Ausbildung vorbereiten und unterstützen

Du möchtest gerne eine Ausbildung machen, findest aber keinen Ausbildungsplatz? Keine Sorge, du bist nicht allein. Es gibt viele Möglichkeiten, dich auf eine Ausbildung vorzubereiten. Auch bei Problemen in der Ausbildung haben wir Angebote, die dir weiterhelfen.

Du suchst Unterstützung bei der Erkundung deiner Interessen und Stärken? Oder dir fehlt noch die praktische Erfahrung, um deine Berufswahl treffen zu können?

Dann frag im Sekretariat an deiner Schule nach, ob es dort die Maßnahmen zur Berufsorientierung der Bundesagentur für Arbeit gibt. An vielen Schulen findest du auch die Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleiter. Sie helfen dir zum Beispiel dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden oder Bewerbungen zu schreiben.

Dein Vorteil dabei: Diese Angebote sind kostenlos und bringen dich weiter bei deiner Berufswahl.

Weitere Informationen findest du im Flyer Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) ... dein Weg in die Ausbildung.

Du bist mit der allgemeinbildenden Schule fertig, hast aber noch keinen Ausbildungsplatz gefunden?

Dann nutze das folgende Schuljahr an einer beruflichen Schule. Du kannst dich jetzt fit machen für eine Ausbildung. Je nachdem, welchen Schulabschluss du schon hast, stehen dir verschiedene Bildungsgänge zur Wahl. Es gibt zum Beispiel das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Du lernst Dinge, die du in einer anschließenden Berufsausbildung gut anwenden kannst.

Wenn du clever bist, dann nutzt du diese Zeit, um einen Schulabschluss zu erwerben oder deinen Abschluss noch zu verbessern.

Entsprechende Bildungsangebote findest du in KURSNET.

Du bist nicht mehr schulpflichtig und hast noch keinen Ausbildungsplatz gefunden? Vielleicht fehlt dir ein Schulabschluss? Oder du hast deine Ausbildungsstelle verloren und musst dich ganz neu orientieren?

Dann kannst du dich in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der Agentur für Arbeit auf eine Ausbildung vorbereiten. Die BvB dauert in der Regel bis zu zehn Monate.

  • Der Vorteil dabei: Du hast nicht nur Unterricht, sondern machst auch mehrere Betriebspraktika. Dadurch kannst du verschiedene Berufe kennen lernen und in die unterschiedlichen Arbeitswelten hineinschnuppern. Der Praktikumsbetrieb lernt dich gut kennen – vielleicht ergibt sich daraus mehr.
  • Ein weiterer Pluspunkt: Du kannst in der BvB unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Hauptschulabschluss nachholen.
  • Während einer BvB hast du auch einen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe.

Ob eine BvB für dich sinnvoll ist, entscheidet die Berufsberatung – deshalb vereinbare einen Termin unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4 5555 00. Wenn du im Jobcenter betreut wirst, wende dich bitte zuerst an deine persönliche Ansprechpartnerin bzw. deinen persönlichen Ansprechpartner.

Gut zu wissen: Es gibt eine spezielle BvB, die in Jugendwerkstätten und Produktionsschulen durchgeführt wird. Du stellst dort Waren her oder bietest Dienstleistungen an, die an echte Kunden/-innen verkauft werden. Frag nach in deiner Agentur für Arbeit, ob es dieses Angebot in deiner Region gibt.

Weitere Informationen findest du im Flyer Werde fit für deine Ausbildung - Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und im Faltblatt zur Berufsausbildungsbeihilfe.

Du hast die Schulpflicht erfüllt und keine abgeschlossene Ausbildung? Du jobbst vielleicht und hast keinen Plan, wie du zu einer Ausbildung oder Qualifizierung kommen kannst? Dann könnten Maßnahmen für dich geeignet sein, in denen du dich in verschiedenen Berufsfeldern ausprobieren kannst. Sie nennen sich „Aktivierungshilfen für Jüngere“.

Frag bei der Berufsberatung oder in deinem Jobcenter nach, die dich dafür anmelden können. Die Maßnahmen dauern zwischen 6 und 12 Monaten. Du wirst dabei gut betreut und erhältst auch Hilfestellung bei allen möglichen Problemen.

Du weißt was du werden willst, hast aber bis 30. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden?

Dann kannst du unter bestimmten Voraussetzungen an einem längeren geförderten Praktikum teilnehmen, das dich auf eine Ausbildung vorbereitet. Es nennt sich „Einstiegsqualifizierung“ und dauert zwischen sechs und zwölf Monaten.

  • Vorteil: Du verdienst - mitfinanziert von der Agentur für Arbeit - schon etwas Geld. Und du bekommst ein Zertifikat, wenn du die Einstiegsqualifizierung erfolgreich abschließt.
  • Noch ein Vorteil: Die Zeit kann eventuell auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden. Frag bei der Berufsberatung oder in deinem Jobcenter nach. Dort werden die Voraussetzungen für eine Einstiegsqualifizierung geprüft.

Weitere Informationen findest du im Flyer Dein Praktikum zur Ausbildung – Betriebliche Einstiegsqualifizierung.

Obwohl du die Schule hinter dir hast und weißt was du werden willst, waren deine Bewerbungen bisher nicht erfolgreich? Oder du hast einen Ausbildungsvertrag in Aussicht, aber deine Ausbilderin bzw. dein Ausbilder zweifelt, ob du eine Ausbildung schaffst?

Dann sprich mit der Berufsberatung deiner Agentur für Arbeit oder deines Jobcenters. Sie können dich für eine sogenannte „Assistierte Ausbildung“ (AsA) vorschlagen. Das ist eine betriebliche Berufsausbildung, bei der du zusätzlich eine Unterstützung erhältst. Das kann zum Beispiel ein Deutschunterricht sein. Oder Nachhilfe für Fächer, die du an der Berufsschule hast.

Der Vorteil: Diese Unterstützung ist für dich kostenlos. Sie hilft dir, deine Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Weitere Informationen findest du im Flyer Deinen Berufsabschluss schaffen! - Assistierte Ausbildung.

Du findest einfach keinen betrieblichen Ausbildungsplatz und dir fehlt die Perspektive, wie es weitergehen kann?

Dann kommt vielleicht eine außerbetriebliche Ausbildung (BaE) für dich infrage. Statt in einem Betrieb machst du deine Ausbildung hauptsächlich bei einem Bildungsträger. Erfahrene Ausbilder/-innen und Sozialpädagogen bzw. Sozialpädagoginnen begleiten und unterstützen dich. Wie alle Azubis besuchst du die Berufsschule.

Sprich mit der Berufsberatung oder deinem Jobcenter darüber. Sie können dich für die Teilnahme vormerken.

Weitere Informationen findest du im Flyer Deine alternative Berufsausbildung – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE).

Du machst eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung und möchtest diese erfolgreich abschließen? Deine Noten oder andere Hindernisse stehen deinem Ziel aber momentan im Weg?

Dann sprich mit der Berufsberatung in deiner Agentur für Arbeit oder deinem Jobcenter über die sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH). Das ist eine Unterstützung durch einen Bildungsträger, der einen ganz persönlichen Förderplan für dich ausarbeitet. Du kannst zum Beispiel Nachhilfeunterricht in Deutsch und anderen Fächern erhalten. Oder man hilft dir bei der Vorbereitung auf Prüfungen. Auch bei persönlichen Problemen mit deinem Ausbildungsbetrieb kann dir geholfen werden.

  • Dein Vorteil: Mit abH kannst du deinen Abschluss schaffen – und die Teilnahme ist für dich kostenlos.

Weitere Informationen findest du im Flyer So schaffst du deine Ausbildung – Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH).

Du ziehst wegen der Ausbildung aus der Wohnung deiner Eltern aus? Dann reicht deine Ausbildungsvergütung vielleicht nicht aus, um die Kosten für Miete, Heimfahrten und Lebensunterhalt zu decken. Du kannst dann die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) der Agentur für Arbeit beantragen. Den Antrag kannst du online unter Meine eServices nach Anmeldung stellen. Mit dem BAB-Rechner (Berufsausbildungsbeihilfe-Rechner) kannst du ausrechnen, ob und wie viel du bekommst. Weitere Informationen findest du im Faltblatt Berufsausbildungsbeihilfe. Wenn du im Jobcenter betreut wirst, wende dich bitte zuerst an deine persönliche Ansprechpartnerin bzw. deinen persönlichen Ansprechpartner.

Dir entstehen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bestimmte Kosten, zum Beispiel für die Bewerbung oder einen ausbildungsbedingten Umzug? Oder für bestimmte Arbeitsmittel und Nachweise? Dann kannst du vielleicht eine finanzielle Unterstützung aus dem sogenannten Vermittlungsbudget beantragen.

Frag bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter nach, ob du diese finanziellen Hilfen erhalten kannst. Du kannst dich vorab schon mit dem Merkblatt Vermittlungsdienste und Leistungen informieren.

Wenn du bei der Agentur für Arbeit als Bewerber gemeldet bist oder finanzielle Leistungen erhältst, hast du natürlich auch Pflichten. Dazu gehört zum Beispiel, dass du bei einem Umzug deine neuen Daten mitteilst. Informiere dich deshalb, welche Verpflichtungen es gibt und welche Änderungen du mitteilen musst.

Wenn du eine schulische Berufsausbildung machst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen BAföG erhalten. Die Abkürzung steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Den Antrag richtest du an das Amt für Ausbildungsförderung der Stadt oder Kreisverwaltung am Wohnort deiner Eltern. Weitere Informationen gibt es unter www.bafög.de.