musst du grundsätzlich:

  • ledig und kinderlos sein,
  • einen Schulabschluss haben,
  • rund 200 Stunden Erfahrung in der Kinderbetreuung haben und
  • zwischen 18 und 30 Jahre alt sein.
  • Teilweise wird auch der Führerschein vorausgesetzt.
  • Außerdem solltest du Kenntnisse in der Landessprache haben. Diese kannst du meist zusätzlich mit einem Sprachkurs vor Ort verbessern.

Es gibt viele Agenturen, die dich bei der Suche nach einer Gastfamilie unterstützen. Sie helfen dir bei Problemen und stellen Kontakt zu anderen Au-Pairs her. Oft bieten sie Vorbereitungskurse an. Auf der Internetseite der Gütegemeinschaft Au-pair gibt es einen Agenturfinder, bei dem du nach Outgoing-Agenturen filtern kannst.

Bei abi>> findest du Reportagen und Erfahrungsberichte über einen Auslandsaufenthalt als Au-Pair.

Gut zu wissen: Ein bereits zugesagter Studienplatz verfällt, wenn du ihn nicht antrittst und stattdessen als Au-Pair arbeitest.

Du willst umher reisen und dir das nötige Kleingeld unterwegs verdienen? Dann ist Work & Travel das Richtige für dich. Dabei besserst du deine Reisekasse mit Gelegenheitsjobs vor Ort auf.

Für Länder außerhalb der EU brauchst du ein spezielles Visum – in Kanada, Neuseeland und Australien etwa das „Working Holiday-Visum“. Dafür musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Es gibt viele Agenturen, die dich bei der Beantragung unterstützen und dir helfen, dich vor Ort zu orientieren. Du kannst aber auch auf eigene Faust losziehen.

Erfahrungsberichte und Reportagen zu Work & Travel kannst du bei abi.de nachlesen.

Gut zu wissen: Oft reicht das, was du unterwegs verdienst, nicht aus. Du solltest also schon vorher Geld gespart haben. In einigen Ländern musst du das sogar nachweisen, um ein Visum zu bekommen.

Innerhalb der EU kannst du als EU-Bürgerin oder -Bürger überall arbeiten. Du brauchst in der Regel keine Erlaubnis dazu. Jobs im europäischen Ausland findest du im EURES-Portal. Du kannst dich auch an die EURES-Beraterinnen und Berater wenden, die dir bei Fragen zum Jobben im europäischen Ausland gerne weiterhelfen.

In anderen Ländern benötigst du ein Visum, das es dir erlaubt, zu arbeiten. Einige Länder bieten jungen Menschen das „Working Holiday“-Visum für einen Work & Travel-Aufenthalt an. Darüber hinaus gibt es in fast jedem Land die Möglichkeit, ein klassisches Arbeitsvisum zu beantragen. Dieses ist jedoch manchmal sehr schwer zu bekommen.

Bevor du eine Reise in ein fremdes Land planst, solltest du dich über die Einreisebestimmungen informieren. Einzelheiten findest du beim Auswärtigen Amt.

Außerdem solltest du eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Deine deutsche Krankenversicherung gilt innerhalb der meisten EU-Länder sowie der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island, zudem in Mazedonien und Serbien.

In der Veranstaltungsdatenbank kannst du nach Informationsveranstaltungen suchen, die sich mit dem Thema "Ausland" beschäftigen.

Gut zu wissen: Ein bereits zugesagter Studienplatz verfällt, wenn du ihn nicht antrittst und stattdessen als Au-Pair arbeitest, auf Reisen gehst oder arbeitest. Nur bei einem Freiwilligendienst im In- oder Ausland bleibt er erhalten. In diesem Fall kannst du deinen Studienplatz nach dem Ende des Dienstes antreten. Du musst dich allerdings erneut bewerben.