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Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) und Vermittlungsbudget

Wer eine Ausbildung plant, will auf eigenen Beinen stehen – auch finanziell. Unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt dich die Bundesagentur für Arbeit (BA) dabei mit Zuschüssen für Bewerbung und Ausbildung.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Wenn du während deiner Ausbildung in einer eigenen Wohnung lebst, reicht deine Ausbildungsvergütung vielleicht nicht aus, um neben der Miete auch noch Lebensmittel oder die Fahrten nach Hause zu bezahlen.

Die Bundesagentur für Arbeit kann dir in bestimmten Fällen weiterhelfen: Mit der sogenannten Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) unterstützt sie dich während deiner Ausbildung mit einem monatlichen Zuschuss.

Berufsausbildungsbeihilfe online beantragen

BAB kannst du online beantragen. Auch den Antrag darauf, dass deine Berufsausbildungsbeihilfe weitergezahlt wird (Fachbegriff: Weiterbewilligungsantrag), kannst du online stellen. Alles, was du dafür tun musst, ist, dich vorher bei uns anzumelden.

Mit dem BAB-Rechner Anspruch online prüfen

Der BAB-Rechner (Berufsausbildungsbeihilfe-Rechner) ist ein Online-Tool, mit dem du ermitteln kannst, ob du Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe hast. Beantworte einfach ein paar Fragen und nach ein paar Klicks weißt du, ob wir dich finanziell unterstützen können.

Hinweis: Das Ergebnis des BAB-Rechners ist unverbindlich. Der Grund: Das Tool fragt nicht alle Informationen ab, die notwendig wären, um deinen genauen Anspruch zu berechnen. Wende dich dafür an deine Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit beziehungsweise des Jobcenters.

Anspruch jetzt prüfen

Voraussetzungen

Du musst bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit du Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe hast. Einer der folgenden Fälle sollte auf dich zutreffen:

  • Du nimmst an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) teil – vielleicht auch, um dich nachträglich auf einen Hauptschulabschluss oder gleichwertigen Schulabschluss vorzubereiten.

  • Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Dein Ausbildungsbetrieb ist zu weit von deinen Eltern entfernt, um zuhause wohnen zu bleiben.

  • Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Außerdem bist du über 18 Jahre alt oder verheiratet beziehungsweise lebst mit deiner Partnerin oder deinem Partner zusammen.

  • Du machst eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Du hast mindestens ein Kind und lebst nicht in der Wohnung der Eltern.

Wenn du eine Behinderung hast, gelten für deinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besondere Regeln.

Trifft einer der folgenden Fälle auf dich zu, hast du keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung in Form von BAB:

  • Du machst eine schulische Ausbildung (zum Beispiel zur Physiotherapeutin beziehungsweise zum Physiotherapeut).

  • Du erhältst bereits Leistungen von einer anderen Behörde, die mit der BAB vergleichbar sind.

BAB-Sonderfälle

Wenn du eine Ausbildung im Ausland oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme im Ausland machst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.

Auch wenn du keine Deutsche oder kein Deutscher bist, hast du in manchen Fällen Anspruch auf BAB. Um herauszufinden, ob du einen Anspruch auf BAB hast, nimm Kontakt mit deiner Agentur für Arbeit auf.

Hast du schon eine Berufsausbildung abgeschlossen, kannst du nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen während deiner zweiten Ausbildung BAB erhalten. Sprich mit deiner Beratungsfachkraft darüber, welche das sind.

So geht es nach dem Antrag weiter

Hast du BAB beantragt, erhältst du einen Bescheid. Das ist ein Schreiben, das dich über deinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe informiert. Darin teilt dir die Agentur für Arbeit entweder mit, dass du BAB erhältst und wieviel - oder dass dein Antrag abgelehnt wurde.

Häufige Antworten auf Fragen zur BAB

Dein Einkommen wird auf die BAB angerechnet. Das Einkommen deiner Eltern wird nur angerechnet, wenn es bestimmte Freibeträge übersteigt. Das gilt auch für das Einkommen deines Partners/Mannes oder deiner Partnerin/Ehefrau.

Nimmst du an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teil, wird in der Regel kein Einkommen angerechnet.

Wurde dein Antrag bewilligt, erhältst du während der vorgeschriebenen Ausbildungszeit Berufsausbildungsbeihilfe, oder solange, wie du an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilnimmst. Beantrage BAB so früh wie möglich. Du erhältst den Zuschuss rückwirkend nur ab dem Monat, ab dem du den Antrag gestellt hast.

Wenn du glaubst, dass diese Entscheidung nicht rechtmäßig ist, kannst du das der Agentur für Arbeit mittteilen – in Form eines sogenannten Widerspruchs. Widersprichst du dem ablehnenden Bescheid richtig und rechtzeitig, muss dein Anspruch noch einmal geprüft werden.

Wie du Widerspruch einlegst, erfährst du auf der Seite Änderungen mitteilen und Bescheid erhalten.

Wenn du eine Ausbildung im Ausland oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme im Ausland machst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.

Auch wenn du keine Deutsche oder kein Deutscher bist, hast du in manchen Fällen Anspruch auf BAB. Um herauszufinden, ob du einen Anspruch auf BAB hast, nimm Kontakt mit deiner Agentur für Arbeit auf.

Hast du schon eine Berufsausbildung abgeschlossen, kannst du nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen während deiner zweiten Ausbildung BAB erhalten. Sprich mit deiner Beratungsfachkraft darüber, welche das sind.

Vermittlungsbudget: Zuschuss für Umzug und mehr

Egal, ob es die Fahrt zum Vorstellungsgespräch ist, oder die Kosten für Bewerbungsfotos: Schon die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz kostet dich Geld. Erst recht, wenn wegen der Ausbildung schließlich ein Umzug ansteht.

In diesen Fällen kann dich die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen mit einer finanziellen Unterstützung aus dem sogenannten Vermittlungsbudget unterstützen. Sprich mit deiner Beratungsfachkraft in der Arbeitsagentur beziehungsweise dem Jobcenter, um zu klären, ob du Anspruch auf diese Leistung hast.

Tipp: Vorab kannst du dich mit dem Merkblatt Vermittlungsdienste und Leistungen informieren.